Rat um berufliche Zukunft. Angestellter vs. Familienunternehme (Immobilien)

Dieses Thema im Forum "Studiengänge Immobilienwirtschaft" wurde erstellt von aerox11, 03.03.2015.

  1. #1 aerox11, 03.03.2015
    aerox11

    aerox11 Neuer Benutzer

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    Hi,
    Ich stehe vor einer meiner wichtigsten beruflichen Entscheidungen und wollte euch mal nach Rat fragen weil ich mir nicht sicher bin welchen Weg ich einschlagen soll.

    Erst mal zu meiner Person. Ich bin 28 Jahre alt und beende momentan mein BWL Bachelorstudium an einer Top 10 Uni.

    Davor habe ich eine Ausbildung absolviert als Industriekaufmann und mehrere Jahre gearbeitet im In- und Ausland und dann studiert.
    Zusätzlich habe ich Praktika bei diversen Konzernen und Unternehmensberatungen gemacht.
    Nun habe ich folgende Optionen.

    1. Ich mache meine Master an der Uni
    Danach werde ich dann 30 sein und bewerbe mich für Jobs in der UB / Vertrieb.
    + Neue Erfahrungen durch Studium + (1 Jahr Ausland)
    - Habe das Gefühl nicht sehr viel im Studium gelernt zu haben was mich beruflich voranbringt
    - Bin dann 30 und auch schon ein wenig alt…

    2. Ich bewerbe mich jetzt nach dem Bachelor für Jobs
    z.B. bei Unternehmensberatung oder im Industrie/ Vertrieb.
    + Man verdient gut und kommt viel herum in andere Länder und Städte
    + Aufgaben haben mir Spaß gemacht
    + Möglichkeit in einem anderen Land zu leben was ich mir gut vorstellen kann. Australien oder Amerika
    - Arbeitszeiten waren sehr lange 65-70 Std. Nie vor 22 Uhr zuhause
    - Angestellter mindestens für ein paar Jahre (Hab weniger Lust auf Angestelltenverhältnis)
    - in der UB nützen mir meine 8 Jahren Berufserfahrung in der Industrie wohl wenig und werde gleich einsteigen wie andere 25 jährige Master absolventen oder?

    3. Ich fange bei meinen Eltern im Unternehmen an.
    Mein Dad ist Bauleiter und wir bauen und verkaufen Häuser bzw. vermieten diese (ca. 30-40 Wohnungen).
    Das Unternehmen ist sehr klein und eigentlich arbeiten nur meine Mutter mein Bruder und mein Dad im Unternehmen.

    + Vor allem reizt es mich auch mehr oder weniger selbstständig zu sein
    + Interessantes Business und man kann passives Einkommen generieren (Mein Bruder besitzt schon 3 Häuser).
    Meine Eltern sind auch vermögend und haben mit nichts angefangen.
    + Nebenher kann man eventuell ein zweites Business aufbauen
    + Die Firma läuft gut und würde mittelfristig durch mich auch einen Schub bekommen /effizienter werden
    - Noch nicht viel Ahnung vom Baugewerbe
    - Viele weniger Gehalt im Vergleich zum Consulting zumindest kurz und mittelfristig
    - Zusammenarbeit in der Familie vielleicht nicht immer einfach
    - Beruflich eher lokal in Süddeutschland (30 min von München entfernt)

    Habe meine Zukunftspläne eigentlich immer rausgeschoben weil ich gern neue Branche und Unternhemen kennen lernen wollte, aber jetzt will ich eine Entscheidung! Vom Gefühl her würde ich gern bei meinem Eltern anfangen wäre halt dann eher in der Kleinstadt "gefangen" oder ich ziehe nach München und fahr dann jeden Tag 30 min mit dem Auto. Auf der anderen Seite würde ich auch gern im Ausland leben in den USA.

    Mir ist auch bewusst, dass wenn ich jetzt die Entscheidung treffe nicht für meine Eltern zu arbeiten es dann zu spät sein wird in Zukunft einzusteigen.
    Um das Baugewerbe gut kennen zu lernen braucht man viel Erfahrung und ich möchte das Unternehmen auch erfolgreich weiterführen deshalb kann ich da nicht mit 40 einstiegen.

