Pv Anlage

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von Wonka, 11.09.2016.

  1. Wonka

    Wonka Neuer Benutzer

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    Hallo :)

    Ich plane auf meinem Mehrfamilienhaus mit 2 Wohnungen (also meine und eine zweite vermietete) eine Solaranlage mit Speicher zu stellen technisch ist das ja alles kein Problem...

    Wie sieht das vertraglich aus bzw rechtlich? Oder besser gesagt wie läuft die Sache am rentabelsten?

    Meine Idee ist quasi um den ganzen Finanzamt Kram zu umgehen die zweite Wohnung als "wg" Zimmer zu deklarieren so das ich beide Wohnungen über einen Zähler laufen lassen kann und die zweite Wohnung über einen internen Zähler abgerechnet wird?

    Oder kann man den solar Strom einfach auf den Mieter umlegen ohne zum Stromanbieter zu werden? Oder weis jemand vielleicht n anderes funktionierendes Geschäftsmodell?

    Vielleicht weis jemand ja mehr als mein gefährliches Halbwissen Danke schon mal
     
  2. AdMan

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  3. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Von mir das Wort zum Sonntag: "..ein Mehrfamilienhaus mit 2 Wohnungen nennt man eigentlich Zwei-Familien-Haus".
    Wirst im Laufe des Tages noch brauchbare Hinweise erhalten.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Wonka,

    "Solar und Speicher", das klingt für mich eher nach Wassererwärmung und wäre somit was anderes, als wenn du damit Strom erzeugen willst. Beim Strom rechnet es sich m.E. aber nicht diesen selber zu nutzen, sondern den speist man lieber ins Netz ein. Allerdings solltest du dich hierzu m.E. mal fachlich Beraten lassen, u.a. auch welche Förderungsmöglichkeiten es für welche Anlagengrößen, ect (noch) gibt. Vielleicht dazu auch mal auf die offizelle BAFA Seite (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gehen.


     
  5. Wonka

    Wonka Neuer Benutzer

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    Danke sehr einläuchtend

    Nein es geht um ne Solar Anlage die das Haus versorgen und gleichzeitig den Akku für die Nacht laden soll... Und eingespiesen werden soll nix weil dann macht man so wie ich das verstanden habe minus da die Vergütungen zu gering ist...
     
  6. Andres

    Andres
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    Aus der Formulierung schließe ich, dass dir bereits klar sein dürfte, dass es illegal ist, die Privilegien für Selbstverbraucher auf diesem Weg zu erschleichen. Was willst du also noch hören? Einen Hinweis auf die Forenregeln?


    In diesem Artikel (google, erster Treffer) werden mehrere Modelle genannt. Es geht dort zwar nicht um Speicher, aber letztendlich kommt das auf's Gleiche raus.
     
  7. Wonka

    Wonka Neuer Benutzer

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    Ja das ist mir auch klar...

    Es soll ganz klar nicht darum gehen irgend was illegal zu erschleichen sondern:
    welche legalen Möglichkeiten man hat...

    z.b. Hab ich wo anders gelesen das die einzelnen Parteien in einem Mehrfamilienhaus zusammen eine gbr gegründet haben um dann den Strom zusammen nutzen zu können

    Ne andere Idee von mir ist nicht den Strom an den Mieter zu verkaufen sondern dem Mieter quasi die Hälfte der Anlage zu vermieten Mann könnte ja auch statt einer großen 2 kleine Anlagen aufs Dach schrauben (was zwar sinnfrei wäre aber egal) und der Mieter zahlt dann dafür mehr Miete... Was ja am Ende im Grunde aufs selbe raus kommt meine Frage ist wie man das vertraglich/rechtlich am besten dreht damit es
    1. legal ist und
    2. möglichst unkompliziert bleibt

    Es ist ja auch so möglich solche Anlagen für das eigene Dach bei irgend ner Firma zu mieten die das Ding dann aufs Dach bauen und man selbst zahlt dann halt Miete für die Anlage statt Stromrechnung

    Wenn es keinen Möglichkeit gibt ist das für mich auch ok ich will nur nicht nacher der blöde sein weil ich durch die Papierlage nicht durch geblickt habe...
     
  8. Andres

    Andres
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    Wird im verlinkten Artikel genannt. Problem: Für eine gemeinsame Unternehmung ist eine gewisse Vertrauensbasis erforderlich. Außerdem wäre bei jedem Mieterwechsel der Gesellschaftsvertrag zu ändern. Das will man nicht.


    Dann also 2 Steuergeräte, 2 Wechselrichter, 2 Akkus, ... - läuft das noch rentabel? Die Synergien durch die gemeinsame Nutzung eines Speichers durch mehrere Parteien (unterschiedlicher Tagesablauf ...) fallen dann ja wieder weg. Und findest du genügend Interessenten für dieses Modell? Du hast ja zunächst einmal auf dem Papier einen Nachteil (höhere Kaltmiete).

    Beide Modelle haben noch einen wesentlichen gemeinsamen Nachteil: Sie sind komplizierter als das, was der Mieter bisher kennt. Willst du das umgehen, muss die Gesamtleistung aus einer Hand kommen, also entweder trittst du selbst als Versorger auf (ggf. mit der Unterstützung eines Dienstleisters für die Abrechnung) oder du verkaufst/verpachtest die ganze Anlage an einen Versorger.

