Nutzung Waschküche/Fahrradkeller

Diskutiere Nutzung Waschküche/Fahrradkeller im NK - Ankündigungen! Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Liebe Vermieter, wir haben ein vermietetes Mehrfamilienhaus (Altbau) mit 4 Wohneinheiten gekauft, drei sind vermietet, eine bewohnen wir selbst....

  1. Susann

    Susann Neuer Benutzer

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    Liebe Vermieter,

    wir haben ein vermietetes Mehrfamilienhaus (Altbau) mit 4 Wohneinheiten gekauft, drei sind vermietet, eine bewohnen wir selbst. Neben den Wohnungen und zusätzlich vermieteten Nebenräumen (eigene Keller UND Dachbodenabteile) gibt es auch Gemeinschaftsräume - den Trockenboden, einen Fahrradkeller, eine Waschküche. Eine genaue Definition der Nutzung dieser drei Räume wurde nicht in den Mietverträgen oder in der Hausordnung festgelegt. Wobei sich meiner Meinung nach bereits eine klare Nutzung aus den Namen ergibt.

    Der Trockenboden war ein Abstellraum mit Leinen, das haben wir mittlerweile weitgehend geändert - jetzt ist er nur noch ein Trockenboden.

    Problem 1: Waschküche. Der Raum ist für diesen Zweck durchaus sinnvoll nutzbar, er ist durchgängig gefliest und es gibt Anschlüsse für Zu- und Abwasser sowie Strom. ABER: Es steht weder eine Waschmaschine noch ein Trockner drin. Voll ist ist der Raum (25 qm) aber dennoch mit Diversem. Nun meine Frage: Wenn sich die eigentliche Nutzung erübrigt (Wäsche waschen) - muss ich es dann als Vermieter dulden, dass die Räume anderweitig genutzt werden? Der Raum wurde überhaupt nur von einem Mieter einmal zeitweise als Waschraum genutzt. Eine Pflicht, einen Waschraum zu nutzen, gibt es ja nicht für Mieter. Besteht umgekehrt für mich als Vermieter die Pflicht, den Raum dann zur freien Verfügung zu stellen? Oder die vorherige Duldung des früheren Eigentümers fortzusetzen? Oder könnte ich im Zweifel auch darauf bestehen, dass er leer bleibt, wenn keiner drin waschen mag?

    Problem 2: der Fahrradkeller. Dort stehen die Räder (davon zwei "Fahrradleichen", die wir gerne entsorgen möchten), ein Satz Winterreifen (schriftlich mit einem Mieter vereinbart), ein Rollstuhl. So weit, so gut. Dort steht aber auch Brennholz eines Mieters (hat einen Kamin) und er hat sich darin eine quasi kleine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Außerdem nehmen seine Gartengerätschaften (mitgebracht aus einem ehemaligen Schrebergarten) rund ein Drittel des Raumes ein. Selbe Frage: Kann ich als Vermieter darauf bestehen, dass außer den Rädern, Rollstuhl und Winterreifen seitens der Mieter nichts einzulagern ist in dem Raum? Wir als Vermieter haben unsere Räder in unserer Garage und im Fahrradkeller die Gartengerätschaften, die wir zur Pflege des Gartens benötigen. Was denkt ihr? Was darf ich, was muss ich, was kann ich unterbinden?

    Danke und viele Grüße
    Susann
     
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  3. #2 RP63VWÜ, 07.08.2019
    RP63VWÜ

    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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    Namen sind Schall und Rauch!
    Wo stehen die Namen und der vorgesehene Zweck, wenn nicht in Mietverträgen oder der Hausordnung?
    Also verstoßt ihr höchstselbst gegen die von euch gewünschte Nutzung!

