Ordentliche Kündigung - 9 Monate Kündigungsfrist - Muss Mieter innerhalb Frist widersprechen ?

Diskutiere Ordentliche Kündigung - 9 Monate Kündigungsfrist - Muss Mieter innerhalb Frist widersprechen ? im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hi zusammen, würde ein ein Mieter M zwei kompette Monatsmieten in Vahlungsverzug geraten, kann der Vermieter ordentlich kündigen. Da der...

  1. Looop

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    Hi zusammen,

    würde ein ein Mieter M zwei kompette Monatsmieten in Vahlungsverzug geraten, kann der Vermieter ordentlich kündigen.
    Da der potenzielle Mieter schon sehr lange dort wohnt, würde die Kündigungsfrist 9 Monate betragen.
    VM würde zum Fachanwalt gehen und dem M fristlos hilfsweise ordentlich kündigen.

    Falls M jetzt die ausstehende Miete innerhalb der Frist von 2 Wochen begleichen würde, entfällt die Fristlose Kündigung, die ordentliche hat jedoch weiter Bestand.

    Meine Frage:
    Muss der Mieter dem Vermieter vor den 9 Monaten mitteilen dass er die ordentliche Kündigung nicht akzeptiert (warum auch immer) oder bekommt der Vermieter das erst dann mit, wenn der Mieter nach 9 Monaten die Wohnung nicht fristgerecht zum Kündigungsdatum zurückgibt ?
    D.h. bis dahin heißt es einfach für den Vermieter abwarten und Tee trinken bevor Räumungsklage eingereicht werden kann.
    Die Frage zielt darauf, dass die Kündigungsfrist ja sehr lange ist bevor hier der nächste Schritt passieren kann.

    mfg Looop
     
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  3. #2 immobiliensammler, 22.02.2019
    immobiliensammler

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    Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, sprich der Gegenpart muss gar nichts unternehmen. Wenn er nicht auszieht kann es spannend sein, welche Argumente dann der Räumungsklage entgegegengehalten werden.
     
  4. #3 Gefrustet, 22.02.2019
    Gefrustet

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    Hi, ich habe aktuell die gleiche Situation. Der M hat ein Widerspruchsrecht bis 2 Monate vor Kündigungstermin. Bsp., du hast zum 30. Juni gekündigt, hat er Widerspruchsfrist bis 30. April. Mein M hat mein Angebot ( wenn er was findet, mir bitte 6 Wochen vorher Bescheid zu geben) Gott sei Dank angenommen. Ich hätte es sonst abgewartet, bis die Widerspruchsfrist rum ist, wäre Widerspruch gekommen, dann Räumungsklage beantragt. Ob das so ok ist, können dir die „ alten Hasen „ hier bestimmt besser sagen, wie ich Neuling.
    Viel Glück
     
  5. #4 immobiliensammler, 22.02.2019
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    Was Du beschreibst ist der Widerspruch nach § 574 BGB, sofern die Kündigung eine unzumutbare Härte darstellt (z.B. angespannter Wohnungsmarkt, so dass trotz intensiver Suche nichts gefunden wird etc. etc.) - Aber eine Pflicht, mitzuteilen, dass er die Kündigung akzeptiert oder nicht akzeptiert gibt es nicht. Der Mieter kann z.B. gar nicht reagieren und dann auf die Räumungsklage einwenden, dass er die Kündigung nicht erhalten habe, dass der Kündigungsgrund nicht triftig genug sei und was dem Anwalt halt sonst noch so einfällt
     
  6. #5 Gefrustet, 22.02.2019
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    Ja genau Immobiliensammler, auf den § hab ich mich berufen. Was ich hier gelernt habe, RA einschalten. Uuuuund nicht aufregen, sondern es als eine Geschäftsbeziehung behandeln, was es auch ist.
     
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  7. #6 Papabär, 22.02.2019
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    Das kommt darauf an!
    Vahlt der Mieter seine Miete unordentlich, kann der Vermieter ordentlich ... weil ansonsten wäre ja die Kündigung des Vermieters unordentlich. Klar soweit?


    Also jetzt nur hilfsweise ordentlich - und sonst nur unordentlich?


    Ach ... welche fristlose Kündigung? War die jetzt ordentlich oder unordentlich? Und die zwei Wochen ... sind die nur in irgendeinem Gesetz geregelt oder stand das in der Fernsehzeitung?



    Wurde der Mieter vom Vermieter denn überhaupt ordentlich auf die Möglichkeit eines Widerspruches hingewiesen? §574b BGB ist Dein Freund.
     
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  8. Looop

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    Für das "vahlt" gibts ein 1:0 für dich ! :92::D

    Die Kündigung wäre "fristlos" mit einem nicht gesetzlich geregelte Zahlungsziel von 2 Wochen.
    Wir nehmen wie gesagt an, dass die Zahlung der ausstehenden Mieten bereits vollständig erfolgt ist.

    Hilfsweise wird vorsorglich zusätzlich ordentlich gekündigt nach § 573 Abs. 1 S.1/ Abs. 2 Nr. 1 BGB sowie BGB 573c Abs.

    Nein wurde er nicht. Aber wie ich jetzt von anderen gelesen habe, muss M sowieso bis zur echten Räumungsklage keinen Hinweis geben dass er gedenkt auszuziehen.
    Es bleibt aus VM Sicht sehr spannend.

    Looops
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 23.02.2019
    ehrenwertes Haus

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    Das muss das tapfere unordentlich vahlende Mieterlein gar nie nicht, auch nicht während einer Räumungsklage oder danach.
    Der M muss nie gedenken auszuziehen.
    Bei ordentlichen nachgedenken, weiß man aber, dass sich ein Auszug, wenn man Miete nicht ordentlich vahlt nur hinauszögern läßt aber nicht absolut vermeiden.
    Wenn Mieter gut ist, bekommt er sogar Umzugsnachhilfe.
     
  10. Looop

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    Es gibt eine Ausnahme:
    Wenn er tatsächlich nicht in der Lage war zu überweisen. zB. Koma o.ä. könnte er aus der Sache wieder rauskommen oder ?
     
  11. #10 Papabär, 24.02.2019
    Papabär

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    Soweit das Gericht davon Kenntnis erlangt, würde ggf. ein amtlicher Betreuer eingesetzt werden. Mir fällt jetzt kein Fall ein, wo eine Kündigung deswegen unwirksam wurde, aber vorstellbar währe es natürlich. Ich tippe jedoch eher darauf, dass das lediglich den Ablauf etwas verzögert. DIE vlt. 2-3 Wochen machen die Made dann aber auch nicht mehr fett.

    Aktuell fallen mir zwei Entscheidungen ein, die so etwas wie eine Ausnahme bilden.
    1. Der Mieter hat die Überweisung nachweislich rechtzeitig veranlasst - aber die Bank hat geschludert!
    2. Der Mieter bezieht ALG II-Leistungen/Hilfe zum Lebensunterhalt etc. und hat nachweisbar alles ihm Zumutbare getan, damit die Mietzahlung rechtzeitig überwiesen wird. Wenn die Behörden dann trotzdem nicht aus´m Knick kommen, kann eine auf verspätete Mietzahlung stützende Kündigung unwirksam werden.

    Die Beweislast liegt aber in beiden Fällen beim Mieter.
     
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  12. Looop

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    Danke, ich werde berichten wie es weitergeht.

    Fortsetzung folgt...
     
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