Privater Vermieter - Hausmeister wie anmelden? Mini-Job möglich?

Diskutiere Privater Vermieter - Hausmeister wie anmelden? Mini-Job möglich? im Hausmeister Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich bin gerade dabei ein Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien und 350qm Wohnfläche zu kaufen. Ich bin privater Investor, also nicht...

altehuette

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Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei ein Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien und 350qm Wohnfläche zu kaufen.
Ich bin privater Investor, also nicht gewerblich. Habe bisher noch ein paar andere Wohnungen, kein ganzes Haus.
Daher suche ich nach der besten Möglichkeit diesen Hausmeister anzumelden.
Es soll jemand sein, der auch im Haus etwas reparieren oder sogar renovieren( z.b. neue Fliesen/Bodenbelag) kann (das kann ich dann nicht umlegen aber bei der Steuer geltend machen).
Wenn ich den Hausmeister z.B. mit 100€ pro Monat einstelle, zahle ich 132,45€ inkl. Abgaben.
Die 132,45€ Betrag kann ich dann ja 100% gegen meine Mieteinnahme rechnen.
Denke ich da richtig oder mache ich einen Fehler?
Geht das in diesem Fall überhaupt? Probleme mit dem Finanzamt bekomme ich da ja nicht oder (Thema Gewerblichkeit)?
MfG
 

ehrenwertes Haus

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https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html
Lies dich da mal durch, das klärt schon einige Fragen zum Thema Minijob.

Geht das in diesem Fall überhaupt?
Hausmeister kann man als Minijob anmelden. Einfacher ist es einen Hausmeister mit Gewerbeschein zu beauftragen.

Probleme mit dem Finanzamt bekomme ich da ja nicht oder (Thema Gewerblichkeit)?
Wenn du alles formal korrekt machst nicht.
Rechne das am besten mit deinem Steuerberater durch, ob sich deine Minijobidee wirklich lohnt.

Es soll jemand sein, der auch im Haus etwas reparieren oder sogar renovieren( z.b. neue Fliesen/Bodenbelag) kann (das kann ich dann nicht umlegen aber bei der Steuer geltend machen).
Da können Probleme auf dich zukommen.
Hausmeister dürfen zwar kleine Reparaturen machen, aber Renovierungsarbeiten gehören nicht pauschal zu diesem Aufgabengebiet.
Überlege dir wie das mit der Haftung für Hausmeisterpfusch aussieht, wenn die Fliesen mehr nach Buckelpiste als weitgehend ebener Fläche aussehen.
Mit solchen Arbeiten ist der Minijobbereich sehr schnell überschritten. Das kann dann richtig viel Ärger bedeutet, wenn sich der Verdacht auf Schwarzarbeit nicht entkräften lässt.
 

altehuette

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Ok danke. Das hört sich ja erstmal gut an.
Der Hausmeister hätte ja keine Abzüge wenn ich das richtig verstehe (außer die 2% die entweder er oder ich bezahlt).
Ich hab noch gelesen, dass er sich bei der Berufsgenossenschaft anmelden muss. Kennt sich da jemand aus?
Der Potenzielle Hausmeister kennt sich damit nicht aus, dabei müsste ich ihn unterstützen.

Dass der Hausmeister auch mal was in anderen Objekten repariert ist ja kein Problem, oder (mal abgesehen von der Umlegbarkeit an die Mieter).
Hatte auch schon dran gedacht, dass er sich selbstständig macht. Könnte aber alles komplizierter machen (da ich ihn kenne und ihm auch seine Steuererklärung mache, wäre es für mich halt viel Aufwand).
Aber wahrscheinlich düfte er offiziell über den Hausmeister-Minijob die meisten der unten aufgeführten Arbeiten nicht ausführen und er müsste doch eine Gewerbeanmeldung machen, korrekt?

Schönheitsreparaturen
Austausch Spülkasten
Rauputz innen
Laminatboden legen
neue Türen kaufen und einbauen
Einbau Spülmaschine

Es ist ja nicht möglich jemand als Mini-Jobber (als Handwerker oder so) einzustellen, der das dann offiziell alles machen darf oder?
 

