Nutzung eines Stellplatzes durch den Bauträger ohne Nachweis der Rechtmäßigkeit

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Thomas123, 15.02.2007.

  1. #1 Thomas123, 15.02.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    ich habe mir eine Wohnung gekauft.

    In der Teilungserklärung ist nichts über die Nutzung eines Stellplatzes ausgesagt.

    Der Stellplatz ist vom Bauträger, der selbst Wohnungseigentümer ist, an einen Mieter vermietet worden.

    Der Bauträger stellt sich auf den Standpunkt er dürfte die Miete für den Stellplatz für sich vereinnahmen. Einen Nachweis dafür, dass er den Stellplatz gekauft hat oder nutzen darf bringt er nicht bei. :stupid :stupid :stupid

    Im Grundbuchamt habe ich die Auskunft erhalten, es sei kein Stellplatz als Sondereigentum für den Teileigentümer (Bauträger) eingetragen.

    Ich denke, wenn in der Teilungserklärung nicht über eine Stellplatznutzung ausgesagt ist, kann jeder die Parkfläche benutzen. Wer kriegt die Miete???

    Was kann ich tun? :wand: :wand: :wand:

    Grüße Thomas
     
  2. AdMan

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  3. Beluga

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    Ist der Bauträger der Ureigentümer bzw. war Alleineigentümer gewesen ?

    Prüfe zuerst genau nach in Lageplan, Grundbuch, Deinem Kaufvertrag und Teilungserklärung:
    auf welchem Grundstück steht die Stellfläche. (Flur Stück, Nr.)
    ist das ursprüngliche Grundstück möglicherweise in Teilgrundstücke geteilt worden ?
    Welche Grundstücksteile werden mitverkauft und welche nicht ?
    ob die Stellfläche noch zu seinem unverkauften Fläche/Eigentum gehört ?
    Ist es ein fertiggestellter Parkplatz oder nur eine Fläche wo man halt parken kann ?

    WENN die Parkfläche auf Gemeinschaftgrundstück steht, und keinem Eigentümer zugeordnet, so gehört sie der Gemeinschaft, so haben die Gemeinschaft die Mieteinnahmen zu kriegen, aber allerdingt auch die dazugehörigen Grundstückskosten wie Grundsteuer, Versicherungen, Flächenwasser, Straßenreinigung, Reinigung, Hausmeister, Beleuchtung, Reparaturen, ... zu tragen.

    Wer zahlt bisher diese Kosten ?
    Die Verwaltung müßte doch wissen !? :lol
     
  4. #3 Thomas123, 15.02.2007
    Thomas123

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    Danke für die Antwort.
    dem Bauträger hat urspünglich das Grundstück gehört und er hat darauf ein Haus erstellt.

    Sämtliche Wohnungen sind in der Teilungserklärung aufgeführt, aber kein Stellplatz. Der befindet sich unmittelbar vor dem Haus und wird als Autoabstellplatz genutzt. Er gehört definitiv zum Grundstück. Eine besondere Aufteilung desselben hat nicht stattgefunden.

    Über den Stellplatz gibt es keine Unterlagen bei der Hausverwaltung. Die weiß von nix!!!

    Beim Grundbuchamt gibt es auch keine Eintragung für einen Stellplatz der an den Bauträger verkauft wurde oder in dessen Eigentum er verblieb.

    Ich denke, wenn die Teilungserklärung keinen Hinweis gibt, so hat der Bauträger mit Aufteilung des Grundstückes sein Recht an dem Stelllplatz verloren??

    Wenn ich das richtig verstanden habe, muß der Teileigentümer (Bauträger) die Mietzinse der Gemeinschaft herausgeben?

    Anscheinend bin ich der Einzige, der die Teilungserklärung gelesen (und verstanden) hat.

    Gruß Thomas
     
  5. Beluga

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    Langsam ! :zwinker

    Bevor Ihr gegen den ehem. Bauträger etwas vorgeht, sollt Ihr
    nochmals genauer anhand der Flurstück und Nummer vom Grundstück prüfen,
    wo die Grundstücksgrenzen von Gemeinschaftsgrundstück sind.
    Vielleicht gehören die Stellflächen zu städischem oder Nachbar Grundstück ...

    Denn wenn es so wäre, sind die Frei-/Stellfläche natürlich nirgendwo in Teilungserklärung, oder Euren Kaufverträgen und Grundbüchern aufgeführt.
    Deshalb vorsicht, kein Eigentor schießen ! :error

    Selbst wenn die Frei-/Stellflächen zu Gemeinschaftgrundstück gehören,
    werden sie auch nicht unbedingt einzelnen Wohnungen zugeordnet, weil ursprünglich diese als einzelne Stellplätze nicht vorgesehen waren.
    Sie gehören dann insgesamt zu Gemeinschaftsflächen (wie Vorgärten, Treppenhaus, Dach,...usw).