    Da ihr einen Garten habt, schlage ich zunächst mal folgende pragmatische Variante vor:
    Macht mal auf eure Kosten eine zünftige Grillparty.
    Versucht, mit den Mietern in einem lockeren Gespräch auf die euch wichtigen Punkte hinzuweisen.
    Bei insgesamt vier Parteien dürfte sich doch eine Lösung finden, die erst mal keine Rechtsberatung benötigt …
     
  4. Susann

    Susann Neuer Benutzer

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    Hallo RP63VWÜ,

    hab vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Antwort genommen hast. Vielleicht war es unklar, was ich geschrieben habe: Wir haben ein bereits vermietetes Haus gekauft, wir haben als die Mieter UND die Mietverträge UND die Hausordnungen mit übernommen. Kauf bricht Miete nicht, wie wir alle wissen. Kauf ist auch keine Gelegenheit, Unfug und Unklares in Mietverträgen und Hausordnungen in Ordnung zu bringen. Das kann ich nur bei einer Neuvermietung. Daher die Frage, konkret, wie ich die Nutzung definieren kann und was ich dulden muss und was nicht.

    Über den Punkt, dass sich mit ein paar Steaks und ein paar Bier alles in Wohlgefallen lösen lässt, sind wir leider hinaus. Sonst würde ich hier im Forum nicht fragen..

    Viele Grüße
    Susann
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Kommt drauf an, was der Mieter gemietet hat.
    Das ergibt sich aus dem Vertragsdokument, aus mündlichen Absprachen und auch zum Teil aus dem, was dem Mieter bei Vertragsabschluss bzw. bei Besichtigung gezeigt wurde.
     
  6. Susann

    Susann Neuer Benutzer

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    Hallo Dots,

    hab vielen Dank für deine Antwort. Im Vertrag und den Hausordnungen (Mehrzahl, da jeder der drei Mietverträge ein anderer Formularmietvertrag mit Standard-Hausordnung ist), steht nur "... der Mieter ist zur Mitnutzung von Waschküche, Trockenboden und Fahrradkeller" berechtigt. Im Kaufvertrag ist vereinbart, dass uns alle mündlichen Absprachen vorab vom Alt-Vermieter oder den Mietern mitgeteilt werden, sonst haben sie für uns keine Gültigkeit. Das war auch den Mietern rechtzeitig bekannt. Es wurde uns daraufhin nichts mitgeteilt. Was den Mietern vor 18 bzw. 14 Jahren mal gezeigt wurde, kann ich nicht mehr in Erfahrung bringen.

    Meinst du etwa so: Wenn der damalige Vermieter bzw. sein Verwalter eine Waschküche gezeigt hat, die als Abstellraum genutzt wird, dann entspricht sie auch einem Abstellraum? Unabhängig davon, dass der Raum als Waschküche zur Mitnutzung vermietet ist?

    Viele Grüße
    Susann
     
  7. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Waschküche bleibt Waschküche, kein Abstellraum für Sonstiges. Haben die Mieter auch einen Kellerraum?
     
  8. Susann

    Susann Neuer Benutzer

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    Hallo Nanne,

    ja, die Mieter , ein Ehepaar, aben einen ca. 18 qm großen Kellerraum für ihre eigene Nutzung, dazu ein ca. 12 qm großes Dachbodenabteil und einen Abstellraum auf dem Treppenpodest ("halbe Treppe). Die Wohnung selbst hat 112 qm. Es handelt sich hier also nicht um ein aktues Platzproblem im gemieteten Bereich.
     
  9. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Nein! Abstellraum haben diese Mieter lt.Deiner Beschreibung reichlich, aber: gib den Mietern noch einen Keller dazu und Du wirst feststellen wie schnell sich auch dieser
    mit Gerümpel füllt.:15:
     
    dots gefällt das.
  10. #9 dots, 07.08.2019
    Zuletzt bearbeitet: 07.08.2019
    dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Der letzte Satzteil ("sonst haben sie für uns keine Gültigkeit") ist m.E. falsch.
    Der Kaufvertrag zwischen dir und Altvermieter (und alles darin geregelte) hat diesbezüglich keinerlei Relevanz für das Vertragsverhältnis Mieter-Vermieter.
    Das ist ärgerlich, befreit dich aber weder von den vertraglichen Pflichten bzw. Rechten.
    Nein. Dann entspricht sie dem, was vermietet wurde. Der Mieter hat dann halt eine Waschküche, die als Abstellraum genutzt wird, (mit-)gemietet. Auch wenn ein Scherzkeks irgendwann mal die Buchstaben W und C auf die Tür gemalt hat.
     
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