Partner der Mieterin beleidigt und droht

Diskutiere Partner der Mieterin beleidigt und droht im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Eine Mieterin hat einen Partner, der hier nicht (?) wohnt, aber täglich (und nächtlich) zu Besuch da ist. Nun hat dieser Herr meinen Mann übelst...

  1. #1 Katharmo, 29.07.2020
    Katharmo

    Katharmo Erfahrener Benutzer

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    Eine Mieterin hat einen Partner, der hier nicht (?) wohnt, aber täglich (und nächtlich) zu Besuch da ist.

    Nun hat dieser Herr meinen Mann übelst beleidigt und quasi - nein sogar wörtlich - den Krieg erklärt. Das hängt mit der Abmahnung zusammen, die die Mieterin heute aufgrund seines Verhaltens bekommen hat, der schert sich einen Dreck um Regeln und Verträge.

    Der Herr hat nun ungefähr eine Stunde lang Beleidigungen und Drohungen in WhatsApp geschrieben. Eine Antwort hat er nicht erhalten.

    Wir möchten der Mieterin nun fristlos kündigen, da sie ihn weiterhin regelmäßig zu Hause haben möchte. Sie hat mir geschrieben, dass sie gegen eine Kündigung rechtliche Schritte einleiten würde, da sie keinen Fehler gemacht hat. Für uns ist das Mietverhältnis unter diesen Umständen unzumutbar.

    Würdet ihr in so einem Fall fristlos kündigen? Wie schätzt ihr die Aussicht auf Erfolg ein, sollte es zum Rechtsstreit kommen?

    Die Kündigung würde ich meinen Anwalt formulieren lassen.
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Wer? Der Mieterin? Oder der Herr, mit dem du keinerlei ((Miet-)Vertrags-)Beziehung hast?

    Da du ja offensichtlich keine ((Miet-)Vertrags-)Beziehung mit/zu diesem Herrn hast, kannst du ihn m.E. gefahrlos blockieren. Oder aber, wenn du dich im Griff hast, die Beleidigungen "überlesen"/ignorieren. Hätte den Vorteil, dass du selektiv ignorieren kannst: Das, was positiv für dich ist, erfährst du dann trotzdem.

    Warum nicht?
    Von wem hätte er denn eine Antwort erhalten können/sollen/wollen?

    Mit welchem (gültigen!) Grund?

    Das ist ihr gutes Recht.

    Garantiert nicht.

    Watt sachtn dein Anwalt dazu? -->
     
  4. #3 Tinnitus, 29.07.2020
    Tinnitus

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    Nicht zu antworten war vermutlich schon mal das Beste. Eine Nacht darüber schlafen auch.

    Das klingt für mich so, als ob sich die Kündigung auf den Beweis stützten würde, dass der Partner in der aktuellen Wohnung wohnt und somit sein Fehlverhalten der Mieterin zuzurechnen ist. Könnte dieser Beweis erbracht werden, ggf. durch Nachbarn? Was war Inhalt der Abmahnung?

    Unabhängig vom Mietrecht fällt mir hier noch das Melderecht, Strafrecht und die einstweilige Verfügung ein, aber auch hier gilt: Kommt darauf an. Hat er mit dem Ausschluss von den Grillfeiern oder dem Antwalt gedroht oder mit einer Straftat? Und sind die Beleidigungen eventuell nur Unwertäußerungen im Sinne von "Warmduscher"?

    Wie ist das Verhältnis zur Mieterin sonst bzw. wäre alles in Ordnung, wenn der Partner nicht mehr dort wohnen würde?
     
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  5. #4 ehrenwertes Haus, 29.07.2020
    ehrenwertes Haus

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    Eine Kündigung auf Beleidigungen stützen ist möglicht, aber nicht die einfachste Kündigungsvariante.
    Die Kernfrage dabei ist, ob die Beleidigungen und Drohungen wirklich so gravierend sind, dass ein Richter die Fortsetzung des Mietverhältnisses für unzumutbar betrachtet. Und natürlich die Beweisbarkeit von Worten. Mithörende Zeugen sind besser als einen WhattsApp. Jeder mit Zugang zum Handy des Mannes könnte diese Nachrichten verfasst und gesendet haben.

    Die Schimpftirade müsste wirklich extrem ehrverletzend sein. Worte wie Blödmann, Depp, Idiot usw., die irgendwie zur Umgangssprache gehören und im Ärger schon mal rausrutschen können, reichen nicht.

