Private Zimmervermietung im Reihenhaus, Nachbar hat sich bei der stadt beschwert.

Diskutiere Private Zimmervermietung im Reihenhaus, Nachbar hat sich bei der stadt beschwert. im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Seit einem Jahr vermieten wir ein Reihenhaus als Privater Zimmervermietung (7 Einzelzimmer). Habe verschieden lange Mietverträge von 5Tage...

  1. #1 Petrawehmann, 02.09.2015
    Petrawehmann

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    Seit einem Jahr vermieten wir ein Reihenhaus als Privater Zimmervermietung (7 Einzelzimmer). Habe verschieden lange Mietverträge von 5Tage ,überwiegend bleiben Studenten und Monteure zwischen 4Wochen und 6 Monate, habe sogar 2 Dauermieter. Das Reihenhaus liegt in Wolfsburg im Stadtgebiet. Habe jetzt einen Brief von der Stadt Wolfsburg bekommen,die schreiben in diesem betroffenen Gebiet ist das nur ausnahmsweise zulässig. Habt ihr Ideen wie ich weiter vermieten kann, wenn ich keine Ausnahmegenehmigung bekomme, oder reicht es wenn ich meine Zimmer erst ab 6 Monate vermiete.Ab welchem Zeitraum zählt es nicht mehr als Zimmervermietung, sondern normaler Mietvertrag,so das die Stadt Wolfsburg die Füße still hält?
     
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  3. #2 Aktionär, 02.09.2015
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    Hallo Petrawehmann,

    zunächst würde ich mich bei der Stadt erkundigen, unter welchen Ausnahmen diese Art der Vermietung zulässig ist und ob die Ausnahmegenehmigung für Deinen Fall zu bekommen ist. Kriegst Du keine kannst Du Dir Gedanken machen, wie zukünftigt vermietet werden kann.
     
  4. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Alternativ vermietest du einfach stundenweise.:92: Aber richtig, erst mal bei der Stadt schlau machen was da in deinem Fall regelt ist.
     
  5. Andres

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    Das hängt nicht alleine an der Dauer der Überlassung. Sicherlich wäre es bei einem Zeitraum von 6 Monaten und mehr insgesamt schwer, noch eine gewerbliche Zimmervermietung zu bejahen (3 Monate sind die übliche Grenze in Beherbergungsverträgen, z.B. in einem Hotel, wo Wohnraumvermietung bewusst vermieden werden soll), aber andere Kriterien spielen auch eine Rolle:
    • Wie ist die Dauer des Vertrags geregelt? Wer darf den Vertrag beenden? Wie läuft das ab und wann ist es zulässig?
    • Besteht überhaupt die Absicht, dauerhaft zu vermieten? Wäre es z.B. denkbar, dass ein Mieter dort mehrere Jahre wohnt?
    • Nach welchen Zeiträumen ist die Miete bemessen? Wohnraum wird fast immer nach Monaten berechnet, Ferienwohnungen nach Wochen oder Tagen, Stundenzimmer nach ... 60 Minuten. ;)
    • Sind Umbauten vorgenommen worden, die eine dauerhafte Wohnnutzung zumindest erschweren? Dazu gehört z.B. der fehlende Zugriff auf eine zumindest rudimentäre Küchenzeile.
    • Wie werden die Räumlichkeiten von den Mietern genutzt? Wenn der Mieter dort nicht wohnt sondern überwiegend z.B. einer selbständigen Tätigkeit :91:nachgeht, ist auch das eine Zweckentfremdung.
    • Werden irgendwelche Leistungen erbracht, die eher den Charakter eines Hotels oder einer Pension haben? Dazu gehören u.a. Frühstück, Minibar oder andere Verpflegung, Reinigung innerhalb der Mietsache (auch als "Endreinigung"), Wäscheservice oder auch WLAN.
    Die Aufzählung ist sicher nicht abschließend. Es kommt nicht so sehr auf einzelne Punkte an. Viel wichter ist der Gesamteindruck, das sog. "Gepräge".

