Rausfinden ob sie diese Investitionen lohnen

Dieses Thema im Forum "Immobilienmarkt /Investments" wurde erstellt von Maggi2015, 28.12.2014.

  1. #1 Maggi2015, 28.12.2014
    Maggi2015

    Maggi2015 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Lese zwar schon einiges über Vermieten, aber blicke noch nicht ganz durch.

    Ich überlege mir vier ETWs zu kaufen, Eigenkapital ist vorhanden.
    Allerdings will ich nicht alles an Eigenkaptial rein stecken.
    Kaufpreis für alle vier ETWs sind: 200000 Euro.

    Was bezüglich EnEV2014 noch gemacht werden muss, keine Ahnung.
    Nach altem Energieausweis (2009) haben die ETWs von 130 bis 185 kWh/(qm*a)


    Kaltmiete wäre insgesamt: 1800 Euro / Monat. Aktuell.
    (2x 400 Euro, 2x 500 Euro)

    Jetzt bin ich am überlegen, ob sich das lohnt.
    Bzw. wieviel Eigenkaptial reingesteckt werden sollte, damit es sich rentiert.

    Der Kredit sollte von den Mietern im Prinzip abgezahlt werden und es sollte monatlich noch etwas aktuell übrig bleiben.

    Abgezahlt sollten die vier ETWs nach ca. 10-15 Jahren sein.
    So die Idee.

    Von Beratern bekam ich die Auskunft, das 40000 Euro bis 60000 Euro für das Projekt als Eigenkaptial
    ausreichend wäre.

    Bekam auch den Tipp eine GmbH mit dem Projekt zu gründen und vielleicht noch weitere Investitionen zu tätigen.
    Leider oder verständlicherweise, da ich mich mit sowas noch nicht beschäftigt habe/hatte, weiß ich nichts darüber.

    Auch wüsste ich, wie man einen Werterhalt oder Wertsteigerung erzielen kann bzw. wodurch?

    Jetzt suche ich konkrete Berechnungsbeispiel, und Personen, die sowas umgesetzt haben.

    Hätte einen Verwalter, der sich um die Abrechnung und Hausmeistertätigkeiten kümmert, falls nötig. Weiß allerdings nicht, was sowas kosten sollte/darf.

    Hat hier vielleicht jemand praktische Tipps.

    Vielen Dank im Voraus.

    Schöne Grüße
    Maggi
     
  2. AdMan

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  3. netzer

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    Vier ETW für 200k?
    Da bekommt man bei uns gerade mal zwei Zimmer für das Geld.....
    Tut aber jetzt nichts zur Sache.

    Ich halte deinen Plan für realistisch
     
  4. #3 Maggi2015, 28.12.2014
    Maggi2015

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    Hallo netzer,

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Ja, die vier kämen zusammen auf ca. 200000 Euro.

    Ich habe jetzt nach einem Sachverständigen geschaut und kontaktiert, da mir das doch etwas komisch vorkommt. Die Gegend ist ganz OK, kein Ghetto oder Land.
    Der prüft auch, was bezüglich EnEV2014 zu beachten ist.

    Es handelt sich auch im ETW in großen Gebäuden. >30 Wohnparteien, aber recht gut gepflegt. Anders gesprochen, ich würde da auch wohnen wollen, wenn ich müsste.
    Bahnhof und Einkaufsmöglichkeiten sind in der Nähe.

    Mal schaue, wie man das ganze dann auch positiv handhabt, sprich immer ordentlich vermietet ist, keine Mietnomaden, Heizung immer funktioniert, Fenster nicht defekt sind.

    Werde das nun noch mit einem Steuerberater und Finanzier durchgehen, den ich Vertraue. Nett sind sie alle und wollen nur unser bestes. ;-)
    Im Erst, das ist ja auch eine Ernsthafte Sache, möchte ja, wenn das tatsächlich so umsetzbar ist, mit oder ohne GmbH (was halt Sinnvoller ist), vielleicht dann noch erweitern.

