nicht nachvollziehbare Heizkosten

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Heizkosten1, 02.03.2008.

  1. #1 Heizkosten1, 02.03.2008
    Heizkosten1

    Heizkosten1 Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    wir haben eine vermietete Eigentumswohnung im DG in einer Wohnanlage mit insgesamt 15 Wohnungen die auf drei OG verteilt sind. Diese 1 - 2 Zimmer-Wohnungen haben jeweils Wohnflächen von 40 bis 65 qm.
    Die Abrechnungen von 2006 und 2007 sind für uns nicht nachvollziehbar und werden auch von der Mieterin angezweifelt.

    Technische Daten: Das Haus wurde 1987 erbaut. Die Einrohrsystem-Heizung ist mit einem Niedertemperatur-Heizkessel ausgerüstet. In den Wohnungen sind Heizkostenverteiler mit elektronischer Messwerterfassung installiert.
    Die Heizkostenabrechnung erfolgt über den Schlüssel 30 (nach Fläche) und 70 (nach Heizkostenverteilern).
    Problem
    Laut Abrechung wurden bei 4 Wohnungen (verteilt über alle Größen und Geschoße) Heizkosten von 4.775,82 € verbraucht. D.h. jede Wohnung hat über 1.000,00 € verbraucht.
    Die Gesamtkosten der Heizungsabrechung für 15 Wohnungen = 9.636,41 €.
    11 Wohnungen haben auf Grund der Abrechung nur ca. 5.000,00 € Heizkosten verbraucht.
    Der Einspruch bei der Hausverwaltung hatte kein Ergebnis gebracht. Nach Überprüfung der Heizkostenabrechnung wurde uns gesagt „die Wohnung ist eben so teuer“?

    Da wir mit unserer Mieterin sehr zufrieden sind und sie auf keinen Fall verlieren möchten, wollen wir klären, worin die Ursache für den Mehrverbrauch liegt.

    Frage: Was können wir tun?

    Tilly und Johannes
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Zuerst würde ich die Ableseergebnisse prüfen. Die sind schließlich die Grundlage für die Abrechnung.

    Sind die i.o. sehe ich wenig Möglichkeiten gegen die Abrechnung vorzugehen, wenn sonst alles i.o. ist.

    Es ist bei Einrohrheizanlagen leider so, dass es systembedingt zu etwas verzerrten Verteilverhältnissen kommt. Das ist aber kein Fehler der zum Einspruch berechtigt sondern vom Nutzer so hinzunehmen urteilen die Gerichte in solchen Fällen meist.
     
  4. #3 onkelfossi, 02.03.2008
    onkelfossi

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    ich würde mal die gespeicherten ablesewerte in den hkv mit denen auf der abrechnung vergleichen. die sind ja noch gespeichert. wenn diese werte übereinstimmen und auch die bewertungsfaktoren in ordnung sind, lässt sich das nicht ändern.
     
  5. #4 Heizkosten1, 03.03.2008
    Heizkosten1

    Heizkosten1 Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    recht vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Abrechnungswerte wurden bereit überprüft und sind in Ordnung.

    Müssen wir dies jetzt so verstehen,
    dass diese Wohnung aufgrund der Einrohrheizung ca. 600,00 € höhere Heizkosten hat, als die anderen Wohnungen in dem Objekt.
    Dies bedeutet für den Mieter monatlich ca. 50,00 € höhere Miete!!!
    Bei der derzeitigen Vermietungssituation ist dies ein gravierender Nachteil.

    Viele Grüße Tilly und Johannes
     
  6. #5 onkelfossi, 03.03.2008
    onkelfossi

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    das ist so zu akzeptieren. einrohrsysteme sind ja auch der größte mist. da das nicht bei allen wohnungen der fall zu sein scheint, haben wohl die anderen wohnungen zweirohrsysteme. keine ahnung warum. das führt dann natürlich zu einem krassen missverhältnis. ist jetzt die frage wie euer rohrsystem aussieht. ist euer kreislauf von den anderen wohnungen abgekoppelt oder geht das dann zur nächsten Wohnung? wenn ihr einen eignen kreislauf habt, könntet ihr ja das rohrsystem in eurer wohnung ändern lassen.
     
  7. #6 Vermieterheini1, 05.03.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo Heizkosten1,

    ich mache seit Miet- bzw. Vermietbeginn laufend jährliche Plausibilitätsprüfungen der Verbräuche und Kosten. So kann ich bei Abweichungen sofort nachforschen.
    Liegt erst einmal die Abrechnung auf dem Tisch ist es meist zu spät.

