Ratlosigkeit bei Mietersuche

Diskutiere Ratlosigkeit bei Mietersuche im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ich bin nun seit gut 6 Wochen auf Mietersuche, habe aktuell in der Lokalzeitung inseriert, Aushänge gemacht und online sowieso. Leider ist die...

  1. Nonni

    Nonni Gast

    Ich bin nun seit gut 6 Wochen auf Mietersuche, habe aktuell in der Lokalzeitung inseriert, Aushänge gemacht und online sowieso. Leider ist die Nachfrage doch nicht so groß wie erwartet. Bis jetzt gab es nur zwei vernünftige Kandidaten, die leider abgesagt haben.

    Die Wohnung liegt bei 8€/qm in einer Kleinstadt unweit von Frankfurt und ist 100qm groß. Sie ist modernisiert und gepflegt, der Preis liegt im Durchschnitt. Leider bekomme ich zunehmend Anfragen von Familien mit mindestens drei Kindern, mindestens einem Hund und meist auch noch ohne Arbeit... Oder Anfragen mit Kontaktaufforderungen, oft in schlechtem Deutsch. Ich bin schon kompromissbereit geworden, schreibe zurück, Sie sollen doch bitte noch ein paar Angaben machen, aber dann kommt schon keine Antwort mehr. Ich würde inzwischen auch Katzen akzeptieren, oder Familien mit zwei Kindern, obwohl es nur 3 Zimmer gibt... Ansonsten bin ich grade echt ratlos.

    Was ist hierzu Eure Meinung, sind Eure Erfahrungen?
    Danke und lieben Gruß!
     
  2. Anzeige

    Schau mal hier: Ratlosigkeit bei Mietersuche. Dort wird jeder fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    5.268
    Zustimmungen:
    2.221
    Ort:
    Münsterland
    Ein guter Interessent, der den Vertrag abschließt, reicht. Es ist nicht unbedingt besser, wenn du der Interessentenflut nicht mehr Herr wirst.

    Lieber einen (weiteren) Monat Leerstand, als überstürzt an den Falschen zu vermieten.

    Und möglichst alles so weit vorbereiten, dass der gute Interessent, der noch ein oder mehrere weitere Wohnungen in der Pipeline hat, nicht 10 Minuten vor deiner Zusage schon eine Zusage von der Konkurrenz bekommen hat. Du musst schneller sein als die Konkurrenz-Vermieter ;-)

    Ich habe immer schon den Vertragsvordruck parat liegen, staune selbst immer wie viel man dort schon ausfüllen kann, ohne überhaupt einen einzigen Interessenten zu haben.
     
    Immofan, Andres und Melanie123 gefällt das.
  4. #3 Schabulski, 06.03.2019
    Schabulski

    Schabulski Benutzer

    Dabei seit:
    08.02.2019
    Beiträge:
    44
    Zustimmungen:
    10
    Ich schaue immer nach Wohnungsgesuchen. Z. B. im ImmoTeil der Tageszeitung, Immowelt, ebay-Kleinanzeigen und einigen anderen. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.
     
    Immofan gefällt das.
  5. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    10.187
    Zustimmungen:
    4.436
    Wenn man mehr Interessenten will, könnte man da mal etwas genauer nachforschen:
    • Lokalzeitung ist eine eher spezielle Zielgruppe: Es ist nicht so, dass nur noch "alte Säcke" Zeitung lesen würden, aber in den Immobilienteil verirren sich dort doch eher wenige jüngere. Will ein Rentner(paar) eine 100 m²-Wohnung mieten? Wer in dem Alter umzieht, will sich oft eher verkleinern. Außerdem ist die Frage, ob die Wohnung für ältere Mieter überhaupt attraktiv ist, z.B. Lage (ruhig), Stockwerk (unten oder Aufzug) und Bad (barrierefrei oder zumindest -arm). Wenn die Wohnung nicht in diese Zielgruppe passt, kann man sich das Geld sparen.
    • Aushänge sind auch eher speziell. Aushänge an den örtlichen Hochschulen können durchaus eine gute Reichweite haben und schnell zum Erfolg führen, aber gibt es bei dir überhaupt Nachfrage? 100 m² wäre dann eine WG. Ist die Wohnung dafür geeignet und wäre das für dich ok? Aushänge im Supermarkt usw. würde ich komplett vergessen.
    • Online ist reichlich unspezifisch. Immoscout, Quoka, ebay Kleinanzeigen? Hast du mal versucht, deine Wohnung dort zu finden? Hübsche Bilder dabei? Das ist der Weg, über den man heute die beste Reichweite erzielt, also sollte der Auftritt passen.