    Bin gespannt, was ich noch alles lernen werde.

    Schöne Grüße
    Maggi
     
  5. #4 Glaskügelchen, 28.12.2014
    Glaskügelchen

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    Das Verhältnis Mieteinnahmen zu Kaufpreis halte ich für derartig gut, dass ich mich frage:
    Wo ist der Haken?
     
  6. #5 alibaba, 28.12.2014
    alibaba

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    wer für 200.000 abgibt ,gibt es auch für 175.000 €uro ab ,iss so

    die Kunst des Gewinn liegt im EK. und bedenke welche Sonderabgaben noch im

    Raum stehen .

    Wichtig wäre auch zu wissen ,wie der derzeitige BodenRichtPreis liegt und bedenke

    die Buden haben schon einige Jahre auf den Buckel ,wie der Glöchner aus Frankreich .

    Und wenn schon lange nüscht kaputt gegangen war , kommt es wohl bald auf dich zu .

    Wie beim Auto auch , der Verkäufer wechselt die Batterie erst ,wenn sie tot ist

    oder in den letzten StromZügen zuckt .

    Gruss
    alibaba :smile050:
     
  7. Pitty

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    Redet der Verkäufer von Warmmiete?

    Bei der Rendite würde jeder die Wohnungen kaufen.
     
  8. #7 alibaba, 28.12.2014
    alibaba

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    ich habe ein Haus mal gekauft , da trägt meine GeldEinlage

    ein ZinsSatz von etwas über 17% jährlich , wobei der MarktWert Heute schon

    mein GeldEinsatz bei verkauf verdreifachen , und wer glaubt das gibs nur einmal

    der irrt ,man mus halt etwas Glück haben ,alle über Makler gekauft

    die meine AngebotsPreise weiter gereicht haben ,die Kunst ist einfach nicht zu kaufen

    wenn der Preis ein selber nicht passt , obwohl man schon ein paar Märker/€uroNetten

    verdienen hätte können . :musik009:

    Gruss
    alibaba :D
    PS: " mal gewinnt man und mal verlieren die Anderen "
     
  9. #8 Maggi2015, 28.12.2014
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    Hi,

    der "Haken" ist bei zwei Wohnungen die Größe des Gebäudes, Hochhaus.

    Es wurde von Kaltmiete gesprochen, was ich bisher weiß.

    Ich denke, das der Sachverständige, der auch die Verhandlung führen wird, da noch etwas rausholen kann.

    Als Käufer muss man ja dafür sorgen, das die neuen EnEV2014 eingehalten werden bzw. umgesetzt werden.
    Bin gespannt, wie das bei ETWs funktioniert.

    Ich befürchte, das da bald Renovierungen anstehen, die noch nicht so bekannt sind.

    Muss mal schauen, welche Unterlagen man haben sollte und benötigt, um da eine bessere Entscheidung zu treffen.

    So im großen und ganzen würde ich mich schon freuen, wenn das klappen würde.

    Ich denke, eine GmbH dafür zu gründen dürfte unsinn sein. Oder?
    Oder erst ab einer bestimmten Anzahl an Wohnungen.

    Die Verwaltung und Abrechnung würde ich gerne selber machen, da scheint es brauchbare Software dafür zu geben. Und den Rest macht eventuelle dann der Steuerberater, ob sich das dann lohnt.

    Vielen Dank Euch!

    Viele Grüße
    Maggi
     
  10. Andres

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    Sind das Berater, die du für ihre Arbeit bezahlst? Oder steht bei denen nur "Berater" auf dem Namensschild und eigentlich sollte es "Verkäufer" heißen? Man kann gepflegte Konversationen mit gutem Ergebnis mit Bankern führen - aber man darf nie vergessen, wovon die leben.

