problematische Heizkostenverteilung

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von hamichel, 12.02.2007.

  1. #1 hamichel, 12.02.2007
    hamichel

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    In (m)einem Mehrfamilien-Wohn- und Geschäftshaus liegen eine Wohnung und ein Ladengeschäft nebeneinander und haben einen gemeinsamen Heizkreis mit einem Wärmemengenzähler, weil zuvor beide Objekte zusammen vermietet waren.
    Seit 2000 sind es aber verschiedene Mieter. Beide waren bisher damit einverstanden, die gezählten Wärmemengen nach Wohn- bzw. Nutzfläche (60/40 %) zu verteilen.
    Inzwischen haben die Wohnungsmieter gewechselt. Bisher waren es 2 Personen, jetzt ist es eine Familie mit 2 Kleinkindern. Deshalb will der Ladenmieter den bisherigen Verteilungsschlüssel nicht mehr akzeptieren, weil er mit einem gewissen Recht davon ausgeht, daß jetzt in der Wohnung verhältnismäßig mehr Heizenergie verbraucht wird als vorher, zumal eine Wohnung täglich länger beheizt wird als ein Laden während der Geschäftszeiten. Andererseits erzeugen große Schaufensterscheiben und der häufige Kundenverkehr im Laden mehr Wärmeverluste als die Wohnung.
    Eine Trennung in 2 separat gezählte Heizkreise ist bautechnisch kaum und nur mit sehr hohen Kosten möglich.
    Ich suche also nach einem gerechten, nachvollziehbaren Verteilungsschlüssel für diese Situation. (Wohnung: 82 qm/Geschäft: 63 qm)
    Hat jemand verwertbare Erfahrungen?
     
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  3. RMHV

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    Ein naheliegender Gedanke wäre die Ausstattung der Heizkörper mit Heizkostenverteilern. Damit wäre der Gesamtverbrauch, der nach dem Wärmemengenzähler auf beide Einheiten gemeinsam entfällt, problemlos aufzuteilen. Es ist zwar mit gewissen (umlagefähigen) Kosten verbunden, ist aber recht einfach realisierbar. Die Alternativen lauten nach Lage der Dinge Trennung der Heizkreise oder Schätzung mit möglicherweise jährlich neuen Diskussionen über die Einzelanteile.
     
  4. #3 lostcontrol, 13.02.2007
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    das argument verstehe ich nicht. brauchen 4 personen jetzt 40°C anstatt bisher 2 personen 20°C? sorry, aber das ist unlogisch. mehr personen brauchen nicht mehr heizenergie!

    letzteres dagegen leuchtet mir ein. ich würde auch annehmen, dass im laden durch das häufige tür-öffnen mehr heizenergie verloren geht als in einer privatwohnung.
    bei den schaufensterscheiben bin ich unschlüssig - wir haben einen ladenmieter, der sich bitter beklagt darüber, dass durch die grossen scheiben viel zu viel sonne eindringt, die ihm den laden zu sehr aufheizt...

    ich würde - wie RMHV - heizkostenverteiler empfehlen. dann wird korrekt nach verbrauch abgerechnet und niemand kann sich beschweren. allerdings würde ich mich erstmal sehr gut schlaumachen, welche firma da etwas taugt, ich kann diejenige, die das bei uns macht, nämlich absolut nicht empfehlen.
    heizkostenverteiler kann man übrigens mieten und diesen betrag auf die mieter umlegen, was ich auch dringend empfehlen würde, obwohl ich sonst bei zählern eher zur selbstanschaffung rate.
     
  5. #4 hamichel, 13.02.2007
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    Einer von uns scheint im falschen Film zu sein: Ich halte es für logisch, daß eine Familie mit zwei Kleinkindern mehr Heizenergie in KWh verbraucht als zwei erwachsene Personen.
    Schaufensterscheiben lassen im Sommer Wärme durch Sonneneinstrahlung ein, aber im Winter ebensolche Wärme heraus; und wenn es um Heizkosten geht, ist logischerweise der Winter gemeint.
     
  6. #5 lostcontrol, 13.02.2007
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    wieso glaubst du das? heizen die für 4 leute mehr als für 2? ich versteh's immernoch nicht... ich muss doch auch nicht die heizung höher stellen, wenn ich besuch bekomme...

    also bei mir heizt sich die bude in der übergangszeit fast vollständig durch die südfenster auf, und im winter muss ich auch nicht allzuviel zuheizen - da kann das schon mal sein, dass der raum auch ungeheizt auf 18 grad kommt (aktuell z.b.: aussentemperatur 8°C - innentemperatur 18°C, heute nachmittag hat die sonne geschienen und die heizung ist seit tagen komplett aus in diesem raum)...
    plusenergiehäuser wie die in der freiburger solarsiedlung leben übrigens zu einem grossen teil von diesem effekt (die haben aber spezialverglasungen)...
     
