Notar versäumt Umschreibung im Grundbuch?

Diskutiere Notar versäumt Umschreibung im Grundbuch? im Baufinanzierung Forum im Bereich Finanzen; Ist Euch sowas schon mal passiert? Wir haben im Feb 2016 eine Wohnung gekauft, Ende April bezahlt und erhalten somit seit Anfang Mai die Miete....

  1. #1 Immofan, 10.01.2017
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    Ist Euch sowas schon mal passiert? Wir haben im Feb 2016 eine Wohnung gekauft, Ende April bezahlt und erhalten somit seit Anfang Mai die Miete. Seither hat es der Notar offensichtlich versäumt die Wohnung auf uns im Grundbuch umschreiben zu lassen. Ich habe ihn im Dezember 2016 darauf aufmerksam gemacht worauf er dann tätig wurde.

    Wisst ihr ob uns dadurch irgendwelche Nachteile entstehen (z.b. steuerlich), wenn wir zwar seit 9 Monaten die Vormerkung im Grundbuch haben, aber erst ab Anfang 2017 als Eigentümer drinnen stehen?
     
  2. Duncan

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    Naja, bis zur Eintragung bist du nur werdender Eigentümer, noch nicht grundbuchlicher. So muss z.B. für mietrechtliche Fragen viel über eine Vollmacht vom scheidenden Eigentümer erledigt werden oder halt durch diesen, worauf diese üblicherweise keine Lust haben. Im Idealfall ist eine solche Vollmacht aber schon im Notarvertrag enthalten. Für entsprechende Belastungen oder auch Klärungen mit der öffentlichen Hand z.b. bzgl. Baumaßnahmen ist es ebenfalls hinderlich. Also ich bin regelmäßig froh, wenn die Eintragungsbekanntmachung einschließlich Grundbuchauszügen bei mir auf dem Schreibtisch landen, wobei wirklich gebraucht habe ich sie bisher nicht.
     
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  3. #3 BHShuber, 10.01.2017
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    Hallo,

    ihr habt doch den Kaufvertrag, bzw. die Urkunde des notariel beglaubigten Kaufvertrages und ihr habt die schriftliche Kaufpreisfälligkeitsmitteilung das sollte vollkommen reichen, wenn sonst nichts passiert ist und kein Hahn danach gekräht hat ist nichts passiert.

    Gruß
    BHShuber
     
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  4. #4 Immofan, 11.01.2017
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    Ok Danke, das beruhigt mich.
     
  5. Pitty

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    Du kannst die Miete nicht erhöhen ohne Grundbucheintragung.
     
  6. Duncan

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    Doch. Mit oben genannter notarieller Vollmacht geht auch das. Schon mehrfach gemacht. Wobei ich es bevorzuge, dass der alte Vermieter/ET die Mieterhöhung quasi noch als letzte Amtshandlung rausschickt, ist psychologisch vorteilhafter.
    Das steht hier aber (noch?) nicht im Raume.

    Wenn du eine konkrete Zahl nennen kannst, was dich das Versäumnis des Notars (bzw. seines Büros) wirklich gekostet hat, wird die Frage wirklich interessant ansonsten ist es rein akademischer Natur. Selbst das Finanzamt stellt regelmäßig auf den Nutzen-/Lastenwechsel ab.
     
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  7. #7 HulkHillen, 11.01.2017
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    Naja, wenn die Umschreibung im Grundbuch erst im Januar 2017 erfolgt, ist der Alteigentümer z.B. für das gesamte Kalenderjahr 2017 noch dem Finanzamt gegenüber grundsteuerpflichtig. Ihr müßt dann halt einen privatrechtlichen Ausgleich untereinander vornehmen, weil das FA weiterhin den Alteigentümer belasten wird.
     
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  8. #8 BHShuber, 11.01.2017
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    Hallo,

    ja stimmt, man muss mal abwarten ob sich der Alteigentümer noch meldet oder das FA nachdem der Alteigentümer dem Bescheid widersprochen hat.

    Gruß
    BHShuber
     
  9. #9 Benni.G, 11.01.2017
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    Was ist denn der übliche Zeitraum in dem die Umschreibung erfolgen sollte?
     
  10. #10 BHShuber, 11.01.2017
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    Hallo,

    na ja von Region zu Region verschieden aber nach 6 Monaten sollte die Sache vom Tisch sein.

    Gruß
    BHShuber
     
  11. #11 Immofan, 11.01.2017
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    In diesem Fall steckt die Grundsteuer mit im Hausgeldtopf der Hausverwaltung d.h. wir zahlen das ohnehin problemlos seit letztem Mai anteilig weiter.

    Nochmal vielen Dank für Eure Hinweise!
     
  12. #12 HulkHillen, 11.01.2017
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    Ich fürchte, das ist nicht ganz richtig. Üblich ist es zwar, daß die Grundsteuer Teil der Nebenkosten ist und der Mieter sie monatlich zahlt, hier geht es aber um die Abbuchungen , die das Finanzamt quartalsweise veranlasst. Und diese werden in der Regel von einem Konto des Eigentümers abgebucht. Schließlich ist der der Steuerpflichtige - und nicht die Eigentümergemeinschaft. Und da der Alteigentümer im Januar wohl noch Eigentümer laut Grundbuch war, wird sein privates Konto vermutlich mit den Grundsteuerbeträgen zu den Stichtagen 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. belastet werden.
     
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  13. #13 Fremdling, 11.01.2017
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    Sicher? Ich würde nachsehen/-fragen, denn ich kenne HGAs zu WEGs ohne die Position, da der Steuerschuldner das selbst zahlt.

    NACHTRAG: 1:0 für @HulkHillen, der den Buzzer zuerst gedrückt hat!;)
     
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  14. #14 Immofan, 11.01.2017
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    Ich kenne auch beide Varianten. In diesem Fall hat der Vorbesitzer aber der Stadt mitgeteilt, dass die Grundsteuer vom Konto der Hausverwaltung abgebucht werden soll. Ich hatte das der Stadt ebenso mitgeteilt.
     
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  15. #15 HulkHillen, 11.01.2017
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    Juhuuuu! Endlich mal Erster!
     
  16. #16 HulkHillen, 11.01.2017
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    Na dann sehe ich keine Probleme. Diese Vorgehensweise kannte ich bislang nicht.
     
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  17. #17 Immofan, 11.01.2017
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    Ich kenne das sonst auch nicht. Die Wohnung um die es geht ist in einer Kleinstadt. Da lässt sich einiges direkter und unkomplizierter regeln.
     
  18. #18 Fremdling, 11.01.2017
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    Widda watt gelährnt. - Dank Dir @Immofan, auch wenn ich als Lehrling schon wieder nur der Zweite bin, nach dem Kraftstrotz @HulkHillen ...
     
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  19. #19 HulkHillen, 11.01.2017
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    ...Originalfoto...:92:
     
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  20. #20 Immofan, 11.01.2017
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    Die Stadt sendet ja für den Einzug der Grundsteuer ein SEPA Lastschrift Mandat an den Besitzer. Die Hausverwaltung benötigte zusätzlich nur eine Vollmacht das für mich zu regeln.
     
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