Nur 20% der Kosten der Warmwasserversorgung nach Verbrauch aufgeteilt?

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Franke5, 23.09.2014.

  1. #1 Franke5, 23.09.2014
    Franke5

    Franke5 Gast

    Hallo,
    ich bin ein neuer Mieter und mir ist eine Klausel zur Kostenverteilung der Warmwasserversorgung im Mietvertrag aufgefallen, bei der ich mir nicht wirklich sicher bin ob diese für mich vor- oder nachteilig ist (nach gesetzlichen Maßstäben ist diese, auf den ersten Blick!, nicht zulässig, aber das war jetzt nur eine schnelle Recherche). Dort steht:
    "Die Kosten der Sammelheizung und Warmwasserversorgung werden nach dem vom Vermieter im Rahmen der gesetzlichen Regelung bestimmten Abrechnungsmaßstäben umgelegt, wie z.B. nach umbauten Raum der (beheizten) Räume. Sind Verbrauchserfassungsgeräte vorhanden (Wärmezähler und/oder Heizkostenverteiler, Warmwasserzähler und/oder Warmwasserkostenverteiler) so wird ein Anteil der Kosten in Höhe von 20% (hier war ein Feld, das handschriftlich ausgefüllt wurde; war wohl so ein Standard-Mietvertrag) nach dem Vertrag aufgeteilt."

    Wenn ich das Gesetz richtig verstehe, dann muss der variable Teil zwischen 50 und 70% liegen, außer in bestimmten Ausnahmefällen? Es handelt sich um ein Haus mit vier Wohnungen (Altbau, saniert), der Vermieter bewohnt eine dieser vier Wohnungen. Meine Wohnung ist eine eine Maisonette-Wohnung mit hohen Decken (2,60m) , evtl. wäre also ein hoher Verbrauchskostenanteil für mich sogar von Nachteil? Andererseits hab ich keine Ahnung wie gut/schlecht z.B. die Heizungsrohre gedämmt sind. Sollte ich also einfach mal den Vermieter drauf ansprechen oder lieber mal die erste Abrechnung abwarten und dann handeln wenn mir das alles zu hoch vorkommt? ;) Ich weiß, dass Rat in der Sache evtl. schwierig ist, da man ja z.Z. keine Vorstellung davon hat ob dieser niedrige Prozentwert für einen selbst Vor- oder Nachteile hat. Zum restlichen Warmwasserverbrauch: Ob ein Warmwasserzähler vorhanden ist, weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht, da schau ich demnächst mal nach bzw. frag nach (ich bin noch nicht in die Wohnung eingezogen).
     
  2. AdMan

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  3. #2 Franke5, 23.09.2014
    Franke5

    Franke5 Gast

    Der letzte Satz der Klausel sollte natürlich "...nach dem Verbrauch aufgeteilt." heißen.
     
  4. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Das verstehst du richtig. Ein Ausnahmefall wäre gegeben, wenn das Haus nur zwei Wohnungen hätte und davon eine vom Vermieter bewohnt wird. Bei den Heizkosten (also nicht beim WW) kann ein Anteil von 70 % vorgeschrieben sein, außerdem kann man dort einen größeren Anteil vereinbaren - sogar 100 % (also eine Abrechnung komplett nach Verbrauch) sind dann zulässig.

    Also bei dir keine Ausnahme - die Klausel ist unzulässig.


    Das lässt sich im Voraus nicht so einfach bestimmen. Dazu wären auch in jedem Fall weitere Informationen erforderlich. Der Reihe nach:

    Bei dieser Architektur fände ich es fair (was rechtlich nicht relevant ist, also nur meine persönliche Meinung), wenn man sich wenigstens vorab festlegen würde, ob man den verbrauchsunabhängigen Teil nach Wohnfläche oder nach umbautem Raum verteilen möchte. Die Regelung im Mietvertrag ist ja mal reichlich unverbindlich.


    Um das beurteilen zu können, müsste man einerseits deinen Anteil am Gesamtverbrauch (aufgeteilt nach Heizung und Warmwasser) und andererseits deinen Anteil am umbauten Raum (sofern danach dann auch abgerechnet wird) kennen.


    Problem: Du musst in dem Haus ja auch noch wohnen und dafür wäre ein angenehmes Verhältnis zum Vermieter bestimmt angenehm. :) Kritische Nachfragen führen - soweit ich das beobachten kann - gerade bei solchen Vermietern zu erhöhtem Blutdruck, die sich nicht um gesetzliche Vorgaben kümmern. Es besteht also in jedem Fall die Gefahr, dass du dir Ärger ins Haus holst.

    Am besten wäre es gewesen, diese Dinge vor der Unterschrift unter den Vertrag zu klären. Jetzt würde ich einfach mal die Abrechnung abwarten. Vorher macht es wenig Sinn, irgendwelche theoretischen Probleme zu besprechen und der Vermieter muss sowieso erst einmal "liefern".


    Die Ausstattung zur Verbrauchserfassung ist Pflicht.
     
  5. #4 Franke5, 23.09.2014
    Franke5

    Franke5 Gast

    Ok, danke für die Antwort! Ja, wenn der Vermieter unter demselben Dach wohnt, dann kann das auch Nachteile haben :) bisher macht er einen netten Eindruck, aber mal sehen wie das aussieht wenns dann mal ums Geld geht ;). Beim Durchlesen des Vertrags hab ich die problematische Klausel so leider nicht bemerkt (bisher hatte ich nur eine Wohnung in einem Wohnheim, da wurde wirklich alles inkl. Strom pauschal abgerechnet) bzw. ich hielt 20% für zulässig. Dann werde ich wohl mal die erste Abrechnung abwarten und sehen was dabei rauskommt.
     
  6. #5 Franke5, 23.11.2014
    Franke5

    Franke5 Gast

    Übrigens hat sich inzwischen herausgestellt, dass ich einen Untermietvertrag unterschrieben habe (macht für meine Rechte ja keinen Unterschied soweit ich das gelesen habe). Das stand zwar nirgends auf dem Vertrag und wurde auch nie erwähnt, aber nun gut. Man darf gespannt auf die Nebenkostenabrechnung warten ;)
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Den Wert halte ich für realistisch. Bei meinem MFH waren es bisher immer zw. 19% und 23% Warmwasserbereitungskosten, ermittelt durch Wärmemengenzähler.
     
  8. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Hier geht es aber darum dass von den anfallende Kosten für
    nur 20 % nach Verbrauch verrechnet werden sollen.
     
  9. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Halte ich für nicht eindeutig definiert:
    "Sammelheizung" - evtl. nur die Wassererwärmung (so wie ich es meinte)?
    "Warmwasserversorgung" - (Warm-)Wasserverbrauch...?
     
Thema: Nur 20% der Kosten der Warmwasserversorgung nach Verbrauch aufgeteilt?
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