    Die Aussage ist natürlich richtig: Mit 20-40 % EK kann man Immobilien finanzieren. Gleichzeitig ist die Aussage aber auch Quatsch: Wenn man mehr EK hat, verwendet man das so weit es die eigene Liquidität zulässt. Die Konditionen werden davon besser, die Tilgung ist schneller fertig, die Rendite steigt - aber halt nicht für die Bank. Die lebt am besten davon, wenn du möglichst viele Zinsen zahlst und gleichzeitig nicht pleite gehst.


    Aha. Hat dir derjenige auch gesagt, welche Folgen das hat? Ist dir der Gründungsaufwand bekannt? Publizitätspflicht ist in Ordnung für dich? Dass man als Laie die Steuererklärung faktisch nicht mehr selbst machen kann ist ok? Steuerberaterkosten sind in die Rendite einkalkuliert?

    Belibt nocht die Frage, welchen Zweck man damit erreichen will. Steuern sparen? Haftungsrisiken minimieren? Beides wird zumindest vorläufig nicht ganz so einfach werden ...


    Die Wertsteigerung tritt von alleine ein, wenn das Objekt angemessen in Schuss gehalten wird. Wenn du auf Umstände wie die allgemeine Entwicklung dieser Wohnlage Einfluss nehmen willst, musst du etwas mehr als 4 Wohnungen kaufen ;)


    Hängt von der Leistung ab, aber schon da bin ich verwirrt. Warum Hausmeistertätigkeiten als Eigentümer von 4 ETW in einer Anlage mit 30 Einheiten? Die "Abrechnung" macht ja der WEG-Verwalter weitgehend - eigentlich kann man den Rest selbst erledigen.


    Vor allem die Unterlagen über den Zustand der WEG, weil ich in diesem Bereich den Haken vermute.

    Also: Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, Beschlusssammlung, min. die letzten drei Jahresabschlüsse der WEG und Hausgeldabrechnungen der fraglichen Wohnungen, außerdem die entsprechenden Wirtschaftspläne.

    Wer sind die anderen Eigentümer in der WEG? Anzahl/Anteile? Bekannte Zahlungsschwierigkeiten? Welche Maßnahmen stehen an? Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage?


    Bei diesen Verhältnissen ist das nur verständlich. Wie die Vorschreiber frage ich mich aber bei diesem Verhältnis von Kaufpreis und Miete ernsthaft, wo der Haken ist.


    Ja. Bei dem EK, das dir anscheinend zur Verfügung steht, würde ich lieber ein mittleres MFH kaufen, in dem ich der Chef bin, als in einer WEG zu gut 10 % beteiligt zu sein.
     
  11. #10 Maggi2015, 28.12.2014
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    Hallo Andres,

    danke für Deine Antwort.

    Zum Thema Berater:
    Ja und nein. Dem der das Rennen machen wird, wird bezahlt.

    Unter Beachtung der Liquidität prüfen wir noch, ob nicht mehr EK "besser" ist, so
    wie Du auch geschrieben hast.

    Wobei, Dirk Müller erwähnte mal, das lange abzahlen "Sinnvoll" wäre.
    Ich bin eher: Was ich habe, habe ich. ;-)

    Zum Thema GmbH:
    Ja, kurz was darüber gelesen. Da bin ich leider einem Buch von einer Bekannten
    auf dem Leim gegangen. Da hat einer drüber geschrieben Immobilien zu kaufen, allerdings in USA, und
    diese über eine GmbH bzw. Ltd. sein Privatvermögen abzusichern.
    Ich schätze in USA ist das OK, hier in Deutschland, da würde ich schätzen, geht mein Gewinn flöten.

    Es gibt Rechten und Pflichten für Vermieter, ist mir klar. Irgendwie hätte ich mich auch unwohl gefühlt.

    OK, Theme GmbH ist gestrichen. Danke für Deine Fragen diesbezüglich.


    Zum Thema Wertsteigerung:
    Durch den Verkauf einer ETW eines Bekannten argumentierte ein Makler, der die Wohnung verkaufen sollte, das es eigentlich
    keine Wertsteigerung gibt, wegen der Inflation, Sprich, die Kaufkraft wird immer etwas niedriger werden.

