Reinigung Terrasse

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Ulli, 24.04.2015.

  1. Ulli

    Ulli Neuer Benutzer

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    Vor sieben Jahren haben wir ein MFH gekauft. Vor vier Jahren forderte uns der Mieter im I. OG auf, doch endlich einen "vernünftigen" Belag auf seine Terrasse zu legen. Wir überlegten, was für ihn am pflegeleichtesten ist und entschieden uns für Platten 1 x 1 m, eine Art Gummibelag (Frostfeste Terrassenplatten und Balkonbelag - WARCO Bodenbeläge). Sie werden ineinander gesteckt, sind wetterfest, leicht zu verlegen, pflegeleicht und sehen hübsch aus. Jetzt nach 4 Jahren rief uns heute unser Mieter an "was wir ihm angetan hätten und was wir uns dabei gedacht hätten".....er hätte die Balkontüre geöffnet??? Wir riefen zurück und fragten ihn, was geschehen sei. Der Balkon sei voller Moos, grün und der obere Belag würde schon abbröckeln - zur Not würde er auch die Miete kürzen!
    Es handelt sich um eine Terrasse, ca. 20 qm groß, nicht überdacht.
    Bin ich im falschen Film? Der Mieter ist doch in der Pflicht, ab und zu die Terrasse zu säubern oder sehe ich das falsch?

    LG Ulli
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Meine Häuser haben im 1. OG keine Terasse - höchstens einen Balkon. Aber egal, wird dann wohl eine Dachterrasse o.ä. sein.

    Ist damals eine Mieterhöhung erfolgt?


    Ich kenne das Material nicht (bzw. nicht aus dieser Anwendung), aber wenn das Zeug von fehlender Pflege nicht kaputt geht, muss der Mieter die Terrasse nicht säubern. Die Terrasse ist dann eben so sauber oder dreckig, wie der Mieter sie hält - wie der Rest der Wohnung auch.


    Nebenbei: Mit billigen Betonplatten (nicht schön) kostet die Nummer etwa ein Fünftel, mit Waschbeton (Geschmackssache) etwa ein Drittel, selbst mit ganz netten Betonplatten (eingefärbt, gute Qualität) nur die Hälfte. Mehr Qualität danken dir die Mieter sowieso nicht, wie du gerade bemerkst. Wer so etwas will, soll kaufen und selbst zahlen.
     
  4. Duncan

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    Hm - hat da mal jemand versucht den Moos/Algenbelag mit einem Chlor(dioxid) haltigem Mittel zu entfernen? Das Zeug ist ziemlich agressiv zu vielen Gummis (Dichtungen/Schwimbadtechnik). Oder einfach UV-Strahlung und die Einwirkung von Luftschadstoffen? So von wegen abbröckeln.
    Wobei wenn ich mich an die Fußgängerzone erinnere, so super haltbar war das nicht, auch wenn 4 Jahre arg kurz sind.

    Allein die Idee sich ohne Not alte Autoreifen auf den Balkon zu tun... :erschreckt015:
     
  5. Ulli

    Ulli Neuer Benutzer

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    Nein, er sieht eine Reinigung nicht ein und hat es bisher auch nicht getan. Waschbetonplatten waren wegen dem Untergrund nicht möglich. Wie gesagt, es ist kein Dach drüber und er droht jetzt Mietkürzung an, weil sich aufgrund Witterung und Regen ein Moosbelag gebildet hat, der jetzt aufgrund Wärme anfängt zu bröckel. meiner Meinung nach ist er verpflichtet, seinen Balkon / Terrasse ab und an zu reinigen. Oder sehe ich das falsch?
     
  6. Ulli

    Ulli Neuer Benutzer

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    Es gab keine Mieterhöhung.
     
  7. Andres

    Andres
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    Ja, wie ich bereits schrob:

    Der Mieter muss die Terrasse nicht reinigen, du musst die Terrasse nicht reinigen. Wenn dem Mieter der Zustand der Terrasse nicht gefällt, darf er sie reinigen. Wenn dir der Zustand der Terrasse nicht gefällt, darfst du sie mit Zustimmung des Mieters reinigen.

    Eigentlich ist das nur eine Variante der Story, die wir hier letztens hatten: Mieterin beschwert sich, dass ein Vogel auf ihren Balkon gesch..... hätte. Da muss man eben eine klare Ansage machen und sich danach mal überlegen, ob man zur Erwartungshaltung vielleicht selbst beigetragen hat:

    ... z.B. so. Extrawünsche kosten extra.


