Problem bei Wohngemeinschaft mit nur einem Wasserzähler

Dieses Thema im Forum "Kaltwasserversorgung" wurde erstellt von telau, 17.06.2008.

  1. telau

    telau Neuer Benutzer

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    Hi Ihr,

    Ich habe ein Problem, zu welchem ich gerne Euren Rat, Eure Tipps oder auch gerne Eure Kritik hören würde. Wir (2 Personen) wohnen seit 2 Jahren in einer 13 Parteien Wohngemeinschaft, mit leider nur einem zentralen Wasserzähler. Neu im Mietbereich, wie wir nunmal waren, gingen wir per se davon aus, dass jeder seinen eigenen Wasserzähler hat. Das dies recht uninformiert und naiv war, mussten wir nach einem Jahr feststellen: Große Nachzahlung, exhorbitant hoher Wasserverbrauch in der gesamten Wohngemeinschaft, natürlich entsprechend auf uns umgelegt. Uns wurde ein Verbrauch von ca. 140 m³ zu Teil, welcher bei unseren Verbrauchsverhältnissen nicht gerechtfertigt war. Kurze Duschzeiten, 3x die Woche, wenig bis gar nicht Kochen, wenig zu Hause, sind mehr so Richtung Wassersparfüchse.

    Ich habe mich mit der Hausverwaltung in Verbindung gesetzt und mich ein wenig darüber informiert und mich beschwert wie sowas kommen kann. Er meinte gleich es täte ihm leid, er könne sich den hohen Verbrauch im Hause auch nicht erklären, würde mir glauben das wir nicht mal ansatzweise das verbrauchen, welches uns angelastet wird, und gab zum Ende auch eigene Wasserzähler in Aussicht, die wahrscheinlich im Jahr installiert werden. Na ja, halbwegs beschlichtigt ließen wir das Thema ruhen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern kam die Abrechnung für dieses Jahr, mit noch saftigerer Nachzahlung. Dieses Jahr wird uns ein Verbrauch von 220 m³ Wasser zugerechnet. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht. Meine Freundin duscht nur noch in Ihrem Fitnessclub und auch in anderen Bereichen haben wir mehr Wassereinsparungen gepflegt in diesem Jahr. Das ist ein Verbrauch wie von einem 5 Personen-Haushalt! Zudem wurde natürlich nichts unternommen, weder wurde dem enorm hohen Verbrauch auf dem Grund gegangen, noch irgendwas im Hause überprüft oder gar Wasserzähler eingebaut. Ich bin gerade recht ungehalten darüber,- mir ist aber dennoch, oder zumindest glaube ich das, durchaus bewußt, dass wir an der Situation jetzt nichts ändern können.


    Und nun zu meiner Frage. Was für Möglichkeiten habe ich überhaupt jetzt? Besteht überhaupt eine Möglichkeit da Aufklärung, eine Zahlungsermäßigung oder sonstiges zu fordern? Oder ist man in so einer Situation als Mieter wirklich endgültig der Dumme? Denn sofern man da keine Möglichkeiten hat, bzw. man sich auch nicht einigt (wovon ich ausgehe) bliebe uns nichts anderes übrig als Umzuziehen. Ich habe unseren Verbrauch mit realistischen Werten überschlagen, und komme natürlich nicht mal ansatzweise in die Nähe der geforderten Summe. Die Motivation jetzt jedes Jahr 600 Euro(!!!) Mehrkosten in Kauf zu nehmen, welche andere Mieter verursachen, tendiert mehr als nur gegen Null. Was meint Ihr?


    Mit Gruß
     
  2. AdMan

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  3. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    vielleicht habe ich ein verständnisproblem, aber für mich ist eine wohngemeinschaft ein verbund von beliebigen bewohnern, die sich zusammen *ein* haus oder *eine* wohnung mieten, ihre separaten zimmer haben, aber bäder, küche und flure teilen, ohne abgeschlossene eigene "wohnung in der wohnung", sondern nur mit einem oder mehreren abgeschlossenen zimmern. hat jeder von den bewohnern eine eigene naß- und küchenzelle, sprich auch tatsächlich einen eigenen eindeutig zuordbaren wasseranschluß?
     
