Pauschale Kosten für Heizung und Warmwasser

Diskutiere Pauschale Kosten für Heizung und Warmwasser im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, ich will eine Einliegerwohnung vermieten. Die Wohnung ist völlig abgeschlossen, weist eine Größe von 53 m² auf und verfügt über 2...

  1. #1 Herr Dingens, 11.11.2011
    Herr Dingens

    Herr Dingens Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    ich will eine Einliegerwohnung vermieten. Die Wohnung ist völlig abgeschlossen, weist eine Größe von 53 m² auf und verfügt über 2 Zimmer, Küche, Bad, Kellerraum und Garage.

    Der Strom wird über Zwischenzähler erfasst, ebenso der Wasserverbrauch.
    Heizung und Warmwasser können nicht extra für diese Wohnung erfasst werden, und müssen deshalb pauschal bezahlt werden.
    Das Haus, in dem sich die Wohnung befindet, verfügt über 20 bis 24 cm Gasbeton Außenwände (ähnlich Ytong) und eine neue Dreifach-Verglasung (Passivhaus-Standard).

    Geheizt wird mit zentralem Ölbrenner, das warme Wasser wird ebenso aufbereitet.

    Es soll an eine Einzelperson (60+) vermietet werden.

    Nun meine Frage: was meint Ihr, kann man pauschal pro m² und Monat an Kosten für Heizung und Warmwasser veranschlagen?

    Über erfahrungsgestütztge Antworten würde ich mich sehr freuen!
     
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  3. #2 Papabär, 11.11.2011
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo Herr Dingens,
    ich habe heute grad´ einen Stapel Heizkostenabrechnungen auf´n Schreibtisch bekommen ... mal schauen ob ich etwas vergleichbares finde:

    Mieterin (60+), alleinstehend / Whg. im MFH; 2 Zi. Kü/Bad; 51,5m²; sanierte Platte mit 8cm aufgesetzter Dämmung im Erzgebirge; Öl-ZH; WW-Verbrauch ca. 19m³/ Kosten ca. 1.450,- € in 2010 (allerdings incl. antlg. Zählermiete).

    Es Bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung, daß ein MFH mit einem Zweifamilienhaus nicht vergleichbar ist ... und ob unsere gedämmte Platte mit der Ytong-Wand vergleichbar ist kann ich Dir auch nicht sagen.

    Aber das der Einbau eines - oder ggf. zweier - separater WW-Zähler im Normalfall kein Akt ist ... und und sich letztlich immer lohnt, daß weiß ich schon.

    (Ah, ... ich hab´ meine Umlaute wieder :144:)
     
  4. Heizer

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    Es wundert mich, dass eine Passivhaus überhaupt Heizkosten verursachen soll.

    Und ein Warmwasserzähler ist absolut kein Akt und sollte auf jeden Fall montiert werden. Gibt es mehrere Warmwasserstränge eben auch 2 oder 3.

    Wie hoch ist denn der berechnete Heizbedarf je m²/Jahr? Den multiplizierst Du einfach mit den kWh-Kosten des Brennstoffes zuzüglich der anderen Heizkosten.
     
  5. #4 Herr Dingens, 11.11.2011
    Herr Dingens

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    Papabär,

    nur zum Verständnis: bedeutet das, dass die Mieterin für 2010 für Heizung und Warmwasser insgesamt 1.450 € aufwenden musste?

    Das sind also ca. 2,35 € pro m² und Monat?

    @ Heizer,

    das Haus ist natürlich kein Passivhaus, nur die neuen Fenster weisen die Wärmedämmung von Fenstern im Passivhaus auf (neue Dreifach-Verglasung).

    Eine konkrete Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung für diese spezielle Wohnung ist technisch nur mit hohem Aufwand machbar. (Neue Rohre verlegen usw ...) Das geht also nicht, es geht nur über eine Pauschale, verbunden mit der Hoffnung, dass der Mieter ein vernünftiger Mensch ist und die Wohnungstemperatur nicht mit dem Fenster regelt.
     
