Räumungsklage?

Dieses Thema im Forum "Räumungsklage" wurde erstellt von HeiDi, 25.02.2008.

  1. HeiDi

    HeiDi Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich hoffe, dass mir vielleicht hier jemand weiterhelfen kann.
    Ich wohne mit meinem Freund derzeit zur Miete. Mein Freund hat ein EFH mit einer Größe von ca. 200 m² + Garten (gelegen in einer Neubausiedlung mit Spielstraße), welches zur Zeit noch vermietet ist. Ursprünglich wurde das EFH vor 5 1/2 Jahren von einem älteren Paar gemietet, welches aber nicht verheiratet war.
    Vor ca. 2 Jahren haben sie sich dann getrennt und seit dem wohnt nur noch die Frau alleine dort. Sie ist ca. 60.
    Wir haben im Oktober 2007 zum 31. März 2008 fristgerecht und an beide Mieter eine Eigenbedarfskündigung geschickt, da mein Freund gerne selber wieder in seinem Haus wohnen möchte (das EFH wurde damals vermietet, da er sich von seiner damaligen Freundin getrennt hatte und das Haus nicht alleine halten konnte).
    Die Mieterin ließ nach der Kündigung nichts von sich hören und so haben wir ihr Ende Januar 2008 nochmals ein Schreiben geschickt, worauf sie bestätigen sollte, dass sie nach Ablauf der Kündigungsfrist auszieht.
    Daraufhin bekamen wir ein Schreiben von Ihrem Anwalt, in dem stand, dass gegen die Kündigung Widerspruch eingelegt werden würde. Die Mieterin sei zu 50% schwerbehinder und habe ständige Schmerzen in Hand und Fingergelenken. Daneben sei sie noch Lärmempfindlich und habe Ein-und Durchschlafstörungen. Es wurde der Behindertenausweis sowie ein ärztliches Gutachten aus dem Jahre 2004 beigelegt.
    Der Anwalt von ihr verlangt jetzt eine Verlängerung der Kündigungsfrist bis zum 31.12.2008, worauf wir aber nicht eingehen möchten.
    Angeblich muss die Mieterin jetzt eine neue Wohnung finden, welche ihrem Krankheitsbild entspricht. Dazu sei gesagt, dass hier in unserer Gegend passender Wohnraum leicht zu finden ist, da wir auf dem Land wohnen. Angeblich hätte sie schon bei mehreren Maklern angefragt, aber noch nichts passendes gefunden.
    Wir sind jetzt etwas ratlos, da wir nicht wußten, dass die Mieterin schwerbehindert ist.

    Wir machen uns auch Gedanken darüber, ob sie überhaupt in der Lage ist mit ihrer Krankheit das Mietobjekt und den dazugehörigen Garten zu pflegen.

    Sollte man jetzt sofort Räumungsklage beantragen?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas123, 26.02.2008
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Ich würde nochmal mit ihr sprechen und ihr die Situation klarmachen.
    Dazu kannst du ihr ja noch mal Zeit (aber nicht bis zum 31.12.....) bis zum Auszug einräumen. Aber alles schriftlich!!!!

    Wenn sie zu dem genannten Zeitpunkt nicht auszieht, kannst du relativ sicher sein, dass sie es dann zum 31.12. ebenfalls nicht tun wird.

    Da hilft dann halt auch nur noch der RA.....
    :wink
     
  4. HeiDi

    HeiDi Neuer Benutzer

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    Danke für Deine Antwort!
    Wir haben schon überlegt, dass man ihr vielleicht noch so 3 Monate Zeit geben könnte. Kann man das vielleicht notariell beurkunden lassen, wenn sie darauf eingeht?
    Ich meine, wir müssten ja auch etwas rechtliches in der Hand haben.
    Mit ihr reden kann man leider nicht :gehtnicht :gehtnicht
    Sie dreht einem danach das Wort im Mund herum!
     
  5. Kobes

    Kobes Neuer Benutzer

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    Eine Räumungsklage kostet viel Geld und aufgrund der Behinderung der Frau besteht die Gefahr dass man verliert.

    Ausserdem wird die Räumungsklage inkl. anschließender Räumung (Falls man überhaupt gewinnt) länger dauern als bis zum 31.12.2008.

    Der Anwalt soll schriftlich bestätigen dass die definitiv zum 31.12.2008 auszieht.

