Pfand für neues Haustürschloss?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Eilemuc, 31.12.2014.

  1. #1 Eilemuc, 31.12.2014
    Eilemuc

    Eilemuc Erfahrener Benutzer

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    Habe ich gefunden und bin interessiert, was unsere "Profis" dazu sagen:


    In unserem Mehrfamilienhaus ist seit einem halben Jahr das Schloss kaputt gewesen. Alle Wohnungen sind von Privat vermietet uns gehören unterschiedlichen Vermietern. Es gibt keine Hausverwaltung.

    Das Schloss wurde jetzt endlich ausgetauscht und es gibt neue Schlüssel. Der Vermieter, der den Austausch in Auftrag gegeben hat, will nun von jedem Haushalt 50 Euro für die Schlüssel haben.

    Ist das zulässig?

    Es ist nicht bekannt, wie das Schloss kaputt gegangen ist, aber es ging lange vorher schon immer hakelig auf.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Nero, 31.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2014
    Nero

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    Sage nein, weil die Verursachung nicht einer einzelnen Partei eindeutig zugeordnet werden kann.

    Meine, gleicher Fall wie bei einer Rohrverstopfung in einem Mahrfamilienhaus. Wer wars?

    Deshalb trägt m. M .n. der auftraggebene Vermieter alle Kosten und kann sie nicht an alle/einzelne Mietparteien umlegen/weitergeben.

    Eventuell vielleicht an die anderen Vermieter.

    Aber es gibt hier ja auch sehr spezialisierte/kompetente Mitglieder.
     
  4. Andres

    Andres
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    Fordern kann man alles ;), ein Anspruch besteht eher nicht.

    Gegenüber dem eigenen Mieter scheitert das praktisch schon daran, dass eine solche Sicherheit nicht vertraglich vereinbart ist. Gegenüber den anderen Mietern scheitert es am Mangel an irgendeiner Vertragsbeziehung.

    Ob Ansprüche gegen die anderen Eigentümer bestehen, kommt zunächst einmal auf die Rechtsform an, in der das Objekt und seine Eigentümer stehen. Ist es eine WEG? Wie auch immer: Ein Anspruch auf eine Sicherheitsleistung wird auch dann nicht bestehen. Vielleicht könnte er beschlossen werden - aber warum sollte man das tun?
     
  5. #4 Nero, 31.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2014
    Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Wenn es erst beschlossen werden müsste, Andres, dann dürfte sich die Sache wohl doch v. a. für den Mieter, aber auch für die anderen Vermieter zunächst erledigt haben.
     
  6. Duncan

    Duncan
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    Klingt nach einer verwalterlosen WEG. Also kopflos. Einem der Eigentümer platzte der Kragen und hat mal eben gehandelt und versucht nun die Kosten wieder zu erlangen und auch gleich zukünftigen entgegen zu wirken.
    Da sollte man erst mal Ordnung in die WEG bringen und dann beauftragt der Verwalter im Namen der WEG Arbeiten am Gemeinschaftseigentum.

    Hier: gut gemeint und Pech gehabt? Oder die WEG einigt sich und zahlt Anteilig aus. Wobei wenn das klappen könnte, gäbe es sicher auch eine ordentliche Verwaltung.
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Der Initiativergreifer hätte ja auch VORHER die anderen Miteigentümer befragen können...
     
  8. #7 BHShuber, 02.01.2015
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    so wie sich das liest, ist es eine Wohnungseigentümergemeinschaft ohne ordentliche Verwaltung, wo gibt's denn so was?

    Wie wurde das bisher mit Instandsetzungen und Instandhaltungen gehandhabt?

    Gibt es gemeinschaftliche Rücklagen?

    In diesem Fall ist das Schloss Gemeinschaftseigentum und sollte auch von der Gemeinschaft kostenmäßig getragen werden, wenn keine Rücklagen gebildet wurden, was ohnehin bereits einen Verstoß darstellt, muss halt eben jeder Eigentümer mitblechen!

    § 21 Abs. 2 WEG ---------> (2) Jeder Wohnungseigentümer ist berechtigt, ohne Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung eines dem gemeinschaftlichen Eigentum unmittelbar drohenden Schadens notwendig sind.

    § 21 WEG Verwaltung durch die Wohnungseigentümer - dejure.org

    Der drohende Schaden ist hier so zu sehen, als dass fremde ins Gebäude ungehindert eintreten können, als auch dass die Mieter das Gebäude unter Umständen nicht mehr betreten können, das sich die Haupteingangstüre nicht mehr öffnen lässt.

    Siehe auch: § 16 Abs. 2 WEG Nutzen Kosten Lasten
    (2) Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (Absatz 1 Satz 2) zu tragen.

    § 16 WEG Nutzungen, Lasten und Kosten - dejure.org

    Ein Blick in die Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung sollte hier vieles bereits erklären.

    Wann das Schloss kaputt ging und wie das Schloss kaputt ging ist im Rahmen der Instandhaltung sekundär, wenn man herausfindet, dass man einen Schuldigen die Kosten auferlegen kann, dann zahlt eben dieser.

    Gruß

    BHShuber
     
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