    5 Personen auf 100 m² wäre mir zu viel, egal wie die Nachfragesituation ist. Gegen "ohne Arbeit" hilft es meist, eine Miete zu verlangen, die über den örtlichen KdU liegt.

    Dann wieder "grundsätzliche" Überlegungen: Wer ist eigentlich die Zielgruppe für 3 Zimmer, 100 m² in der Nähe von Frankfurt? Für Singles ist das ja nicht gerade klein. DINKs werden wohl eher versuchen, in der Stadt selbst zu wohnen. Ab 2 Kindern könnte die Raumaufteilung ein Problem werden, außerdem sind für meinen Geschmack 4 Personen auf 100 m² die Obergrenze. Familien mit Kindern und gutem Einkommen werden sich außerdem oft in Richtung kaufen orientieren. Du merkst, dass der "Filter" schon ziemlich speziell ist?

    Ich habe in einer ähnlichen Situation mal aus einer Wohnung zwei gemacht. Das ist eine eher extreme Maßnahme, hat in dieser Situation gut funktioniert. Das Ergebnis waren nämlich zwei Wohnungen, die für nahezu jeden Single in jeder Lebenssituation geeignet sind, was aus einer schwer vermittelbaren Wohnung zwei stark nachgefragte Wohnungen gemacht hat. Ob das in deinem Fall sinnvoll (oder überhaupt möglich) ist, mag ich nicht beurteilen. Zu überlegen, wer deine Wohnung überhaupt mieten würde, ist aber immer eine gute Idee.


    Sei dankbar - ich glaube nicht, dass das gute Mieter geworden wären. Ich erwarte ja keine zukünftigen Literaturnobelpreisträger und kann bei guter Laune auch über erhebliche Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung hinwegsehen, aber wer für einen solchen Anlass nicht wenigstens ein paar Worte verständlich formulieren kann, den will ich nicht haben. Dass ein Bekannter mit besseren Deutschkenntnissen die Anfrage formuliert und der Interessent immer den gleichen Text schickt, würde ich ja gar nicht merken und der Aufwand dafür ist wirklich ...


    Und dann das, was @dots schreibt: Bei schwieriger Lage muss das eigene Auftreten gegenüber den wenigen guten Interessenten absolut professionell sein. Freundlich, schnell, reibungslos - aber nicht zu sorglos.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 06.03.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    4.554
    Zustimmungen:
    2.772
    In welchem Durchschnitt?
    Mietspiegel oder Wunschmiete in Anzeigen für Neuvermietungen?
    Die "Mietspiegel" von Immoportalen richten sich nach den Wunschmieten der Angebote. Ob die dann wirklich auch im Vertrag stehen, wird dort nicht dokumentiert.
    Wohnungssuchende nehmen lieber einen Mietspiegel mit ortüblicher Vergleichsmiete der Gemeinde als Maßstab, was für sie eine Durchschnittsmiete ist.
    Die wirkliche KM liegt bei Neuvermietungen dann meist irgendwo zwischen dem offiziellen Mietspiegel und dem Wunschmietspiegel der Portale.

    Evt. auch mal über den psychologischen Effekt der nicht "vollen" Euros nachdenken. die Werbung macht das doch wunderbar vor.
    Eine KM knapp unter den magischen 8,-- €/m² (z.B 7,98 €/m²) wirkt einfach viel günstiger auf die Meisten, obwohl der Unterschied auch bei einer 100 m²-Wohnung nicht weltbewegend ist. Gefühlt sind das aber Welten.
     
