NK-Pauschal->Anklage

Diskutiere NK-Pauschal->Anklage im Mietvertrag über Gewerberäume Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Ich hatte seit dem Jahr 2003 ein Mieter, der jetzt im Mai es an ein anderen übergeben hat. Kurz daraufhin kam dann ein Schreiben vom Anwalt...

  1. can85

    can85 Neuer Benutzer

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    Ich hatte seit dem Jahr 2003 ein Mieter, der jetzt im Mai es an ein anderen übergeben hat. Kurz daraufhin kam dann ein Schreiben vom Anwalt seinerseits. Die Gegenseite wolle, die in 8 Jahren voll bezahlte Pauschale in Höhe von 8800 Euro zurück.

    Kurz zur Situation:

    2003 wurde ein Vetrag unterzeichnet mit dem Mieter mit NK-Vereinbarung, wobei nach einem Jahr wir eine mündliche Abmachung getroffen haben und uns auf 100 Euro geinigt. Diese Abmachung kam durch ein Kollegen(beidereits) zur Stande, der es beiden Seiten empfohlen hatte im Gewerbe. Wir waren zu Dritt und einigten uns danach auf 100 Euro.

    Es war alles in Ordnung, bis vor 3 Jahren, da began der Mieter Stress zu machen und erklärte, das er ab sofort NK-Abrechnung möchte. Ich kam ihm entgegen und meinte, das nur zu machen, wenn wir ein neuen Vetrag unterzeichnen, mit einer neuen Miethöhe und der Zahlung der Kautionssumme, die er nie gezahlt hatte. Das wollte er nicht. So ging es dann in Ruhe zu, bis zum Auszug. Nachdem er unter meinem Einverständnis eindlich einen gefunden hatte, kam auch dann der Schreiben vom Anwalt und nächste Woche stehen wir vorm Richter.

    Es war ein Döner-Imbiss, den er betrieben hatte, 6 Tage lang auf 53qm.
    Alle Freunde und Bekannte, die ich so kenne, meinen er solle froh sein mit den 100 Euro und ich solle mir keine Angst machen, aber dennoch bin ich ängstlich.

    Die geforderten 8800 Euro sind schwachsinnig, möchte aber dem Mieter nicht mal 1000 Euro zahlen. Fühle mich wirklich verarscht...

    Liebe Grüße
     
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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Was meint denn Dein Rechtsvertreter?
     
  4. can85

    can85 Neuer Benutzer

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    Er könne keine genauen Prognosen schließen, da er bislang eine vergleichbare Situation noch nicht hatte. Es hänge alles vom Richter ab, wie er es einschätzt und überwiegend von der Aussage des einen Zeugen(der uns die Pauschale empfohlen hatte), wobei der, obwohl er auch eine schriftliche Erklärung abgegeben hatte für uns, vor paar Wochen bissle gestreikt hat und nicht so sehr viel zu tun haben möchte. Will den ganzen Stress anscheinend nicht, bin aber gespannt, da er ebenfalls eingeladen wurde.
    Es liegt nämlich eine Vertrag vor und danach kam halt diese mündliche Abmachung, denen beide Seiten dann auch strikt folgten, wobei in dem Vetrag drin steht, dass alle Änderung schriftform sein müssen.
    Also recht kompliziert...
    Bis zur Übergabe stresste er halt ab und zu, ging aber kein Rechtsweg, erst nach Auszug(mit der Übergabe dem jetzigen Mieter, welches unsere Einverständnis benötigte), da er natürlich einige Sachen veräußern wollte.

    Und nochmals erwähnt: Wir haben es ihm auch angeboten gehabt mit der NK-Abbrechnung nach dem er es forderte, aber mit Einhaltung der Dinge, die er auch nicht befolgte, z.B. Zahlung der Kaution, Erhöhung der Miete usw.
     
  5. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ich bin jetzt kein Anwalt, aber 8 Jahre rückwirkend halte ich schonmal ziemlich unwahrscheinlich.

    Desweiteren sind auch mündliche Verträge und Vereinbarungen wirksam. Wenn Du sie glaubhaft dem Gericht nachweisen kannst um so besser.

    Langjährige Übung ist da auch noch. Auch dadurch kann stillschweigend eine Vertragsänderung herbeigeführt werden.


    Was die Heizkosten allerdings angeht, hast Du eindeutig gegen die Heizkostenverordnung verstoßen. Kann sein, dass Deinem Mieter 15% der letzten 3 Jahre aus dem Heizkostenanteil zugesprochen werden.
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Das sagt jeder RA, da der Mandant ja etwas hören will einerseits, aber andererseits der RA sich nicht festlegen will. Verständlich.
     
  7. benjoe

    benjoe Benutzer

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    Wenn dein Anwalt einiger Maßen gut ist, musst du im schlimmsten Fall für die letzten 2-3 Jahre eine Abrechnung machen.

    Hast du denn noch andere Mieteinheiten in diesem Objekt für die möglicher Weise eine Abrechnung erstellt wurde? Wenn ja, würde ich empfehlen diese Abrechnungen mit zur Verhandlung zu nehmen um die Gesamtkosten des Hauses zur Hand zu haben. Unter Umständen kann der Richter daraus die anteiligen Kosten "hochrechnen" und entsprechend eine Empfehlung geben.
     
  8. #7 Tobias F, 25.02.2013
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Ob deine Antwort nach 14 Monaten noch irgendwen interessiert?
     
  9. benjoe

    benjoe Benutzer

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    Vermutlich nicht, da sieht man aber wie "toll" die "Neue Beiträge"-Funktion hier ist, wenn so etwas hervorgeholt wird.
     
  10. #9 Tobias F, 25.02.2013
    Tobias F

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    Aber klar doch, das System ist schuld daran ;-)
     
  11. #10 lostcontrol, 28.02.2013
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    die "neue beiträge"-funktion zeigt dir halt welche beiträge FÜR DICH neu sind - und das sind vermutlich ziemlich viele...
     
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