NK Abrechnungen miteinander verrechnen + Abrechnungsfrist

Diskutiere NK Abrechnungen miteinander verrechnen + Abrechnungsfrist im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; im Jahr 2017 hat die Freundin meines Mieters ( nennen wir Sie F) darauf bestanden mit in den Mietwetrag zu kommen, da sie ab Mitte des Jahres mit...

  1. #1 Albertvermieter, 03.10.2018
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    im Jahr 2017 hat die Freundin meines Mieters ( nennen wir Sie F) darauf bestanden mit in den Mietwetrag zu kommen,
    da sie ab Mitte des Jahres mit in die Wohnung des Mieters gezogen ist (nennen wir Ihn M).

    also lautete der 1. Mietvertrag und die NK Abrechnung bis Mitte des Jahres auf M.

    ab Mitte des Jahres gab es dann einen 2. (neuen Mietvertrag) und separater NK Abrechnung lautend auf M + F.

    Nun folgendes:
    Mittlerweile sind beide ausgezogen (Ende September 2017) und die Mieter machen nun Druck und wollen unbedingt die NK Abrechnung haben .

    Frage 1;
    ich dachte, daß Abrechnungszeitraum für eine NK immer bis Ende eines Jahres geht, unabhängig vom realen Auszugsmonat. Und somit 12 Monate Zeit habe (also bis 31.12.2018) die Abrechnung zu erstellen ?

    Frage 2:
    Darf ich beide Abrechnungen miteinander verrechnen, bzw auf Verrechnung bestehen (M muss 40 EUR Nachzahlen - M+F bekommen 150 EUR wieder), oder muss ich M+F 150 EUR auszahlen und M auf 40 EUR verklagen ?

    Danke vorab ....
     
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  3. #2 immobiliensammler, 03.10.2018
    immobiliensammler

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    Richtig!

    Du musst zwei getrennte Abrechnungen erstellen. Da M+F ja (entsprechende Vertragsklausel vorausgesetzt) gesamtschuldnerisch haften kannst Du aber das Guthaben von M (aus der Abrechnung M+F) mit den Rückständen von M verrechnen.
     
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  4. RMHV

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    Herr, lass es Hirn regnen... :156:
    Auch wenn der allergrößte Teil der Betriebskostenabrechnungen jeweils für ein Kalenderjahr erstellt wird, ist dieser Zeitraum keineswegs zwingend. Die Abrechnungsfrist läuft "bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums" (§ 556 Abs. 3 Satz 2 BGB).


    Dass hier getrennte Betriebskostenabrechnungen erforderlich wären, kann ich nicht erkennen. Das Mietverhältnis mit M wurde durch die Aufnahme von F nicht beendet um anschließend ein neues Mietverhältnis mit M+F zu begründen. Vielmehr gab es einfach nur eine Änderung im weiter bestehenden Mietverhältnis. Niemand wird auf die Idee kommen, wegen irgendeiner Vertragsänderung getrennte Betriebskostenabrechnungen erstellen zu müssen.

    Unterstellt man allerdings ein neues Mietverhältnis, wird eine Aufrechnung von Forderungen gegen M und Verbindlichkeiten gegen M+F scheitern.Voraussetzung für eine Aufrechnung ist die Idendität der Parteien, die hier nicht gegeben ist. Eine gesamtschuldnerische Haftung von M+F wäre - im unterstellten Fall eines neuen Mietverhältnisses - auf Forderungen aus dem neuen Mietverhältnis beschränkt. Für Verbindlichkeiten von M aus der Zeit vorher hätte F keinesfalls zu haften.
    Anders herum betrachtet könnte F als Gesamtgläubigerin vom Vermieter die Auszahlung des Abrechnungsguthabens in voller Höhe verlangen.