  7. #6 notwendiges Übel, 06.03.2019
    notwendiges Übel

    notwendiges Übel Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.04.2014
    Beiträge:
    258
    Zustimmungen:
    148
    Ich tu mich auch schwer mit der Mieterauswahl.
    Im Zweifel laß ich mir Zeit.....und greife dann daneben ;).
    Ich bin auch so altmodisch und habe gern einige Sätze als Zuschrift. :005sonst:

    Auch wenn die Rückmeldebewertung dadurch nicht besser wird...auf „Noch da?“....als Anfrage reagiere ich nicht.
    ...und an Kinder vermiete ich auch nicht (z.B. Junger Mann noch in der Ausbildung, junge Frau holt den Schulabschluss nach) ....und Leute mit denen ich mich gar nicht verständigen kann, fallen auch raus.
    Wer darüber handeln will daß die Küche ihm gehört wenn er lange genug Miete dafür gezahlt hat, fällt auch aus der Auswahl.
    ....und seit meiner letzten Bauchlandung gibt´s die Schlüssel wirklich erst nach der Kautionszahlung.

    Wie gesagt, ich laß mir lieber Zeit. Als ich bei der letzten Auswahlrunde schon fast aufgegeben hatte, hat sich ein ortsansässiges Unternehmen mit sehr gutem Ruf gemeldet, das für seinen Mitarbeiter gesucht hat.
     
    Nanne und immodream gefällt das.
  8. Nonni

    Nonni Gast

    Danke für Eure Hinweise!

    Und danke für dein Hineindenken, @Andres ! Mit der Zielgruppe triffst du ziemlich genau den Nagel auf den Kopf, was dein Ausschlussverfahren angeht. Sie wäre schon geeignet für ein älteres Paar (barrierearm, deswegen auch die Lokalzeitung), das aber auch den extra Platz nutzen wollte (für Gäste, Hobby, Büro). Ein Umbau wäre hier nur schwer möglich. Wie hast du das in Sachen Eingangstür und Küche gelöst?

    Ja, das ist ja eigentlich auch gesunder Menschenverstand. Ich frage mich auch, wie die dann den Mietvertrag verstehen wollen... Aber ich frage mich eben auch, wer die überhaupt nimmt. Aber das ist dann wohl nicht mein Problem...
     
  9. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    10.187
    Zustimmungen:
    4.436
    Die Wohnung ist im Dachgeschoss und der Zugang vom Treppenhaus war quasi in der Mitte der Wohnung. Dort gibt es jetzt einen kleinen Treppenabsatz, von dem zwei Wohnungseingänge (rechts/links) abgehen. Zugang zu den Strängen für Sanitär und Küche war auch kein Problem, da in der alten Aufteilung das Bad rechts und die Küche links war (d.h. Frisch- und Abwasser war ohnehin auf beiden Seiten vorhanden), Anschluss für den Abzug in der neuen Küche war auch nur ein Anschluss an bereits vorhandene Entlüftung aus dem unteren Stockwerk. Effektiv war sonst noch zu machen:
    • die Elektrik, aber das wäre dort eher früher als später sowieso angefallen,
    • ein paar zusätzliche Wände (Trockenbau),
    • geringe Anpassungen am Leitungsnetz Wasser und Heizung,
    • die Einrichtung des zweiten Bads (überwiegend Eigenleistung),
    • Renovierung aller Oberflächen (komplett Eigenleistung).

    Das sind alles etwas besondere Umstände gewesen und allgemein sehe ich solche großen Umbauten wirtschaftlich kritisch. Das Geld muss man ja erst mal wieder einspielen und bis sich ein paar Monate Leerstand auf einen fünfstelligen Betrag summieren, hat man außer dem guten Gefühl, keinen Leerstand zu haben, eigentlich keinen Nutzen. Insgesamt war das bei mir vor 10-15 Jahren ein kleiner fünfstelliger Betrag (und die eigene Arbeitszeit), den ich inzwischen locker wieder eingespielt habe. Für zwei Wohnungen mit gut 40 m² bekommt man halt mehr Miete als für eine Wohnung mit knapp 100 m². Die Nachfrage an solchen Wohnungen ist auch ziemlich unbegrenzt. Mit weniger Eigenleistung oder weniger Mietsteigerung hätte sich diese Geschichte wahrscheinlich weniger gelohnt.