    Wie ist das bei dir?
    Auch fleißig und gewissenhaft gewesen? Denn DU bist der VERmieter und somit GANZ ALLEINE für die Richtigkeit der Heizkostenabrechnung verantwortlich, die du deinen Mietern ablieferst!
    Ich kontrolliere sorgfältig jede Abrechnung, bevor ich sie dem Mieter übergeben.

    Hast du über viele Jahre hinweg Vergleichsdaten?
    Gibt es auffällige Abweichungen bei den (Einzel)Verbräuchen?
     
  8. #7 lostcontrol, 05.03.2008
    lostcontrol

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    naja - dachgeschosswohnungen sind meistens schlechter zu beheizen als die anderen wohnungen. sind die dächer bzw. die dachböden denn vernünftig isoliert?

    und wie heizt die mieterin denn?
    wie war das noch: 1°C mehr = 6% höherer energieverbrauch?
    rein hypothetisch: alle anderen geben sich mit 18°C zufrieden - nur eure mieterin braucht ihre 24°C in der wohnung? (ich rechne das jetzt lieber mal nicht aus, aber das wären ja minimum 36% mehr energiekosten).

    überhaupt: wie sieht es mit der bausubstanz aus, auch fenster etc.: ist da alles in sämtlichen wohnungen gleich oder gibt's da unterschiede?
     
  9. #8 Heizkosten1, 07.03.2008
    Heizkosten1

    Heizkosten1 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    recht vielen Dank für die Antworten. Die Heizkostenabrechnung wurde bereits überprüft und als in Ordnung befunden.
    Ich habe zwischenzeitlich noch im Internet recheriert und habe den Verdacht, dass der Grund für die hohen Kosten in der "unerfassten Wärme" zu suchen ist. Dieses Problem tritt vor allem bei Einrohrheizungen auf. Ich lege den Internet Link bei: http://www.energieverbraucher.de/de...ostenabrechnung/Unerfasste_Waerme/site__1349/
    Nach nach meiner Rechnung sind nur 24% der Heizkosten über die Heizkostenzähler gezählt worden. Die restlichen 76 % Heizkosten sind nicht über die Zähler erfasst worden.
    Außerdem sehe ich auch noch das Problem in der Wohnung unterhalb, da hier seit zwei Jahren keine Heizkosten nach Erfassung abgerechnet werden. Nach Aussage der Bewohnerin dreht sie keinen Heizkörper auf, da die Wohnung so warm ist.
    Ich werde wahrscheinlich nicht an einem vom Gericht veranlassten Beweissicherungsverfahren vorbeikommen, wenn ich die Sache geklärt haben will.
     
  10. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Das mit dem Gericht kannste Dir sparen. Du wirst so oder so kein Recht bekommen. Die mangelhafte Verbrauchserfassungsmöglichkeit bei Einrohranlagen ist hinlänglich bekannt. Da haben sich schon andere ein blutige Nase geholt.

    Bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung geht es nicht in erster Linie um Verteilgerechtigkeit sondern um Heizkostenseinsparung. Und diesen Zweck erfüllen die HKV.
     
  11. ric

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    Einrohr-Heizung

    auch wenn der Threat schon ein bischen älter ist, möchte ich hier auch mal etwas dazu sagen.

    @Heizkosten1:

    Herzlichen Glückwunsch, Sie sind für mich die Vermieter des Jahrs!!! :Blumen
    Endlich mal ein Vermieter, dem die Geschichte NICHT egal ist, die herausfinden wollen, warum.

    Ich habe mich mit diesem Thema wegen meiner Eltern auch auseinander setzen müssen. Zum Schluß kamen wir zu dem Ergebnis: Ich habe ein Haus gekauft und meine Eltern nehme ich mit.
    Es ist unglaublich, mit welcher Ignoranz das Thema Ungerechtigkeit <=> Einrohrheizung angegangen wird. Die Missstände sind schon lange bekannt und ich würde gern mal wissen, welche Lobby dahinterstehen könnte, dass selbst ein Antrag des Mieterbundes bei der Regierung keine Reaktionen hervorruft.