    Ich denke mehr an den Werterhalt, sprich alles ist in Ordnung und möglichst auf aktuellem Stand.
    Das wäre auch so mein Verständnis.
    Parkett, Fliesen oder ähnliches, was gerne als Wertsteigerung genommen wir, wäre nicht mein Argument.
    Ich mag das nicht, einige andere auch nicht. Aber es gibt trotzdem Leute, die darauf abfahren. ;-)

    Zum Thema Abrechnung udn Hausmeistertätigkeit:
    Hier habe ich unwissen. Danke für Deine Erklärung.
    Macht der WEG-Verwalter nicht die Abrechnung zu mir und ich dann zu "meinem" Mieter? Oder geht das direkt?
    Die WEG hat einen Eigenständigen Hausmeister, den ich ja auch mitbezahlen würde, über die anderen Kosten, richtig?
    Sprich, das kann man auf die Mieter nicht umlegen? Woher weiß ich dann, das korrekt abgerechnet wird?

    Zum Thema Unterlagen:
    Ja, die ganzen Unterlagen habe ich angefordert, bin gespannt.
    Gute Fragen, muss ich dann prüfen.

    Zum Thema Haken:
    Da wird mir hoffentlich der Sachverständige dann noch was dazu sagen.
    Wir haben in der 2.KW einen Termin.

    Zum Thema Tipps:
    Daran dachte ich auch, vorallem alles an einem Fleck, aber da komme ich nicht günstig dran.
    Wobei ich noch nicht so passend gefunden habe.
    Das ist auch der Punkt was mich so stört an der Streuung der Objekte. Obwohl, da könnte ich viel
    Fahrtkosten rein nehmen. ;-)

    Vielen Dank nochmal.

    Viele Grüße
    Maggi
     
  12. #11 Bungalow, 28.12.2014
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    Hallo Maggi,

    Hausmeisterkosten lassen sich schon auf die Mieter umlegen. Was nicht umgelegt werden kann, sind Reparaturkosten, die Verwaltervergütung und die Instandhaltungsumlage.

    Normalerweise rechnet die Verwaltung dir gegenüber ab und du erstellst dann anhand der Daten aus dieser Abrechnung die Nebenkostenabrechnung für deine Mieter. Gegen entsprechendes Aufgeld bieten die Verwaltungen aber meist auch eine Sondermietverwaltung an, die zum Beispiel auch umfassen kann, dass sich die Verwaltung um die Vermietung kümmert. Nur ob sich das dann noch für dich rechnet?

    Von der GmbH würde ich auch eher absehen, da lauert die laufende Buchführungs- und die Bilanzierungspflicht. Zur Freude vor allen Dingen des Steuerberaters.
     
  13. #12 Glaskügelchen, 28.12.2014
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    Also wenn die Wohnungen nicht in einem Objekt liegen, dann würde ich schätzen, dass in mindestens einer Wohnung/WEG massiv der Wurm drin ist.
     
  14. Andres

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    "Uneigentlich" heißt das aber: Durch die normale Erhaltung entwickelt sich der Preis grob vergleichbar mit der Inflation, falls nicht stärkere Faktoren die Lage verändern. Unter dieser Annahme ist in einer Immobilie angelegtes Geld daher inflationssicher. Was an Rendite aus der Bewirtschaftung übrig bleibt, ist also "echte" (inflationsbereinigte) Rendite, was ein ziemlicher Unterschied zu vielen anderen Anlageformen ist.

    Ich vermute, dass der Makler diesen Hinweis auch durchaus positiv gemeint hat.


    Das ist ein typisches Verkäufer- (um nicht zu sagen: Makler-)argument. Eigentlich kann das doch einem Anleger völlig wumpe sein: Der aktuelle Mieter scheint sich mit dem Bodenbelag anfreunden zu können, also ist das Thema vorläufig kaum relevant. Sollte man den Bodenbelag bei einem späteren Mieterwechsel verändern müssen oder wollen, ist das doch eine marginale Investition im Vergleich zum Kauf der Wohnung.