    Was ist eure Meinung darüber.
     
  2. AdMan

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  3. GSR600

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    Jetzt 28 Jahre alt und studiert und schon 8 Jahre Berufserfahrung?
    Wie geht denn das?
     
  4. #3 aerox11, 03.03.2015
    aerox11

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    16 bis 24 Ausbildung und Anstellung im Unternehmen (Parallel Abi auf dem Abendgymnasium)
    Von 24 bis jetzt Bachelor
    Während dem Bachelor 3 Praktika absolviert mit insgesamt 8 Monaten "praxis" Erfahrung in der Unternehmensberatung und bei einem großen Telekommunikationskonzern
     
  5. GSR600

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    Danke.

    Zu Punkt 3. wenn Dein Bruder jetzt schon in der Firma mitarbeitet, machtr er dann so einfach mit, dass Du später mal das Unternehmen weiterführst?

    Wenn Du was von der Welt sehen willst würde ich mich für Variante 2 an deiner Stelle entscheiden, so wie Du Dich in den paar Sätzen hier darstellst, denke ich nicht, das Du in einem Familienbetrieb in einer Kleinstadt glücklich wirst.
     
  6. #5 aerox11, 03.03.2015
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    Ja die firma wird folgendermaßen aufgeteilt. Das Unternehmen wird von uns beiden geführt später.
    51 % Dad
    25 % Bruder
    24 % ich

    Ich habe halt kein wissen in der Immobranche speziell was die Technik angeht. Ich bin aber sehr ehrgeizig und motiviert und werde auch vollgas geben und das so schnell wie möglich zu lernen.

    Ja ich kann ich könnte nach München ziehen ist nur 20/30 min entfernt.
    Als Unternehmensberater hat man halt sehr viel arbeit und stress und sieht nicht "viel". Kommt auch immer auf die Beratung an.
    Langfristig sehe ich mich eher als Unternehmer und Immobilien finde ich interessant und sehe darin auch einen Markt in der Zukunft in dem unsere Firma wachsen kann.
     
  7. #6 Investor1337, 03.03.2015
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    Ich würde klar das Karriere als Unternehmer bevorzugen. Vor allem wenn es noch Potential zum Ausbau gibt. ABER ich persönlich würde mir ein Unternehmen nicht mit 2 weiteren teilen wollen. Scheidet einer der beiden, vllt. der Vater in den nächsten 3-5 Jahren aus? Falls ja gut, sonst würde ich eine Art Schwesterunternehmen gründen, in der gleichen Branche aber mit anderer Spezialisierung das man sich nicht ins gehege kommt, aber die Kapazitäten, Reputation, Netzwerke etc. der Hauptfirma mitnutzen kann.

    Wie gesagt das nur meine eigenen Einstellung, jedem das Seine.
     
  8. #7 aerox11, 03.03.2015
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    Mein Dad wird in ca. 5 Jahren "aufhören" er wird dem Unternehmen aber immer verbunden bleiben da er es ja aufgebaut hat. MIttelfristige wird das Unternehmen dann von mir und meinem Bruder geführt werden.
     
  9. #8 Investor1337, 03.03.2015
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    Das ist doch eine gute Perspektive, dann würd ich bei dem Elterlichen Unternehmen einsteigen. Oft ist es aber so, das der "Senior" es dann nicht schafft loszulassen z.B. wenn arbeiten der einzigste Lebensinhalt war. In jedem Fall sollte es ein klarer Zeitplan gemacht werden, wer, bis wann und welche Verantwortung.
     
  10. #9 Helga29, 03.03.2015
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    Hi aerox,

    ich bin Diplom-Kauffrau und war bis 2012 sechs Jahre im Personalwesen tätig. Von daher ein paar Hinweise aus meiner Sicht.