    Die sinnvollste Argumentation gegenüber den Mieter wird sein, dass es ein einheitliches - geändertes - Mietverhältnis gibt und die Aufteilung nur zur Information der Beteiligten erfolgt ist. Aus einer Aufrechnung wird damit eine einfache Addition. :066sonst:
     
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  5. #4 Albertvermieter, 06.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 06.10.2018
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    ... weil ein neues Mietverhältnis eine vorherige Kündigung des alten MV voraussetzt - richtig ?
    Die gab es nicht.

    Also handelt es sich formell um eine Änderung des MV ab: ...... (obwohl es quasi ein 2. Mietvertrag ab diesem Datum gibt)

    Ich werde es so argumentieren wie oben von RMHV beschrieben , warum es 2 NK Abrechnungen gibt.


    DANKE
     
  6. RMHV

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    Unsinn...

    Was muss man rauchen, damit man bei einer Vertragsänderung einen 2. Vertrag findet? :030sonst:
     
  7. #6 immobiliensammler, 06.10.2018
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    Ganz einfach, man muss den Eingangspost lesen und verstehen, denn da steht:

    Ob es jetzt klug oder nicht war, statt einer Vertragsänderung einen neuen Mietvertrag zu machen (eventuell wurden ja auch Regelungen zu Gunsten des Vermieters geändert), faktisch ist dies nun einmal so. Und von genau diesem Sachverhalt bin ich bei meiner Antwort ausgegangen.
    Genau, und weil ich da was aufgefangen habe versuche ich nicht, hier etwas in Sachen Vertragsänderung reinzuinterpretieren, wenn der TE genau das Gegenteil schreibt.

    Bin raus!
     
  8. #7 Albertvermieter, 06.10.2018
    Albertvermieter

    Albertvermieter Benutzer

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    also Leute ... der 2. MV wurde nicht als Änderung betitelt ... sondern hat das gleiche Formblatt wie ein Mietvertrag, den alle Parteien M+F) + Vermieter, unterzeichnet haben.

    Der 1. Mietvertrag wurde von keiner Seite gekündigt.

    Was ist denn nun Fakt ?
    Würdet Ihr 1 oder 2 Nebenkostenabrechnungen machen... ???

    Handelt es sich trotzdem noch um ein "einheitliches - geändertes - Mietverhältnis",
    oder kommen wir evtl. auf die Idee, daß der 2. MV sogar nichtig sein könnte, weil de 1. MV nicht ordnungsgemäß gekündigt worden ist ?

    Evtl. kann sich RMHV auch gewählter ausdrücken, oder ist das generell seine Art ?
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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  11. #9 Albertvermieter, 06.10.2018
    Albertvermieter

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    OK - evtl. fühlt sich RMHV gewogen, in gewohnt deutlich und richtiger Weise zu meinen 2 Fragen zu äußern ?

    1.)
    Was ist denn nun Fakt ?
    Würdet Ihr 1 oder 2 Nebenkostenabrechnungen machen... ???

    2.)
    Handelt es sich trotzdem noch um ein "einheitliches - geändertes - Mietverhältnis",
    oder kommen wir evtl. auf die Idee, daß der 2. MV sogar nichtig sein könnte, weil de 1. MV nicht ordnungsgemäß gekündigt worden ist ?
     
  12. Altan

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    Genau so eine Information habe ich vermisst beim Lesen der ersten Beiträge. Es wurde beim Neuabschluss des Vertrag schichtweg vergessen, dass man auch regeln muss, was mit dem ersten Vertrag passiert.

    Es ist also bis hierher noch unklar, ob man von einem Neuvertrag ausgehen kann oder von einer Vertragsänderung.

    Meiner Meinung nach ist hier eine Vertragsänderung zu unterstellen, denn im Sinne der nachträglichen Vertragsauslegung (§133 BGB) ist es genau das, was von den Vetragsparteien gewollt war.

    Daraus folgt dann, dass nur eine NK Abrechnung für den Nutzungszeitraum über das gesamte Jahr zu erstellen ist.
     
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