Problem mit einem Markler bzw. Freund

Dieses Thema im Forum "Maklerforum" wurde erstellt von budy1234, 29.09.2013.

  1. #1 budy1234, 29.09.2013
    budy1234

    budy1234 Gast

    Hallo,

    also zu meinem Problem, ich hatte einen Freund der als Markler unterwegs ist, da ich eine Eigentumswohnung zu verkaufen hatte, hat er sich angeboten diese in eine Immobilienbörse umsonst rein zu setzen. Dann hatten wir vereinbart wenn er die Wohnung verkauft bzw. einen Käufer findet bekommt er eine Summe X. Jetzt hatte ich die Wohnung aber auch selbst bei kostenlosen Immobilienbörsen angeboten. Nun kam es so das ich die Wohnung selbst verkauft habe, sprich es hat sich einer gemeldet der auf den Kostenlosen Immobilienbörsen unterwegs war. Jedenfalls habe ich alles selbst abgewickelt.

    Jetzt kommt es dazu, dass mein ehmaliger Freund doch Geld sehen möchte, obwohl er im Prinzip nichts an dem Verkauf gemacht hat, außer die in einer kostenpflichtigen Immobilienböse angeboten zu haben. Auch hat er zweimal Erwerber an mich weitergeleitet die die Wohnung haben wollten, jedoch nicht genommen haben. Jetzt möchte er Geld bezüglich des Einsetzen der Immobilie und Bearbeitungskosten von mir.

    Jedenfalls belaufen die sich auf 500€ netto. Ich hatte ihm dann mündlich gesagt das ich bereit bin 250€ netto zubezahlen, er aber damit nicht einverstanden war und mir jetzt ohne Absprache eine Rechnung über 350€ netto geschickt hat.

    Jetzt meine Frage:
    Darf er das einfach machen, wir haben keinerlei schrifltiche Verträge gemacht?
    Da ich jetzt ohne ende sauer bin und ich jetzt auch Bearbeitungskosten habe, da ich ja jetzt ein Schreiben aufsetzen muss das ich die Rechnung nicht aktzeptiere, sehe ich nicht mehr ein überhaupt was zu zahlen da:

    1. Von Anfang an feststand das er nur Geld bekommt wenn er selbst die Wohnung als Markler verkauft
    2. Mein Freund war und es für mich umsonst war bzw. habe ich das Gedacht.

    Was kann ich am besten machen? Muss ich überhaupt auf die Rechnung eingehen?

    Vielen Dank schon mal..... aber man sieht, so schnell können Freundschaften enden....
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Ok, die erste wichtige Maßnahme hast du schon ergriffen ...


    Hat(te) er dafür eine Erlaubnis?


    Das ist die klassische Vereinbarung mit Maklern: Provision, d.h. Bezahlung auf Erfolgsbasis. Wieviel Prozent des Kaufpreises macht denn diese "Summe X" aus?


    ... für die ich keine Leistung sehe.


    Warum? Wofür? Dafür, dass er dich abzocken will?

    Verträge kann man auch mündlich abschließen. Aber auch aus eurer mündlichen Vereinbarung stehen ihm keine Zahlungen zu - er hat keinen Käufer vermittelt. Auch wurde kein Exklusivvertrag abgeschlossen.

    Nein. Reagieren müsstest du erst, wenn der "Freund" versucht, einen Mahnbescheid zu erwirken. Eine kurze Ansage (egal in welcher Form, Brief, E-Mail, Telefon) ohne Begründung, dass du die Forderung grundsätzlich und endgültig ablehnst, könnte dem "Freund" vielleicht klarmachen, dass da nichts zu erwarten ist ...

    Der Aufwand für so einen Zweizeiler hält sich doch in Grenzen.
     
  4. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    ich sehe das ein wenig anders, (lass da die Freundschaft mal raus)
    Er hat auf Immobilienseite das Objekt beworben und auch zwei Interessenten dir geschickt. (mündlicher Vertrag) oder kannst du beweisen, dass er das kostenlos für dich tut.

    Somit war er nicht ganz untätig und kann für seine Aufwendungen auch eine Rechnung stellen.

    Wie hoch ist die Frage?
    Was genau steht eigentlich in der Rechnung?