Immofan

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Wieso sollte ein Mini-Jobber kein Laminat verlegen dürfen?
 

Andres

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Aber wahrscheinlich düfte er offiziell über den Hausmeister-Minijob die meisten der unten aufgeführten Arbeiten nicht ausführen und er müsste doch eine Gewerbeanmeldung machen, korrekt?

Zentrales Merkmal eines Gewerbes ist die "nach außen gerichtete Tätigkeit". Wenn dein eigener Angestellter für dich eine Leistung erbringt, ist das nicht nach außen gerichtet. Die ganze Frage in Richtung Gewerbe ist völlig irrelevant. Die Minijob-Zentrale bekleckert sich da nicht gerade mit Ruhm. Für die ist alles, was nicht privat ist, direkt "Gewerbe". Keine Ahnung, warum die da so wirres Zeug faseln ...

Relevant ist dagegen die Frage nach der Unfallversicherung. Auch die DGUV kennt außer Privaten nur noch das Gewerbe, trotzdem sind die Informationen vielleicht nützlich. Dort kommt es auf die Tätigkeiten an, welche Beiträge fällig werden. Wenn man dem Hausmeister ein zu weites Tätigkeitsfeld zuweist, könnte das zu einer ungünstigen Einstufung führen.

Außerdem sollte man sich unbedingt mit dem Thema Mindestlohn befassen. Auch dazu spuckt die Suchmaschine des geringsten Misstrauens jede Menge Information aus. Hier gilt etwas sehr ähnliches wie bei der Unfallversicherung: Zu weite Tätigkeitsfelder könnten zu höherem Mindestlohn führen. Für Vermieter gilt das z.B. für's Putzen der Fenster: Der Mindestlohn ist dabei deutlich höher als für die sonstige Innenreinigung.


Einfacher ist es einen Hausmeister mit Gewerbeschein zu beauftragen.

In diesem Fall eher nicht. Ich habe den Eindruck, dass @altehuette der einzige Arbeitgeber wäre und dann schafft eine solche Konstruktion mehr Probleme als sie löst.


Hatte auch schon dran gedacht, dass er sich selbstständig macht. Könnte aber alles komplizierter machen (da ich ihn kenne und ihm auch seine Steuererklärung mache, wäre es für mich halt viel Aufwand).

Sofern der Hausmeister wirklich nur ein Bekannter und kein naher Verwandter ist, würde ich das unbedingt bleiben lassen. Einmal davon abgesehen, dass sich dadurch der Eindruck der Scheinselbständigkeit nur noch verstärkt, ist allgemein gegenüber Angestellten ein korrektes Verhalten aus vielfältigen Gründen ratsam, u.a. um sich nicht erpressbar zu machen. Arbeitsrecht ist ein bisschen wie Mietrecht: Der Gesetzgeber geht von einem grundsätzlichen Kräfteungleichgewicht aus, das er zu korrigieren sucht. Im Ergebnis ist für den eigentlich "Stärkeren" die Welt plötzlich ziemlich gefährlich.
 

altehuette

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jetzt bin ich etwas verwirrt. Darf der Hausmeister dann solche Arbeiten durchführen? Er würde dann nur für mich arbeiten (mehrere Häuser)
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Zentrales Merkmal eines Gewerbes ist die "nach außen gerichtete Tätigkeit". Wenn dein eigener Angestellter für dich eine Leistung erbringt, ist das nicht nach außen gerichtet. Die ganze Frage in Richtung Gewerbe ist völlig irrelevant. Die Minijob-Zentrale bekleckert sich da nicht gerade mit Ruhm. Für die ist alles, was nicht privat ist, direkt "Gewerbe". Keine Ahnung, warum die da so wirres Zeug faseln ...

Relevant ist dagegen die Frage nach der Unfallversicherung. Auch die DGUV kennt außer Privaten nur noch das Gewerbe, trotzdem sind die Informationen vielleicht nützlich. Dort kommt es auf die Tätigkeiten an, welche Beiträge fällig werden. Wenn man dem Hausmeister ein zu weites Tätigkeitsfeld zuweist, könnte das zu einer ungünstigen Einstufung führen.