    Ist leider eine unangenehme Erkenntnis, die ich immer wieder bestätigt sehe: Wenn Planung und Bau einer Immobilie an den technischen oder wirtschaftlichen Anforderungen vorbei gehen, ist das später kaum noch zu korrigieren. Schlechtes Fundament, Dämmung der Gebäudehülle, fehlendes Tageslicht oder wie hier die Aufteilung in Wohnungen - man kann das alles ändern, aber wirklich lohnend ist es eher selten ...
     
  10. Logos

    Logos Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    01.02.2015
    Beiträge:
    222
    Zustimmungen:
    29
    Hi Nonni,
    ich war Ende 2018 in der gleichen Situation. 110 qm, 3 Zimmer im DG.
    Die Wohnung liegt in einem sehr gefragtem Speckgürtel einer beliebten Großstadt.

    Ich dachte Anfangs auch, dass uns die Wohnung aus den Händen gerissen wird.
    Pustekuchen.
    Die Größe und Anzahl der Zimmer schränkt den Kreis sehr ein.

    Am Ende hat es ein sehr sympatisches Ehepaar mittleren Alter + 1 Kind mit gutem Beruf bekommen.

    Mehr gibt deine Wohnung aufgrund der beschränkten Anzahl der Räume nicht her.
    Trotz der Größe werden Ehepaare es sich zweimal überlegen, da bereits ein zweites Kind nicht ohne weiteres mehr Platz hat.

    Kurz gesagt:
    Große Wohnung, wenig Räume, eingeschränkter Mieterkreis.
    Alleine bei mir hat es 2,5 Monate gedauert.
    In dem Zeitraum waren ca. 5 Bewerber davon wären nur 2 in die Nähere Auswahl gekommen.
    Also quasi NIX.
    Abwarten, und nix überstürzen....wenn der Bauch und Kopf nein sagt, lieber noch einen Monat warten.

    Grüße Logos
     
  11. #10 notwendiges Übel, 06.03.2019
    notwendiges Übel

    notwendiges Übel Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.04.2014
    Beiträge:
    258
    Zustimmungen:
    148
    @Nonni, das sagst Du so.
    Die Zuschrift kam von einer Frau mit nicht zu auswärtig klingendem Namen und war in relativ gutem Deutsch geschrieben.
    Bei der Besichtigung mußte ich mein seit Jahrzehnten eingerostetes Englisch bemühen, weil die wirklich nette bulgarische Frau kein Deutsch konnte, Englisch nicht viel besser wie ich und der Mann, der seit einigen Monaten in Deutschland arbeitete, nichts gesagt hat (außer „guten Tag“)
    Die Zuschrift ist mit dem Google-Übersetzer entstanden.
    .....außerdem sollte die Kaution erst nach einigen Monaten und in Raten gezahlt werden.
    Wie gesagt, ich möchte mich gern mit den Mietern verständigen können.
     
    Nanne, dots und immodream gefällt das.
  12. #11 ehrenwertes Haus, 06.03.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    4.554
    Zustimmungen:
    2.772
    Ähm, den sollten aber auch einige der deutschen Urbevölkerung verwenden, um aus zig SMS Abkürzungen wieder vollständige Sätze bilden zu können.

    Knigge ist ja angeblich wieder angesagt. Davon merke ich aber nichts bei Anfragen ohne Anrede, in Du-Form + Bussi mit Vornamen.
    Bei allem Verständnis, dass die Anrede "SIE" vom Aussterben bedroht ist, ich steh nicht drauf beim Erstkontakt von Leuten, die meine Kinder oder Enkel sein könnten geduzt zu werden und ich meinen Vornamen rausrücken soll oder der Nachname meines Gegenübers ein ungelöstes Rätsel bleiben soll.
    Bei nicht deutschstämmigen Interessenten habe ich teilweise mehr Verständnis, wenn solche Dinge nicht perfekt klappen. Solange ich den Eindruck habe es liegt an den Sprachkenntnissen (an denen man noch arbeitet) und nicht an Ignoranz.
     