    Das Problem stellt sich für mich (am Beispiel meiner Eltern) folgendermaßen dar:
    DDR-(Stahlbeton)-Neubaublock, Keller komplett ungedämmt, Kellerdecke ungedämmt, Außenwände wahrscheinlich als Beton-Sandwich-Element ausgeführt, Einrohr-Heizsystem. Heisses Wasser läuft von oben nach unten durch das EINE Rohr, d.h. oben Rohr heiss unten warm bis lauwarm. Daraus folgt, Mieter im EG friert durch den ungedämmten Keller/Kellerdecke und dreht Heizung auf. D.h. oben die Wohnungen werden jetzt durch die geheizten EG-Wohnungen von unten und durch die jetzt zirkulierende Heizung über das heisse Rohr geheizt. Aber da nur im EG der Verbrauch am Heizkörper abgelesen wird, kriegt der Mieter alles angerechnet (zumindest die Verbrauchsabhängige Umlage). Wenn nun natürlich das Umlageverhältnis noch bei 30/70 Fläche/Verbrauch liegt, ist das für die EG-Mieter sehr, sehr bitter. Das schlimme ist, dass man den Vermietern nicht böse sein darf, da sie ja mit der Abrechnung (die aber eher auf ein Zweirohr-Heizsystem ausgelegt ist) nach Recht und Gesetz handeln. Deshalb, die Forderung des Mieterbundes: Entweder ein 2. Zähler am Rohr, oder Umlageverhältnis anpassen (z.B. 50/50).
    Nur mal am konkreten Beispiel meiner Eltern:
    Mieter im 4.OG zahlt 50 Euro/Monat NK-Vorauszahlung und bekommt eine Rückerstattung aus der Abrechnung, drehen nach eigenen Aussagen die Heizung nie auf und haben im Winter 25°C. Meine Ellis im EG zahlen für die identische Wohnung 200 Euro/Monat vorraus, Nachzahlung: 600 Euro. Noch dazu kommt, dass es nur einen Heizkörper gibt, der überhaupt aufgedreht wird. Alle anderen Zähler stehen auf NULL! Und laut Aussage der Ablesefirma ist der Zähler i.O.! Da kann doch irgendetwas nicht hinhauen!!! Konsequenzen: Meine Eltern sitzen mit 85 Teelichtern auf'm Tisch (neue Heizung!!!) in Decken eingehuschelt auf'm Sofa, Vermieter sagt "Da dürfen Sie halt nicht soviel heizen!!!" (Obwohl die wirklich selten aufdrehen und sehr sparsam sind) :error Mieterschutzbund sagt: AUSZIEHEN aus der Wohnung! :wand:
    Also wenn diese Problematik solche Auswirkungen hat wie bei meinen Eltern (bei der Nachbarin im EG ist es übrigens genauso), kann das nicht gerecht sein, und ich denke, hier gehört endlich mal was getan.
    Ich finde es halt moralisch schlimm, dass es viele Vermieter gibt, denen diese Umstände bekannt sind, aber denen das vollkommen egal zu sein scheint, da sie ja nach Gesetz abrechnen. (Kann man Ihnen ja auch nicht verübeln) Und wenn dann auch noch die Politik bescheid weis und nix tut, kann ja nur eine Lobby dahinter stehen.

    Ich denke, dass man doch manchmal versuchen sollte, sich in den Gegenüber hineinzuversetzen, denn das hat mit "wohnenswert" nichts zu tun. Und nicht jeder gehört sofort in eine bestimmte Schublade. Die Quintessenz ist, der Vermieter meiner Eltern hat nun einen Mieter weniger. Aber, dass soll ja eigentlich nicht Sinn der Sache sein.

    So, mal Dampf abgelassen ...

    Vieleicht gibt es ja mal ne richtige Einschätzung zu diesem Thema, z.B. von nem HLS-Spezi!!!
     
  12. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Das ist ja mal wieder ein Post nach der Mietereigenen Meinung: "Ich heize für alle mit"
    Tatsache 1: Die Verdunsterröhrchen verdunsten auch, wenn nicht geheizt wird. So ein Ärger. Je wärmer der Raum, desto mehr verdunstet auch.
    Tatsache 2: Ob einrohr Heizung oder Zirk Ltg: Beide leitungen haben einen Wärmeverlust auf der Ltg-Strecke.