  4. telau

    telau Neuer Benutzer

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    Es geht hierbei um ein Haus, in welchem 13 Parteien wohnen. Das heißt es gibt 13 einzelne vollständige Wohnungen jeweils mit Küche, Bad etc. Problem ist hierbei aber, dass es nur einen Wasserzähler für alle im Keller gibt, über welchen dann alle Haushalte gespeist werden. Inwiefern der Wasseranschluß eindeutig zuordbar ist, weiß ich nicht genau, denke allerdings das dies nicht möglich ist. (ZB musste wegen der Installation eines Spülmaschinenanschlusses der Haupthahn zugedreht werden.)
     
  5. #4 Eddy Edwards, 17.06.2008
    Eddy Edwards

    Eddy Edwards Erfahrener Benutzer

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    Immer wieder lese ich hier und kann es ehrlich gesagt gar nicht glauben, dass es so etwas heutzutage wirklich noch gibt. Nur den Hauptwasserzähler und keine für die Abrechnung der Einzelnen Wohnungen.

    Es ist doch ganz klar was passiert, wahrscheinlich werden die Gesamtkosten im Verhältnis der Wohnfläche aufgeteilt, somit wäre beispielsweise bei normalen Verbrauchsaktivitäten ein 2-Personenhaushalt in einer etwas größeren Wohnung (Bsp. 90 m²) erheblich benachteiligt gegenüber einem 4-Personenhaushalt welcher auf 75 m² wohnt. Kommt jetzt noch das wissen dazu, dass nicht verbrauchsabhängig abgerechnet wird, kann man so richtig verschwenderisch mit dem Wasser umgehen. Man beteiligt sich ja nur mit einem Bruchteil an den Kosten, da kann der Andere Wasser sparen, was er will. Selbst wenn ein tatsächlicher Verbrauch von 0 m³ stehen würde, man zahlt.

    Gegen die Kosten wird man wenig ausrichten können. Gegenüber dem Wasserlieferanten zählt sowieso nur der Hauptwasserzähler. Somit ist die entsprechende Menge geliefert wurden und die Kosten angefallen. Wenn trotz Ankündigung keine Wasserzähler eingebaut werden, bleibt wohl nur der Auszug. Der Eigentümer hat wahrscheinlich auch gar kein Interesse daran. Die gesamten Wasserkosten können ja durchgereicht werden... Ein Teufelskreis.
     
  6. kummer

    kummer Erfahrener Benutzer

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    Ob nun nach Personen oder qm abgerechnet wird ist da ziemlich nebensächlich. Der Verbrauch wird ja so oder so umgelegt. 220m³ sind an der Realität vorbei bei zwei Personen, es sei denn ihr betreibt einen Waschsalon. Es gilt aber der Mietvertrag - wenn ihr den so unterschrieben habt, gibt es keine Ecke zum ansetzen. Du kannst den Vermieter nicht zwingen Zähler einzubauen. Selbst nicht auf eigene Kosten, das lässt die Teilungserklärung nicht zu. Es bleibt wirklich nur ausziehen. So sehr es auch weh tut.
     
