Pro Kopf Abrechnung bei verbundenen Wohnungen

Diskutiere Pro Kopf Abrechnung bei verbundenen Wohnungen im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, wir bewohnen zu zweit in einer größeren WEG zwei Wohnungen, die durch Entfernen der Trennwand verbunden wurden. Die...

  1. #1 weg_bewohner, 08.11.2015
    weg_bewohner

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    Hallo zusammen,

    wir bewohnen zu zweit in einer größeren WEG zwei Wohnungen, die durch Entfernen der Trennwand verbunden wurden. Die Teilungserklärung wurde nicht geändert, dort sind weiterhin zwei Wohneinheiten aufgeführt. Nun wird z.B. die Müllentsorgung nach Anzahl der Personen in der Wohnung abgerechnet. Der Verwalter möchte nun, dass wir je Wohnung für 2 Personen bezahlen, also insgesamt für 4!
    Das erscheint mir unlogisch, da wir wenn jeder in einer Wohnung wohnt, nur die Hälfte bezahlen würden. Und wie ist das, wenn wir die Wohnung so an eine 4-köpfige Familie vermieten würden? Müssten die dann diese Kosten für 8 Personen bezahlen?
    Könnte mir jemand sagen, wo diese Sachen geregelt sind? Könnten wir dem Verwalter einfach mitteilen, dass die eine Wohnung von dem einen und die andere von der zweiten Person bewohnt wird?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
     
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  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    also, wenn der Verteilungsschlüssel für die Müllgebühren nach Personenzahl umgelegt wird, kann der Verwalter nicht einfach 2 Per. pro Wohnung in Rechnung stellen, wenn tatsächlich nur 2 Pers. in den beiden Wohnungen leben.

    Gibt es dazu einen Beschluss der Eigentümerversammlung, dass die Verteilung pro Wohnung = 2 Pers. bei den Müllgebühren anzuwenden ist?
    Das widerspricht sich mit der Personenzahlabrechnung.

    Mit Eigentumswohnungen bin ich aber auch nicht so vertraut, da ich keine habe. Bestimmt kommen da noch Antworten...
     
  4. Andres

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    Nirgends. Bestenfalls gibt es zu dieser Frage Rechtsprechung.

    Ich sehe das so: Die Abrechnung von verbundenen Wohneinheiten erfolgt grundsätzlich auf Basis der grundbuchlich eingetragenen Wohneinheiten. Es gibt also zwei Abrechnungen für die beiden Hälften. Ob die Einheiten im Moment vielleicht gemeinsam genutzt werden, darf der Gemeinschaft egal sein.

    Jetzt stelle ich mir hilfsweise eine etwas andere Situation vor: Ein Pärchen wohnt in benachbarten Häusern. Beide Partner haben in je einem der beiden Häuser eine eigene Wohnung, aber man besucht sich häufig. In beiden Häusern wird irgendetwas nach Personen abgerechnet. Weil in beiden Wohnungen die Grenzen für einen Besuch des jeweiligen Partners locker überschritten werden, zahlen beide Partner für ihre Wohnung jeweils den Anteil für 2 Personen. Insgesamt zahlen beide also für 4 Personen, obwohl sie nachweislich nur 2 sind. Soweit keine Überraschung.

    Wo ist der Unterschied zu einer sehr ähnlichen Situation, bei der beide zwar im selben Haus aber auf verschiedenen Stockwerken wohnen? Selbes Haus, selbes Stockwerk? Direkt benachbarte Wohnung? Und schon sind wir bei der Situation, die die WEG zu Abrechnungszwecken annehmen darf.


    Ist das denn so?


    Aus meiner Sicht macht der Verwalter nichts falsch. Schuld ist - wie so oft - der dämliche Verteilerschlüssel.
     
  5. #4 Fremdling, 09.11.2015
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    Da das WEG nach MEA verteilt, dürftet Ihr ja irgendwo per Beschluss (?) festgelegt haben, wie zu verteilen ist. Diese Regelung lautet wie genau? Bei unterschiedlicher Auffassung zwischen Euch beiden und der Restgemeinschaft, die zu keinem Einvernehmen führt, müsstet Ihr womöglich den Richter bemühen.
     
  6. #5 Martens, 09.11.2015
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    Bei Kostenverteilungsschlüsseln, die nicht den tatsächlichen Verbrauch abbilden, kommt leicht das Gefühl von Ungerechtigkeit auf, nur zwingt einen ja niemanden, mit zwei Personen gemeinsam zwei Wohnungen zu bewohnen oder (anderes Beispiel) als Alleinstehender auf 100m² zu wohnen, während die dreiköpfige Familie nebenan nur 80m² nutzt.

    Der Schlüssel ist ersteinmal richtig angewendet, Dein Eingangssatz schildert ja die Situation aus Deiner Sicht.
    Ob der Schlüssel seine Grundlage in Teilungserklärung oder Beschlüssen dieser WEG hat, wissen wir nicht.
    Wenn eine Änderung herbeigeführt werden soll, bitte Anträge zur nächsten Eigentümerversammlung stellen und das Votum der Mehrheit abwarten.

    Christian Martens
     
  7. #6 weg_bewohner, 13.11.2015
    weg_bewohner

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    Okay, vielen Dank schon mal für eure Einschätzung. Abrechnungsschlüssel scheinen ja ein sehr konfliktträchtiges Thema zu sein. ;-)
    Wie sieht es denn nun bei einer Vermietung aus? Würde dann bei 4 Personen (gibt die Größe der zusammengelegten Wohnung problemlos her) die Kosten für 8 Personen abgerechnet?
     
  8. Andres

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    Nicht wirklich, nur dieser eine. Wenn der Gesetzgeber mal etwas wirklich sinnvolles tun wollte, könnte er den gerne verbieten. Argumentiert wird oft mit einem subjektiven Gerechtigkeitsgefühl, aber wer schon einmal gesehen hat, in welchen Spannen sich Verbrauchsgewohnheiten bewegen, sieht das etwas anders ...

    Am Ende bleiben die ewigen Streitereien um eine Abrechnungsgrundlage, die sich wegen Bewertungsfragen nicht einmal mit flächendeckender Überwachung der Bewohner klar erfassen ließe.


    Der Eigentümer stellt dem Mieter die Kosten in Rechnung, die bei ihm tatsächlich anfallen. Welche das sind, ergibt sich aus der Abrechnung der WEG. Wie die WEG zu diesen Ergebnissen intern gekommen ist, ist für den Mieter in ziemlich weiten Grenzen egal.
     
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