    Wohnungskatz, notwendiges Übel, immobiliensammler und einer weiteren Person gefällt das.
  13. #12 dabescht, 07.03.2019
    dabescht

    dabescht Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.10.2012
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    39
    Also ich inseriere schon lange nicht mehr auf immoscout, immonet etc. Erstens scheue ich die Kosten (50€ für zwei wochen!) und zweitens ist die Resonanz (hier im Rhein-Neckar-Kreis) garnicht mal so dolle. Anzeigen in Tagesblatt der Gemeinde ist ne aussterbend Sache. Liest kaum einer der Zielgruppe.

    Für mich gibts nur noch ebay-kleinanzeigen. Die Resonanz ist da sogar zu gut. Man muss halt gewaltig aussortieren.

    Mein Fazit nach über 100 durchgeführten Besichtigungen:

    Klär vorher soviel wie möglich tel./via Mail ab. Erspart dir Zeit und Nerven. Und dann: Hab Geduld. Lieber 3 Monate Leerstand als Assis die dir die Wohnung versauen und nicht zahlen.

    Ich hatte, trotz ganz passabler Lage und gutem Angebot auch schon 4 Monate lang gesucht. Letztlich hatt es sich gelohnt. Der jetzige Mieter ist super unkompliziert, ordentlich und zahlte bisher immer pünktlich. Hoffentlich bleibt er noch ewig. Ich hätte die Whg. auch nach drei Tagen vermieten können. Allerdings wollte ich nach eigenhändig durchgeführte Renovierung restlos überzeugt sein.
     
  14. Nonni

    Nonni Gast

    Das ist im Moment auch meine Erfahrung. Das Gute bei Immoscout ist halt, dass die Interessenten direkt ein paar Daten über sich eingeben müssen. Aber gebracht hat auch das bisher nichts. Also abwarten und Tee trinken.

    @Logos : Wo hast du über die lange Dauer inseriert?
     
  15. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    6.433
    Zustimmungen:
    1.311
    Dumm nur, wenn die Wohnung drei Monate leer steht und Du dann mit Überzeugung den richtigen Mieter gefunden hast, der sich letztendlich als Dreckspatz zeigt. Merkst erst beim Auszug. Den Charakter eines Mieters sieht man erst im Laufe der Mietzeit, da kann ein Hartz-4-Empfänger besser abschneiden als ein Oberstudienrat.
     
    immodream und notwendiges Übel gefällt das.
  16. #15 dabescht, 07.03.2019
    dabescht

    dabescht Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.10.2012
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    39
    vermieten ist nicht ohne risiko. man kann nur versuchen es zu mindern. mit der zeit entwickelt man auch eine gewisse menschenkenntnis. abgesehen davon dass ich an hartz 4 allein schon wegen der miethöhe nicht vermiete, kommt es doch sehr drauf an warum jemand hartz 4 ist. "ich find einfach nix" ist bei der beschäftigungslage einfach gelogen.
     
  17. #16 Nanne, 07.03.2019
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2019
    Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    6.433
    Zustimmungen:
    1.311
    Es gibt solche und eben auch die ganz anderen. Stell Dir mal vor ein gut ausgebildeter Facharbeiter wird wegen Insolvenz seines Arbeitgebers arbeitslos. Der Betrieb wurde geschlossen. Nun ist dieser Arbeitnehmer ja nicht an seiner Arbeitslosigkeit schuld. Der Mann hat Familie, Kinder, eine schöne angemessene Wohnung, und nun kommt mtl. einiges weniger an Geld in's Haus.Dieser Mensch ist inzwischen nicht mehr der Jüngste und in seinem Fach im Moment auch nichts zu bekommen. Was
    glaubst Du wie sich der fühlt? Er sieht andere Männer zur Arbeit gehen und abends heimkommen, er wird sozusagen nicht gebraucht.

    Diese Menschen haben mein tiefstes Mitgefühl, wogegen ich die ganz anderen verabscheue. Nur mal aus Sicht einer alten Frau.
     
    Yoogi, Wohnungskatz, immodream und einer weiteren Person gefällt das.
  18. #17 ehrenwertes Haus, 07.03.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    4.554
    Zustimmungen:
    2.772
    Na dann ist die neue Zielgruppe als Idealmieter doch gefunden.
    Bleibt nur noch die Frage, ob sich dann zu Amtskonditionen das Vermieten noch rentiert oder ob der VM dann den Mieter subventioniert...

