Notwendige Umstellung der Wasserversorgung - wer zahlt?

Diskutiere Notwendige Umstellung der Wasserversorgung - wer zahlt? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Moin, ich besitze und vermiete einen Teil eines grösseren Hauses. Vorne, im Teil des Hauses der zur Strasse geht wohnt Verwandschaft, hinten in...

  1. Fantaa

    Fantaa Neuer Benutzer

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    Moin,

    ich besitze und vermiete einen Teil eines grösseren Hauses. Vorne, im Teil des Hauses der zur Strasse geht wohnt Verwandschaft, hinten in einem vollständig abgetrennten Teil mein Mieter.

    Bisher lief es mit dem Wasser so: Das vordere Haus hat einen "offizellen" Anschluss an die Stadtwerke mit einem Wasserzähler. Dahinter gibt es eine Abzweigung in den hinteren Hausteil. Dort ist ein privat beschaffter Zähler der jährlich vom Mieter abgelesen wird - die Verbrauchsabrechung mache ich dann anhand des Zählerstandes und die Verwandschaft bekommt ihren Teil.

    Die Verwandschaft und der Mieter haben sich inzwischen völlig zerstritten, das Klima ist vergiftet. Die Verwandschaft vertraut dem abgelesenen Zählerstand nicht mehr (auch nicht den Fotos die der Mieter inzwischen macht, ich kann das durchaus nachvollziehen) und verlangt, dass ich von den Stadtwerken einen eigenen Anschluss legen lasse. Das käme auf ca. 1000 Euro Handwerkerkosten plus eine jährlichen Grundgebühr (Anschluss und Zählermiete) an die Stadtwerke.

    Ich bin geneigt auf die Forderung der Verwandschaft einzugehen, bin aber unsicher, ob und wie ich die Kosten für den Handwerker umlegen kann (wahrscheinlich gar nicht) und ob ich vom Mieter verlangen kann selbst Kunde der Stadtwerke zu werden - mit den zusätzlichen Kosten die das verursacht.

    Dankbar für Hinweise
     
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  3. #2 Papabär, 22.08.2019
    Papabär

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    Ja, das will ich morgen auch mal ausprobieren. Der Eigentümer hat mir allerdings geraten, ein paar Kissen mitzubringen. Die Schindeln sollen doch recht unbequem sein. Er kümmert sich um´s Bier. :005sonst:



    Lass mich raten ... weitere Unterzähler gibt es nicht, oder?

    Wie viele Wohneinheiten hat das Haus gerade noch?


    Das dürfte angesichts der vermutlich notwendigen Tiefbauarbeiten ein echtes Schnäppchen sein.


    Gut erkannt!


    Verlangen kannst Du so einiges. Je nach mietvertraglicher Vereinbarung muss der Mieter darauf halt nicht unbedingt eingehen. Unter Umständen ist sogar die Belieferung mit Wasser durch den Vermieter vertraglich vereinbart.


    Wo ist das Problem? Da weißt Du doch gleich schon, wer die Musike bezahlt.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 22.08.2019
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    Warum gleich einen 2. Hauptanschluß für Wasser legen?

    Es reicht doch zusätzlich zu dem vorhandenen Hauptzähler den Wasserverbrauch pro Wohneinheit zu erfassen um eine verbrauchsabhängige Rechnung dafür erstellen zu können.

    Wenn du dem Mieter die übermittelten Ablesewerte nicht glaubst, lies sie doch einfach selber ab oder beauftrage eine Firma damit.
     
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  5. #4 Papabär, 22.08.2019
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    Ich wage mal den "Schuss ins Blaue" und gehe davon aus, dass zumindest "die Verwandten" keinen Unterzähler haben und die Abrechnung nach "Preis pro m³ lt. Rechnung" erfolgt. Damit trifft sie "der Schlupf" der Wasserzähler mit voller Wucht. Wenn dann andere Möglichkeiten mangels Sachkenntnis nicht in Erwägung gezogen werden, wird die Schuld eben dem Mieter zugeschrieben. Da kannst Du dann auch einen Notar ablesen lassen und den Zählerstand beglaubigen lassen ... das wird kaum helfen, weil "die Verwandten" halt wissen was sie wissen.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 22.08.2019
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    Was wiederum hervorragen du der gern gegeben Vermieterfrischling-Empfehlung passt:
    Nicht an Freunde und Bekannte vermieten. Verwandte zählen mind. zu einer dieser Gruppen.

    @TE
    Die Verwandten wohnen nur im (ich nenn es jetzt mal so) Vorderhaus, sind das auch deine Mieter oder (Mit)Eigentümer oder Mieter eines anderen Eigentümers?
    Wer sind die anderen Eigentümer von diesem Haus?
    Wie sind die Eigentumsanteile verteilt?
     
  7. Fantaa

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    Danke für die vielen Antworten. Eine Prüfung des Mietvertrags ergab: Es gibt für mich kein "Schlupfloch" um entstehende Kosten an den Mieter weiter zu geben.