    Nebenbei hatte ich spontan einen ähnlichen Verdacht wie Duncan, wollte nur nicht ohne echte Grundlage spekulieren: Manche Kunststoffe finden diverse chemische Reinigungsmittelchen nicht so lustig. Das wäre ein weiterer Grund gegen diesen Belag gewesen.
     
  8. #7 Nero, 25.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 25.04.2015
    Nero

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    @Ulli # 4:

    Ja, natürlich - wenn Du ihm nicht vor/bei Wohnungsübergabe einen Pflegehinweis der Böden als Ergänzung zum MV, der HO in die Hand gedrückt und unterschreiben gelassen hast. Um was auch es sich auch immer handelte. Mit dem gesunden Menschenverstand kann man nicht rechnen!

    Das heißt jetzt aber nicht, dass ich seine Aktion nicht sehr kacke finde.

    Nichts benutzt?, nichts geputzt ! Und dann auch noch unverhofft dicke Backen machen?.

    Gut, Gummibeläge im Außenbereich sind vielleicht nicht prickelnd -Doch Freudenberg gab schon vor Jahren eine 10-jährige Garantie für die Haltbarkeit. Es sei denn, sie scheidet wegen "Misshandlung" aus.

    Aber Du sagst doch, der Belag wurde überhaupt nicht gereinigt/gepflegt/. An deiner Stelle wäre ich sehr sauer. Weil es sich wahrscheinlich nicht um eine Materialermüdung handelt.
     
  9. Ulli

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    So, mein Mann war heute beim Mieter und hat mit ihm gesprochen.
    Es ist von einem Regenrohr Wasser über die Terrasse gelaufen. Dieser Zustand besteht seit rund 60 Jahren; der Mieter wohnt dort seit 43 Jahren. Durch dieses Wasser hat eine leichte Algenbildung stattgefunden. Mein Mann hatte ein Bürstchen mit, mit dem er dieses Zeugs ganz einfach vom Terrassenbelag wegbürsten könne. Nein, das könne er nicht, meinte unser Mieter. Er würde die Terrasse nicht putzen!
    Im Endeffekt kam raus, dass ihm der Belag nicht gefällt (vor vier Jahren gelegt!). Er möchte Holz auf seiner Terrasse haben, drohte jetzt mit einem Rechtsanwalt!
    Mein Mann musste sich sehr zusammenreissen, machte ihm aber unmissverständlich klar, dass der Belag auf der Terrasse verbleibt!

    LG Ulli
     
  10. Andres

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    Unabhängig von Rechtspflichten: Das könnte man tatsächlich mal angehen. Natürlich nicht während man sich mit dem Mieter über den Terrassenbelag streitet ...


    Gut gemacht.
     
  11. Jobo45

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    Habt Ihr den Belag vor dem Verlegen mit dem Mieter abgesprochen oder einfach Termin ausgemacht und verlegen lassen?
    Die Frage zielt dahin, dass sich der Mieter womöglich schon lange über die Platten ärgert weil sie im nicht gefallen.
    Trotzdem würde ich dem Mieter eine Abmahnung schicken in der auf die Reinigung hingewiesen und Folgeschäden bedingt durch das "nicht reinigen" zu seinen Lasten geht.
     
  12. #11 Modernfamily, 06.05.2015
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    Was ich jetzt nicht verstehe

    Der M hat die Terasse OHNE Belag? gemietet und diesen Zustand seit Jahrzehnten so geduldet...Warum liegt da jetzt nochma Belag drauf ;-)?
     
  13. Ulli

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    Wir haben das Haus vor sieben Jahren gekauft. Es handelt sich um ein Haus von 1906. Der Mieter hatte damals vom Dachdecker die Terrasse mit großen schwarzen Gummimatten ausgelegt bekommen. Da diese ihn aber störten, hat er sie schlichtweg an den Rand gelegt. Als er uns eines Tages ansprach und uns fragte, ob wir ihm die Terrasse anders belegen können, haben wir das getan (wir sind eigentlich sehr nette, umgängliche Vermieter). Er benutzt die Terrasse nicht, er stellt nichts drauf, er ist 7-8 Monate im Jahr nicht da. Wir mussten für ihn einen möglichst unkomplizierten, pflegeleichten Bodenbelag wählen. Er ist zwischen 85 und 90 Jahre alt, er kann leicht stürzen, wenn Fliesen oder Holz gelegt sind; außerdem pflegt er seine Terrasse. Hat er ausdrücklich nochmals betont. Holz wird rutschig und muss mindestens einmal jährlich gründlichst gereinigt werden; Fliesen müssen auch regelmäßig gereinigt werden, weil sich Belag absetzt.
    Er putzt auch keine Treppe (weil er ist ja kaum in Deutschland), er putzt die Waschküche nicht (weil er die Waschmaschine in der Wohnung stehen hat) und er weigert sich, Schnee im Winter zu beseitigen. Darum haben wir eine Reinigungskraft und jemanden beauftragt, den Schnee zu beseitigen. Traumhaft nicht wahr!