    Allein durch Tatsache 1 ergibt sich ein Verbrauch, der gemessen wird, jedoch nicht aufgrund der offenen Heizung, sondern aufgrund des warmes Raumes...

    wir haben also in allen Wohnungen einen gemessenen Verbrauch. Es mag stimmen, dass eine ungedämmte Kellerdecke zu einem vermehrten Verbrauch führt. Das aber nur, wenn die wärmende Heizungsanlage nicht unter der Wohnung ist. Der andere kräftige Verbraucher wird sich im Dachgeschoss finden.

    Da nun alle Bewohner einen gemessenen Verbrauch haben wird der tatsächliche Verbrauch nun auf alle anteilig verteilt.

    Fassen wir mal zusammen: Selbst wenn der EG Mieter mit einem Kohle heizt, wird er einen Verbrauch haben, da die Verdunster eben verdunsten (Raumwärme)

    Also entgegen der Mieterannahme: Das EG wird wie das DG immer ein nachteil haben. Sowohl im gedämmten wie auch um ungedämmten Zustand.
     
  13. #12 Michael_62, 07.08.2009
    Michael_62

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    Dir wäre recht zu geben, wenn die Raumtemperatur für die Röhrchen massgeblich wäre.

    Aber die Röhrchen werden an die Heizkörper angebracht und dann sieht es so aus wie in dem Post.

    Ich setze mich gerade mit der Energetik eines älteren Hauses auseinander. Das ist nicht so einfach wie man denkt.
     
  14. #13 lostcontrol, 08.08.2009
    lostcontrol

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    RE: Einrohr-Heizung

    genau. wenn man feststellt dass einem die verhältnisse nicht zusagen, sollte man sich etwas anderes suchen, wo das besser läuft. dass eine wohnung in einem plusenergiehaus oder niedrigenergiehaus natürlich deutlich teurer ist von der kaltmiete her, müsste dem mieter dabei allerdings bewusst sein.

    vermieter sind nun mal verpflichtet sich nach dem gesetz zu verhalten. selbst wenn eine andere abrechnungsmethode vielleicht "gerechter" wäre.
    die mieter könnten sich natürlich auch mal engagieren und entsprechend versuchen politisch etwas zu bewegen - aber nein, man hackt ja lieber auf dem vermieter rum, der dafür garnichts kann und sogar noch draufzahlt, weil er natürlich weniger mieteinnahmen hat aber die gleichen instandhaltungskosten.
     
  15. Capo

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    Wir reden hier von Verdunstern und nicht von EHKVs. Die Verdunster reagieren auch auf die Raumtemp. Vorallem auch, weil der Heizkörper auch durch die Raumtemp erwärmt wird. Bei EHKVs wird nur die einfache Wärmerichtung gemessen, also nur wenn der Heizkörper wärmer wie der Raum ist, wird der Verbrauch gemessen.

    Aber dieses Vorurteil bei HKVs wird wohl nie enden...

    btw: du kannst ja mal im Forum suchen, wie oft sich jemand darüber beschwert, dass der Verdunster einen Wert angezeigt hat, obwohl der Mieter nicht geheizt hat.
     
  16. #15 Michael_62, 08.08.2009
    Michael_62

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    Capo:

    Du hast soweit in dem Punkt recht. Und das ist genau das Problem.


    Wenn alle Parteien die Verdunster in der Mitte des Raumes hätten, dann wäre die Verdunstung gleich.

    Nur ist es jetzt so, dass die Integrale der Heizkörpertemperatur die Verdunstung bewirken.

    Und nun musst du den obigen Sachverhalt mit berücksichtigen.

    Allerdings ist dem Gesetzgeber das egal, aber unser Problem. Wenn die Nebenkosten in manchen Einheiten so hoch sind, dass du einige Einheiten nicht mehr vermieten kannst, dann kümmert das den Gesetzgeber wenig.
     
  17. ric

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    Ich weiß jetzt nicht, ob das einen Unterschied macht, aber an den besagten Heizkörpern sind keine Verdunsterröhrchen, sondern die digitalen Messeinrichtungen.

