Ratten durch Vogelfutter vom Mieter angelockt

Diskutiere Ratten durch Vogelfutter vom Mieter angelockt im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Ich bin Eigentümer und wohne im selben Haus. Eine Mieterin hat auf Ihrer Terasse bereits im Sommer damit begonnen Vögel zu füttern. Hierzu...

  1. #1 VM-Norbert, 26.01.2010
    VM-Norbert

    VM-Norbert Neuer Benutzer

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    Hallo
    Ich bin Eigentümer und wohne im selben Haus.
    Eine Mieterin hat auf Ihrer Terasse bereits im Sommer damit begonnen Vögel zu füttern. Hierzu sind mehrere Futterhäuser von ihr aufgestellt worden. Der Vorgarten war beim Einzug zweifelsfrei Rattenfrei. Das Vogelfutter ist natürlich auch auf die Terasse und das Gras heruntergefallen. Dieses nahmen seit ca. 2 Monaten die Ratten als Futterstelle natürlich an. Die Ratten lassen sich nicht einmal von der Ansicht der Menschen und anderen Tieren stören. Inzwischen sind mehrere Eingänge zu den Rattenbauten entstanden. Vor ca. 2 Wochen hat die Mieterin Rattengift ausgelegt. Die Vögel werden aber weiter gefüttert.


    Laut meinen Informationen hat das Vogelfutter einen besonders hohen Anteil des Vitamins K1. Dieses soll das Gegemittel für das Rattengift sein und hebt die Giftwirkung auf. Das entstehende Rattenrudel soll dann resistent gegen das Gift werden.
    Wer gann mir hierzu was sagen?


    Wir wohnen seit über 40 Jahren hier und Ratten sind hier von mir nur im getöteten Zustand von einer Katze und einmal von unserem Hund angeschleppt worden.
    Lebende Ratten dind in diesen Jahren nicht gesichtet worden.

    Wer kann mir wertvolle Tips geben wer die Kosten für die Beseitigung zu tragen hat.

    Wer kann mir sagen ob ich ein Verbot zum Füttern der Ratten bzw. der Vögel aussprechen darf?

    Wir möchten hier keinesfalls einen Rechtsstreit und sind weiter im Gespräch. Es herrscht hier ein ruhiger Ton unter uns.

    Danke von Norbert
     
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  3. #2 BarneyGumble2, 27.01.2010
    BarneyGumble2

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    Mal abgesehen davon, dass ich es unverantwortlich finde, bereits im Sommer die Vögel zu füttern (bei starkem Frost natürlich schon, aber sie sollten sich nicht daran gewöhnen, sonst könnten die Vögel ein großes Problem bekommen, wenn plötzlich die Futterquelle versiegt), würde ich mit der Mieterin das Problem einfach mal besprechen. Will denn die Mieterin mit Ratten zusammenleben?

    Wenn ein normales Gespräch nichts bringen sollte, muss man entweder abmahnen oder mit den Ratten leben...

    Da Ihr wohl auch einen Hund habt, wäre ich mit Rattengift SEHR vorsichtig!

    Falls es sich um ein Zweifamilienhaus handelt, in dem der Vermieter selbst eine Wohnung benutzt, könnte man im Notfall etwas einfacher Kündigen als in den meisten anderen Fällen.
    Aber ich denke, da der Themenstarter keinen Rechtsstreit möchte, wird nur das Gespräch bleiben :gehtnicht
     
  4. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Die Kosten der Ungezieferbekämpfung trägt meines Wissens nach der Hauseigentümer.

    wir füttern auch seit 25 Jahren die Vögel, haben aber bisher noch keine Ratten gesichtet.
     
  5. #4 lostcontrol, 27.01.2010
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    die kosten der ungezieferbekämpfung können mit den betriebskosten umgelegt werden, sofern der verursacher nicht festgestellt werden kann.
    hier kennt man den verursacher und laut diverser gerichtsurteile wird dieser dann auch bezahlen müssen.

    ALLERDINGS:
    dass man ratten nie lebend gesichtet hat bedeutet nicht dass sie nicht da wären.
    die kanalisation ist voll von ihnen, überall auf der welt, und kanalisation dürfte ja vorhanden sein. normalerweise bleiben sie aber in der kanalisation, wenn man sie nicht durch futter (vogelfutter, komposthäufen etc.) anlockt.
    dass katz und hund schon welche gefangen haben bestätigt, dass welche da sind.

    ich würde der mieterin die vogelfütterung ausserhalb der dafür sinnvollen zeiten verbieten (vielleicht mal info-material vom BUND oder so besorgen, gibt's so einiges als download, und der mieterin überreichen), den kammerjäger die sache mal anschauen lassen was er dazu meint und dann entscheiden was zu tun ist.
    vielleicht ist garkeine grossartige vernichtungsaktion nötig.

    ich denke das ist ein typischer fall bei dem fehlende information zu falschem verhalten geführt hat, das lässt sich sicher durch aufklärung ändern...
     