    Die Auseinandersetzung mit der Stadt wegen baurechtlicher Fragen ist übrigens der harmlose Teil der Sache, denn schlimmstenfalls kassiert ihr ein Bußgeld und müsst zukünftig eben anders vermieten. Der wirkliche Hammer käme auf euch zu, wenn das Finanzamt diese Zweifel hat. Dann ist mal eben die Umsatzsteuer für Jahre nachzuzahlen.
     
  6. #5 Petrawehmann, 02.09.2015
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    Beim Finanzamt ist alles geklärt,haben einen Steuerberater ,habe heute ein Gespräch mit einem Ortsratsmitglied gehabt,hat Entwarnung gegeben,wir bieten keine Nahrungsmittel an,haben eine Gemeinschaftsküche,haben keine Werbung an der Haustür und sind Eigentümer,haben auf Anraten unseres Steuerberaters kein Gewerbe angemeldet,da es eine private Zimmervermietung ist. Ortsratsmitglied sagt die können uns garnichts.
     
  7. Pitty

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    Quartiere Deine Mieter doch nach 3 Monaten in ein anderes Zimmer ein mit neuem Vertrag und schon bist Du nicht über 3 Monate.

    Ich würde erst einmal zur Stadt gehen und dort nachfragen
     
  8. #7 Newbie15, 03.09.2015
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    Aber so wie es im Eingangspost klingt, zweifelt die Stadt genau das an: nämlich, dass es weniger eine private Zimmervermietung als gewerbliche Zimmervermietung, die sie auch ggf. im Wohngebiet untersagen wollen. Alles, was du aufzählst, trifft in auch auf Ferienwohnungen und -zimmer zu. Da werden weder Nahrungsmittelangeboten noch muss Werbung an der Tür zu finden sein. Gemeinschaftsküchen habe ich auch schon des öfteren gesehen, natürlich v.a. wenn einzelne Zimmer vermietet werden.

    Die Fragen, die Andres gestellt hat, könnten da schon entscheidend sein und auf die Aussage eines einzelnen Ortsratsmitglieds würde ich mich da nicht verlassen.

    Ich würde Kontakt mit der Stadt aufnehmen und nachfragen, was genau gemeldet wurde, erklären wie deine Mietverhältnisse aussehen und wie das in Zukunft laufen soll/muss/kann. Dann bist du auf der sicheren Seite. Vielleicht bestätigt die Stadt dir dann, dass das alles ok ist.
     
  9. #8 Aktionär, 03.09.2015
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    Das wäre auch ein hübscher Beitrag für die Stilblüten ... ;-)
     
    Syker und dots gefällt das.
  10. sara

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    Das kannst du nur mit der dafür zuständigen Behörde der Stadt selbst klären.
    Handelt es sich lt. Bebauungsplan um ein reines Wohngebiet, könnte das untersagt werden.
    Meist ist es aber doch ein Mischgebiet, wo auch Geschäfte usw. vorhanden sind.

    Hier ein Link bei dem es sich um Ferienwohnungen handelt, könnte aber auch in die Richtung gehen, bei Zimmervermietung. ???

    http://www.juraexamen.info/vg-berlin-ferienwohnungen-im-allgemeinen-wohngebiet-unzulaessig/
     
  11. Duncan

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    zwischen dem reinen Wohngebiet und dem Mischgebiet gibt es aber schon noch ein paar Zwischenstufen. Das allgemeine und besondere Wohngebiet sollte man da nicht unterschlagen. Dass zeigt auch, dass in einem reinen Wohngebiet schon gute Gründe für eine Ausnahme vorliegen sollten. Die hier laut TE vorliegende Nutzung ist auch eher als störender, als sie gemeinhin von Ferienwohnungen ausgeht, anzunehmen.
     
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