  7. #6 hamichel, 13.02.2007
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    Hallo RMHV!
    Besten Dank für eine Antwort, die sich auf meine Frage bezieht.
    ...also Verbrauchsmesser/Verdampfer an jedem Heizkörper anbringen und mit deren Ergebnissen die KWh vom Wärmemengenzähler verteilen?
    Das macht dann aber eine Fachfirma und es entstehen Kosten, die ich auf beide Mietparteien umlegen kann.
    Es handelt sich um insgesamt 11 Heizkörper. Wer kann mir (über den Daumen) etwas über die Kosten sagen?
     
  8. Heizer

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    Die Mietpreise solcher Heizkostenverteiler liegen bei etwa 2-4€ je Gerät. Dazu kommen noch die Kosten für die Abrechnung. Bei nur 2 Nutzern und 11 HK kann man das auch recht einfach selber machen.

    Nur kaufen würde ich die Geräte nicht. Diese Kosten sind dann nämlich nicht umlegbar.

    Im übrigen ist der Wämrebedarf für einen 2 Personenhaushalt höher als für einen 4 Personenhaushalt.

    Jede Person gibt Wärme ab. Ein normaler Erwachsener ca. 2kWh am Tag. Zusätzlich verwendet jede Person in der Regel auch elektrische Geräte die ebenso Wärme abgeben. Diese zusätzliche Wärme braucht dann die Heizung nicht zu leisten.

    Allerdings werden in Kinderzimmern nicht selten die Temperaturen etwas höher gedreht damit die Kleinen nicht frieren. Ich kann die Logik zwar nicht nachvollziehen, aber es ist bei vielen eben so.

    Ergo ist eine Heizkostenabrechnung nach Personenzahl sehr problematisch. Daher ist in der Heizkostenverordnung auch festgelegt, daß die Abrechnung nach m² beheizbarer Fläche oder m³ umbautem Raum zu erfolgen hat.
     
  9. #8 lostcontrol, 13.02.2007
    lostcontrol

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    danke heizer. hab mich schon gefragt wo genau denn dieser falsche film laufen soll...

    auch in sachen heizkostenverteiler und miete bin ich 100% deiner meinung - ich ärger mich ständig schwarz, dass wir die dinger damals gekauft haben. jetzt sind wir an diese dusselige firma gebunden die nur mist baut... (zudem mussten 3 von 21 stück innerhalb von 2,5 jahren ausgetauscht werden - das lief aber wenigstens auf garantie bzw. kulanz).
     
  10. Heizer

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    @lostcontrol: HKV´s haben meist lebenslange Garantie. Also 10 Jahre. Also war das keine Kulanz sondern eine ganz normale Sache.
     
  11. #10 lostcontrol, 14.02.2007
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    ok - dann war's garantie.
    ärgerlich war's trotzdem - denn logischerweise war so natürlich keine tatsächlich verbrauchsabhängige abrechnung möglich sondern lediglich eine annähernde...
    bin gespannt ob das jetzt wenigstens für 2006 klappt...
     
  12. #11 hamichel, 14.02.2007
    hamichel

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    Hallo HEIZER,
    besten Dank für die Informationen und Tipps zu den HK-Verteilern.

    Die Fakten sprechen dagegen: 11,989MWh Jahresdurchschnitt aus 5 Jahren des 2-Personen-Haushalts gegen 13,636 MWh in 2006 des neuen 2+2 Personen-Haushalts.
    Natürlich werden die Räume jetzt anders genutzt, und daraus ergibt sich ein anderes Heizverhalten. Dafür ist die Aussage, daß Kinderzimmer, auch tagsüber als Spielzimmer höher beheizt werden als Schlafzimmer Erwachsener, nicht nur Theorie, sondern logische Praxis.

    Es findet keine Abrechnung nach Personenzahl statt, sondern nach prozentualen Anteilen, den Flächenverhältnissen entsprechend.
     
  13. Heizer

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    Wenn es sich um Kinder bei den zusätzlichen Personen handelt kann da der Verbrauch schon hochgehen wenn die Eltern denen richtig einheizen. Vor allem bei Kleinkindern wird gerne das Zimmer überheizt.

    Pauschalisieren kann man das allerdings nicht. Zu unterschiedlich ist das Nutzerverhalten. Dein Vergleich hätte also genausogut andersrum ausfallen können.

    Ich habe die Sache nur rein von der physikalischen Seite her betrachtet. Und davon ausgehend verbrauchen halt mehr Leute weniger Heizenergie.
     
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