programmierbarer Heizkörperregler

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Schneider1983, 04.11.2013.

  1. #1 Schneider1983, 04.11.2013
    Schneider1983

    Schneider1983 Benutzer

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    Ich bin derzeit am überlegen, ob es sich für meine Mieter rentiert, wenn ich die Wohnungen bzw. dessen Heizkörper mit programmierbaren Reglern anstatt des manuellen Drehkopfes austausche.

    Die Kosten sind soweit überschaubar, sprich ca. 30€ pro Regler. Wenn sie hierdurch Geld einsparen können, kommt es einer günstigeren Miete gleich und "modernisiert" die Wohnung ein wenig.

    Eine Frage noch: Kann/ Darf ich diese Kosten weitergeben und wenn ja in welcher Form/ Höhe? Ob ich dies will, weiß ich noch nicht. Höchstens bei einem der Mieter, da alle anderen 3 Mieter relativ frisch eingezogen sind.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 04.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2013
    Pharao

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    Hi,

    wenn die Mieter "sparen" wollen, können sie sich doch auch selber diese "Sachen" zulegen, oder nicht ? Mal abgesehen davon, meiner Meinung nach kommt es nicht einer günstigeren Miete gleich, denn Heizkosten werden i.d.R nach Verbrauch abgerechnet und das kann immer variieren vom Mieter oder Wetterbedingungen, ect.

    Wobei m.E. hier noch die Frage offen wäre, lässt sich mit programmierbaren Reglern überhaupt was mit einsparen oder ist das einfach nur komfortabler zum Bedienen :?

    Also meiner persönlichen Meinung nach trifft hier nix aus dem §555b BGB zu und dann könntest du diese Kosten auch nicht an den Mieter weitergeben:

    "Modernisierungsmaßnahmen sind bauliche Veränderungen,
    1. durch die in Bezug auf die Mietsache Endenergie nachhaltig eingespart wird (energetische Modernisierung),
    2. durch die nicht erneuerbare Primärenergie nachhaltig eingespart oder das Klima nachhaltig geschützt wird, sofern nicht bereits eine energetische Modernisierung nach Nummer 1 vorliegt,
    3. durch die der Wasserverbrauch nachhaltig reduziert wird,
    4. durch die der Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöht wird,
    5. durch die die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert werden,
    6. die auf Grund von Umständen durchgeführt werden, die der Vermieter nicht zu vertreten hat, und die keine Erhaltungsmaßnahmen nach § 555a sind, oder
    7. durch die neuer Wohnraum geschaffen wird."


    Um trotzdem dir noch deine zweite Frage zu beantworten, gucken wir einfach mal in den §559 BGB Abs1:

    "Hat der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen im Sinne des § 555b Nummer 1, 3, 4, 5 oder 6 durchgeführt, so kann er die jährliche Miete um 11 Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen."
     
  4. #3 Schneider1983, 04.11.2013
    Schneider1983

    Schneider1983 Benutzer

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    Alles klar vielen Dank.

    Meistens investieren Mieter nicht in Wohnungen, zudem es sich um 1-2 Zimmer Wohnungen handelt und die Mieter meist nur 2-5 Jahre drin wohnen, daher war meine Überlegung die Sachen selber anzuschaffen.

    Dass es von Mieter oder Wetter abhängt ist klar, doch kann man bequem heizen, anstatt von morgens bis abends auf Stufe 2-3 durchlaufen zu lassen, da nicht jeder die Zeit und Muße hat, dies morgens und Abends immer zu machen! Und ob er nun 10€ weniger Kaltmiete oder 10€ weniger Heizkosten zahlt ist dem Mieter doch erstmal gleich, Fakt ist, er müsste 10€ (Beispiel) weniger zahlen, bzw. bekommt Geld zurück.
     
  5. Andres

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    Vielleicht könnte man hier mit einer Verbesserung der Wohnverhältnisse argumentieren. Der programmierbare Regler kann die Heizung zu Zeiten hochfahren, zu denen das der Mieter nicht kann, z.B. vor dem Aufstehen oder vor der Rückkehr von der Arbeit. Könnte funktionieren, muss aber nicht.

    Mich würde hier eher der Aufwand der Modernisierungserhöhung abschrecken. Bei 30 € pro Regler und - mal großzügig geschätzt - 10 Heizkörpern pro Wohnung einfach mal rechnen: 300 € pro Wohnung, davon 11 % sind 33 €, also Steigerung der MM um 2,75 €. Dafür treibe ich nicht den Aufwand und außerdem riskiere ich nicht das Verhältnis zu den Mietern, was mit einer Mieterhöhung ja immer möglich ist.
     