  6. Heizer

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    Naja ein KFW60 Haus hat eben maximal 60kWh/a/m². Das ist aber eben nur Niedrigenergie. Passiv hätte eben theoretisch Null bis 20kWh/a/m².

    Was Dein Haus hat kann Dir maximal der Heizungsfachmann Deiner Wahl errechnen.

    Das wäre dann aber auch nur der "Normverbrauch". Vergleichbar mit dem NEFZ beim Auto.
     
  7. #6 Papabär, 11.11.2011
    Papabär

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    Das bedeutet, das die Mieterin diese Kosten für Heizung und WW verursacht hat. Aufwenden musste es erst einmal der Eigentümer.

    Aber wie gesagt ... Erzgebirge (schneesichere Gegend).
     
  8. Heizer

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    Ja Heizkosten sind teuer geworden. Und sie werden weiter deutlich steigen. Ich rechne bis 2020 mit einer weiteren Verdoppelung.
     
  9. #8 Herr Dingens, 11.11.2011
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    Ja, schon klar.
    Aber 2,35, das ist schon heftig.

    Gibt es noch weitere Erfahrungswerte?
     
  10. #9 Gebäudeverwalter, 12.11.2011
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    @ Dingens:
    Da gibts doch so kleine Heizkostenverteiler für die Heizkörper, allerdings müsste man alle Heizkörper damit ausstatten und von einem Unternehmen die Heizkosten berechnen lassen. Hol doch mal ein unverbindliches Angebot ein. Der Modus der Warmwasserabrechnung sollte dann im Mietvertrag geregelt sein (nach Personen oder Wohnfläche), oder durch altmodische Armaturenuhren erfasst werden.
     
  11. #10 Herr Dingens, 12.11.2011
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    Danke für deine Antwort, aber das mit den "kleinen Heizkostenverteilern" ist technisch nicht machbar. Ich kann dir jetzt nicht erklären warum, aber alle Heizungsfachleute, die hier waren, haben das so gesagt. Bzw., es ist machbar, so wie letztlich alles machbar ist, aber die Aufwändungen dafür wären viel zu hoch.

    Aber diese andere Geschichte, dass der Modus der WW-Abrechung, sowie natürlich auch der Modus der Heizkostenabrechnung im MV geregelt sein muss, gibts da irgendwo Musterbeispiele?
    Also es steht definitiv fest, dass WW- und Heizkostenabrechnung pauschal über m² erfolgt, und ich würde nun gerne wissen, wie man das im MV justiziabel formuliert, und wie man formuliert, dass die Kosten in dem Maß wie sich die Ölkosten verändern, sich auch verändern.
    Daneben will ich natürlich immer noch gerne wissen, was für ein Wert pro m² und Monat realistisch ist.
     
  12. Heizer

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    Das ist doch Quatsch. HKVs kann man praktisch an jeden Heizkörper dranbasteln. Egal ob alte Rippe, neuerer Plattenheizkörper oder ein Designerdingens. Selbst Heizwände, Nieschenkonvektoren oder Eigenbauten sind ausstattbar. Zur Not über Fernfühlergeräte.

    Und dafür muss nicht ein einziges Rohr umverlegt werden.

    Ist ohnehin billiger als Wärmemengenzähler in der Rohrleitung. Zumindest wenn es weniger als 10 Heizkörper je Wohnung sind.

    MERKE: Heizungsbauer und Sanitärfritzen haben meist keine Ahnung von Heizkostenabrechnung. Außer sie arbeiten auch für einen Abrechner.
     
  13. #12 Herr Dingens, 12.11.2011
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    Kannst du mir sagen, wie die korrekte Bezeichnung für diese Heizkostenverteiler ist?

    Und wie nennt man die Leute, die Ahnung von der Materie haben, wenn Heizungsbauer und Sanitärfuzzis die Falschen sind?

    Vielleicht geht dann ja doch noch was.
     
