Niederschlagswasser bei den Nebenkosten

Diskutiere Niederschlagswasser bei den Nebenkosten im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, als Vermieter eines Mehrfamilienhauses mit Garagenhof auf demselben Flurstück habe ich der aktuellen Nebenkostenabrechnung die...

uhuru

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Hallo,

als Vermieter eines Mehrfamilienhauses mit Garagenhof auf demselben Flurstück habe ich der aktuellen Nebenkostenabrechnung die Niederschlagskosten vom Grundbesitzbescheid übernommen und anteilig auf die Mieter umgelegt. Ein Mieter weigert sich nun die Abrechnung an zu erkennen, da er meint, da er keine Garage gemietet hat, die Fläche des Garagenhofes aber zu den Flächen des Niederschlagswasser dazu gerechnet wird, müsste diese bei seiner Abrechnung herausgerechnet werden.

Stimmt seine Aussage??
 
Martens

Martens

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moin,

tja, so kann man argumentieren.

Sofern die Garagen separat vermietet werden, ist gegenüber einem Wohnraummieter der Kostenanteil, der auf die gesamte Garagenanlage, also Gebäude samt Zufahrten, entfällt, im Vorwege abzuziehen.

Zu den Kosten gehören anteilig Grundsteuer, Versicherungen, Niederschlagswasser, Frisch- und Abwasser bei Zapfhähnen auf dem Hof, Hausbeleuchtung, Hausreinigung, Hauswart, Schneebeseitigung und so weiter.

Ich habe hier auch so ein Objekt mit ähnlichen Überlegungen mieterseits - ärgerlich, aber nicht zu beanstanden.

hoffe geholfen zu haben,
Christian Martens
 

uhuru

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danke für die Nachricht.

Komme gerade vom Haus und Grund in Essen wo ich wegen dieser Sache auch mal vorstellig geworden bin und deren Aussage ist eine grundlegend andere.

Die Flächen vom Garagenhof sind demnach nicht separat zu verrechnen. Da diese zu dem Flurstück gehören, sind sie also Bestandteil der Gesamtfläche des Hauses in welchem der Mieter seine Wohnung gemietet hat, unabhängig davon ob er nun eine Garage dort gemietet hat oder nicht. Da er ja auch das Recht hat die Zufahrt vom Garagenhof zu benutzen, um zu den hinter dem Haus gelegenen Gemeinschaftsgarten zu gelangen, wird dies vollständig umgelegt.

Da gehen mal wieder die Meinungen auseinander. Mal sehen.
 
Martens

Martens

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moin,

definiere "Garagenhof".
Soweit ich dies kenne, ist darunter eine Anlage mit nebeneinanderliegenden Einzelgaragen samt den notwendigen Zufahrtsflächen zu verstehen. Diese Flächen und Räume stehen im Regelfalle ausschließlich den Garagennutzern zur Verfügung, so daß das oben gesagte gilt.

Sofern ich einen Teil der Zufahrt nutzen muß, um zum Gemeinschaftsgarten zu gelangen, wird dies nicht die Umlagefähigkeit sämtlicher anteiliger Kosten begründen können.

Also ganz klar, wenn ich Garagen separat vermiete, sind die hierauf entfallenden Betriebskosten (s.o.) in der meist als Bruttomiete vereinbarten Garagenmiete abgegolten und den Wohnungsmietern derselben Liegenschaft gegenüber NICHT nochmals abzurechnen.

meine unmaßgebliche Ansicht,
Christian Martens
 

uhuru

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mahlzeit,

bei dem Garagenhof handelt es sich wie beschrieben um nebeneinanderliegenden Einzelgaragen, die über eine Zufahrt genutzt werden können, die sich auch einen Zugang zum Gemeinschaftsgarten beinhaltet.

Also mehr kann ich Moment dazu auch nicht sagen, denke mal der Anwalt vom Haus und Grund wird sich da einigermassen auskennen, so dass ich mich auf dessen Urteil erstmal verlassen muss. Zumal mir der Mieter bzw. der Mieterbund den er eingeschaltet hatte, selbst auf mehrmaliges Nachfragen, keine rechtliche Grundlage für die Herausrechnung der Niederschlagswasserkosten nennen konnte. Dann müsste ja auch die Wohngebäudeversicherung umgelegt werden und weitere Kosten. Aber diese wurden nie in Frage gestellt, es ging immer alleinig um die Niederschalgswasserkosten.

Sorry, dass ich dazu nicht mehr sagen kann. Ich warte jetzt das Antwortschreiben des Mieterbundes ab.
 

dieter1

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Hallo,

das ist doch ganz eindeutig bei der Abrechnung von Niederschlagswasser, Grundsteuern, Versicherungsbeiträgen usw.


  • ich muß als erstes vergleichbare Abrechnungseinheiten schaffen. Dazu muß zunächst jeder Wohnung eine Garage zugeordnet sein.