    @lostcontrol und capo:

    Das ist genau das, was ich meine: Der Eine schiebt es auf den Anderen und umgekehrt. Da müßte mal zusammen etwas unternommen werden.
    Der Mieter hat doch bei dieser Geschichte nur die Möglichkeit vor Gericht zu ziehen. Hier hat er aber wenig Chancen auf Erfolg, da ja alles nach Gesetz abgerechnet wird. Und ein Gespräch mit dem Vermieter hat ja, wie wir jetzt wissen (zumindest in unserem Fall) überhaupt keinen Sinn. Dem Mieter reicht ja schon die Belastung aus der ständig steigenden Miete und den Nachzahlungen Jahr für Jahr. (Die Nebenkostenvorauszahlungen meiner Eltern waren zum Schluß höher als die Kaltmiete bei 66qm) und bei nur einem Heizkörper, wo es etwas abzulesen gab!!!
    Da kann man sich so einen Prozess mit geringer Aussicht auf Erfolg nunmal nicht leisten.

    Es wäre toll, wenn sich hier vielleicht etwas ergeben könnte, etwas zu bewegen, als nur gegenseitig aufeinander rumzuhacken.
     
  18. #17 lostcontrol, 10.08.2009
    lostcontrol

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    falsch!
    der vermieter hat da ja keine freie hand. selbst wenn er's gerne "gerechter" machen würde, so muss er sich doch von rechts wegen an die betriebskostenverordnung halten! das ist kein "auf jemand anderen schieben", er muss seinen pflichten nachkommen!!!

    würde der mieter hier tatsächlich etwas ändern wollen, müsste er nicht gegen den vermieter klagen (der sich ja nur ans gesetz hält) sondern gegen das gesetz selbst!!!

    natürlich nicht, der vermieter MUSS ja die gesetzlichen vorgaben erfüllen. so ein gespräch wird zwangsläufig scheitern, denn kein vermieter wird freiwillig dem mieter zuliebe das gesetz brechen, da wäre er ja schön dämlich.

    also unsere mieten steigen NICHT ständig. im gegenteil, die letzte mieterhöhung gabs bei uns ausgerechnet für die diakonie nach fast 20 jahren ohne erhöhung.
    und was die nachzahlungen angeht: da hat es dann wohl der vermieter versäumt die betriebskosten-vorauszahlungen entsprechend anzupassen. der vermieter ist nicht schuld an den steigenden energiepreisen, aber gegen die hohen nachzahlungen kann er schon was unternehmen.
    unsere betriebskostenvorauszahlungen sind so angesetzt, dass die mieter eigentlich immer etwas zurückbekommen - schon deshalb weil ich keine lust habe den mietern wegen nachzahlungen hinterherzurennen. ausserdem ist noch nie ein mieter zum mieterschutzbund gerannt weil er etwas zurückgekriegt hat.
    ich kann also allen vermietern nur raten die vorauszahlungen entsprechend anzusetzen.
    übrigens kann man da auch als mieter tätig werden und von sich aus die vorauszahlungen erhöhen, damit einen die böse überraschung nicht bei der abrechnung trifft.

    da gibt's dann wohl irgendwo ein missverhältnis. wo genau das liegt kann ich nicht sagen, aber wenn die kaltmiete niedriger ist als die betriebskosten, dann liegt da schon etwas im argen. oder die kaltmiete ist extrem zu niedrig angesetzt.
    dass die aussicht auf erfolg bei einem prozess gegen den vermieter gleich null ist, dazu habe ich oben schon etwas geschrieben. es gibt nun mal gesetzliche vorgaben, die der vermieter erfüllen muss. gegen ihn zu klagen weil er diese erfüllt ist ziemlich sinnlos.

    ich habs schon mal geschrieben: an dieser problematik sind nicht die vermieter schuld, es ist die gesetzgebung. und hier etwas zu unternehmen, da könnten durchaus auch die mieter sich mal bemühen anstatt immer den vermietern die schuld zu geben die sich nur an die bestimmungen halten.
     