    1. zu Deiner Berufserfahrung:
    Hier wartet ein wenig Frust auf Dich, denn Berufsausbildung und Praktika, Studentenjobs und Werkstudententätigkeiten werden nicht als "Berufserfahrung" gezählt. Sie sind Teil der Ausbildung, mehr aber nicht. Damals als ich studiert habe (in den Neunzigern) war ein Auslandspraktikum noch etwas Besonderes, heute ist das etwas, was nahezu unerläßlich ist.
    Berufserfahrung ist auch immer auf das bezogen, was der aktuelle Zielausbildungsplatz ist. Also wenn z.B. in einer Anzeige ein Unternehmensberater mit drei Jahren Berufserfahrung gesucht ist, dann meint das 3 Jahre im Consulting. Und nicht das, was Du vor Deinem Studium gemacht hast.

    2. zum Einstieg in eine Unternehmensberatung:
    Unternehmensberatungen rekrutieren oft Promovierte. Viele Profs und Privatdozenten verdingen sich als Consultants. Meines Erachtens braucht es für den Einstieg in eine ernstzunehmende Unternehmensberatung (der Begriff ist ja nicht geschützt...) als absolutes Minimum einen Masterabschluss mit sehr guten Leistungen. Ist ja auch logisch, Unternehmensberater werde meistens im Auftrag der Geschäftsleitung oder höherer Führungskräfte tätig und müssen ein entsprechendes Standing mitbringen.

    3. zur Selbständigkeit
    Der Weg vom Angestelltendasein ins Unternehmertum ist leicht, der umgekehrte vom Selbständigsein zurück in einen Arbeitsvertrag ungleich schwerer. Die Ansicht vieler Entscheider gegenüber Selbständigen ist "Sie tun es immer wieder" - also die Einschätzung, dass ein Entrepreneur anders tickt als jemand der sich in Hierarchien einfügen muss, Ziele gesetzt bekommt etc. Weiter stellt sich dann die Frage, warum jemand nicht mehr selbständig ist und da kommt schnell das hässliche Wörtchen "Scheitern" ins Spiel. Der Ausstieg aus dem Angestelltendasein will also gut bedacht werden.

    Warum nicht berufsbegleitend den Master machen? Mittlerweile gibt es da eine Vielzahl an Möglichkeiten. Von der Fernuni in Hagen bis zu diversen virtuellen Hochschulen oder den FOM in vielen Städten, die ihr Geschäftsmodell auf Berufstätige ausgelegt haben und maximale Unterstützung beim Studium bieten.

    VG Helga
     
  11. Duncan

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    Wie kommst du mit deinem Bruder unter Stress aus? Wie lief die Verständigung, wenn ihr euch mal geprügelt habt? Da kommt es sehr auf eure Persönlichkeiten an.

    Wenn ich überlege, ich sollte mit meiner Schwester ein Unternehmen führen...
    Kain und Abel sagt dir was?
     
  12. #11 aerox11, 03.03.2015
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    Ja das mit dem Zeitplan und Verantwortung muss geklärt werden. Ich will halt sehr viel lernen von meinem Bruder und Dad deswegen macht es mir erst mal nichts aus wenn mein Dad noch über die Schulter schaut. Er führt das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren erfolgreich und hat sehr viel Erfahrung.
     
  13. #12 aerox11, 03.03.2015
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    Danke für den Beitrag :)
    Zu 1. Da geb ich dir vollkommen Recht auch was 2. angeht hab ich halt "0" Erfahrung in der UB ausser die Praktika und die Erfahrung in der Indiustrie wird mir nicht angerechnet werden. Da hab ich dann bessere Chancen im Vertrieb bei einem Industiekonzern.

    3. Ich bin ein risikofreudiger Mensch und ich möchte die Herausfoderungen als Selbstständiger annehmen. Es besteht natürlich immer eine Gefahr des scheitern aber das Unternehmen gibt es jetzt schon seit 20 Jahren und steht sehr solide da. Ich gehe auch davon aus das es so weiter laufen wird und durch den momentanen Bauboom sogar besser laufen kann. Zusätzlich wäre ich ja noch mit an Bord und kann auch tatkräftig unterstützen.

    Das mit dem Master hab ich mir auch überlegt. Es gibt verschiedene Hochschulen die einen Master zb in Immobilienmanagement anbieten. Dies würde ich aber erst nach 2-3 Jahren Berufserfahrung ins Auge fassen.
    Was hast du sonst noch für Tipps aus deiner Erfahrung im Personalwesen?
    EIn FOM abschluss zählt doch heutzutage nicht wirklich oder?
     