    Ein weiteres Problem kann sein, dass die Mieterin selbst nicht entsprechend ausfallend geworden ist, sondern "nur" ihr Freund. Die Mieterin haftet zwar für ihre Besucher im Zusammenhang mit der Vermietung, sie kann den Besuch aber abstellen und damit wäre dein Kündigungsgrund hinfällig.
    Ein Richter wird prüfen, ob nicht andere Maßnahmen, wie z.B. ein Hausverbot gegen den Mann (darf dann nicht mehr solo auf dem Grundstück/im Haus rumlaufen, nur in Begleitung der Mieterin) Abhilfe schaffen können.


    Mein Tipp:
    Geh zum Fachanwalt. Ein regionaler Anwalt kann eher beurteilen, ob die gefallen Worte und Drohungen Chancen auf eine gerichtsfeste Kündigung bieten oder nicht.
    Ohne weitere Punkte, steht eine Kündigung der Mieterin, aus meiner Sicht, auf sehr wackeligen Beinen.
     
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  6. dots

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    Nicht nur das - es braucht nicht mal das Handy. Ein PC oder Laptop oder dergleichen reicht.

    https://web.whatsapp.com/
     
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  7. #6 Goldhamster, 29.07.2020
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    Hallo @dotsi,

    haben dir das deine Schüler gezeigt?
     
  8. #7 Goldhamster, 29.07.2020
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    Hallo @Katharmo

    habt ihr der Mieterin die Textnachrichten Ihres Besuchers gezeigt?
    Ist es ihr bekannt, was der Typ geschrieben hat?

    Stark Nerven wünscht
    DER NERVHAMSTER
     
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  9. #8 Katharmo, 29.07.2020
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    Oh, so viele Denkanstöße, Meinungen, Fragen usw.
    Ihr seid toll.

    Wir haben heute den ersten Schritt gemacht und Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

    Im nächsten Schritt werde ich sowas wie eine Timeline über die Geschehnisse erstellen, damit der Anwalt leichter einen Überblick bekommt. Da habe ich kommende Woche einen Termin, und da es hier um verschiedene Sachverhalte geht, wir sind hier im Mietrecht, Zivilrecht und Strafrecht unterwegs, werden wir nichts im Alleingang unternehmen.

    Ich versuche nachher, eure Fragen zu beantworten.
     
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  10. #9 Katharmo, 29.07.2020
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    Von meinem Mann. Er hat meinen Mann regelrecht herausgefordert. Die Situation wäre dann eskaliert und das wollten wir nicht.

    Wenn der Sachverhalt das hergibt, dann wegen Beleidigung.

    Das erfahre ich dann kommende Woche.

    Das er da wohnt, wird extrem schwer bis unmöglich zu beweisen sein, außer das Sozialamt prüft seine eigentliche Wohnung, ob er die überhaupt bewohnt oder untervermietet oder oder oder. Auf diesen Pfad wollen wir uns zur Zeit nicht begeben.

    Nein, unter Berücksichtigung der Herkunft der Männer sind die Beleidigungen hochgradig ehrverletzend. Im arabischen Raum wäre so eine Äußerung eine Katastrophe.

    Wechselhaft, aber grundsätzlich gut.

    Davon gehen wir aus.

    Das wäre ein Traum, aber sie pocht ja darauf, dass er sie weiterhin regelmäßig besuchen soll.

    Wird ein Thema beim Anwalt sein.

    Sinnlos, sie kann kein Arabisch.

    Ich habe ihr gestern Abend direkt mitgeteilt, dass mein Mann von ihrem Gast beleidigt wurde. Nicht den genauen Inhalt. Sie hat auch nicht nachgefragt.
     
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  11. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Fragt sich ob ein deutscher Richter das auch so sieht.
     
  12. #11 prinzregent, 30.07.2020
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    Der Herr hat nun ungefähr eine Stunde lang Beleidigungen und Drohungen in WhatsApp geschrieben. ???

    Der muss ja echt dumm sein.

    Sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Das geht auch online. Die Beweise auf dem Handy sichern, nicht löschen.
     
  13. #12 Tinnitus, 30.07.2020
    Tinnitus

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    Die Onlinewache ist nutzlos. Aufgrund meiner Erfahrungen rate ich davon ab. Ergebnisorientiert erstattet man Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Man sollte sich hierbei nicht selbst belasten.
     
  14. #13 Katharmo, 30.07.2020
    Katharmo

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    #8
     
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