Räumungsanklage nach Eigentümerwechsel

Diskutiere Räumungsanklage nach Eigentümerwechsel im Räumungsklage Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Im Januar 2018 haben wir einen vermietete Wohnung gekauft. Als wir erstmal den Makler getroffen haben, meinte er ,das der Mieter mit der Tatsache...

  1. #1 Tarantino, 10.03.2019
    Tarantino

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    Im Januar 2018 haben wir einen vermietete Wohnung gekauft. Als wir erstmal den Makler getroffen haben, meinte er ,das der Mieter mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass der neue Eigentümer den Mietvertrag wegen Eigenbedarfskündigung kündigen wird(das war im Oktober/November 2017 ungefähr). .Selbst in der Anzeige wurde erwähnt das der Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann.

    Also haben wir die Wohnung gekauft und während der Übergabe wurde nachmals dem Mieter angedeutet, dass Ihnen gekündigt wird und das Sie bitte nach eine neuer Wohnung suchen sollen ! Anfang März 2018 haben wir die Kündigung eingereicht mit eine Frist von 6 Monaten(bis ende September).Der Mieter hat das widersprochen und geschrieben, dass er keine Wohnung findet wegen Lage und preise uns so weiter.

    Hier muss ich sagen, das ich mich mit ihm zwei mal getroffen habe und trotz unserer finanziellen Lage dem Mieter folgendes Angeboten habe:

    • Umzugsbeihilfe
    • drei Monate Nachlass wenn sie sich an die Frist halten und ausziehen
    • Hilfe bei Wohnungssuche durch Ermittlung von Objekten, die wir zum Beispiel in Internet oder Zeitungen fanden/finden (Ich habe das gemacht und ihm auf vielleicht mehr als 40 Objekte hingewiesen + wo er sich bei der Stadt für Hilfe anmelden kann....)
    • Maklerkosten übernehmen
    • An Sozialwohnung Anbieten hingewiesen
    • Wir haben dem Mieter die Miete nicht erhöht, obwohl er eine niedrige Miete zahlt, weil er sich finanziell beschwerdet und nicht das er das als Akzeptanz von unsere Seite nimmt
    Der Mieter war immer Negativ als ich mich mit ihm getroffen hatte: Ich finde nichts, ich habe kein Geld, SCHUFA was weis ich, scheint mir das er Wohngeld bekommt und das er staatlich geforderte Wohnung braucht....sprich Sozialwohnung .

    danach haben wir festgestellt das wir als Eigentümer erst am 20/03/2018 März eingetragen wurden (20 tage nach dem erste Kündigung am Anfang März) und nach Beratung und Absprache mit unserem Anwalt, mussten wir dem Mieter erneut kündigen.

    Das war Oktober 2018, deswegen haben wir wieder Anfang November die neue Kündigung eingereicht und der Mieter hat erneut 9 Monate bekommen da er ab Nov 7 Jahre + in der Wohnung Mieter ist. Deshalb hat er noch bis ende August 2019 um einen neue Wohnung zu finden.

    Diesmal er hat mir der Tür nicht aufgemacht und meinte bitte den Brief in Briefkasten rein tun.

    Anfang Januar bekomme ich einen Brief von dem Mieterbund (in diesem Zeitraum hat er sich wohl bei dem Mieterbund angemeldet, denn bei der 1. Kündigung hatte er noch selbst Widerrufen ) und wiederder Grund als Widerspruch (obwohl er noch 8 Monate hat), das er keine Wohnung wegen Wohnungsmarkt Lage findet und er ist bereit die Miete zu erhöhen!

    Unsere Anwalt meinte reagiere nicht, einfach mal ende August Räumungsklage erheben und dran bleiben wenn ihr ihn trifft das ihr an eure Kündigung festhaltet! Das habe ich immer am Telefon mehrmals angedeutet und die Miete habe ich nicht erhöht, weil ich möchte das die ausziehen und kein Miete brauche!

    Meine Frage

    was passiert jetzt bis zum vor dem Gericht, wie lang kann er nach Anfang der Anklage noch drin bleiben?

    hatte er nicht genug zeit um einen Wohnung zu finden ungefähr 1,5 Jahr? + unsere Hilfe.

    wie wird es weiter gehen,was sind unsere Chancen vor dem Gericht?

    Was kann der Mieterbund machen ? können sie das komplexer machen?
    Ich bitte um eure Erfahrungen um mir einfach ein Bild machen zu können wie es weiter gehen wird.

    Danke für eure Hilfe
     
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  3. Andres

    Andres
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    Weder der Verkäufer noch der Makler können das mit Sicherheit wissen - merkst du ja selbst. Ob sich wegen dieser "Zusicherung" (die genaue Formulierung würde mich interessieren) Schadenersatzansprüche gegen den Verkäufer und/oder den Makler geltend machen lassen, soll ein Anwalt klären.