    Was ich jetzt machen will: Im vorderen Hausteil (dieser gehört der entfernten Verwandschaft) mit Vernunft argumentieren. Der Mieter hat ca. 165l Verbrauch pro Tag. Laut Mietvertrag wohnt er dort alleine, die Nachbarn sagen seine Freundin wohnt bei ihm (da sie keinen Namen auf dem Klingelschild/Briefkasten hat sehe ich keine Handhabe). 165l sind für 2 Personen ein realsitischer Verbrauch, vor allem da sie keine Waschmaschine haben. Wenn es mir gelingt das plausibel zu machen komme ich um die Umbaukosten rum.
     
  8. set

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    Längerfristig gesehen ist es sicher besser für jede Wohnung eigene Verbrauchsmessgeräte zu haben. Egal ob Strom, Wasser oder Heizung. So gehst du jedem Ärger aus dem Weg. Wenn wie schon erwähnt nur Unterzähler eingebaut werden kann das auch der Sani deines Vertrauens machen und kostet sicher keine tausend Euro.
     
  9. #8 Immofin, 07.09.2019
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    Also ich würde auf Gewohnheitsrecht beharren, eine neue Leitung würde ich nicht legen.
    Sollten die Verwandten deinen Mieter das Wasser abdrehen, hättest Du eine rechtliche Handhabe der Unterlassung bzw. Schadensersatz.
    Und natürlich klären wer bei dir alles wohnt.
    Aus meiner Sicht ist mit einer gültigen Zählung alles okay. Man muss auf Meckerei nicht immer eingehen!
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 07.09.2019
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    Das wird nicht funktionieren. Der nächste Streit ist somit schon vorprogrammiert.

    Besser:
    Für klare rechtskonforme Verhältnisse sorgen und eine rechtskonforme Abrechnung erstellen.
    Das gibt zwar auch Diskussion über Wer zahlt Was um einen solchen Zustand herzustellen, erspärt danach aber viel Nerven und Angriffspunkte für alle zukünftigen Abrechnungen.
     
  11. #10 ehrenwertes Haus, 07.09.2019
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    Welches Gewohnheitsrecht?
    Ist auch nicht erforderlich.
    Konfontation ist also zielführender als eine Konsenslösung?

    Wenn fehlende Zähler für dich ok sind, mag das zutreffen.
    Eine Empfehlung dass so beizubehalten obwohl es schon Diskussionen um eine ordnungsgemäße Verbrauchserfassung und Abrechnung gibt, kann man machen.
    Du musst das auch nicht im Zweifel vor einem Richter vertreten und begründen. In der Hoffnung, dass der Richter eine von den gängigen Vorschriften abweichende Regelung als rechtlich i.O absegnet.
     
  12. Nanne

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    Da dürfte so nicht richtig sein; 165 l in 12 Monaten für 2 Personen? Wenn ein Mieter
    sparsam mit Wasser umgeht rechnet man mit mind. 1000 l pro Person/Jahr.
     
  13. SaMaa

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    1000l pro Jahr / pro Person finde ich sehr sehr wenig.
    Das sind ja noch nicht mal 3 liter am Tag.
    Da trinke ich täglich ja schon mehr ;)
     
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  14. #13 Immofin, 07.09.2019
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    Nanne 3l pro Tag okay das kannste getrost vergessen, denke mal eine Klospülung oder Duschen, habe mal gelesen 120 l pro Tag und Person.
     
  15. GJH27

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    Und wenn man sich jetzt noch vergegenwärtigt, dass der fragliche Mieter
    hat...
     
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  16. SaMaa

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    80/90 liter am Tag pro Person kommt auch ungefähr mit meinen Erfahrungen hin.
    Als Einzelperson mit Fernbeziehung und kl. Haus mit kl.Garten habe ich jährlich ca 32m3,
     
  17. Nanne

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    Der Verbrauch von 1000 l/Jahr ist einem echten Wassersparfuchs zugedacht. Diese Leute gibt es tatsächlich.
    Man rechnet i.d.R. pro Person mit 2 -3 cbm Wasser/Monat.
     
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  18. set

    set Erfahrener Benutzer

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    wer lesen kann ist klar im Vorteil. Da steht:

    pro Tag, nicht pro Jahr. ;-)
     
  19. #18 Immofin, 07.09.2019
    Immofin

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    So ist s okay...klar ich kenne Leute die sammelten das Wasser der Waschmaschine für die Klospülung, von trinken weiß ich jetzt nichts. Grins.!!
    Logisch bei Kubikmeter Preisen von 5€ für Wasser in Deutschland!
     
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  20. Nanne

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    Sorry, das habe ich tatsächlich überlesen.:15:
     
  21. #20 ehrenwertes Haus, 07.09.2019
    ehrenwertes Haus

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    Titel und Thema:
    Notwendige Umstellung der Wasserversorgung - wer zahlt?


    Nicht täglicher Wasserbrauch pro Kopf in D
     
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