Ordentliche Kündigung

Diskutiere Ordentliche Kündigung im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo an alle bin neu hier im Forum, ich bin Eigentümer und meine Mieterin hat 3 Monate lang Ihre miete nicht bezahlt. Ihre Miete übernimmt...

  1. cayen

    cayen Neuer Benutzer

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    Hallo an alle bin neu hier im Forum,

    ich bin Eigentümer und meine Mieterin hat 3 Monate lang Ihre miete nicht bezahlt. Ihre Miete übernimmt eigentlich das Bundesagentur für Arbeit (Hartz 4).
    Die Hausveraltung hat meine sondereigentumsverwaltung und sie wurde erstmal außerordentlich gekündigt und nach dem Sie gesagt hat dass sie probleme gerade hat haben wir uns entschieden (HV und ich) ist sie ordentlich zu gekündigt.
    Die Mieterin hat auf keine Mahunung jeden Monat reagiert. Nun ist der vierte Monat und die Bundesagentur hat die HV angerufen und bescheid gegeben dass Sie die Mietschulden überweisen wird, darüber hinaus sagt die Bundesagentur dass evtl die Mieterin ein "Härtefall" sein könnte.

    Nun meine Frage:
    Ein Widerspruch der Ordentliche Kündigung ist noch nicht angekommen, aber ich denke Sie wird es tut.
    Welche chancen hätte ich mt der Kündigung, sollte ich nach dem widerspruch einen Anwalt einschalten?
    Was empfehlt Ihr mir? Die Mieterin ist bekannt bei der HV auch vor meinem Eigentum ist sehr unzuverlässig mit der Miete (immer verspätet) gewesen.

    Gruß
     
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  3. #2 BHShuber, 29.11.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    wer hat denn dies Kündigung verfasst? Das ist wichtig, denn ein Mietverwalter lehnt sich hierbei sehr weit aus dem Fenster wenn er diese Kündigung verfasst hat und für den Vermieter Rechtsdienstleistungen erbringt.

    In der Regel kündigt man fristlos, hilfsweise ordentlich und widerspricht der Weiterführung des Mietverhältnisses über die Kündigungsfrist hinaus, regelmäßig, wenn die Kündigung nicht so verfasst ist, fliegt einem so eine Kündigung um die Ohren.

    Ob die Mieterin ein Härtefall ist oder nicht wird nicht das Jobcenter beurteilen, doch zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit wird das JC oder das Amt zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit dem Mieter hilfreich zur Seite stehen, wenn es auch nur darum geht, die Mietschuld für einen gewissen Zeitraum zu begleichen.

    Was aber dem Vermieter hier nicht weiterhelfen wird, denn wenn er nicht fristlos, hilfsweise ordentlich und der Weiterführung des Mietverhältnisses widersprochen hat, dann hat der Vermieter oftmals sehr schlechte Karten, dem Umstand mit dem Mieter ein Ende zu setzen.

    Gruß
    BHShuber
     
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  4. cayen

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    Die Kündigung wurde von der HV verfasst. Wie gesagt die HV hat die sondereigentumsverwaltung. Die HV hat die ordentliche Kündigung zeitgleich mit der fristlosen Kündigung ausgesprochen.
     
  5. #4 BHShuber, 29.11.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    das allerdings fällt unter Rechtsdienstleistungen für die die HV auch mit Sonderverwaltungsvertrag was nicht heißt, dass auch das Mietverhältnis verwaltet wird nicht berechtigt ist, so kann der Vermieter im Falle des Falles, die HV aufgrund der misslungenen Kündigung zur Rechenschaft ziehen!

    Zu beachten ist, dass der Mietverwalter auch eine geeignete Vollmacht von Seiten des Auftraggebers inne hat, das vergessen viele, der Mieter hat ein Vertragsverhältnis mit dem Vermieter in Person und nicht mit einem Dritten!

    Wurde der Weiterführung des Mietverhältnisses widersprochen, nein denke ich!

    Gruß
    BHShuber
     
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  6. cayen

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    Zitat aus der Kündigung:
    upload_2017-11-29_11-50-27.png
     
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  7. Andres

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    Die Kündigungen hier anonymisiert einzustellen. Sofern sie nicht aus offensichtlichen Gründen wenig erfolgversprechend sind, würde ich die Kündigungen weiterverfolgen.

    Gegen die fristlose Kündigung gibt es keinen Härteeinwand, aber dafür wäre sie durch Zahlung heilbar - deshalb der Anruf des Jobcenters. Ich halte es für wichtig, gegenüber dem Jobcenter keine Zusagen zu machen. Wenn die die Kündigung durch Ausgleich der Rückstände abwenden wollen, dann können sie das gerne tun. Vorsorglich irgendwelche Verzichtserklärung abgeben oder die Fortsetzung des Mietverhältnisses zusagen würde ich aber keinesfalls und auch die HV entsprechend instruieren.

    Bei der ordentlichen Kündigung blicke ich noch nicht ganz durch. Warum kam die erst hinterher? Auf welche Gründe stützt sie sich?


    Das könnte jetzt die Gelegenheit sein, die Mieterin loszuwerden. Dazu sollte man möglichst keine Fehler machen. Wenn die HV der Sache nicht gewachsen zu sein scheint, dann solltest du keine Sekunde zögern, einen eigenen Anwalt einzuschalten. Das kostet zunächst einmal Geld, aber das dürfte es die Sache locker wert sein.
     