    Aber gut, eine alte Frau hat evt. finanziell ausgesorgt und keine Schulden mehr auf ihren Immos. Dann kann man auch Mieter subventionieren und nach Mitgefühl die Mietkandidaten auswählen. Alle Anderen sollte aber mehr auf die Zahlungsfähigkeit ihrer Mieter achten. Die Währung "Sympathie" haben Banken noch nicht in petto um laufende Kredite zu bedienen.
     
  19. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    6.433
    Zustimmungen:
    1.311
    Was hoffentlich auch der Wahrheit entspricht:15:
     
  20. #19 dabescht, 07.03.2019
    dabescht

    dabescht Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.10.2012
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    39

    Natürlich gibt es Solche und Solche. Es gibt auch die Alleinerziehende von zwei kleinen Kindern die einfach nicht arbeiten kann wg. den Kindern. Aber um bei deinem Beispiel zu bleiben: Der ältere Facharbeiter fällt nicht sofort auf Harz4. Er erhält je nachdem wie lange er zuvor beschäftigt war 12-24Monate ALG 1. Und in der Zeit ist es, zumindest hier in Süddeutschland möglich einen Job zu bekommen. Und als Facharbeiter, ganz egal welche Branche, da lehn ich mich aus dem Fenster, ist er hier keine 3 Monate arbeitslos. Und Mindestlohn wird er auch nicht bekommen. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel Stellenanzeigen und Werbung gesehen wie dieser Tage. Fachkräfte werden Händeringend gesucht. In meiner Bekanntschaft (Fuhrunternehmen/Installateur) wird seit geraumer Zeit versucht Leute aus der Firma abzuwerben.
     
  21. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    6.119
    Zustimmungen:
    3.086
    Ort:
    Mark Brandenburg
    je, nach Region und Lage sind die Mieten zu KdU-Konditionen durchaus auskömmlich, insbesondere wenn die Immobilie an sich nicht so ganz wunderprächtig ist. Klar wird das so nix mit maximaler Rendite, aber je nach konkreter Situation kann man durchaus ganz bewusst auch Mieter "vom Amt" suchen und damit einen guten Schnitt machen. Und ja da hat Nanne durchaus Recht, Bezug von Leistungen vs. "Sozialadel in dritter Generation" macht einen himmelweiten Unterschied, auch wenn auf dem Kontoauszug genau das gleiche steht und die rechtlichen Gegebenheiten identisch sind.
     
    Ferdl gefällt das.
Thema: Ratlosigkeit bei Mietersuche
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. vermieterforum mietersuche

    ,
  2. vermieter Forum mietersuche

Die Seite wird geladen...

Ratlosigkeit bei Mietersuche - Ähnliche Themen

  1. Mietersuche Erfahrungen? Anzeigen usw.

    Mietersuche Erfahrungen? Anzeigen usw.: Welche Erfahrungen habt ihr als Vermieter bei der Mietersuche erlebt?
  2. Mietersuche und Datenschutz

    Mietersuche und Datenschutz: Hallo zusammen, ich habe mal generelle Fragen: 1) Muss ich bei einer Immobilien Anzeige für eine Wohnung, irgendwas wegen dem neuen Datenschutz...
  3. Wohnung erstmalige Mietersuche

    Wohnung erstmalige Mietersuche: Hallo. Ich habe eine Wohnung die ich ab 01.09. Vermieten kann bzw. muss. Hatte mich bisher nie mit Mietersuche beschäftigt da bisher einguter...
  4. Mietersuche wird immer schlimmer ( 1000 Wohneinheiten )

    Mietersuche wird immer schlimmer ( 1000 Wohneinheiten ): Hi Leute, ich bin Immobilienkaufmann und arbeite bei einer großen Immobilienfirma mit über 1000 Wohneinheiten die ich betreue. Bei großen...
  5. Wie Mietersuche organisieren

    Wie Mietersuche organisieren: Hallo, wie organisiert ihr die Suche neuer Mieter, sofern ihr das nicht an den Makler abgebt? Die Wohnungen liegen in einer Kleinstadt mit ca. 30T...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden