Ölheizung durch Gasheizung ersetzen? Wie vergleichbar machen?

Diskutiere Ölheizung durch Gasheizung ersetzen? Wie vergleichbar machen? im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo zusammen, gerade frage ich mich, ob wir in unserem Mehrfamilienhaus (20 private Wohneinheiten, 5 Gewerbeeinheiten) die alte Ölheizung...

  1. #1 Marlies33, 08.11.2018
    Marlies33

    Marlies33 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    gerade frage ich mich, ob wir in unserem Mehrfamilienhaus (20 private Wohneinheiten, 5 Gewerbeeinheiten) die alte Ölheizung durch eine moderne Gasheizung ersetzen sollten.

    Kann mir jemand sagen, wie ich den Verbrauch von Öl und Gas vergleichbar machen kann? Öl berechnen wir ja in Verbrauchten Litern, Gas hingegegen wird in kwh abgerechnet. Gibt es da eine Umrechnungsmöglichkeit, damit ich sehen kann, ob sich die Investition lohnt und ab wann sich ganze in etwa amortisiert?

    Hat von Euch jemand Erfahrung mit dem Heizungsaustausch?

    Danke und Grüße,
    Marlies33
     
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  3. #2 Benni.G, 08.11.2018
    Benni.G

    Benni.G Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    du hast einen Jahresverbrauch, der am Gaszähler abgelesen wird in m³.
    Dann gibt dein Gasversorger einen Brennwert und eine Zustandszahl an. Wenn du alle Zahlen miteinander multiplizierst, hast du den Gasverbrauch in kWh.
    Bei mir ergeben Brennwert x Zustandszahl 9,81 - also rund Faktor 10. Also wenn ich 2.000 m³ Gas verbrauche, habe ich 20.000 kWh verheizt.

    Ich habe nur Gasheizung mit Gasheizung getauscht. Aber dein Tausch sollte auch ohne Probleme klappen.
    Fragst du dich nach der Amortisation für dich oder deine Mieter?

    Grüße zurück
     
  4. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Der Tausch von Öl auf Gas lohnt sich, meiner Erfahrung nach, so gut wie immer. Allein schon das man nicht ständig den Tank im Auge beahlten muß, ist schon sinnvoll, und eine moderne Brennwert- Gasheizung ist auch wirklich sparsam.
    Außerdem gewinnt man im alten Tankraum einen Kellerstellplatz, den man ggfl. ja auch noch vermieten kann, eine Waschküche oder Stellplatz für Fahrräder draus machen, usw. usw.
    Bei 20 Wohneinheiten dürfte die größe des Tankraum jedenfalls schon sinnvoll nutzbar sein.
    Einen konkreten Umrechenfaktor kann ich dir nicht nennen, das dürfte aber auch verstärkt von der Bausubstanz und der Art der Dämmung und dem Heizverhalten der Mieter usw. abängen. Jedenfalls würde ich persönlich nicht auf die Idee kommen in einem Neubau noch ein Ölheizung zu verbauen, und bei den meisten Altbauten ist die Heizung inzwischen auf Gas umgerüstet.
     
  5. Andres

    Andres
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    Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass bei vergleichbarer Art (also z.B. zwei moderne Brennwertkessel) eine kWh nutzbare Heizenergie aus Gas ca. 2 ct günstiger als aus Öl wäre. Das geht also mühelos in der Schwankung der Bezugspreise insbesondere für Öl unter. Ich sehe den Umstieg wie @AJ1900 hauptsächlich als Komfortgewinn.

    Wirtschaftlich sinnvoll wird die Sache, sobald man eine alte Heizung modernisiert oder wegen Ausfall der alten Heizung eine komplett neue Anlage fällig ist. Das hat aber nur mit der höheren Effizienz zu tun, nicht mit dem Brennstoff.
     
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  6. #5 ehrenwertes Haus, 08.11.2018
    ehrenwertes Haus

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    Das stimmt schon, aber nur wenn man nicht nur die Heizung (Brenner + Kessel oder Gastherme), sondern die gesamte Heizungsanlage neu berechnet und tauscht.

    Eine neue Heizung mit alter Verrohrung und alten Heizköpern bringt ein Erspranis von ziemlich genau 0 Euro an den reinen Heizkosten.
    Ältere Heizkörper brauchen eine höhere Vor- und Rücklauftemperatur. Da bringt es keine Energieeinsparung, on diese Temperatur mit einem voll funktionsfähigen Algerät oder Heizung neuerster Bauart erzeugt wird. Die dafür benötigte Energiemenge ist in beiden Fällen gleich.

    In Gegenteil, da in den meisten Fällen auch der Rauchabzug an moderne Heizungen angepasst werden muss, um Feuchtigkeitsschäden daran zu vermeiden, ist ein reiner Heizungstausch oft ein Minusgeschäft. Da sollte man sich auch nicht von irgendwelchen Frohlockungen wie "Förderungen" blenden lassen.


    Einen kleinen "Gewinn" macht man evt. bei der Wartung bzw. kleineren Reparaturen und den Kaminkehrergebühren, wenn nur noch alle 2 jahre geprüft wird und nicht mehr jährlich.
    Oder mit einer Koppelung weiterer Energiequellen, wie z.B. Geo- oder Solarthermie.
     
