Probleme mit Erbgemeinschaft

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Heinrich0805, 23.02.2012.

  1. #1 Heinrich0805, 23.02.2012
    Heinrich0805

    Heinrich0805 Neuer Benutzer

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    Hi,

    ich habe vor ca. 5 Jahren von meinem besten Freund, gemeinsam mit seinem Sohn, ein Haus geerbt [(50:50), noch als Erbgemeinschaft, da das Haus offiziell als Einfamilienhaus gilt.]. Er nutzt die obere, ich die untere Wohnung.
    Mein Problem ist nun:
    1. In meiner "Wohnung" befindet sich der große Heizungsraum (ca 30qm), er nutzt diese Fläche oben als Wohnfläche. So hat er -aus meiner Sicht- die 30qm und 15qm vom Nutzraum, wobei ich nur 15qm habe. Könnte ich nun für diese 45qm eine Ausgleichsmiete verlangen, könnte ich diese auch rückwirkend einholen?
    2. Er muss um in seine Wohnung zu gelangen meinen Gang mitbenutzen (Treppe liegt ca. in der Mitte der Wohnung), geht so auch an allen meinen Wohnräumen vorbei. Er weigert sich einen Außentreppe anbringen zu lassen, nur wenn ich die Kosten trage ("Ich komme ja in meine Wohnung, wenn es dich stört..."). Nun bin ich aber ehrlich gesagt nicht einmal mehr bereit die Hälfte davon zu tragen. Kann ich ihm verbieten durch meine Wohnung zu laufen und auf seine Kosten eine Außentreppe anbringen zu lassen?

    Vielen Dank schon im Voraus für alle Antworten!
    Viele Grüße,
    Heinrich
     
  2. AdMan

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  3. #2 BarneyGumble2, 23.02.2012
    BarneyGumble2

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    M.M. gehört jedem von Euch beiden vom gesamten Haus jeweils die Hälfte. Wie Ihr das ganze unter Euch aufteilt, müsst ihr selber regeln.
    Falls das nicht klappen sollte, musst Du dich wohl an einen Fachanwalt für Erbrecht wenden.
    Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit der Zwangsversteigerung, damit Du ausgezahlt wirst (oder auch der Sohn,je nachdem)?
    Dann könnte sich der, der ausgezahlt wurde ja was "komplett eigenes" kaufen...
     
  4. #3 Heinrich0805, 24.02.2012
    Heinrich0805

    Heinrich0805 Neuer Benutzer

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    Hi,

    naja alles nicht so einfach mit dem....
    Er hat sich damals seinen Teil "erstritten", er sollte eigentlich nichts bekommen und ist dann vor mir eingezogen - um ehrlich zu sein war mir die Erdgeschosswohnung sowieso lieber. Anfangs war mir das auch relativ egal dass sie kleiner ist, nur nach mehreren wirklich unverschämten Aktionen (hat sich sein Garagentor streichen lassen, davon sollte ich die Hälfte bezahlen, da uns alles miteinander gehört also mir auch das halbe Tor; ließ paar Glasflaschen im Gang fallen und ich sollte es aufwischen "ist ja schließlich mein Gang" - um mal zwei zu nennen), will ich mich nicht mehr still halten und dachte evtl kennt sich jemand in Bezug auf meinen zwei Hauptprobleme aus.

    Ach, ausbezahlen lassen will er sich nicht und mich ausbezahlen kann er nicht, gegen einen kompletten Verkauf ist er auch....

    Viele Grüße,
    Heinrich
     
  5. #4 Soontir, 24.02.2012
    Soontir

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    Hallo Heinrich,

    ich würde dir empfehlen einen Fachanwalt für Erbrecht aufzusuchen und auf die Auflösung der Erbengemeinschaft drängen.

    Dies hat dann zur Folge, dass das Haus zwangsversteigert wird.
     
  6. #5 Mattieu, 24.02.2012
    Mattieu

    Mattieu Benutzer

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    Eine Erbengemeinschaft ist eine Gesamthandsgemeinschaft, d.h. es gehört jedem alles.
    Wenn Ihr Euch untereinander geeinigt habt, wer wo wohnt und was er nutzen soll, ändert das nichts an den rechtlichen Eigentumsverhältnissen.

    Beschlüsse können nur einmütig erfolgen.

    Aus diesem Grund enden die meisten Erbengemeinschaften mit der Auseinandersetzung des Erbes. Dies zu beanspruchen hat jedes Mitglied der Erbengemeinschaft das Recht.

    Dies muss nicht zwangsläufig streitig geschehen, man kann sich auch einvernehmlich über Notarvertrag auseinandersetzen. Ist dies allerdings nicht möglich, wir das eigentlich unteilbare Gesamthandsvermögen (das Haus) vom Amtsgericht in Geld umgewandelt, welches gemäß der Erbschaftsquote an die Erben verteilt wird.

    Leider bleibt dabei ein Gutteil des Erbes auf der Strecke, da zusätzliche Kosten für Gutachter, Versteigerung, Gerichtsverwaltung etc. entstehen, die vom Ertrag abgezogen werden.
     
  7. #6 marco78, 25.02.2012
    marco78

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    Immer ein leidiges Thema.....
     
  8. Berny

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    Richtig: Ein Volk, welches sich keine Gutachter, Versteigerer, Anwälte, Richter, etc. pp leisten kann, ist es nicht wert, sich Nation nennen zu dürfen... ;-))
     
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