  7. #6 lostcontrol, 18.06.2008
    lostcontrol

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    also es ist mir echt ein rätsel, dass da nicht politisch durchgegriffen wird.
    da werden verordnungen rausgehauen dass vermieter von altbauten 20% ihrer energie regenerativ erzeugen müssen, es gibt eine heizkostenverordnung die aus genau diesen gründen vorschreibt, wie abgerechnet werden muss, aber beim wasser scheint es niemand zu interessieren ob da der mieter / bewohner am geldbeutel gepackt wird.

    dabei ist wasser doch letztendlich etwas, was eigentlich nur bei uns in anscheinend unermesslichen mengen zur verfügung steht (was übrigens auch totaler nonsens ist).
    die wasserpreise steigen, das wasser wird immer knapper, aber wir lassen zu dass die leute damit verschwenderisch umgehen während (ok, jetzt wird's polemisch) kinder in afrika verdursten.

    wasserzähler einzubauen ist im normalfall vergleichsweise günstig (jedenfalls im vergleich zu neuen heizungen oder solartechnik oder vollwärmeschutz), aber es scheint so, als sei das vielen hausbesitzern völlig egal, ob ihre mieter überhaupt eine möglichkeit haben, von ihren einsparaktivitäten zu profitieren.

    p.s.: klar gibt es häuser, bei denen das wasserrohrsystem so idiotisch angelegt ist, dass man für jede wohnung mehrere wasserzähler braucht (wir haben wohnungen mit bis zu 5 wasserzählern). aber selbst dann lohnt sich das.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Mir ist es auch ein Rätsel, warum der Regulierungswahn beim Theman Wasserzähler im Altbau noch nicht angekommen ist.

    Die vorgetragenen Wertungen werden allerdings in vielen Fällen nicht haltbar sein... Im Ergebnis werden in vielen Fällen die "Gerechtigkeitskosten" für die Geringverbraucher die Ersparnis wieder auffressen.
    M.a.W.: niemand hilft es, aber viele haben den Schaden.
    Man sollte also keine Wunder vom Einbau von Zählern erwarten.

    Im übrigen steigen die Wasserpreise hauptsächlich wegen insgesamt sinkender Verbrauchsmengen.
     
  9. #8 lostcontrol, 18.06.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    naja - ich habe schon häufig erlebt dass potentielle mieter auf ihrer checkliste sachen stehen hatten wie "wasserzähler vorhanden?".
    da bei uns ja welche sind weiss ich nicht was sie getan hätten, wenn keine vorhanden gewesen wären.
    ich persönlich würde (aus schlechter erfahrung heraus) nie wieder eine wohnung ohne eigenen wasserzähler anmieten. und da bin ich sicher nicht die einzige.
     
  10. telau

    telau Neuer Benutzer

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    Das würde ich so unterschreiben. Also wir haben unsere Lektion gelernt. Ich sage hiermit auch danke für Eure zahlreichen Antworten, sie haben mir sehr weitergeholfen!


    Ich habe mittlerweile die Rechnungen eingesehen und die Verbrauchsaufschlüsselungen erfragt. Wir haben zB ein Restaurant, einen Bierpub und einen Handyladen mit im Hause, und da interessierte es mich doch sehr, wie selbige abgerechnet werden. Ich ging eigentlich davon aus, dass gewerbliche Flächen mit jeweils einem eigenen von der Wohngemeinschaft getrennten Wasserzähler ausgestattet sein müssen. Für das Restaurant trifft dies auch zu, Bierpub und Handyladen laufen allerdings über den Wasserzähler der Wohngemeinschaft und beteiligen sich mit bestimmten Prozentsatz an den Gesamtwasserkosten. (Die genaue Aufschlüsselung habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können.)
    Meine Frage: Irre ich mich und dürfen wirklich gewerbliche Flächen ohne eigenen Wasserzähler genutzt werden, angeschlossen am Gemeinschaftszähler der Wohngemeinschaft?

    Mit Gruß
     
  11. #10 lostcontrol, 01.07.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    also meines wissens gibt's noch keine vorschrift dass jede partei ihren eigenen wasserzähler haben muss - obwohl ich das für dringend nötig und längst überfällig halte...

    aber hier kann man wieder nur sagen:
    leute, guckt euch die betriebskostenaufstellung genauestens an bevor ihr einen mietvertrag unterschreibt. da steht ja beim wasserverbrauch dabei wie der abgerechnet wird.
     
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