    Allein schon dann, wenn die Zahl der Garagen auf dem Grundstück nicht der zahl der Wohungen gleich ist, müssen die Kosten für die Garagen herausgerechnet und den Garagenmietern zugerechnet werden.

    Selbst wenn die Zahl der Wohnungen und Garagen gleich ist und nur eine Garage ist an einen Nichtwohungsinhaber vermietet, muß eine Trennung vorgenomen werden.

    Denn wenn ein Mieter, der keine Garage gemietet hat, mit den Nebenkosten für eine Garage herangezogen wird, würde der Vermieter "doppelt kassieren", weil er bei Vermietung allein einer Garage die Nebenkosten in der Garagenmiete enthalten sind. Wäre das nicht schon Betrug?

    Ich bin Eigentümer eines separaten Stellplatzes in einem Wohneigentumsobjekt, in dem vom Vewalter insoweit eine ganz korrekte Abrechnung vorgenommen wird: So wird z. B. Allgemeinstrom für den Wohnungsbereich und für den Garegenbereich getrennt ermittelt und verteilt.
 

uhuru

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Hallo,

dies wird im Allgemeinen aber anders gesehen und auch gehandhabt. So hat auch der Mieterschutzverein seinen Einwand zurückgezogen.

Natürlich muss es z.B. bei einem Wasseranschluss oder einem Stromanschluss einen separaten Zähler geben und die daraus entstandenen Kosten müssen auf den einzelnen Garagenmieter umgelegt werden. Aber Neben- bzw. Betriebskosten wie z.B. Grundsteuer oder Niederschlagswasser werden dem Objekt zugeordnet, für welches dieses Gebühren erhoben werden,d.h. befindet sich der Garagenhof auf demselben Flurstück zu welchem das betreffende Wohnhaus gehört, so werden dieses Kosten auf die Mieter umgelegt. Im allgemeinen gelten für die Vermietung von Garagen auch andere Regeln als für die Vermietung von Wohnraum. Dementsprechend müsste ja auch die Fläche die zu den Garagen bzw. Stellflächen führt besonders errechnet werden, da sich z.b. Niederschlagswasser ja aus der versiegelten Fläche ergibt.

Also, ich kann nur sagen, dass der Mieterschutzbund seinen Einwand zurückgezogen hat und der Mieter die Nebenkostenabrechnung vollständig bezahlt hat. So wird es übrigens auch von der Juristen vom Haus und Grund gesehen.
 

onkelfossi

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Original von Martens
Sofern die Garagen separat vermietet werden, ist gegenüber einem Wohnraummieter der Kostenanteil, der auf die gesamte Garagenanlage, also Gebäude samt Zufahrten, entfällt, im Vorwege abzuziehen.

falsch.

Original von dieter1
ich muß als erstes vergleichbare Abrechnungseinheiten schaffen. Dazu muß zunächst jeder Wohnung eine Garage zugeordnet sein.

falsch.


Original von dieter1
Allein schon dann, wenn die Zahl der Garagen auf dem Grundstück nicht der zahl der Wohungen gleich ist, müssen die Kosten für die Garagen herausgerechnet und den Garagenmietern zugerechnet werden.

falsch.


Original von dieter1
Selbst wenn die Zahl der Wohnungen und Garagen gleich ist und nur eine Garage ist an einen Nichtwohungsinhaber vermietet, muß eine Trennung vorgenomen werden.

falsch.


Original von dieter1
Denn wenn ein Mieter, der keine Garage gemietet hat, mit den Nebenkosten für eine Garage herangezogen wird, würde der Vermieter "doppelt kassieren", weil er bei Vermietung allein einer Garage die Nebenkosten in der Garagenmiete enthalten sind.

falsch.


Original von ohuru
Aber Neben- bzw. Betriebskosten wie z.B. Grundsteuer oder Niederschlagswasser werden dem Objekt zugeordnet, für welches dieses Gebühren erhoben werden,d.h. befindet sich der Garagenhof auf demselben Flurstück zu welchem das betreffende Wohnhaus gehört, so werden dieses Kosten auf die Mieter umgelegt.

richtig.
 

gio

Niederschlagswasser ( Garage ) Nebenkosten

Hallo
ich mache es kurz
in der Nebenkosten Rechnung soll ich jetzt ca. 35 Euro zahlen für den Niederschlag Wasser für die Garage
so aber ich habe weder eine Garage noch nutze ich den Hof da der nur durch Personen betreten darf die eine Garage haben ein garten ist auch nicht vorhanden ??

Danke im voraus
 

Nanne

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Ich bin neu hier, hoffe, ich stelle mich nicht zu doof an.
Bei mir wird Niederschlagswasser seit einigen Jahren nach qm abgerechnet,
es gibt so keine Probleme.
Gruß, Nanne
 
Thema:

Niederschlagswasser bei den Nebenkosten

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