    Aber wenn Sie es dann trotzdem nicht tut kommt dann erst die Räumungsklage und Ihr könnte erst Ende 2009 / Anfang 2010 da einziehen.

    Tja, schwere Entscheidung.....
     
  6. nadann

    nadann Neuer Benutzer

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    Meiner Meinung nach gibt es keinen rechtlichen Grund für eine Fristverlängerung, weshalb ich das auch nicht tun würde.

    Der Anwalt oder Mieter kann Dir heute auch so viel bestätigen wie er lustig ist - wenn er zum 31.12.08 keine neue Wohnung hat, wird er auch dann nicht ausziehen und Du verlierst nur Zeit.

    Ist der Mieter wenigstens zahlungsfähig? Denn, wenn Du die Räumungsklage gewinnst (dauert auch 6-12 Monate), dann kannst Du die Kosten von dem wenigstens einfordern.

    Wenn es in der Gegend so einfach ist eine Ersatzwohnung zu finden, dann suche doch einfach Du für den Mieter mit - alles schön schriftlich und immer auch über dessen Anwalt. Sende ihm Angebote aus der Umgebung, die vergleichbar sind - das sollte bei der Räumungsklage Deine Situation verbessern, da Du dann den "guten Willen" des Mieters ausräumen kannst.
     
  7. #6 Thomas123, 27.02.2008
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Na, dann scheint es ja ein "harter Brocken " zu sein.

    Dann würde ich auch keine Rücksicht mehr nehmen....am besten, du nimmst dir gleich einen Anwalt. Das kostet zwar, aber dann sind die Fronten geklärt und es werden auch die Fristen eingehalten. Die Ratschläge der anderen Forenteilnehmer kannst du ebenfalls befolgen....
    :wink
     
  8. HeiDi

    HeiDi Neuer Benutzer

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    Das werden wir dann wohl auch machen müssen - uns einen Anwalt nehmen -. Haben gestern schon mit einem gesprochen, der uns gute Hoffnungen gemacht hat.

    Wir wissen übrigens seit gestern aus zuverlässiger Quelle, dass sie NICHT ausziehen WILL.

    Sie will eigentlich für immer in dem Haus wohnen bleiben, weil es dort so schön ist!!!
    Und mein Freund ist der schlimme Vermieter, der sie ohne Grund aus "ihrem Haus" haben will!
    Ich denke, dass die Geschichte in jedem Fall auf eine Räumungsklage hinausläuft, da sie bestimmt nicht auf unseren Vorschlag mit einer notariell beurkundeten dreimonatigen Fristverlängerung eingehend wird! Die Alte ist einfach nur krank im Kopf!!!

    Sie selber hat genug Geld. Sie vermietet selber Wohnungen!!!!
    Ich denke sie hat einfach nichts zu tun und will uns nur das Leben schwer machen.

    Warum wohnt man sonst alleine in einem 200 m² Haus mit Garten, ist totkrank, fährt aber ständig mit dem Fahrrad durch die Gegend obwohl man unerträgliche Schmerzen in Hand und Fingergelenken hat :wand: :wand: :wand:
     
  9. kummer

    kummer Erfahrener Benutzer

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    Zwar nicht schön, aber es werden sich sicherlich Arbeiten finden lassen, die lärmempfindliche Personen sich nicht gerne längere Zeit antun. Kündige Modernisierungsmaßnahmen schriftlich an. Es gibt bestimmt die ein oder andere Wand, die mal raus müsste. Klar, verbunden mit einer Mietminderung, da eh schon ein Anwalt eingeschalten ist. Aber 3-6 Monate sind allemal kürzer als "für immer" wohnen bleiben wollen. Aber prio hat bei dir ebenfalls der Anwalt.
     
  10. #9 Vermieterheini1, 04.03.2008
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo HeiDi,

    wie du nachträglich bestätigt hast, hat die Mieterin einfach keine Lust auszuziehen.
    Das mit der Fristverlängerung ist nur eine Beruhigungspille für dumme Vermieter.
    Deine Idee mit dem Notarvertrag finde ich sehr gut!
    Aber nur, wenn sich die Mieterin der sofortigen Zwangsvollstreckung bei Fristüberschreitung unterwirft, die gesamten Notarkosten trägt und eine Sicherheitsleistung auf ein Notaranderkonto in Höhe der zu erwartenden Gerichts- + Räumungskosten (Frau + Anhängsel + Hausrat + Schäden + Schadenersatz) hinterlegt.
    ABER ich weis nicht ob das "der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwerfen" in diesem Fall rechtsgültig wäre!