    Bei einem Selbstnutzer kann das etwas anders aussehen, aber wenn man sich nicht die ganze Wohnung fliesen will (was ich persönlich fürchterlich finde - ist natürlich Geschmackssache) hat sich das mit der Wertsteigerung schon wieder erledigt: Für eine solche Wohnung werde ich weniger zahlen.


    Ich bin nicht sicher, dass ich das richtig verstanden habe - Glaskügelchen hatte diesen Gedanken wohl auch so ähnlich: Die Wohnungen sind in 4 unterschiedlichen WEGen? Das würde ich nicht machen. Du darfst dich dann mit 4 WEG-Verwaltern + Mietverwaltung herumschlagen, auf 4 Eigentümerversammlungen sitzen - oder auf 8, 12, 16, ..., wenn eine pro Jahr nicht reicht - hast 4 Objekte mit individuellen Problemen, viermal so viele Miteigentümer, ...

    Über 4 Wohnungen in einer WEG könnte man reden, aber in dieser Form ist das imho indiskutabel.


    Fehlende Alternativen sind hier kein gutes Argument. Ein Immobilienkauf ist eine Entscheidung auf lange Sicht, u.a. weil die Kaufnebenkosten bei einem Wiederverkauf endgültig verloren sind. Bei kurzer Haltedauer frisst das die Rendite auf. Daher muss die Immobilie "passen". Das Geld kann man so lange in anderen Anlageformen parken, die flexibler sind.


    Ich weiß nicht, wie ernst das gemeint war, weil zu diesem Thema diverse falsche Vorstellungen verbreitet sind. Jedenfalls: "Rein" nimmst du da gar nichts. Du gibst für die Fahrerei viel aus und einen Teil davon bekommst du vom Finanzamt wieder. Am Ende hast du trotzdem weniger in der Tasche als zu Beginn.
     
  15. Duncan

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    Das sehe ich nicht so pauschal. Eine GmbH(& Co. KG) hat auch ihre Vorteile. Ab einer gewissen Komplexität ist man eh auf die Hilfe eines Steuerrechtsprofis (spez. Anwalt, Steuerberater bzw. beides) angewiesen. OK, ich hatte einen FA für Steuerrecht und Prof. für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht als Ausbilder. :137:
    Es ist nicht immer Vorteilhaft selbst mit vollem Namen und privater Anschrift auf dem Mietvertrag zu stehen. Ich genieße gerade auch die Vorteile, dass ich meine Mieter zwar nahezu täglich sehe, diese mich aber nicht als Vermieter kennen sondern nur als den freundlich grüßenden Herrn aus dem Nachbarhaus.
    Auch steuerlich kann eine Kapitalgesellschaft als Eigentümer durchaus vorteilhaft sein. Das sind aber Einzelfallentscheidungen die intime Einblicke in die Finanzsituation und die Planung für die nächsten Jahrzehnte berücksichtigen müssen. Eine spätere Änderung kann durchaus sehr kostenintensiv sein und die Rendite für Jahre fressen. 5-6stellige Beträge sind für solche Umwandlungen durchaus locker bei. Es kommen auch noch andere Gesellschaftsformen in Frage hier ist zu prüfen und abzuwägen. Mal eben schnell-schnell kaufen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher suboptimal.

    Eine Aufspaltung des Kapitals in mehrere WEG sehe ich auch eher kritisch. Ich bin selbst in 2 WEG involviert. Wenn ich nicht bei einer davon die WEG-Versammlung am 25.12. zwischen Mittag und Kaffee trinken abhandeln könnte, würde ich mir das auch schon 3mal überlegen.
     