  8. cayen

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    Bei der ordentlichen Kündigung blicke ich noch nicht ganz durch. Warum kam die erst hinterher? Auf welche Gründe stützt sie sich?

    -> Falsch formuliert von mir sorry. Anwort: Die HV hat die ordentliche Kündigung zeitgleich mit der fristlosen Kündigung ausgesprochen.
     
  9. #8 Nochso'nTrottel, 29.11.2017
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    Hallo cayen,

    wenn die Mieterin ausser der unpuenktlichen / fehlenden Zahlung keine Schwierigkeiten macht und Du auch nicht damit rechnest, von einem neuen Mieter erheblich mehr Geld zu bekommen, wuerde ich mal mit dem Jobcenter reden. Die koennen naemlich die Miete nach § 22 Abs. 7 SGB II direkt an Dich ueberweisen, wenn das ueber Deinen Mieter nicht klappt.

    Einfach mal den Leutchen erklaeren, dass Du der Fortsetzung des Mietverhaeltnisses nur dann zustimmst, wenn das Jobcenter von dieser Befugnis Gebrauch macht. Meistens funktioniert das, weil das fuer die erheblich weniger Arbeit ist, als sich mit einem wohnungslosen Hartz4 Empfaenger herumzuschlagen.

    cu
    NochSo'nTrottel
     
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  10. cayen

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  11. cayen

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    Danke an alle für die hilfreichen Antworten,

    ich denk ich werde erstmal auf den Widerspruch vom Mieter abwarten (falls einer kommt) dann werd ich aktiv werden und ggf einen Anwalt einschalten.
    Anonym die Kündigung kann ich dennoch bereitstellen und den Schriftverkehr mit dem Mieter falls jemand interesse hat.
     
  12. #11 BHShuber, 30.11.2017
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    Hallo,

    das wäre auch meine Empfehlung.

    Gruß
    BHSHuber
     
  13. Berny

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    Eben, so isses.
     
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  14. Berny

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    ... aber unterlassen, eine vom VM eigenhändig unterschriebene Vollmacht beizufügen...?
     
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  15. cayen

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    ich habe als Vermieter nichts unterschrieben, nein. Aber die HV hat eine Vollmacht (sondereigentumsverwaltung).
    Zählt das?
     
  16. Berny

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    Auch für Kündigungen...?
     
  17. cayen

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    Das werd ich mal explizit bei der HV nachfragen
     
  18. #17 BHShuber, 30.11.2017
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    Hallo,

    das kommt auf dem Umfang des Verwaltervertrages an, Sondereigentumsverwaltung ist nicht Mietverwaltung!

    Mietverwaltung heißt nicht zeitgleich vollumfängliche Vollmachten, ich z. B. lehne Kündigungen im Namen und im Auftrag des Vermieters ab, auch spreche ich keine Abmahnungen aus, jegliche Willenserklärung gegenüber dem Vertragspartner hat der Vermieter selber zu formulieren und zu versenden.

    Wenn dem so ist wie Berny erfragt, kann es durchaus sein, dass sich der Mieter hier beruhigt zurücklehnt, denn er muss eine Kündigung ohne Vollmachtsnachweis im Namen des Vertragspartner nicht akzeptieren, geschweige denn dagegen etwas unternehmen, da diese ohnehin nicht wirksam ausgesprochen wurde.

    Gruß
    BHSHuber
     
  19. Andres

    Andres
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    Same sh.., different day. Das hatten wir doch nun schon mehrfach. Der Nachweis der Vollmacht ist nicht prinzipiell erforderlich, schon gar nicht wenn der Mieter sich "beruhigt zurücklehnt". Kommt aber alles auf die genauen Umstände an.
     
  20. #19 BHShuber, 30.11.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    wenn man dem hier Glauben schenken kann, dann ist eine Vollmacht durchaus erforlderlich:
    https://www.gevestor.de/details/kue...-bestimmten-faellen-unverzichtbar-746061.html

    oder eben das hier:

    https://www.haufe.de/recht/deutsche...-vollmacht-achten_idesk_PI17574_HI732018.html

    Demnach ist, um eine Zurückweisung einer Kündigung durch einen Verwalter, doch eine Vollmacht erforderlich!

    Gruß
    BHSHuber
     
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  21. #20 immobiliensammler, 30.11.2017
    immobiliensammler

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    Nein, die Vollmacht muss nicht vorgelegt werden, sondern nur auf Anforderung. Jeder kann behaupten, von jedem anderen bevollmächtigt zu sein und für diesen eine Erklärung abgeben zu wollen (Vollmachten können ja auch mündlich erteilt werden). Um hier Rechtssicherheit zu schaffen hat der Mieter die Möglichkeit, die Vorlage der Vollmacht IM ORIGINAL zu verlangen, ansonsten kann er die Willenserklärung zurückweisen, das muss aber unverzüglich geschehen.

    D.h. wenn der Mieter sich auf die vom Vertreter ausgesprochene Kündigung hin nicht unverzüglich meldet und die Kündigung mangels Vorlage der Vollmacht zurückweist, dann wird die Kündigung wohl wirksam.

    Wobei es natürlich die Frage ist, wie das in der Praxis bei einer schriftlich ausgesprochenen Kündigung durch den Vertreter funktionieren soll. Der Mieter kann nämlich die Vorlage der Vollmacht im Original fordern, will der Vertreter dann für jede Kündigung die Originalvollmacht mitschicken, also danach wieder eine Originalvollmacht vom Vermieter fordern?
     
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