    Deinen Vorschlag mit der notariell abgesicherten Fristverlängerung unbedingt sofort gerichtsbeweisbar zustellen! ABER nur mit Annahmefrist 14 Tage! (D.h. dein Angebot gilt nur, wenn es innerhalb von 14 Tagen der Motarvertrag unterschrieben wird.)
    (Die Mieterin wird voraussichtlich dein großzügiges Angebot ablehnen.)
    Aber das "angeboten haben" bringt dir eine gute Karte bei der kommenden Kündigungs- bzw. Räumungsklage!

    ------------------------------

    "Dazu sei gesagt, dass hier in unserer Gegend passender Wohnraum leicht zu finden ist"
    Das ist eine blose Behauptung vom Vermieter.
    Und wo sind die gerichtstauglichen Beweise?
    <= Sofort möglichst viele gerichtstauglichen Beweise für obige Behauptung sammeln!
     
  11. HeiDi

    HeiDi Neuer Benutzer

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    Hallo,
    wie wir schon vermuteten, geht sie auf unser Angebot nicht ein! Sie meint, sie braucht auch gar nicht ausziehen :motzki
    Bin mal gespannt, ob sie uns das denn schriftlich bestätigt. Sie soll uns das jetzt unterschreiben, dass sie unser Angebot zur Kenntnis genommen hat und trotzdem nicht ausziehen will.
    Werden morgen die Räumungsklage in Angriff nehmen. Schöne Sch...
    Dann heißt es nur noch abwarten und :tasse-trinken
     
  12. #11 Vermieterheini1, 05.03.2008
    Vermieterheini1

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    Du hast leider nicht die Denke, die ein Vermieter heutzutage haben muss.
    "Sie soll uns das jetzt unterschreiben, dass sie unser Angebot zur Kenntnis genommen hat ..."
    <= Ein Mieter muss gar nichts, schon gar nicht unterschreiben!
    Ein Vermieter muss wissen, wie man Schreiben an Mieter gerichtsbeweisbar zustellt. Dann hat es der Vermieter nicht nötig um Unterschriften zu betteln.
     
  13. HeiDi

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    Das liegt leider klar auf der Hand! Ich hatte auch noch nie wirklich Ahnung von Mietrecht. Erst seit dem ich mit meinem Freund zusammen bin, da er eben halt dieses Haus vermietet. Ich hätte auch im Leben niemals gedacht, dass Mieter solche Rechte haben.
    Mein Freund hat wie gesagt, damals dieses Haus vermietet, da er sich von seiner damaligen Lebensgefährtin getrennt hat und dachte, dass er es alleine nicht halten kann. Das war eben der größte Fehler seines Lebens!
    Ich wohne selber seit 8 Jahren zur Miete und hatte noch niemals Stress mit meinen Vermietern.
    Ich würde mich selbst eher zu der Sorte Menschen zählen, die - wenn sie eine Eigenbedarfskündigung erhalten würden - in den sauren Apfel beißen und ausziehen würde. Vor allem wenn ich wüßte, dass ich eh kein Recht bekomme und den Auszug damit nur hinauszögern könnte!

    Da hab ich wohl die etwas falsche Einstellung :?
     
  14. #13 Vermieterheini1, 05.03.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo HeiDi,

    tröste dich. Mir geht es so ähnlich wie dir.
    Meine Eltern mussten aus Altersgründen von ihrer Eigentumswohnung ins Altersheim (nennt man heutzutage geschwollen Seniorenwohnzentrum).
    Ohne mich vorher zu fragen kamen sie auf die Schnappsidee ihre Wohnung zu vermieten.
    Jetzt habe ich das am Hals.

    Mit Mietern ist die Eigentumswohnung so gut wie unverkäuflich.

    Die meisten Mietverhältnisse sind ohne Probleme. Aber wenn es Probleme gibt, dann sind die heutzutage viel schlimmer wie früher. Haupschuldig daran sind die verheimlichte Massenarbeitslosigkeit, die Ausbeutung, die Hungerlöhne, die Heuschreckennomaden und die Verherrlichung der Kriminellen.
    Ich war schließlich auch jahrzehntelang ein Mieter. Da gab es nie Probleme (auf beiden Seiten).
     
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