Objektbewertung meiner Meinung nach zu hoch. Wie am besten argumentieren?

Diskutiere Objektbewertung meiner Meinung nach zu hoch. Wie am besten argumentieren? im Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland Forum im Bereich Immobilien Forum; Das sind doch alles super Antworten, sinn-des-lebens. Für mich klingt es so als hättest du dich eher wenig mit den Märkten beschäftigt. Du willst...

Ich-bin-es

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Das sind doch alles super Antworten, sinn-des-lebens.

Für mich klingt es so als hättest du dich eher wenig mit den Märkten beschäftigt. Du willst was kaufen und siehst es als natürlich an zu verhandeln. Mach den Blick weiter: du hast gefragt, nicht sie. Und die Antworten hier sagen dir, wie die Märkte z.Z. sind.

Hier sehe ich keinen Spielraum für Verhandlungen, wohl aber für eine andere Schiene. Vielleicht will sie ihr Eigentum nicht jedem geben, sondern nur in „gute Hände“. Vielleicht will sie es dir persönlich geben? Das kann es geben, muss aber nicht. Wenn es da überhaupt eine Chance geben sollte, dann genügt es einfach, wenn du ihr sagst, das ist dir zu hoch. Einen Preisvorschlag machst. Punkt.

Aber erst selber fragen und dann den Preis mit geschickten Verhandlungsstrategien drücken wollen, wird nicht gehen.
 
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Sellicando

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Hallo, falls es der Vermieterin wirklich nur auf das Geld ankommt, hast du natürlich schlechte Karten. Manche Eigentümer sind aber auch z.B. für eine schnelle Abwicklung oder einen symphathischen Käufer dankbar. Aus meiner Sicht deshalb folgender (vielleicht schwacher) Versuch:
- Kläre deine Finanzierung bevor es zum nächsten Gespräch kommt. Lass Dir eine Finanzierungsbestätigung der Hausbank geben
- persönlicher Termin bei der Vermieterin
- Schildere Deinen Eindruck vom Immobililenmarkt und das der gewünschte Preis für dich sehr hoch erscheint (hast du Beispiele)
- Erkläre, dass du bereit bist einen fairen Preis zu zahlen
- Frage, ob Sie sich vorstellen kann auch zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen
- Schlage ein neues, "neutrales" Gutachten der Immobilie vor. Hier bietet sich z.B. der Gutachterausschuss deiner Stadt an.
- Erkläre dich grundsätzlich bereit zu dem ermittelten Wert des neutralen Gutachters zu kaufen
Vorteil: Ein Gutachter erreicht i.d.R. nicht den höchstmöglichen sondern den wahrscheinlichsten Verkaufspreis - wenn sich die Vermieterin darauf einlässt, sollten also die Chancen steigen nicht die genannten 15% mehr zahlen zu müssen
Nachteil: Gutachten kosten je nach Objektwert und Gutachter beträchtlich Geld (2-4 TEUR); damit geht man was die Kosten angeht also ins Risiko. Sollte das Gutachten höher als das bisherige Angebot der Verkäuferin liegen, hast du wenigstens die Sicherheit, dass der Preis wohl marktgerechter ist als du angenommen hast.
Wenn Du es vernünftig rüberbringst, ihr sagst das die Finanzierung steht und du sehr schnell zum Notar gehen kannst sollte das die Chancen etwas erhöhen - aber eben nur wenn nicht die Gier schon alles aufgefressen hat. Aber offensichtlich hast du ja als Mieter schon mal Pluspunkte gesammelt. Vertrauen ist die Grundlage jeder Verhandlung - auch das kann ein Vorteil werden. Von konstruierten Argumenten wie hohen Nebenkosten, schlechten Energiewerten oder ähnliches bin ich nicht überzeugt.
Übrigens: Der Preis einer Sache muss nicht ihrem Wert entsprechen (aus einem BGH Urteil glaube ich)
Schönen Abend
 
dabescht

dabescht

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Mein Argumente in dem Fall wären:

Kaffee und Kuchen mitbringen und ihr tief blickend in die Augen sehend sagen, dass du so und soviel bezahlen kannst und (schnell) würdest.

Wenn sie wie die meisten Omis ist, hast du gute Chancen. Wenn sie aber ist wie meine Omi war, dann hast du 2h herzlich geredet, gejammert und gehofft. Und wenn du gehst bist du glücklich, dass es nicht teurer geworden bist.
 
immodream

immodream

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Hallo Dabescht,
der Beitrag ist gut.
Wenn ich den geschrieben hätte, würde nur das Wort Oma durch Schwiegermutter ersetzt.
Grüße
Immodream
 

Melanie123

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Mir ist ein ganz wesentlicher Aspekt noch nicht klar, nämlich WIE und WARUM es zu den Kaufverhandlungen kam.

1. Will die Vermieterin verkaufen? Hat also der Mieter die Befürchtung, dass durch den Käufer eine Eigenbedarfskündigung droht und hat sich deshalb entschlossen, lieber selbst zu kaufen? Oder
2. Hat sich der Mieter (weshalb auch immer) gedacht, es wäre ja schön, statt wie bisher zur Miete künftig in einer Eigentumswohnung zu wohnen?

Das macht aus systemischer Sicht einen deutlichen Unterschied, wie man was verhandelt.
 
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