Außerdem sollte man sich unbedingt mit dem Thema Mindestlohn befassen. Auch dazu spuckt die Suchmaschine des geringsten Misstrauens jede Menge Information aus. Hier gilt etwas sehr ähnliches wie bei der Unfallversicherung: Zu weite Tätigkeitsfelder könnten zu höherem Mindestlohn führen. Für Vermieter gilt das z.B. für's Putzen der Fenster: Der Mindestlohn ist dabei deutlich höher als für die sonstige Innenreinigung.




In diesem Fall eher nicht. Ich habe den Eindruck, dass @altehuette der einzige Arbeitgeber wäre und dann schafft eine solche Konstruktion mehr Probleme als sie löst.




Sofern der Hausmeister wirklich nur ein Bekannter und kein naher Verwandter ist, würde ich das unbedingt bleiben lassen. Einmal davon abgesehen, dass sich dadurch der Eindruck der Scheinselbständigkeit nur noch verstärkt, ist allgemein gegenüber Angestellten ein korrektes Verhalten aus vielfältigen Gründen ratsam, u.a. um sich nicht erpressbar zu machen. Arbeitsrecht ist ein bisschen wie Mietrecht: Der Gesetzgeber geht von einem grundsätzlichen Kräfteungleichgewicht aus, das er zu korrigieren sucht. Im Ergebnis ist für den eigentlich "Stärkeren" die Welt plötzlich ziemlich gefährlich.

Zentrales Merkmal eines Gewerbes ist die "nach außen gerichtete Tätigkeit". Wenn dein eigener Angestellter für dich eine Leistung erbringt, ist das nicht nach außen gerichtet. Die ganze Frage in Richtung Gewerbe ist völlig irrelevant. Die Minijob-Zentrale bekleckert sich da nicht gerade mit Ruhm. Für die ist alles, was nicht privat ist, direkt "Gewerbe". Keine Ahnung, warum die da so wirres Zeug faseln ...

Relevant ist dagegen die Frage nach der Unfallversicherung. Auch die DGUV kennt außer Privaten nur noch das Gewerbe, trotzdem sind die Informationen vielleicht nützlich. Dort kommt es auf die Tätigkeiten an, welche Beiträge fällig werden. Wenn man dem Hausmeister ein zu weites Tätigkeitsfeld zuweist, könnte das zu einer ungünstigen Einstufung führen.

Außerdem sollte man sich unbedingt mit dem Thema Mindestlohn befassen. Auch dazu spuckt die Suchmaschine des geringsten Misstrauens jede Menge Information aus. Hier gilt etwas sehr ähnliches wie bei der Unfallversicherung: Zu weite Tätigkeitsfelder könnten zu höherem Mindestlohn führen. Für Vermieter gilt das z.B. für's Putzen der Fenster: Der Mindestlohn ist dabei deutlich höher als für die sonstige Innenreinigung.




In diesem Fall eher nicht. Ich habe den Eindruck, dass @altehuette der einzige Arbeitgeber wäre und dann schafft eine solche Konstruktion mehr Probleme als sie löst.




Sofern der Hausmeister wirklich nur ein Bekannter und kein naher Verwandter ist, würde ich das unbedingt bleiben lassen. Einmal davon abgesehen, dass sich dadurch der Eindruck der Scheinselbständigkeit nur noch verstärkt, ist allgemein gegenüber Angestellten ein korrektes Verhalten aus vielfältigen Gründen ratsam, u.a. um sich nicht erpressbar zu machen. Arbeitsrecht ist ein bisschen wie Mietrecht: Der Gesetzgeber geht von einem grundsätzlichen Kräfteungleichgewicht aus, das er zu korrigieren sucht. Im Ergebnis ist für den eigentlich "Stärkeren" die Welt plötzlich ziemlich gefährlich.
 

Andres

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Darf der Hausmeister dann solche Arbeiten durchführen?

Als dein Angestellter: Völlig unzweifelhaft ja! Wenn er solche Leistungen selbständig anbietet, wird es etwas komplizierter. Das ist aber eigentlich nicht dein Problem.
 