    Bei nur zwei Einheiten erscheint mir das aber unverhältnismäßig aufwändig, noch dazu wenn ich eine Einheit selbst bewohne. Wenn du so eine Anlage unbedingt haben willst, würde ich den Strom komplett selbst nutzen. Alternativ würde ich überlegen, ob du nicht lieber das Dach für eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung nutzt. Das ist auch mit vertretbarem Aufwand abrechenbar. Ob es sich lohnt, kommt aber auch darauf an, wie effizient derzeit die Warmwasserbereitung abläuft.
     
  9. Wonka

    Wonka Neuer Benutzer

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    Hm alles klar schade hört sich ja eher nicht so gut an^^ aber trotzdem danke für die Hilfe :)
     
  10. #9 Gewohnheitstier, 13.09.2016
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    Bei der Frage und dem was kommt, mein Rat, sein lassen. Oder eben Volleinspeisung oder Inselanlage. Bei letzteren wärst Du dann Wiederverkäufer von Strom, mit ein paar Gesetzen mehr, welche zu beachten sind.

    Statt Wärme statt Strom ist auch mein Rat, je nachdem wie bei Dir das Wasser warm gemacht wird. Das wäre dann ggf. auch eine energetische Modernisierung.

    Langfristig, wenn Du das Haus irgendwann mal selbst nutzen willst, wäre aber eine PV-Anlage sinnvoll, die erst mal nur in Volleinspeisung läuft bzw. mit Eigenverbrauch für den Hausstrom. Würde die Einspeisevergütung sichern bzw, die Errichtung zu den heutigen Bedingungen (Stichwort Zinsen) möglich machen.
     
  11. #10 Anhalter, 14.09.2016
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    Ich häng mich hier mal dran, da ich mir die letzten Wochen auch ein paar Gedanken über das Thema Stromspeicher gemacht habe und gerne mal wissen würde in wie weit meine Überlegungen diesbezüglich korrekt sind.

    Ich hab nun einfach mal gegooglet, was die Dinger so leisten und was sie können. Exemplarisch nehmen wir mal diesen hier. Keine Ahnung ob der jetzt besonders günstig oder nicht ist, aber mit irgend einer Zahl muss man ja rechnen.

    Also, das Teil speichert 11kWh, kostet 5800€ und hält 10 Jahre oder 2500 Zyklen, wobei letzteres ja noch durch die "Nutzungsprofile" verschlechtert werden kann. Aber nehmen wir an, Best Case, ich kann ihn nun wirklich 2500 mal komplett entladen und würde das auch irgendwie hinbekommen kann ich insgesamt 27.500kWh durch den Speicher bewegen. Milchmädchnenrechnen wir mal weiter mit 25ct pro kWh und ignorieren alle Fragen zu MwSt. und EEG-Umlage auf Eigenerzeugten Strom sind das 6875€ an Strom, die ich über die Lebensdauer an Strom dadurch "ersparen" kann. Ziehen wir die Anschaffungskosten ab, ignorieren wir die Installationskosten und gehen von einem Wirkungsgrad von 100% aus (Hüstel) bleiben also noch Stolze 1075€ übrig. Diese wiederrum durch 27500 geteilt ergibt ca 3,9 ct, was einem Anteil von ca 15,5% am Strompreis von 25ct vom Energieversorger entspricht. Ziehe ich also den logischen Schluss, muss ich annehmen, dass bei einer Nutzung von 15,5% oder mehr des eigenerzeugten Stromes (z.B. für Kühlschränke oder Wärmepumpen) und einer Abgabe des nicht benötigten Stromes für Null, die Anschaffung eines solchen Speichers nicht lohnt.

    Natürlich bin ich mir bewusst, dass da ganz viele Variablen drin sind und der Strompreis in der Zukunft auch in alle Richtungen gehen kann, aber wenn ich mir das so überlege, verzichte ich aktuell doch eher auf den Einbau so eines Speichers. Ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Grüße,
    Anhalter
     
  12. Andres

    Andres
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    Ich habe das mal vor einiger Zeit ein wenig recherchiert, bin hier also sicher nicht auf dem aktuellen Stand, aber: Mir kommt die Kapazität eher hoch und die Anzahl der Ladezyklen eher niedrig vor. Was ich im Kopf habe, sind Akkus im Bereich 6-8 kWh mit mehr als dem Doppelten (also 5000+) an Zyklen. Die Anzahl der Zyklen wirkt sich enorm auf die Wirtschaftlichkeit aus. Außerdem ist das die garantierte Zyklenzahl. Es bleibt ja immer die Hoffnung, dass die Dinger länger halten ...


    Das ist eine clevere Rechnung, aber so weit musst du gar nicht gehen: Was du verlinkt hast, ist ja nur der Akku. Die Solarpanels, das Steuergerät und der Wechselrichter kommen noch dazu. Die haben zwar (wieder: hoffentlich ...) eine längere Lebensdauer, aber auf 10 Jahre umgerechnet bekommt man die trotzdem nicht für Tausendirgendwas.

    Auch den TIlgungszuschuss, den man in KfW-Programmen bekommen kann, reißt es nicht raus.


    Das war auch mein Fazit und das eines befreundeten Elektrikers, zumindest bis sich einige Variablen so verschieben, dass die Rechnung anders aussieht. Der Elektriker meinte z.B., dass er schon damit rechnet, dass sich die Preise für Akkus noch deutlich nach unten entwickeln.
     
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