  14. #13 aerox11, 03.03.2015
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    Ich und mein Bruder verstehen und eigentlich ganz gut auch wenn wir uns noch immer manchmal ärgern :P
    Von der Persönlichkeit sind wir eher verschieden. Er mehr der Techniker ich der Kaufmann mit Affinität zur IT . Wo er z:b. Null Ahnung hat. Die Grundeinstellung ist aber die gleiche.

    Ich bin aber auch jemand der viel liest und sich weiterbildet. Vor allem am Anfang bin ich darauf angewiesen von meinem Dad und Bruder viel zu lernen. Auch werde ich mit Vorurteilen kämpfen müssen weil mich jeder als der BWLer ansieht und die Leute auf dem Bau haben da gleich ein "BIld" von mir haben. "Keine Ahnung vom Bau, BWL Schnösel" usw.

    Wie vermeide ich am besten sowas? und wie komme ich kompetent rüber obwohl ich noch keine Anung habe und die Materie noch lernen muss?
     
  15. Duncan

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    geh ein Jahr mit auf die Baustelle und pack an. Sehen, lernen, machen. Kraft und Ausdauer mit Intelligenz ersetzen.

    Nicht hart arbeiten, clever arbeiten!
     
  16. #15 Helga29, 04.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 04.03.2015
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    Hallo aerox,

    aus meiner Personalererfahrung kann ich eine ganze Menge an Tipps geben. Nur möchte ich nicht ziellos HR-Prosa verfassen. Konkrete Fragen beantworte ich aber gerne.

    Zur Wertigkeit eines FOM-Abschlusses: Beim Rekrutieren von Personal überzeugt das Gesamtbild, das man beim Durchsehen einer Bewerbung bekommt.

    Nur täusch' Dich nicht - die allerwenigsten Berwerbungen werden überhaupt komplett durchgesehen. Ich hatte oft 100 und mehr Bewerbungen für eine einzige Stelle und da schaut die Auswahl dann so aus: Aufschlagen der Bewerbung beim Lebenslauf, Überfliegen des Lebenslaufes. Ganz oft können Bewerbungen nach einer Minute auf den Absagestapel wandern, weil eines oder mehrere der harten Kriterien wie beispielsweise notwendige Berufserfahrung oder eine Qualifikation wie Bilanzbuchhalter schlicht nicht vorhanden ist. Stufe 2 ist das sorgfältige Lesen des Lebenslaufs. Da wandert dann wieder ein nicht unerheblicher Teil auf den Absagestapel (beispielsweise weil man feststellt, dass man sogar mehrere richtig gute Bewerber hat, die in der gleichen Stadt wohnen, in der die Stelle zu besetzen ist -> da verzichtet man dann auf den Aufwand und die Unwägbarkeiten, Menschen in den Auswahlprozess einzubeziehen, die deutliche Pendelstrecken hätten oder sogar umziehen müssten). Stufe 3 dann das Durchlesen des Anschreibens. Eine Bewerbung ist bereits eine Arbeitsprobe und die Art und Weise wie der Bewerber das leidige Anschreiben aufbaut und argumentativ führt sagt viel aus. Der Inhalt selber ist zum Großteil komplett irrelevant (dass sie perfekt auf die Stelle passen und überhaupt leistungsstark, teamfähig und blubberdieblubber sind behaupten alle). Interessant sind lediglich die Gründe, die angegeben werden (Warum der Stellenwechsel, warum etwaige Brüche im Lebenslauf?). Und erst zuletzt geht man dann in die Zeugnisse und mach ein paar Querchecks hinsichtlich der tatsächlichen Tätigkeiten in früheren Jobs und vor allem auch hinsichtlich der Bewertung durch frühere Vorgesetzte (Zeugnissprache muss man da schon können).