  6. GJH27

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    Du sagst ja:

    das bedeutet doch dann angesichts der Tatsache, dass

    3 - 4 Regler je Wohnung, also in Geld ca 90 - 120 EUR je Wohnung. Wenn man jetzt unterstellt, dadurch würde "der Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöht" und auch "die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert", hätte das eine Mieterhöhung von ca 1 EUR monatlich je Wohnung zur Folge! Ob sich das Erhöhungstheater dafür lohnt???

    Der Vollständigkeit halber noch: in dieser überschlägigen Rechnung sind zwar keine Montagekosten drin, aber auch kein Abzug für nicht angefallene Instandhaltung, die Richtung müsst also grob stimmen.
     
  7. #6 Pharao, 04.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2013
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    Hi,

    wenn du also umbedingt das einbauen willst, zB weil sich dann die Wohnungen noch besser bzw treuer vermieten lassen, dann würde ich hier anders vorgehen. Baue das erst ein wenn der Mieter auszieht, also die Wohnung wieder frei ist und dann kannst du das ja im Kopf miteinberechnen in den neuen Mietzins.

    Naja, kann man sehen wie man will. Wenn der Mieter sowas sich selber einbaut, dann nimmt er i.d.R das bei Auszug auch wieder mit bzw das könntest du dann verlangen. Ob der Mieter das dann wieder verwendet oder verkauft oder wegwirft, ect, das ist ja dann seine Sache.
     
  8. #7 Schneider1983, 04.11.2013
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    OK, das mit den Kosten weitergeben hat sich mehr als erledigt.
    Ich habe 2 Vergleichswohnungen, einmal 37qm mit 1 Zimmer und eine 2 Zi. Whg. mit 40qm, sowie zwei 2. Zi. 54qm und 61qm. Liegen im Verbrauch sehr ähnlich. Ich werde mal 2 Wohnungen mit autom. Regelung ausstatt und die anderen beiden nicht. Je ein klein und ein groß.
     
  9. #8 Pharao, 04.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2013
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    Hi,

    also wirtschaftlich für dich gesehen bringt dir das aber nur Unkosten und keine Vorteile - würde ich also nicht machen :finger009:
     
  10. #9 Schneider1983, 04.11.2013
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    das ist schon klar, aber eine gut ausgestattete Wohnung kann nicht schaden.
    Rauchmelder waren oder sind hier bei uns auch keine Pflicht und trotzdem hat jede Wohnung diese Dinger + Feuerlöscher, von mir bezahlt.

    Lediglich Unkosten für Laminat und Küche gebe ich weiter.
     
  11. #10 Pharao, 04.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2013
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    Hi,

    letztlich musst du das selber entscheiden, aber der Mieter "dankt" einem sowas i.d.R. nicht. Und gerade bei den kleinen Wohnungen, auch hier wird der Mieter nicht deswegen länger bei dir wohnen bleiben.

    Ich würde also warten bis die Mieter ausgezogen sind und höchstens dann sowas einbauen, weil ich dann die neue Miete gleich so erhöhen kann, wie ich es für richtig halte und da kann ich sowas durchaus berücksichtigen, wie programmierbare Regler, Feuerlöscher, ect. Und wie so oft, wenn was "neu" ist, freut das die Mietinteressenten i.d.R. mehr, als wenn es "gebraucht" ist und dementsprechen auch oft so aussieht ......

    Aber wie schon geschrieben: deine Entscheidung
     
  12. #11 Mattieu, 04.11.2013
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    Dei Dinger haben einen nicht gerade geringen Stromverbrauch. Pro Heizperiode ist nach meinen Erfahrungen mindestens eine neue Batterie fällig.

    Außerdem gibt es sie in einer Ausführung, in der sie bei leerer Batterie das Ventil schließen. Dann wirds kalt. Also Augen auf beim Kauf.

    Ich würd mir das als Vermieter nicht ans Bein binden wollen.
     
  13. #12 Schneider1983, 04.11.2013
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    bin ich denn für das simple Wechseln von Batterien zuständig oder ist sowas dann Mietersache?

    Kann ich ein Schreiben aufsetzen, indem der Mieter sich um den Batterienwechsel kümmert und ich im Gegenzug die "Technik" stelle?
     
  14. Andres

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    Als Instandhaltungsmaßnahme ist das zunächst einmal deine Sache.


    Möglich wäre das mit einer vertraglichen Vereinbarung und da dich hier im Gegensatz zu vorgeschriebenen Rauchmeldern auch keine besonderen Sorgfaltspflichten treffen, spricht auch wenig dagegen. Es ist nur ein weiteres Stück Verwaltungsaufwand.