    Aber das ist doch die aller erste Aufgabe von Hausverwalter zu überprüfen, als er die Verwaltung übernahm ! :stupid
    Die Verwaltung hat versäumt ! Also die evtl. entgangenen Mieten nach Abzug von betr. Grundstückkosten gehen zumindest 50% zu ihrem Lasten, und 100% wenn diese nicht mehr einbringlich wären !! :D

    Wenn der ehem. Bauträger jetzt noch miteigentümer ist, wo ist das Problem miteinander die Dinge klar zu stellen ? :bier
    Frag` ihn doch einfach, laß`die Unterlagen zeigen. - Aber wie gesagt, dies ist doch
    Aufgabe von dem Hausverwalter ! :stupid :shame
     
  6. #5 Thomas123, 16.02.2007
    Thomas123

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    Danke für die Mitteilung.

    Definitiv: Der Stellplatz gehört zur Fläche des Gemeinschaftsgrundstücks, ist in den Plänen auch so eingezeichnet.

    Die Hausverwaltung hat den Miteigentümer (ehemaliger Bauträger) angeschrieben, aber keine vernünftige () Antwort erhalten.

    Es ist ja auch kein Wunder. Dieser Miteigentümer kassiert die Miete für den Stellplatz schon seit etlichen Jahren. An einer "friedlichen" Regelung hat er natürlich kein Interesse... warum auch....bis jetzt hat es ja geklappt.... :lol :lol :glas

    Und der Bauträger ist heute noch aktiv und braucht hin und wieder für seine Objekte eine Hausverwaltung.....Ein Schelm, wer böses dabei denkt! :zwinker
    Werde den Eigentümern vorschlagen, dass die Sache notfalls gerichtlich überprüft wird.

    Wenn die anderen Eigentümer auch Interesse haben, wird die Sache aufgebohrt.

    Blöd dürfte es nur sein, wenn das Grundbuchamt sich geirrt hat und tatsächlich eine rechtsgültige Eigentumsübertragung stattgefunden hat. Aber dann könnte der Miteigentümer die Sache kurz benden, er macht es aber nicht. Das spricht dafür, dass da etwas nicht in Ordnung sein könnte.

    Gruß Manfred
     
  7. Beluga

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    Also der Verwalter hat etliche Jahre versäumt das Eigentumsverhältnis zu prüfen und
    die Mieteinnahmen zu kassieren ! :stupid


    Warum schreibt die Hausverwaltung die Stellplatzmieter nicht an, und ihnen erklärt,
    wer der eigentliche Eigentümer der Stellplätze ist, und die Mieter auffordert,
    dass die Mieten ab sofort auf Gemeinschaftskonto zu zahlen sind ?
     
  8. #7 Thomas123, 17.02.2007
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    Das wird jetzt gemacht. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Die Eigentümer werden entscheiden, ob die HV ein Mandat kriegt, gegen den Mieteigentümer gerichtlich vorzugehen um die Sach klären zu lassen. War für mich ein hartes Stück Arbeit.....

    Gruß thomas
     
  9. Beluga

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    Ich sehe der Hauptfehler immer noch bei dem Hausverwalter,
    von Anfang an und jahrelang versäumt das Eigenetumsverhältnis zu
    überprüfen, Stellplatzmieten zu kassieren.
    Denn allein von Abgabenbescheid und bei der Kostenteilung müßte der Mißstand aufgefallen sein.

    Die Beiräte sind natürlich auch nicht unschuldig, die den Verwalter jahrelang blindlings vertraut und freie Hand gegeben haben.
    Die Beiräte sind nicht nur zur Unterstützung, sondern auch zur Kontrolle von Hausverwaltung da. Dafür sind sie gewählt worden !!! :D

    Der Verwalter soll dem ehem. Bauträger nochmals mit Fristsetzung und Androhung des Rechtswegs zur Stellungnahme auffordern.
    Wer weiß, vielleicht genau wie der Verwalter und die Beiräte war der Bauträger auch jahrelang über das veränderte Eigentumsverhältnis nicht bewußt gewesen. :lol :lol :lol :D

    Aber Fehler gehört korrigiert zu werden. Man muß nur sachlich sein wollen.
     
  10. #9 Thomas123, 18.02.2007
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    Der Hausverwalter hat zu dem Zeitpunkt, als ich die Wohnung gekauft habe, keinen Schuß Pulver getaugt.
    Das ist in erschreckendem Maße oft der Fall, weil jeder Dahergelaufene, der sich berufen fühlt, eine Hausverwaltung übernehmen kann.

    Er braucht nur ein großes Mundwerk, und durch geschickte Verhaltensweisen kriegt er die Mehrheit der Eigentümer auf seine Seite. Dann den abzuwählen, ist äußerst schwierig, weil sich die Eigentümer in den seltensten Fällen "grün" sind....man gönnt sich die Butter auf dem Brot nicht....so ist das eben...... auch in anderen Lebensbereichen....

    Gruß Thomas
     
  11. Beluga

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    Na, wenn die Mehrheit, Beiräte, Hausvserwalter...,zum Nachteil von Minderheit oder einzelner Person, unter einer Decke stecken und schlummern,
    kann von einer Gemeinschaft nicht mehr die Rede sein, vielmehr von
    "Abzockernest". Ist nicht zum Spaßen.

    Dann können wie nur mit Hilfe des Rechtswegs oder gar der Staatanwaltschaft wieder wachgeklopft werden.

    :motzki
     
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