  14. Berny

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    Herr Dingens:

    "Kannst du mir sagen, wie die korrekte Bezeichnung für diese Heizkostenverteiler ist?"
    HKV...
    Ich empfehle funkende HKVs.
    Nach der Montage braucht der Ableser die Räumlichkeiten 10 Jahre lang nicht mehr zu betreten.

    "Und wie nennt man die Leute, die Ahnung von der Materie haben, wenn Heizungsbauer und Sanitärfuzzis die Falschen sind?"
    Das sind Heizkosten-Abrechnungs-Unternehmen. Wer hätte das gedacht... *kopfkratz*
     
  15. #14 Herr Dingens, 12.11.2011
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    Danke, dann werde ich mich mal an so ein Heizkostenabrechnungsunternehmen wenden. Bin ja gespannt, was da geht und was das kosten wird. Und wie die Heizung und Warmwasser von drei Wohnungen auseinander dividieren wollen.
     
  16. Heizer

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    Naja ich denke Funk muss nicht unbedingt sein, wenn er die eine Wohnung selbst bewohnt. Und so hat er auch gleich einen Grund einmal im Jahr in die andere Wohnung zu müssen.

    Ob das Sinn macht kann ich nicht beurteilen. Aber unmöglich oder exorbitant teuer ist es nicht.
     
  17. #16 Pfeifdireins, 12.11.2011
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    Hallo Leute, gibts da keine Befreiung von der Abrechnungspflicht im selbstbewohnten EFH ?
    Das heißt, ist pauschal nicht doch zulässig ?
     
  18. #17 Gebäudeverwalter, 12.11.2011
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    Also Heizkostenabrechnungsfirmen sind:
    Minol, Ista, Techem ...
    mutst mal nach ´nem Gebietsvertreter oder der Gebietszentrale googeln.

    Ich würde Die zumindest die Digitalen Verteiler empfehlen, die monatlich den Verbrauch speichern (bei Mieterwechsel ist dann keine kostenpflichtige Zwischenablesung notwendig).

    @ Heizer: "Und so hat er auch gleich einen Grund einmal im Jahr in die andere Wohnung zu müssen." Super Grund die vermietete Wohnung zu inspizieren ne?:wink4::wink4:

    In dem Mietvertrag kannst du die Verteilung der Warmwasserkosten (Personen oder Fläche) regeln, wenn du keine Wasseruhr hast.
     
  19. Syker

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    Hallo zusammen,

    Ja was denn nu???
    Einfamilienhaus mit drei Wohnungen oder was?
    :152:

    VG Syker
     
  20. Heizer

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    Pauschal ist im selbstbewohnten ZFH nur zulässig wenn es auch so vertraglich vereinbart wird. Wird dies unterlassen muss nach HKVO abgerechnet werden. Ganz wichtig!
     
  21. #20 Berny, 12.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2011
    Berny

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    Herr Dingens:

    "Danke, dann werde ich mich mal an so ein Heizkostenabrechnungsunternehmen wenden."
    Deren gibt es viele...
    Ich habe eine Ausschreibung für eines der Nachbarhäuser gemacht: 5 Wohnungen mit 13 HKs/funkende HKVs, allerdings nur Heizung ohne Warmwasserbereitung.

    "Bin ja gespannt, was da geht"
    Ganz locker. ;-)

    "was das kosten wird."
    Es kamen 15 Angebote zwischen 181 und 360€ jährlich für Abrechnungsdienst und Gerätemiete für 10 Jahre.
    Der Preisgünstigste, ein ortsansässiger, erhielt den Zuschlag.
    Die hier bereits benannten befinden sich woanders auf der Skala...

    "Und wie die Heizung und Warmwasser von drei Wohnungen auseinander dividieren wollen.
    Das macht deren Gombjuter von ganz alleine...
    Nach meinen Recherchen gibt es kaum Preisunterschiede zw. elektronischen, die man ablesen muss und funkenden.
     
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