    Ich würde auch die bereits genannte Lösung bevorzugen: Wenn ein Mieter solche Thermostate will, kann er sie gerne selbst anschaffen. Die Kosten sind ja überschaubar. Wer eine Wohnung deshalb (nicht) mietet, ist meiner Meinung nach etwas :doof


    Matthieu: Ist in der von dir genannten Ausführung dann wirklich ganz dicht? Also nicht mal Frostschutz? Das wäre ... weniger gut.
     
  15. #14 immodream, 04.11.2013
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    Hallo,
    diese programmierbaren Heizkörperventile hat mein Sohn in seinem Betrieb eingebaut und sich auch selbst um die Programmierung gekümmert.
    Der größte Teil meiner Mieter ist schon damit überfordert, ein herkömmliches Heizkörperventil zu bedienen.
    Wenn dann noch die Gasetagenheizung einstellbar ist und der Raumregler dazukommt,
    bricht dann bei vielen Mietern das Chaos aus.
    Ich würde bei einer Mietwohnung nicht auf diese Ventile umrüsten.
    Spätestens wenn die Batterie leer ist, wird von den Mietern , wie beim Rauchmelder, rumgetrickst , um die Kosten für die Batterien zu sparen.
    Grüße
    Immodream
     
  16. #15 Mattieu, 05.11.2013
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    Gute Frage, das weiß ich gar nicht.

    Ich hatte mal welche, die machten bei leerer Batterie ganz auf, so dass es im Raum knallewarm wurde. Meist passierte das in der viertägigen Phase, in der laut Programmierung eh nicht geheizt werden sollte (war ein nur zeitweise benutztes Büro).

    Man merkte daran zwar wenigstens, dass die Batterien getauscht werden mussten, aber sinnvoller für meinen damaligen Fall wäre die Variante gewesen, die das Ventil schließt, wenn der Speisestrom nachlässt.

    Ich denke auch, dass Mieter beinahe überfordert sind oder mindestens das Lamentieren anfangen werden, wenn plötzlich wegen leerer Batterie die Bude kalt ist.

    Wenn der Vermieter die Batterien wechselt, läuft er Gefahr, dass der Mieter sie in anderen Geräten nutzt und die leeren von dort ins Thermostatventil setzt - und dem Vermieter in den Ohren liegt, seine Heizung schalte nicht richtig.
     
  17. #16 Papabär, 05.11.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Genau ... und davon abgesehen ist zumindest nach meiner Erfahrung eher eine Steigerung der Heizkosten bei (einprogrammierten) regelmäßigen, starken Lastwechseln zu erwarten.

    Der Heizkostenverteiler weiß ja nicht, dass da jetzt so´n dolles Thermostat dran sitzt (Wobei "doll" ja vielleicht auch ein bissel übertrieben ist ... wir zahlen ja für unsere Standartthermostate schon ca. 27,- €).
     
  18. sara

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    genau so ist es!
    Die Programmierung dieser Ventile muss der Mieter ja selbst vornehmen nach den persönlichen Befindlichkeiten. Diese können sich aber auch durchaus ändern, man ist mehr zu Hause weil Krankheit, oder nicht zu Hause wg. Urlaub. Wer hat Lust da die Einstellungen immer neu zu programmieren.

    Ich nicht!!!
    Denke das ist auch den meisten Mietern zu viel. Dann kommen die Beschwerden die Heizkörper werden nicht warm etc. sowie der Austausch der Batterien.

    Auf keinen Fall würde ich diese in einer Mietwohnung einbauen lassen. Möchte die auch nicht bei mir haben, aus vorgenannten Gründen.
     
  19. Berny

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    Moin Papa,
    Ventil UND Reglerkopf?
    Für Letzteren bezahlen wir im Baumarkt 11-12€.
     
  20. Andres

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    Ich kann es nicht von den programmierbaren Thermostaten sagen, aber wenigstens von den klassischen: Wenn man die Wohnung z.B. tagsüber bei Abwesenheit stark auskühlen lässt, steigert das die Heizkosten eher. Lohnend scheint das erst ab längerer Abwesenheit zu sein.

    Dann sind wir also an dem Punkt, an dem der Thermostat, selbst wenn der Mieter ihn bedienen kann, die Heizkosten nicht unbedingt senkt, sondern nur bei einer sinnvollen Programmierung. Mein erster Gedanke (der Thermostat fährt hoch, bevor es der Mieter kann) führt ja auch zu einer Steigerung der Kosten - wenigstens im Austausch gegen etwas mehr Komfort.
     
  21. Andres

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    Ah, und dann noch zu den Kosten der Thermostate: Zufällig habe ich hier auf dem Schreibtisch gerade eine angebrochene 4er-Packung liegen, die ich vor Jahren gekauft habe. Laut Packung haben die mal 45 € gekostet, d.h. ~11 € pro Stück.
     
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