Notausgänge verschließen - per Versammlung beschlossen

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von McFelsen, 23.01.2011.

  1. #1 McFelsen, 23.01.2011
    McFelsen

    McFelsen Benutzer

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    Wir haben hier ein Hochhaus, mit insgesamt 179 Wohnungen. Erbaut im Jahr 1971.

    Das Gebäude verfügt über drei Ein / Ausgänge. Einmal Nordseite, Ostseite und Südseite. Nun wurde verlangt, über Versammlung ( seitens Verwaltung mit Einflussnahme des Hausmeisters ) das alle Ausgänge außer dem im Osten verschlossen werden.

    Als Grund wurde genannt, das es zuviel Pack. Besonders die Anzahl der Ausländer bei uns im Gebiet ins Haus eindringen könnten. Viele inkl. der alten Leute fühlten sich hieraus äußerst angesprochen und stimmten in der Versammlung zu, die Türen verschießen zu lassen. Ich war leider in Frankreich und konnte der Aktion nicht beiwohnen. Habe das ganze schriftlich vorliegen.

    Problem ist hier folgendes, das Haus hat bis zu 300 Personen drin. Die neue Heimat die das Haus 1971 erreichtet hat. Hätte es nie mit einem Ein / Ausgang bauen dürfen. So mal der Ost Ein / Ausgang auch dieser über einen Flur verfügt, brennt es hier, so kommt man nicht durch. Räume die brennen können gehen hiervon ab.
    Das war nur bis ende der 50er Jahre möglich. Bei uns im Gebiet gibt es nur 2 Hochhäuser dieser Bauart und man hat dort die Ein / Ausgänge freiwillig in den 70ern nachgerüstet.

    Derzeit ist im Falle eines Brandes ein Verlassen des Hauses in eile ein Problem. Erst recht für die Alten, die diesem mehrheitlich zugestimmt hatten, werden hier das Nachsehen haben. Hinzu kommt das Thema Feuerwehr, diese werden dann überfordert dastehen.
    Zumindest die Freiwillige Feuerwehr bei uns in der Nähe, zumindest gibt es die Flughafenfeuerwehr Hamburg. Diese sind innerhalb von 10 Minuten da und haben die beste Ausrüstung ( gerade für Hochhäuser ), aber nur nachts, Flugverkehr ohne Feuerwehr wird es nicht geben.

    Die Frage ist, wenn hier Leute verbrennen, oder ersticken, weil diese nicht raus kommen, wegen der Rettungswege. Wie sieht es hier mit der Haftung aus.

    An welche Behörden kann man sich hier wenden. Und kennt sich einer mit den Gesetzen aus ? Gerade Hochhäuser haben hier noch verschärfte Regeln.
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die richtige Behörde? Die Feuerwehr ist da Ansprechpartner. Die machen auch gerne eine Brandschutzschau und werden dann entsprechende Forderungen stellen. Das sind behördliche Auflagen und stehen über jeder Eigentümerentscheidung. Selbst der kleinste Ort mit Hochhaus hat eine Behörde, die sich um den vorbeugenden Brandschutz kümmert. (Feuerwehr- und Katastrophenschutz) Im Zweifelsfall ist das der Bürgermeister oder eben der Ortsvorsteher.
     
  4. #3 Verwalter24, 24.01.2011
    Verwalter24

    Verwalter24 Benutzer

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    Hi MacFelsen,

    geh mal zu deinem Bauamt. Dort gibt es eine Stelle für den baulichen Brandschutz. Als das Gebäude irgendwannmal gebaut wurde, sind in den Plänen für den Brandschutz relevante Eintragungen gemacht worden (Feuerlöscher, Fluchtwege, etc.). Die gelten immer noch. Schau dir die Unterlagen mal an und rede mal mit dem Sachbearbeiter dort über das Thema.

    Wenn es darum geht unliebsame Besucher draussen zu halten gibt es bessere Wege als die Tür einfach zu verschließen. In jedem Betriebsausstatter Katalog findest du Türgriffe welche sich von innen immer öffnen lassen, jedoch nicht von aussen, ggf. lösen diese dann einen Alarm aus. Da gibt es hunderte von Varianten, und die lassen sich auch mit dem Brandschutz vereinbaren.

