PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten

Diskutiere PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich habe 2 Immobilien, eine zur Hälfte selbstgenutzt und die andere komplett vermietet. 1 Fall - die anteilig selbstgenutzte Immo /...
  • PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten Beitrag #1

hispa

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Hallo,

ich habe 2 Immobilien, eine zur Hälfte selbstgenutzt und die andere komplett vermietet.

1 Fall - die anteilig selbstgenutzte Immo / Anlage seit 2022 vorhanden
Für die selbstgenutzte Immobilie habe ich 2022 eine PV-Anlage angeschafft, Kosten ca. 20.000€
Die Anlage ist betriebsbereit und kann noch 2022 oder 2023 offiziell angemeldet werden
(eigentlich wollte ich wg. 70% Regelung noch bis 2023 warten, muss aber nicht sein)

Ich werde meinem Mieter in der Einliegerwohnung ab 2023 PV-Strom verkaufen (einfach über Zwischenzähler).
Die Einnahmen sind ab 2023 ja EKSt- und USt frei.

Fragen:
a) muss ich überhaupt ein PV-Gewerbe anmelden, um meinem Mieter PV-Strom zu verkaufen ?
b) Kann ich die Anschaffungskosten (20.000€) anteilig (also 10.000€) als Vermietungs-Werbungskosten in 2022 ansetzen (also ohne dass ein PV-Gewerbe angemeldet wurde ?)

2. Fall - die komplett vermietete Immo / noch ohne PV

Für die komplett vermietete Immo bin ich auch am überlegen, noch 2022 eine PV Anlage zu kaufen.
Montage mache ich selbst - in 2023. Materialkosten auch hier ca. 20.000€

Auch hier möchte ich ab 2023 meinen Mietern PV-Strom verkaufen (über Zwischenzähler).
Diese Einnahmen sind ab 2023 ja EKSt- und USt frei.

Fragen:
c) Kann ich die Anschaffungskosten (20.000€) 2022 als Werbungskosten ansetzen ?
In 2023 wird wohl nicht mehr gehen, da die Einnahmen ja steuerbefreit sind.

Ich habe (noch) kein PV-Gewerbe angemeldet, könnte/würde dies aber ggf noch in 2022 tun.
Überlegenswert wäre hier das sowieso weil ich dann 2022 zwar dann die MWst. zahle aber
die lasse ich mir dann 2023 rückerstatten .... die sind als Einnahme in der EÜR dann steuerfrei.

Warum nicht bis 2023 warten ? => Ich gehe davon aus, dass ab 2023 wg. Null-Steuer alle bestellen wollen
und die Preise nochmal 20% oder mehr steigen und noch mehr Händler Lieferprobleme bekommen.
Das was ich brauche ist JETZT noch ab Lager lieferbar. Zudem wie gesagt denke ich dass
ab 2023 keine Werbungskosten mehr geltend gemacht werden können.

Viele Grüße

Ralf
 
  • PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten Beitrag #2

Dschei2

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Finde ich total interessant, da unsere PV Anlagen schon älter sind, habe ich die ganzen Änderungen gar nicht verfolgt.

Aber wenn ich das richtig lese, wäre doch ein Argument, erst in 2023 zu investieren, das du dann auf die Einkaufs- und Montagerechnungen auch nur 0% MwSt zahlst. Oder?

Ja, ich verstehe das auch so, wenn die Anlagen ab 2023 aus der Besteuerung rausfallen, können auch keine Werbungskosten mehr gegengerechnet werden.

Vom Mieterstrom habe ich bisher immer Abstand genommen, da ich ja eine 100 % Versorgung gewährleisten muss. Und wie wir darüber nachgedacht haben, musste man ja auch noch die EEG-Umlage zahlen. Das ist inzwischen ja weggefallen und es gibt sogar einen Zuschlag für Mieterstrom.
Aber es wird immer mehr gemacht, muss sich also rechnen.

Vielleicht meldet sich noch jemand, der es schon aktiv tut?
 
  • PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten Beitrag #3

hispa

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Aber wenn ich das richtig lese, wäre doch ein Argument, erst in 2023 zu investieren, das du dann auf die Einkaufs- und Montagerechnungen auch nur 0% MwSt zahlst. Oder?
Ja richtig. Die Montage mache ich selbst, insofern habe ich nur die Materialkosten,
Und ich gehe davon aus, dass das Zeugs 2023 viel teurer werden wird als die MWST-Senkung bringt.
Bei vielen Solarteilen gibt es bereits jetzt schon Lieferzeiten von 6-12 Monaten (z.B. für den bei Elektrikern beliebten Fronius/SMA) . Für das was ich brauche, beträgt die Lieferzeit jetzt 0-4 Wochen. Wenn jetzt alle die sich die MWSt sparen wollen im Januar bestellen, weiss ich nicht ob das so bleibt. Also ich bestelle lieber jetzt.

Ja, ich verstehe das auch so, wenn die Anlagen ab 2023 aus der Besteuerung rausfallen, können auch keine Werbungskosten mehr gegengerechnet werden.
Ich weiss es nicht aber ich denk es mir mal so...
 
  • PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten Beitrag #4
dots

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Aber es wird immer mehr gemacht, muss sich also rechnen.
Für wen?
Aber klar: Das rechnet sich immer, die Fragen sind nur, für wen (den Staat?) und wie man das gute Gewissen, den Spieltrieb oder den "Will-haben-Faktor" einpreist.
 
  • PV für vermietete Immo - Anschaffung noch 2022 - Werbungskosten Beitrag #6

Domingo

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Vom Mieterstrom habe ich bisher immer Abstand genommen, da ich ja eine 100 % Versorgung gewährleisten muss. Und wie wir darüber nachgedacht haben, musste man ja auch noch die EEG-Umlage zahlen. Das ist inzwischen ja weggefallen und es gibt sogar einen Zuschlag für Mieterstrom.
Aber es wird immer mehr gemacht, muss sich also rechnen.
Soweit ich es verstanden habe muss das nicht bei dem Direktvermarktungsmodell gemacht werden.

Zumindest wenn man diesen beiden Quellen Trauen kann:

badenova.de/blog/mieterstrom/#:~:text=Bei%20direkter%20Vermarktung%20macht%20der,diesen%20vom%20Energieversorger%20ihrer%20Wahl.

wegatech.de/ratgeber/photovoltaik/foerderung-finanzierung/mieterstrommodell/#:~:text=Pflichten%20als%20Stromlieferant%20im%20Mieterstrommodell,haben%20sie%20verschiedene%20energierechtliche%20Pflichten.

Müsste nur pro Partei ein weiterer Zähler installiert werden.
 
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