  19. ric

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    Hallo lostcontrol,

    ich hatte ja schon gesagt, dass man dem Vermieter bezüglich der Abrechnung nicht böse sein kann, er hat ja nunmal keine andere Chance. Aber er könnte bei den gewissen Stellen eventuell mehr bewegen, als der Mieterbund, der es ja schon versucht hat, auf Initiative der Mieter.
    Ich möchte mal den Vermieter sehen, dem es egal ist, wenn dann auf Grund dieser Problematik das halbe Haus leer steht. Ich denke mir mal, dann wäre das Geschrei von der Seite des Vermieters groß, dass er durch die bestehende Betriebskostenverordnung seine Wohnungen nicht mehr vermieten kann.
    (siehe Michael_62)
    In dem Neubaugebiet meiner Eltern sind schon sehr viele EG-Wohnungen leer. Und wenn dann dort nicht mehr geheizt wird, sind als nächstes die Wohnungen im 1.OG dran. Dann sind die wieder leer ... usw.
    Ich glaube, dann wird es auch den Vermietern nicht mehr egal sein, ob die Betriebskostenverordnung gerecht ist, oder nicht.
    Aber da dieses Problem am häufigsten in den DDR-Plattenbauten auftritt und der Vermieter hier nunmal keine Privatperson ist sondern Genossenschaften können wir uns hier die Finger wund schreiben es passiert trotzdem nix. Auch auf Grund, dass die Mieter dort eher gesetzteren Alters sind, die lieber immer brav zahlen, ohne einmal zu hinterfragen und nach 30/40 Jahren in Ihrer Wohnung nicht ausziehen und auch sonst keine Probleme machen wollen. Die jüngere Generation ist da, denke ich, anders. Wenn die sich ungerecht behandelt fühlt, ist die dann halt weg. Dann wirds für den Vermieter auch wieder schwieriger, leider. Aber bis dahin, wird sich wohl nichts ändern.

    Ergo => AUSZIEHEN!!! Aber wie schon mal erwähnt, es ist ganz bestimmt nicht Sinn der Sache.
     
  20. #19 lostcontrol, 10.08.2009
    lostcontrol

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    der mieterbund hat sich auch nur gegen die vermieter gewendet, nicht aber gegen das gesetz an sich - genau die falsche einstellung wie sie halt auch bei den mietern grösstenteils vorherrscht.
    als vermieter habe ich keinen grund, an den bestehenden gesetzen rütteln zu wollen. da können wir froh sein, dass es überhaupt diese betriebskostenverordnung gibt, früher war das nämlich alles deutlich schwieriger als heute! ob man die betriebskostenverordnung nun als "gerecht" oder nicht ansehen will, sie ist jedenfalls mal etwas, auf das man sich beziehen kann. das gab's nicht immer!

    wenn hier jemand etwas ändern möchte, dann soll der sich selbst drum kümmern! und ein vermieter, der ständig von seinen mietern nur mit ärger überzogen wird, WEIL er sich ans gesetz hält und halten muss (ob er will oder nicht) wüsste ich jetzt nicht warum ich da was unternehmen soll, ich bin ja froh darüber dass es eine entsprechende verordnung gibt.

    der knackpunkt sind doch letztendlich immer die heizkosten, und ich würde es auch vorziehen, wenn jede wohnung ihre eigene heizung hätte (was bei uns in teilen auch glücklicherweise so ist).
    würde ich neu bauen, dann gäbe es da ganz sicher keine zentralheizung - ökologie hin oder her. allein der scheiss mit den betriebskosten wärs mir wert das anders zu lösen.

    das ist nonsens.
    spätestens seit dem energiepass weiss man doch als mieter ganz genau, ob eine wohnung kostenintensiv zu beheizen ist oder nicht. diese wohnung wird dann eben entsprechend günstiger in der kaltmiete sein müssen, wenn man sie trotzdem vermieten können möchte.
    da kann dann jeder vermieter selbst die rechnung aufmachen, welche investitionen sich lohnen oder nicht. investieren muss man ja so oder so ständig, da muss man dann halt mal den kopf rauchen lassen was einem wichtiger ist.

    das ist falsch gedacht, denn leerstehende wohnungen müssen ja auch zumindest geringfügig beheizt werden, damit die substanz nicht leidet. diese kosten trägt dann übrigens der vermieter, zusammen mit den anderen betriebskosten die ja auch dann anfallen, wenn eine wohnung leersteht.

    die betriebskostenverordnung ist das gerechteste, was es bisher in diesem bereich gab, soviel ist sicher. und es ist auch genug spielraum bei den heizkosten drin (70:30 oder 50:50) dass man sie auf die gegebenheiten anpassen kann.
    mieter vergessen nur ganz gerne, dass die kosten für die abrechnung (T***** & co.) sowie die grundkosten der heizung eben auch ganz schön hoch sind und der eigentliche verbrauch garnicht so sehr ins gewicht fällt, wie es ihnen vielleicht lieber wäre.

    du kannst sicher sein: genossenschaften könnten da viel mehr erreichen als private vermieter!
    aber an wen schreibst du dir denn die finger wund? an den vermieter? das ist natürlich ziemlich sinnlos wie bereits mehrfach erwähnt.
    da müsstest du dich schon an die gesetzgeber wenden, wenn du da etwas ändern willst.