    Welche Informationen hast du denn vom Verkäufer zur Solvenz des Mieters bekommen?


    Sofern der Anwalt bei der ersten Kündigung bereits mandatiert war: Ich würde mir einen anderen suchen. Das ist der klassische Fehler bei Eigenbedarfskündigungen, hier auch noch mit der Folge der Verlängerung der Kündigungsfrist.


    Ob du das Geld willst (oder gar brauchst), ist natürlich deine Sache. Dass der Mieter nicht so recht motiviert ist, aus der Wohnung auszuziehen, hast du bemerkt? Den Sarkasmus bitte ich zu entschuldigen, aber dir muss doch irgendwann auffallen, dass das bisherige Vorgehen dich deinem Ziel nicht wirklich näher gebracht hat?


    Die typische Verfahrensdauer für eine Räumungsklage samt Räumung durch den Gerichtsvollzieher schwankt zwischen 6 und 18 Monaten. Mit richtiger rechtlicher Vertretung wäre davon jetzt schon etwa die Hälfte um.


    Das mag sein und diese Unterstützung wird im Zuge der Räumungsklage auch zur Sprache kommen, aber letztendlich ist es doch nicht der Fehler des Mieters, dass ihr eine unwirksame Kündigung ausgesprochen habt? Er will halt nicht aus der Wohnung raus. Das muss man ja nicht toll finden, aber so ist es eben.


    Nicht mehr oder weniger als es ein Anwalt oder auch der Mieter selbst könnte. Bisher hat sich der Mieter nicht gerade optimal verhalten, um das Verfahren maximal zu verzögern: Härteeinwände vorbringen, obwohl noch nicht einmal eine wirksame Kündigung vorliegt - das hätte auch schlimmer kommen können.
     
  4. #3 Tarantino, 11.03.2019
    Tarantino

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    Erstmal Vielen Dank für die Info!

    Kein bestimmte Info außer das der Mieter Arbeitstätig ist.



    Erste Kündigung war nicht von der Anwalt mandatiert und muss zugeben das war unsere Fehler, als der Anwalt das geprüft hat, er hat sofort gesagt das wir nochmal kündigen müssen weil unsere Erste Kündigung unwirksam ist und alles was wir jetzt machen können ist wieder Kündigen mit neuem Frist und später kommt Räumungsklage falls der Mieter nicht ausgezogen ist !


    Ich bin verzweifelt , welche Vorgehen sollte ich nehmen ! was kann ich machen außer immer daran erinnern, ich befürchte wenn ich ihm sage bitte Mieter erhöhen dass das gegen uns vor dem Gericht benutzt werden kann wie zum Beispiel ja bitte mehr zeit geben da ihr Miete erhöht habt oder sowas ! manchmal ich habe das Gefühl das er gar nicht besorgt ist, das wir nichts machen können außer ihm zu bitten und er sagt ich finde nichts !
     
  5. Olbi

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    Don´t panic!

    Du bist anwaltlich vertreten. mache nichts ohne Rücksprache mit Deinem Anwalt. Lass ihn die Kommunikation übernehmen. Der lässt nämlich die Emotionen raus.
    Ansonsten: Füße stillhalten!

    Und auf keinen Fall auf eigene Faust irgendwas machen. Weder mit dem Mieter noch mit dem Mieterbund verhandeln, oder sonstiges. Alles nur über den Anwalt!

    Angst und Panik sind keine guten Ratgeber.
     
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  6. GJH27

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    Huch, hab ich was verpasst? Meines Wissens verlängert sich die Kündigungsfrist auf 9 Monate erst nach 8 Jahren (in Worten: acht; also ein Jahr mehr als sieben Jahre) - und wenn die Kündigung genau zu dem Zeitpunkt ausgesprochen wird, wenn grad die 7 (sieben) Jahre voll sind, ist die Kündigungsfrist auf jeden Fall vorbei, bevor die 8 (acht) Jahre Mietdauer voll sind.
     
  7. #6 Tarantino, 11.03.2019
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    ja da er in April 2010 eingezogen ist, in November 2018 waren schon 8 Jahre rum, deswegen hat er 9 Monate als Frist bekommen.
     
  8. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Ach, na diese Information ist ja interessant! Oben schriebst Du
    Hoffentlich ist Deine Korrespondenz mit dem Mieter sowie der Informationsfluss zu Deinem Anwalt ohne derartige Fehler...
     
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  9. #8 Tarantino, 11.03.2019
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    Der anwalt hat schon alles und wir machen alles nach Absprache mit ihm aber leider sehe ich da wir Richtung räumungsanklage gehen. ob 6, 9 oder 15 Monate Frist, von der Mieter Seite scheint mir alles gleich zu sein.
     
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