    Vielleicht kann hier noch jemand antworten, der sich mit den "Aufwendungskosten" für Makler auskennt. Es geht hier nicht um die Maklergebühr als solches das nach Vermittlung zustande kommt.

    Da du bereit bist 250€ zu zahlen, würde ich das wahrscheinlich auch tun. Ihm das mitteilen, wenn er dann noch mehr haben möchte, müsste er einen Mahnbescheid erlassen und evtl. vor Gericht den Restbetrag einklagen. Denke das würde er nicht machen, er müsste seine Aufwendungen dann auch genau beziffern.
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wenn es ein Freund war hat er sicherlich nichts schriftlich gemacht. Und Schwarzarbeit ist in D eine Straftat, die er jedenfalls nicht einklagen kann.

    Hast Du ihm etwas unterschrieben?
     
  6. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Ähm... ob Schwarzarbeit oder nicht zeigt sich erst anhand der Steuererklärung, schließlich sind mündliche Verträge genauso gültig wie schriftliche.
     
  7. #6 Pharao, 30.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 30.09.2013
    Pharao

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    Hi,

    naja, bei "mündlich" tuen sich beide Parteien etwas schwer, später zu beweisen was genau vereinbart wurde. Ich würde hier also nix zahlen und weiter auf die ursprüngliche Vereinbarung pochen.

    Wenigstens hast du hoffendlich was daraus gelernt, es heißt ja nicht um sonst: bei Geld hört die Freundschaft auf :64:

    Also "müssen" tust du nix, aber wenn ein Mahnbescheid einflattern sollte, den musst/solltest du dann Widersprechen. Denn hier nix zu tun wäre eine Anerkennung der Forderung. Die eigentliche Frage ist ja nur, wenn`s vor Gericht landen sollte, wie stehen die Chancen ?
     
  8. Andres

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    Wer einen Anspruch stellt, muss ihn beweisen - nicht umgekehrt.
     
  9. #8 Martens, 30.09.2013
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    Das ist doch der Punkt hier.
    Der Makler muß belegen, daß der mündliche(!) Vertrag vorgesehen hat, daß ihm eine Erstattung seiner Kosten zusteht, wenn es zu keinem Abschluß durch ihn kommt.

    Christian Martens
     
  10. sara

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  11. Pitty

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    Zudem sollte der Makler beim Notartermin mit dabei sein. So war es zumindestens bei uns, dass es im Vertrag vermerkt wurde, das der Makler zu bezahlen sei.
     
  12. raivis

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    Zahl ihm doch 300 oder die 250 und ich wette er wird sich nie wieder melden. Dann musst du auch kein Schreiben aufsetzen.
     
  13. Andres

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    Guter Tipp. Zahlst du mir auch 250 oder 300 € für keine Leistung? Weil - du weißt schon - damit du kein Schreiben aufsetzen musst ... :150:
     
  14. raivis

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    Jain.

    Wenn nicht abgesprochen war das budy1234 das Objekt parallel auch selbst anbietet, sehe ich eine gewisse moralische Schuld.
    Die er wohl selbst auch spürt.
     
  15. #14 Pharao, 04.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.10.2013
    Pharao

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    Hi,

    warum denn das :?

    Sorry, man kann hier doch nicht einfach jetzt was annehmen, nur weil es bei den mündlichen Vertrag nicht zur Sprache kam ! Also hier sehe ich überhaupt keine moralische Schuld, denn wenn überhaupt ist hier der Makler selber schuld, wenn er sowas wichtiges nicht vorab abklärt.
     
  16. #15 Martens, 04.10.2013
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    Mit "Moral" kommen einem die Menschen immer dann, wenn ihnen sonst kein Argument mehr einfällt.

    Solange der Makler keinen Alleinvertretungsauftrag hat, kann / darf man auch weitere Makler auf die Immobilie ansetzen. Und natürlich darf man auch selbst seine Immobilie bewerben. Ob der Makler das dann toll findet, ob es schneller zu einer Vermietung / zu einem Verkauf führt - das steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Christian Martens
     
  17. raivis

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    Das es nicht zur Sprache kam ist deine Annahme?
     