  16. #15 Bungalow, 29.12.2014
    Bungalow

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    Hallo Duncan,

    da bedarf es aber weiterer Verschleierungstaktiken neben der Gründung einer GmbH & Co.KG mit Fantasienamen ...:15:

    Grüße
    Bungalow
     
  17. Duncan

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    @Bungalow: im allgemeinen reicht es, wenn dein Name weder auf den üblichen Geschäftspapieren steht und auch nicht auf den ersten 3 Seiten bei google auftaucht. Damit hast 99% der üblichen Mieter ausgeschlossen.
     
  18. #17 Maggi2015, 31.12.2014
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    @Andres
    Vielen Dank für Deine Antworten.

    OK, ich denke, langsam verstehe ich da mit der Inflation.

    Wenn ich vermiete ist es tatsächlich egal. Hatte so nicht gedacht.
    War im Schema: Würde ich das selber kaufen?
    OK, stellt ja ansich doch einen "Wert" da, ist gepflegt usw.

    Die WEGs:
    Ja, sind an unterschiedlichen Orten.
    Oha, OK, verstehe, das wäre ein ziemlicher Aufwand.
    Darüber muss ich nochmal brüten.

    Fehlende Alternative:
    Naja, noch. Ich schaue mich ja noch um. Eben weil es eine sehr langfristige Sache ist. 10-25 Jahre oder länger,
    wenn eventuell Kinder da sind und die Objekte überschrieben werden sollen.
    Mir ist leider auch noch nicht alles Bewusst, was auf mich zu kommt, an Arbeiten, Kosten.

    Ist ja nicht so, das man was kauft und dann sich auf die Mieteinnahmen freut. Da gehört schon einiges an Arbeit
    Das Prinzip läuft nur so ab. ;-)


    Die Fahrtkosten waren ja nur ein Beispiel. Das hatte ich von einem anderen Vermieter gelesen, der einige seiner Fahrtkosten auf
    Besichtigungen bucht. Als Ausgaben.

    Ich finde es auch nicht sonderlich effektiv 5000 Euro auszugeben, um 200 Euro Steuer zurück zu bekommen. (Fiktive Zahlen)
    Eben, weil weniger hintennach in der Tasche ist, wie Du auch schreibst.


    Was die GmbH betrifft, schätze ich, das das erst Sinn macht ab einer größeren Anzahl. Als Holding, oder wie das heißt.
    Was wäre eine günstige Alternative, um sich abzusichern?
    Naja, hängt vielleicht auch sehr von der Größenordnung ab.

    Mehr als mein Eingangsidee ist leider nicht so möglich. OK ich verstehe die Problematik mit der Verteilung.
    Eine Idee war ja auch, das ich die Abrechnungen eventuell mitmachen lasse, je nach Kosten. Das sollte ja nicht so viel sein, da ja alles vorhanden ist.
    Dann hätte ich bei dieser Idee mit den geringsten Aufwand. Scheint aber eine falsche Vorstellung zu sein.

    Da mich das Thema trotzdem nun doch stärker interessiert, habt Ihr vielleicht Literaturvorschläge?
    Ihr habt ja ziemlich Ahnung von dem, was Ihr macht, vielleicht könnt Ihr mir da Infos geben.

    Lieben Dank.
    Und einen Guten Rutsch!!!

    Viele Grüße
    Maggi
     
  19. #18 immodream, 31.12.2014
    immodream

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    Hallo Maggi,
    bevor du dich ernsthaft mit den steuerlichen Aspekten der Vermietung beschäftigst, empfehle ich als Literaturvorschlag das Buch " Das Mietshaus des Schreckens ". von Kurt Reinhard. Kostet auch nur 9,95 €.
    Ich wollte eigentlich später einmal ein Buch über 35 Jahre Erfahrung als Vermieter schreiben .Das hat sich mit diesem Buch erledigt.
    Und glaube mir, dieser Hausbesitzer übertreibt nicht .
    Wenn du das Buch gelesen hast und immer noch nicht vom Immobilienkaufwunsch geheilt bist, kann es weiter gehen.
    Grüße
    immodream
     