    Jetzt will er die Miete kürzen und auch zum Rechtsanwalt gehen, wenn wir ihm keinen neuen Belag auf die Terrasse legen.

    Ich werde Euch über den weiteren Verlauf gerne berichten

    LG Ulli
     
  14. Jobo45

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    Da Du nicht auf meine Frage eingegangen bist, habe ich sie nochmal zitiert.

    Thema Terrasse Reinigung ist seine Aufgabe und durch sein nicht reinigen kann es zu Folgeschäden kommen, z.B sich bildendes Wurzelwerk, dass unter die Abdichtung wächst, oder durch Moosreste verstopfter Abfluss und dadurch Wasserrückstau und eindringen von Wasser ins Mauerwerk etc.

    Nun schreibst Du was der Mieter alles nicht macht, was ist den im Mietvertrag geregelt. Wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, diese vereinbart sind und Lösungen wie Putzfirma oder Räumdienst vertraglich abgerechnet werden können, ist das doch in Ordnung.

    Der Drohung nach dem Rechtsanwalt würde ich mit einer Abmahnung zuvor kommen, denn Dein Mann hat die Terrasse gerade erst besichtigt.
     
  15. #14 Modernfamily, 07.05.2015
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    Ok, das Alter ändert einiges

    Er hat bisher schon 43!!! Jahre dort. Hat also 43 Jahre lang zuverlässig Miete gezahlt und nun ist er in einem Alter wo er, was meines Erachtens legitim ist, eben nicht mehr groß den Balkon reinigen zu können , Schnee schippen oder Kehrwoche zu tätigen.

    Ganz ehrlich?: Ich würde diesen Mieter auf Händen tragen! Sicher ist nicht unbedingt ein neuer Belag drin aber in seinem Alter... muss man da wirklich noch einen Rechtsstreit vom Zaun brechen und ihn mit Abmahnungen quälen? Warum hat man ihm nicht angeboten den Balkon gegen eine kleine Aufwandsentschädigung einmal jährlich zu reinigen wenn man doch weiß dass er schon die Kehrwoche nicht mehr machen kann? Wenn er jetzt noch ein Mittfuffziger wäre oder so aber 85-90??? Also ehrlich, da muss man doch auch als Vermieter mal etwas Menschlichkeit zeigen oder? Klar, ihr habt die Hütte erst gekauft aber selbst da wusstet ihr doch dass dieser Mieter schon langjährig drin ist.

    Nein, hier würde ich nochmal das Gespräch suchen und ihm soweit wie möglich entgegenkommen. (gibt auch Steck-PVC-Fliesen) Vielleicht würde er sich ja sogar noch finanziell beteiligen. Bei der älteren Generation weiß man das nie - manchmal suchen sie regelrecht nach einer reichenden Hand um die eigene dann auszustrecken!
     
  16. #15 Duncan, 07.05.2015
    Zuletzt bearbeitet: 07.05.2015
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    Das heißt in erster Linie, dass er maximal seinen Vertrag erfüllt hat und eine gnadenlos niedrige Miete zahlt, die schon lange nicht mehr dem Ortsüblichen entspricht. Wenn er nun die von ihm eingegangenen vertraglichen Pflichten nicht mehr selbst leisten kann steht es ihm frei diese durch Dritte erbringen zu lassen oder auch den Vertrag zu kündigen und in eine seinen körperlichen Fähigkeiten entsprechende Wohnung zu ziehen. Sei es ein Alters-, Pflegeheim oder altersgerechtes Wohnen oder einfach nur eine entsprechend günstig gelegene Wohnung mit entsprechendem Serviceangebot.

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  17. AJ1900

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    Komisch, genau das war auch mein Gedanke als es hieß der Mieter wohnt schon 43 Jahre dort. Da kann man ja schon beinahe sicher sein, das die Wohnung seit Jahrzehnten nicht mehr saniert oder modernisiert wurde und die Miete entsprechend mikroskopisch ist.
    Wer da wen und warum "auf Händen tragen" sollte, ist für mich persönlich da jedenfalls nicht so klar. Ich weiß nur das ich über jeden Mieter der nach solchen Zeiträumen auszieht meistens sehr dankbar bin.
     
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