    Na, jetzt habe ich doch einiges getextet. Letztlich wollte ich lediglich darauf hinaus, dass die FOM-Absolventen in aller Regel (voll) berufstätig sind während ihres nebenberuflichen Studiums. Die vergleichsweise anspruchloseren akademischen Leistungen werden ausgeglichen durch bewiesene Belastungsfähigkeit und Durchhaltevermögen (und Leidensfähigkeit). Ich studiere übrigens selber gerade im vorletzten Semester Wirtschaftsinformatik an der FOM und habe den Vergleich mit meinem ersten universitären Studium der BWL.

    VG, Helga
     
  17. #16 Helga29, 04.03.2015
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    Hier geht es um die Akzeptanz als Chef.

    Als Führungskraft überzeugst Du entweder durch exzellente Fachkenntnisse, oder durch Persönlichkeit/Charisma oder durch Deine Position in der Hierarchie (letztlich durch eine individuell gute Mischung dieser drei Eigenschaften).

    Deine Position in der Hierarchie ist relativ schwach (hinter Vater und Bruder). Die Fachkenntnisse sind noch nicht vorhanden. Und durch den Versuch mehr zu scheinen als zu sein verlierst Du deutlich beim Thema Persönlichkeit.

    Tarnen und täuschen ist ja eine nette Vorstellung, Bluffer werden im wirklichen Leben aber nicht ernst genommen. Wenn Du eine authentische Persönlichkeit bist, dann punktest Du in diesem Bereich. Dazu gehört zuzugeben, dass Du noch keine Ahnung hast und bereit zu sein vom Experten zu lernen. Der Experte kann in dem Fall der Hilfsarbeiter am Bau sein. Versuchst Du Dich durchzuschwindeln, dann wette ich mit Dir, dass Dir wenige Mitarbeiter direkt spiegeln werden wie einfach Du zu durchschauen bist und was für eine Zumutung das für Deine Gegenüber ist. Und dass weiter viele Mitarbeiter bei Deiner Abwesenheit über Dich als Witzfigur herziehen werden.

    Aber noch etwas anderes: Gibt das Unternehmen überhaupt 2 Geschäftsführergehälter (für Deinen Bruder und Dich) her?

    VG von Helga
     
  18. #17 aerox11, 07.03.2015
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    Ok danke für den Beitrag.
    Welchen Master bzw. Institution kannst du den empfehlen wenn man von BWL Bachelor kommt.
    habe von denen hier gehört: Die sollen nicht renommiert sein. Sind die wirklich dann auch so viel besser wie FOM /VWA, usw..

    1. Executive MBA Real Estate – Master Immobilien
    2. Master in Business mit Spezialisierung in Real Estate

    Die Frage ist auch brauch ich noch so teure, renommierte Master Kurse? Was ich bis jetzt so mitbekommen hab eher nicht. Mein Bruder hat Realschule und es läuft bei ihm.
     
  19. #18 aerox11, 07.03.2015
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    Ja da hats du Recht von dem Ranking her bin ich an unterster Position. Ich hab zwar den "höchsten" Abschluss der nützt mir aber nichts. Ich will auch von jedem lernen auch vom untersten Hilfarbeiter. Die Frage ist komm ich da auch wieder raus? Vielleicht werde ich immer als der "unwissende" BWLer angesehen?! Mein Ziel ist es am Ende natürlich nicht mehr Rang 3 sondern Rang 1 zu sein und dafür muss ich sehr gute Fachkenntnisse haben.

    Bis jetzt bekommt mein Bruder relativ wenig Gehalt. Ich werde das gleiche niedrige Gehalt bekommen. Mein Dad bezieht ein relativ hohes Gehalt (>10K). Falls er dann ausscheidet geh ich davon aus dass ich und mein Bruder das Gehalt aufteilen und gleich viel bekommen. Aber ich seh kein Grund wieso mein Bruder später mehr bekommen soll wie ich. Das ist eine Familienfirma und normalerweise sollten auch die Gehälter dann gleich sein.
     
  20. GSR600

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    So und hier geht der Ärger bereits los, das siehst Du so, evtl sieht Dein Bruder es so, dass er ja schon länger im Unternehmen arbeitet und deswegen mehr verdienen sollte wie Du.
     
  21. #20 Helga29, 10.03.2015
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    Zu Master im Immobilienbereich kann ich nichts sagen - k.A.

    Viele Grüße
    Helga
     
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