RP63VWÜ

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Ich beginne mal zu rechnen:
Wenn ich den Hausmeister z.B. mit 100€ pro Monat einstelle
Stellenprofil:
Er würde dann nur für mich arbeiten (mehrere Häuser)
Schönheitsreparaturen
Austausch Spülkasten
Rauputz innen
Laminatboden legen
neue Türen kaufen und einbauen
Einbau Spülmaschine
Wenn nicht ein winziger Sanierungsstau entstehen soll, betrachte ich das als glatte Schwarzarbeit.
Natürlich entsprechen die die 100,-/Monat rein zufällig dem "folgenlosen" Hinzuverdienst eines ALG2-Empfängers.
Wen darf ich beim Jobcenter petzen? :unsicher019:
 

Dschei2

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Also gerade wenn ich den Hausmeister anmelde, ist es definitiv keine Schwarzarbeit.
Zu beachten ist dabei, dass der Mini-Jobber ganz genau seinen Stundenzettel schreiben muss:
Datum, Uhrzeit von-bis, welches Haus, welche Tätigkeit.
Und das durchgehend für den ganzen Monat.
Zu bezahlen sind natürlich alle Stunden mit mindestens Mindestlohn.
Und Unfallversicherung bei der VBG, Eingruppierung eben als Hausmeister.

Was noch etwas schwierig ist: Unterscheidung, was kann auf welches Anwesen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden und was bleibt als Verwaltungskosten.
Aber auch das eben anhand der Stundenzettel.

Mache ich schon jahrelang so.
 

RP63VWÜ

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@Dschei2
Mit Schwarzarbeit meine ich natürlich nur die entlohnte Arbeitsleistung, die jenseits der 100,- gezahlt wird.
Mir kann niemand erzählen, dass ein Budget von 100,-/Monat dem Stellenprofil gerecht wird.
Schließlich ist das Limit bereits nach einem arbeitsreichen Tag erreicht.
 

Andres

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Mir kann niemand erzählen, dass ein Budget von 100,-/Monat dem Stellenprofil gerecht wird.

Wird irgendwo behauptet, dass er die genannten Gewerke exklusiv übernimmt? Und selbst wenn: Ist das für die Fragestellung relevant?
 

RP63VWÜ

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Wird irgendwo behauptet, dass er die genannten Gewerke exklusiv übernimmt?
Ja!
Zumindest behaupte ich das …
Ist keine Glaskugel-Leserei, sondern meine Erfahrung mit solch "seltsamen" Konstrukten.
Auch die (natürlich nur zufällig) genannte Summe von 100,- lässt mich aufhorchen.

Wenn Du dennoch der Meinung bist, dass dies (zwingend) off topic ist, kannst Du es ja gerne in den Orcus spülen.
 

TripleB

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Hallo altehuette,

ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema einen Minijober als privater Vermieter für ein Mehrfamilienhaus einzustellen.
Darf ich fragen, ob und wie Du das jetzt konkret umgesetzt hast?
Auf der Seite der Minijobzentral gibt es ja nur zwei Abzweigungen: Privater Haushalt (das kann es ja wohl nicht sein) und Gewerbe. Ich bin aber als privater Vermieter nicht gewerblich... so ganz klar ist mir nicht, wie ich die Anmeldung jetzt vollziehen muss...

Kann jemand weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus und beste Grüße
 

Andres

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Auf der Seite der Minijobzentral gibt es ja nur zwei Abzweigungen: Privater Haushalt (das kann es ja wohl nicht sein) und Gewerbe. Ich bin aber als privater Vermieter nicht gewerblich... so ganz klar ist mir nicht, wie ich die Anmeldung jetzt vollziehen muss...

Wie oben schon erwähnt: Diese Kategorien sind Unsinn. Keine Ahnung, warum die Minijobzentrale diese Begriffe verwendet. Inhaltlich geht es um die Frage, ob das Haushaltsscheck-Verfahren zur Anwendung kommen kann. Dazu gibt es eine Übersicht der Minijobzentrale, die deine Frage gleich im ersten Eintrag der Tabelle direkt beantwortet.
 
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