    Das ganze Thema ist ein heißes Eisen. Im Schadensfall geht es um die Haftungsfrage nur sekundär. Als erstes ermittelt da der Staatsanwalt wegen eines Tötungsdelikts. Aus der Praxis kann ich nur raten Veränderungen von Fluchtwegen immer mit den zuständigen Behörden abzustimmen und ggf. anschließen die Feuerwehr z.B. mit einem Anleiterversuch für den Rettungsweg zu beteiligen.
     
  5. #4 Eilemuc, 24.01.2011
    Eilemuc

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    Die richtige Behörde als ersters Ansprechpartner ist die Feuerwehr.
    Eigentlich sollten der Hausverwaltung genehmigte Baupläne vorliegen, welche die Fluchtwege beeinhalten.
    Sollte eine der Türen ein Fluchtweg sein: "Die Tür muss mit einem Griff in voller Breite zu Öffnen sein".

    @Verwalter24: Fluchtwächter (Diese grünen Kästen unter dem Türdrücker) sind im Mehrfamilienhausbereich in der Größe ungeeignet, da man Sie nur mit einem Schlüssel zurückstellen kann. Wer soll das machen wenn ein "Schwachkopp" das Ding Nachts um 1/2 3 Uhr auslöst? Alle elektronischen Systeme müssen vor Ort manuell zurückgestellt werden. Ich möchte da nicht Hausmeister sein...

    Die Sicherheit in solchen Häusern ist immer schwer zu realisieren. Erfahrungsgemäß scheitert es an den Kosten und hauptsächlich an dem Problem, dass man nur bei genügend Einheiten klingeln muss...Einer macht schon auf und ich bin im Haus.
     
  6. #5 McFelsen, 25.01.2011
    McFelsen

    McFelsen Benutzer

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    Es ist so das im ganzen Haus keine Fluchtwege gekennzeichnet sind. Ist eben Originalzustand 70er Jahre. Das Gebäude hat keinen keller, dafür das untere Stockwerk.

    Die versperrte Tür befindet sich in einem Bereich in dem von einem langen Flur viele Räume abgehen. Hier sind Wäscheräume, Trocknungsräume, Sperrmüllbereich, Zählerkästen, Fahrradkeller Sauna usw.
    Zwar ist alles Stahlbeton, brennt es hier so hat man einen Flur von ca. 20 Metern zu laufen, um die Tür zu erreichen. Ca. 5 Meter weiter befindet sich eine Tür die über einen schmalen Gang in einem Vorraum ( Fahrstuhlbereich ) führt. Die anderen beiden Türen in dem man das Gebäude verlassen kann sind nochmal an die 10 Meter entfernt von den Fahrstühlen.

    Im unteren Bereich halten sich zwar maximal bis zu 15 Personen auf. Wenn diese aber abbrennen, oder starke Rauchentwicklung entsteht. So ist es schlecht, Fenster sind dort ganz schmale vorhanden wo höchstens ein Kleinkind durch passt. Wenn überhaupt. man ist im Käfig gefangen.

    Das mit der Feuerwehr oder Bauamt kann man mal angehen. Warum auch nicht.
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hast recht: Wenn die unteren 15 Personen abbrennen, dürfte starke Rauchentwicklung entstehen...
    :stupid :wand: :stupid :wand: :stupid :wand:
     
  8. #7 McFelsen, 13.02.2011
    McFelsen

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    Die Rauchentwicklung und auch das Feuer ist nicht so das Problem, der Plattenbau ist unten sehr gut verstärkt und Feuer lassen sich Löschen.

    Man muss es mal positiv sehen, brennen mit der Sauna ( nicht mehr auf dem heutigen Stand ) ein paar Leute ab, so hat des den Vorteil das die Polizeibehörden sich der Sache annehmen, und wenn Leute abbrennen, die schriftlich für die Verschießung der Notausgänge zugestimmt haben, und das sind auch die Nutzer der Sauna, so kann man gut damit leben.

    Warum sollte man sich damit herumärgern. Das dritte Reich konnte man auch nicht ändern.
     
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