  6. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Stimmt, jetzt erinnere ich mich wieder: der Vermieter streckt vor und legt auf die BK um, sofern dies im MV vereinbart wurde.

    Ratten gibt es selbstredend überall in der Kanalisation, ebenso wie Mäuse.
     
  7. #6 Sassa, 06.09.2020
    Zuletzt bearbeitet: 06.09.2020
    Sassa

    Sassa Neuer Benutzer

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    10 Jahre später - inzwischen wird zur Ganzjahresfütterung geraten - weil die Vögel nichts mehr finden und Spatzen bereits unter Naturschutz stehen u.a.
    Ich würde genügend große Gefäße empfehlen evt mit Unterteller, so dass alle Arten von noch vorhandenen Vögeln zwar ran kommen können, aber nichts
    raus oder runter fällt. Zu den "festen Zeiten" nun ja - je nach Hunger kommen die auch öfter als 2-3x/Tag.
    In B sah ich vor 2 Jahren noch Sperlinge - in E nicht mehr.
    Über Tauben wird geschimpft aber die natürlichen Feinde - Greifvögel - gibt es auch praktisch nicht mehr. -
    Taubenfütterungsverbot in D nicht generell - es gibt kein Bundesgesetz - aber manche Länder/Städte/Gemeinden sagen klar: "Wir wollen keine Tiere".
    Sichern sich aber gesetzlich ab mit 1-2 Taubenhäusern.
    Fensterfütterung - kann ein Vermieter nicht generell verbieten - außer ... nun ja - entweder versteht man sich oder nicht.
    Zumindest Tauben haben hörbar Hunger und sichtbar am ggf weißen Kot oder grünlichen Schleim> Hungerkot- erkennbar.
    Gesunde Tauben fühlen sich angenehm an und der Kot besteht nur aus einem kleinen, braunen Kringel - die 2-3 auf der Fensterbank weht der Wind/Regen weg oder lässt sich leicht mit 1 Stück Toilettenpapier anstupsen und runter damit. (Das Papier in die Toilette oder je nachdem in den Müll).
    Sie waren auch vor einem Jahr da - aber da bettelten sie bei weitem nicht so wie dieses Jahr seit Mai.
    Sie finden in den Innenstädten kaum noch was, Bäckereien u.ä. wurden angehalten sauber zu kehren - Universitäten wirken leer ...
    Manche füttern am Fenster - mit Maisenknödel sind Tauben (zu) schnell fertig in einem Tag bis zu 1-2 Stunden (vor einem Jahr 7 Tage) - Tauben/oder Ganzjahresfutter sättigt besser ist gesünder - aber da besteht tatsächlich die Gefahr dass durch Flügelschlag und Futterneid was runter fällt. Das kann man umgehen mit einem genügend großen Gefäß angebunden auf der Fensterbank - vorausgesetzt die Ruhe und Grundfreundlichkeit bleibt erhalten und Andere fangen nicht an, herum zu schreien und die Tiere durch Geräusche oder Bewegungen zu erschrecken/verscheuchen. Die Vögel lassen nichts übrig. Sie picken alles auf und weg, das kleinste Graskorn,(von den Grünanlagen eines großen Immobilienunternehmens) Hirse oder Paprikagriepsche/kerne. Reis oder Mais, Nüsse klein gehackt sowieso. - Organisieren muss der Mensch.
    Maisenknödel für Meisen falls es tatsächlich noch eine Blaumeise o.ä. gibt - kann man höher ggf an ein anderes Fenster zum Hof hängen.
    Vögel werden weder "zu dick" noch "verfetten" sie.
     
  8. NoName22

    NoName22 Neuer Benutzer

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    Danke, genau so ist es. Ich füttere seit über 10 Jahren ganzjährig, leider werden in allein Gärten rundum immer mehr Bäume (= Lebens- und Brutraum) abgesägt, so dass auch in meiner Stadt es nur mehr wenig Vögel gibt. Den meisten "Schaden" richten hier Freilaufkatzen an, nicht Tauben oder so was...Tauben kommen zwar ab und zu auch, fressen aber und fliegen dann wieder weg und bleiben nicht lange.
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 15.09.2020 um 13:22 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    @Sassa

    bitte keinen Leichen ausgraben.

    Deine Hinweise mögen gut gemeint sein, hilft dem TE nach über 10 Jahren ganz sicher nicht mehr weiter.
    ... und wir befassen uns eigentlich nicht mit Hungersnot von Wildvögeln, sondern wenn überhaupt, mit den mietrechtlichen Auswirkungen von Vogelfütterung.
     
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