  18. #17 Pharao, 05.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2013
    Pharao

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    Mal abgesehen davon, das das DEINE Annahme hier war, das es keine Absprache dazu gab ..... Du gegründest also ein Recht darauf, weil es nicht abgesprochen worden ist :? Sorry, aber gerade dann entsteht da kein Rechtsanspruch drauf !

    Mal ganz unabhängig davon, hier geht nicht um Moral ! Der Makler hat eine Forderung und damit ist er auch erstmal in der Beweispflicht. Und das mündlich eben manchmal schwer zu Belegen ist - tja, das sollte ein Makler wissen. Und was nicht abgesprochen worden ist oder eben nicht Belegt werden kann, kann KEIN Recht begründen. Vielleicht schon mal gehört: "In dubio pro reo"
     
  19. Andres

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    Grundsätzlich ist die Idee nicht ganz verkehrt. Das BGB kennt den Begriff der "Geschäftssitte", frei formuliert: Wenn nichts Näheres vereinbart ist, wird ein Geschäft so abgewickelt, wie es allgemein üblich ist. Es können also durchaus Ansprüche entstehen, obwohl das weder vereinbart noch z.B. gesetzlich vorgeschrieben ist.

    In diesem speziellen Fall hast du natürlich trotzdem Recht und es dürfte kein Anspruch entstanden sein. Exklusivverträge sind bei Immobilienmaklern eben nicht "Geschäftssitte".


    Das gehört ins Strafrecht. Zum Zivilrecht passt der allgemeinere Begriff des "non liquet".
     
  20. #19 Pharao, 06.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.10.2013
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    Hi,

    natürlich hast du da Recht das es sowas gibt, aber das trifft in dem Fall hier ja nicht zu. Im übrigen würde ich das etwas anders formulieren: "Wenn nichts Näheres vereinbart ist, dann zählt i.d.R. immer die gesetzliche Regelung, falls es dazu eine gibt".
     
  21. #20 Barndenburgmakler, 26.10.2013
    Barndenburgmakler

    Barndenburgmakler Gast

    Der Kollege wird es schwer haben (eigentlich unmöglich) wenn er eine Provision einklagen will. Seine Chance ist vermutlich gleich "Null".

    Ich habe bis 2007 ohne schriftlichen Auftrag gearbeitet. Wie oft ich dabei betrogen wurde weiß ich nicht. Aber in diesem Jahr hatte ich auch einen Gerichtsprozeß und verlor diesen, obwohl ich alles getan habe, was möglich ist zum Verkauf. Exposé erstellt, inseriert im Web und Zeitung, Besichtigungen durchgeführt usw. .

    Dann riefen die Verkäufer an, sie wollen nicht mehr verkaufen. Ich habe alles auf "Null" geschaltet, diese Immobilie betreffend. Als ich zufällig ein paar Monate später am Objekt vorbei fuhr, sehe ich da meine Kunden.

    Ich habe geklagt und verloren. Die Verkäufer behaupteten, mir nie einen Auftrag erteilt zu haben. Das war ausschlaggebend. Damit habe ich nicht gerechnet. Seit dem lasse ich mir jeden Auftrag schriftlich bestätigen (kein Alleinauftrag) und mir auch von den Interessenten bestätigen, dass meine Firma das Angebot unterbreitet hat und ihnen bekannt ist, dass beim Kauf, Miete, Pacht, Einsatz als Gläubiger, Geldgeber eine Provision an die Firma zu zaheln ist und dass die Interessenten meine AGB´s kennen und anerkennen.

    Seit dem ist mir das nicht mehr passiert.

    Mir ist damals nicht nur meine Provision verloren gegangen, ich trug auch die Gerichtskosten, die Kosten meines und des Anwalts der Gegenseite. Eine teure Lehre.

    Trennung

    Einen Zwang zur Teilnahme des Maklers an der Beurkundung (also dem Kaufvertrag beim Notar) ist nicht zwingend notwendig obwohl jeder vernünftige Makler teilnehmen wird.
    Hat er doch mit dem Parteien den Vertragsentwurf genau durchgesprochen und eventuielle Änderungen dem Notar mitgeteilt. Er oder einer seiner Mitarbeiter(innen) sollte schon anwesend sein. Danach ist eigentlich der Job, des Maklers erfüllt.

    Gruß
     
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