  20. Andres

    Andres
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    Irgendwann wird das auch mal eine Frage der Größe der Unternehmung, aber im Moment sieht es einfach so aus, dass keine Bank der Welt deiner GmbH (oder anderen haftungsbeschränkten Rechtsform) ein Darlehen gewähren würde, für das du nicht persönlich bürgen müsstest. Damit schützt die GmbH aktuell bestenfalls vor Szenarien wie: Einem Kind fällt von deinem Haus ein Dachziegel auf den Kopf - es wird bis zum Ende seines Lebens ein Pflegefall sein und du darfst das bezahlen. Gegen solche Szenarien kann man sich aber weitgehend versichern.

    Das ist auch schon der erste Tipp bzgl. absicherung: Versicherung zumindest gegen alle ruinösen Schäden, also Gebäude (z.B. Feuer, Elementarschäden, möglichst Leitungswasser) und Haftpflicht.

    Die wirtschaftlichen Risiken lassen sich nicht so einfach absichern. Einerseits sollen Fehler einkalkuliert sein, also keine Finanzierung am äußersten Limit und jederzeit ausreichende Rücklagen. Wenn dann doch etwas Unerwartetes passiert, leidet vielleicht die Rendite, aber man geht nicht gleich pleite.

    Zweitens sollte man wissen, was man tut. Vor allem am Anfang heißt das: Entweder professionellen Rat einholen (z.B. die Mietverwaltung gleich komplett einem Verwalter überlassen und sich die Sache erstmal in Ruhe anschauen) oder noch mehr Sicherheit einplanen - Fehler werden passieren. Auf anderen Sachgebieten wird es ohne einen Profi nicht gehen, sofern man nicht selbst eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung hat. Das gilt z.B. für Bausachverständige und Anwälte.

    Das gilt auch deswegen, weil in der Branche viele unseriöse Leute (das ist ein Euphemismus für "Betrüger") unterwegs sind. Das kann der Voreigentümer sein, der dir seine Immobilie verkauft, ein Makler, natürlich die Mieter, Handwerker, Versicherer, ... - die gibt es alle auch in seriös, aber letztendlich ist es ganz einfach: Wenn es um's Geschäft geht, hast du keine Freunde. Ist nicht schlimm, heißt aber, dass man kritisch sein muss. Manche Leute kriegen das nicht hin. Trittst du zu blauäugig auf, ziehtst du aber gerade die Betrüger an.
     
  21. #20 Maggi2015, 01.01.2015
    Maggi2015

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    Hallo,

    Gutes Neues Jahr Euch allen!!!

    Danke für Eure Antworten.

    Ich denke, das ist alles ein Rechenbeispiel, um zu sehen, ob bzw. ab wann es sich lohnt.

    Guter Punkt mit den Versicherungen..... Die sind auch nicht gerade "günstig", können aber helfen, wenn....sie nicht Punkte finden, um dann nicht zu zahlen. OK, schwarzmalerei und dann sollte man dann doch die Finger von sowas lassen. ;-)

    Das Mietshaus des Schreckens hatte ich auch schon gesehen, aber ich bin zum Glück nicht in Berlin, oder Berliner Gegend. Ich denke, es gibt überalle ein für und wieder.

    Mir wäre es erstmal wichtig, den finanziellen Bereich und organisatorischen Bereich zu verstehen, bevor ich mich wirklich rein stürze.
    Ich kenne die Deckungsbeitragsrechnung und würde es danach "aufziehen". Oder die einfache Einnahme-Überschussrechnung.
    Aber dazu fehlen mir vermutlich noch einige Zahlen.

    Kennt jemand von Euch eine Berechnung anhand eines praktischen Beispiels?
    Ein Link oder Buchtipp (Berechnung, Finanzierung, Werbungskosten, u.ä.)?

    Lieben Dank.

    Gruß
    Maggi
     
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