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  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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  8. sara

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    Ich habe meine Heizung von Öl auf Gas umgestellt. (Ursprünglich lag noch kein Gas im Ort)
    Für mich ausschlaggebend für die Entscheidung waren immer ein ungutes Gefühl zu haben, dass evtl. der Tank mal ein Leck hat. Außerdem immer die Ölpreise genau im Blick zu haben und damit einen günstigen Preis zum nachzutanken zu erhalten.
    Außerdem wohnte ich weit entfernt vom Mietshaus.
    Diese Gasheizung läuft seit Einbau 1999 ohne jede Reparatur!
    Und in meinem Einfamilienhaus läuft der Niedertemperatur Gasheizkessel seit 1990 auch ohne jedwede Reparaturen.
    (Naja, das soll bei den Brennwertheizungen wohl nicht mehr so gut gelingen, nach Aussage von meinem Installateur und auch dem Schornsteinfeger)
    An dem alten Ölbrenner sind da doch einige Reparaturen in den 26 Jahren des Betriebes angefallen, sowie Tankreinigung.

    Ich würde, wenn ein Gasanschluss zum Haus vorhanden ist, immer wieder diese Entscheidung treffen.
     
  9. #8 FMBerlin, 08.11.2018
    FMBerlin

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    Ein Liter Öl entspricht etwa 1m³ Gas mit ca. 10 kWh. Davon lassen sich im klassischen Öl/Gaskessel nur 9 kWh nutzen, der Rest geht durch den Schornstein. Öl-Brennwerttechnik ist teurer und aufwendiger als Gas-Brennwerttechnik. Brennwerttechnik nutzt auch die letzte kWh noch aus (theoretisch). Ich würde die Ölheizung nur gegen Gas tauschen lassen, wenn sie ausgetauscht werden muß wegen Alter oder schlechtem Zustand. Auch bei Weiterverwendung der alten Rohre und Heizkörper gibt es duch die Gasbrennwertechnik ein Einsparpotential von rechnerisch etwa 15% an Brennstoff bei Verwendung eines Luft-Abgas-Systems (Verbrennungsluft wird über den doppelrohrigen Schornstein angesaugt, der als Wärmetauscher die Abgase kühlt). Auch bei der höheren Auslegungstemperatur alter Heizungssysteme erfolgt in der überwiegenden Zeit der Heizperiode ein Betrieb im Brennwertbereich, ist also Brennwerttechnik zur Einsparung von Brennstoff nutzbar. Die Heizungsauslegung sollte aber dazu berechnet werden, das wird als hydraulischer Abgleich im Bestand gefördert.
     
  10. #9 immodream, 08.11.2018
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    Hallo,
    wir hatten ein Mehrfamilienhaus mit einer Ölheizung .
    Der Tank belegte einen wertvollen Kellerraum.
    Immer leichter Ölgeruch im Keller.
    Erhöhter Aufwand bei der Heizungswartung.
    Tankwartung. Irgendwann auch einmal eine Reinigung und Tankprüfung .
    Und dann im Sommer immer das Glücksspiel , wann tanke ich beim niedrigsten Ölpreis nach.
    Ich würde, wenn ein Heizkesselwechsel ansteht, immer auf Gas umrüsten.
    Man kann ja heutzutage auch einen preiswerteren Anbieter aussuchen und ist nicht Sklave von einem großen örtlichen Versorger.
    In meinem Zweifamilienhaus wurde 2001 die alte Gasheizung gegen eine Brennwertheizung ausgetauscht.
    Sonst keine zusätzlichen Maßnahmen .
    Über die Jahre zeigte sich eine Gaseinsparung von bis zu 30 %. Keine Reparatur in 17 Jahren .
    Kleiner Haken am Energiesparkonzept, die neuen Brennwertkessel halten keine 30 Jahre und länger sondern nur grob 15 Jahre.
    Mein Vissmann Kessel war nach 17 Jahren durchgerostet.
    Laut Aussage meines Heizungsbauers hat er schon 2 Jahre zu lange gehalten.
    Ich habe noch einmal das selbe Modell gekauft.
    Grüße
    Immodream
     
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  11. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ich würde mir von Fachbetrieben vergleichende Angebote machen lassen.
     
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  13. Pitty

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    Gewartet wird mit einer Brennwerttherme auch jedes Jahr. Lediglich der Schornsteinfeger kommt nur noch alle 2 Jahre.
    Jede Brennwerttherme hat einen besseren Verbrauch wie jeder alte Ölkessel.
     
  14. Ferdl

    Ferdl Neuer Benutzer

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    Ich hatte mich vor einer Weile mal Aufgeschlaut.
    Erdgas wird kwh Brennwert abgerechnet, 1000 kwh Erdgas entsprechen etwa 94,6 ltr. Heizöl auf den Brennwert gerechnet.
    Beachte den Unterschied Brennwert - Heizwert.
    Vorteil Gasbrennwert gegenüber Ölbrennwert:
    Wichtigster: Gas kommt bei höheren Vorlaufthemperaturen in den Brennwertbereich als Öl (ist Vorlaufthemperatur zu hoch läuft die Heizung immernoch Problemlos hat jedoch nur den Wirkungsgrad einen Niederthemperaturheizung)
    Technik ist billiger
    Wartung ist einfacher (kein Ruß, kein Ölfilter)
    Kondeswasser darf ins Oberflächenwasser (Drainage) abfliesen, bei Ölbrennwert muss das ins Schmutzwasser.
    Nachteil Öl: du musst Schwefelfrei (teurer) tanken, gegebenenfals Säureumwandler in der Kondensatleitung (Wartung)
    Öltank: Die Versicherung zahlt bei Schäden nur dann wenn eigendlich kein Schaden auftreten kann. Also Tanks regelmäsig geprüft, Auffangwanne regelmäsig geprüft etc. :(

    Kaminsanierung ist bei wechsel zu Brennwerttechnik Pflicht.
     
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Ölheizung durch Gasheizung ersetzen? Wie vergleichbar machen?

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