    dass plattenbau heizkostenintensiv ist muss ich ja wohl nicht extra erwähnen.
    ergo ist ausziehen wirklich das sinnvollste.
    dann entsteht auch druck auf die eigentümer/vermieter. letztendlich ist vermietung auch etwas, das den gesetzen der marktwirtschaft unterliegt, d.h. angebot und nachfrage. wenn keine nachfrage mehr besteht wird der eigentümer/vermieter etwas unternehmen müssen, wenn er weiter "im geschäft" bleiben will. wie er dieses problem dann löst ist seine sache. ich würde wie gesagt am ehesten dazu tendieren einzelheizungen einzubauen (immer davon ausgehend dass ansonsten in sachen dämmung schon alles getan ist, was getan werden kann).
    aber nur vermieter mit ärger überziehen weil sie sich ans gesetz halten wird wohl eher absolut sinnlos sein, schon weil ein verärgerter vermieter herzlich wenig lust haben wird, sich dann auch noch für die interessen genau dieser mieter einzusetzen.
     
  21. ric

    ric Neuer Benutzer

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    damit wir uns nicht falsch verstehen: wie ich im Netz gelesen hab, hat sich der Mieterbund an die Gesetzgebung gewendet, um die Betriebskostenverordnung bzgl. dieses Problems zu ändern, oder zu erweitern, da hier zwei Heizungsarten abrechnungstechnisch gleichgestellt werden, obwohl sie halt unteschiedlich ticken. Der Mieterbund weiß, denke ich, sehr genau, was der Vermieter darf und muss. Deshalb gibt es ja auch keine Aussicht auf Erfolg ggü. dem Vermieter. Vollkommen korrekt und auch sinnig. Da stimme ich auf jeden Fall mit Dir überein. Nicht dass das falsch rüberkommt.
    Mich ärgert halt nur, dass es wenige Vermieter gibt, die das Problem ernst nehmen. Ich rechne nach Gesetz ab, die Zahlen kommen raus, Ihr müßt zahlen, fertig!!! So stellt es sich für mich dar. Ist zwar wirtschaftlich korrekt und auch sinnig, aber moralisch sehr bedenklich. Ich habe im Netz von einem Fall gelesen, da sollten die Mieter (Rentnerehepaar) 4000,- Euro nachzahlen. Hier geht es zum Teil ja auch um Existenzen! Und das sich kein Mieter (gerade mit solchen Kosten) einen Prozess gegen den Gesetzgeber leisten kann, steht ja auch außer Frage.
    Soll denn wirklich erst das Kind in den Brunnen fallen, ehe alle aufwachen? Und wie lange es dauert, bis ein neues Gesetz verabschiedet und angewendet wird...
    Bezüglich den Genossenschaften hast Du recht, die könnten mehr bewirken. Großer Nachteil derer ist aber, die Verantwortlichen sind Angestellte, die jeden Monat ihr Gehalt kassieren und wo um 16:00 der Hammer fällt. Warum sollen diese denn mehr tun als nötig. Ein privater Vermieter ist da flexibler, wenn es um das ihm zu recht zustehende Geld geht, so hatte ich das gemeint. :tuschel

    Ich denke, das Problem ist allen Beteiligten sehr wohl bekannt. Wenn nun in sämtlichen DDR-Neubaublöcken nachgebessert werden müßte (Dämmung, zusätzlicher Zähler am Rohr oder neues Heizsystem usw.) würden die Genossenschaften die Kosten nicht decken können. Sehe ich ja auch alles ein und ist wirtschaftlich absoluter Nonsens (Obwohl, so ein zusätzlicher Zähler am Rohr, naja ...). Aber ich sehe nicht ein, dass einige wenige für diese Geschichte als Kolateralschaden her halten müssen. Immerhin sind Mieter ja noch Menschen. Jeder hat doch dem Gegenüber ein Stück weit Verantwortung zu tragen. Oder nicht?
    Bei nem Rohrbruch im Keller würde ich als Mieter auch erst den Absperrhahn zudrehen, bevor ich anrufe und nicht zugucken, bis das Wasser aus'm Kellerfenster läuft... (Ich hoffe, das war jetzt nicht zu polemisch :shame)
     
Thema: nicht nachvollziehbare Heizkosten
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