Renovierung bei Auszug?

Diskutiere Renovierung bei Auszug? im Übergabe Ein- oder Auszug Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich hätte eine Frage zur Renovierung bei Auszug. Seit 01.02.2011 war die Wohnung vermietet, die Wohnung wurde frisch gestrichen...

  1. claro

    claro Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich hätte eine Frage zur Renovierung bei Auszug.

    Seit 01.02.2011 war die Wohnung vermietet, die Wohnung wurde frisch gestrichen übergeben, heute ist die Übergabe nach Kündigung.

    Im Mietvertrag (damals ein handelsüblicher aus dem Schreibwarengeschäft) steht folgendes:

    Die Schönheitsreparaturen übernimmt der Mieter auf eigene Kosten.
    Als angemessene Zeitabstände für Schönheitsreparaturen gelten im Allgemeinen, entsprechend dem Stand der Abnutzung:
    in Küchen, Bädern und Duschen: alle 5 Jahre
    in Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen und Toiletten: alle 7 Jahre
    in anderen Nebenräumen: alle 10 Jahre

    Jetzt meine Frage: ist diese Klausel so überhaupt gültig? Wenn doch, muss in Wohn- und Schlafräumen gar nicht renoviert werden, da die 7 Jahre noch nicht um sind?

    Die Wohnung wird mit ziemlicher Sicherheit unrenoviert übergeben werden, die Mieterin ist bereits im Heim.

    Vielen Dank für euren fachkundigen Rat.

    Viele Grüße
    claro
     
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  3. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Die Klausel ist meiner Meinung nach gültig, Stichwort "im Allgemeinen" und "entsprechend der Abnutzung, besagt aber auch nicht mehr und nicht weniger, als das es vom Zustand abhängt, ob und was renoviert werden muß, die Jahresangaben sind also nicht mehr als unverbindliche Hinweise.
    Unabhägig davon sind aber Beschädigungen zu sehen.
     
  4. #3 BHShuber, 31.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    ja stimme zu, aber Achtung, diese Verträge hatten oftmals eine Quotenabgeltungsklausel beinhaltet, diese bewirkt die Unwirksamkeit der kompletten Schönheitsreparaturklausel.

    Zu erkennen daran, dass es einen Passus gibt, der beispielhaft besagt, dass der Mieter verpflichtet wird, sollte die Zeiträume noch nicht erreicht sein, sich an den Streich- bzw. Renovierungskosten anteilig beteiligen muss!!!

    Gruß
    BHShuber
     
  5. claro

    claro Neuer Benutzer

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    Hallo,

    vielen Dank für eure Meinungen.

    eine Quotenabgeltungsklausel steht nicht mit im Vertrag. Es ist nur aufgeführt, was zu den Schönheitsreparaturen zählt (Fenster und Türen innen, Heizkörper, Decken und Wände) und dass die Arbeiten fachgerecht vorzunehmen sind. Dann sollte es passen, oder?

    Renovierungsbedarf (nicht nur) an den Wänden besteht, das steht außer Frage. Kann ich dann damit einen Maler beauftragen, bzw. kann ich das auch selber machen? Was kann man dann als Kostenausgleich veranschlagen? Einen Kostenvoranschlag des Malers? Einen bestimmten Stundensatz?

    Was mich aber nun zusätzlich beschäftigt, ist die Tatsache, dass die Wohnung noch voller (leergeräumter) Möbel steht. Wie geht man da am Besten vor? Die Mieterin kann das selber nicht und hat auch niemanden, der das erledigen könnte. Wir hätten einen Anhänger und könnten die Möbel zum Wertstoffhof fahren. Ist für uns aber einiges an Zeitaufwand. Wie kann ich das geltend machen?

    Viele Grüße
    claro
     
  6. Andres

    Andres
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    Sofern die (Ex-)Mieterin ausreichend solvent ist, würde ich das vom Maler meines Vertrauens machen lassen. Der liefert saubere Arbeit ohne Ärger für mich, wenn das Ergebnis nicht passt, muss ich mir nicht an die eigene Nase fassen, und diese Gewährleistung gilt nicht nur hier und jetzt - ok, das ist eher bei "höherwertigen" Arbeiten ein Thema, aber auch Malerarbeiten haben schon Gewährleistungsfälle gesehen. ;)

    Ganz wichtig: Sofern du beabsichtigst, die Kosten für die ausgefallenen Schönheitsreparaturen als Schadenersatz bei der Mieterin geltend zu machen, ist ihr zunächst eine Frist zu Selbstvornahme zu setzen. Dass die Mieterin die Arbeiten (mutmaßlich!) gar nicht selbst ausführen kann, ist dabei irrelevant - sie könnte ja auch selbst einen Handwerker beauftragen.

    Sofern man sich mit der Mieterin anderweitig einigen kann, bevor es zu Schadenersatzforderungen kommt, wäre das klar zu bevorzugen. Wenn ich Wohnungen mit Mängeln zurücknehme, mache ich praktisch immer Angebote der Art: "Wenn Sie wollen, kümmere ich mich direkt selbst." Wie man dann abrechnet, ist weitgehend frei verhandelbar: tatsächliche Kosten, eigene Arbeitsleistung nach bestimmten Stundensätzen, Fixpreis ... . Ob der Mieter einen solchen "Deal" annimmt, bleibt natürlich ihm selbst überlassen. Die meisten Vernünftigen lassen sich aber von dem Argument überzeugen, dass bei Selbstvornahme und den damit verbundenen zeitlichen Abläufen auch noch mit (mehr) Nutzungsausfall zu rechnen ist.

    Ist bereits jetzt absehbar, dass man als Vermieter auf den Kosten sitzen bleiben dürfte, ist von Anfang an Schadensbegrenzung angesagt. Handwerkliche Arbeiten, die ich selbst gut erledigen kann, erledige ich dann eher selbst, aber ob das sinnvoll ist, ist von vielen Faktoren abhängig, u.a. dem eigenen handwerklichen Geschick (nichts ist teurer als Pfusch, der während des nächsten Mietverhältnisses beseitigt werden muss), ob man dafür überhaupt Zeit hat und ob man mit der Zeit nicht profitablere Dinge anfangen könnte.


    Gleicher Ablauf wie oben: Formal korrekt ist Fristsetzung, dann Beseitigung durch dich oder deine Beauftragten und zuletzt Schadenersatz von der Mieterin fordern. Es ist weiterhin vernünftig, sich auf einen anderen Modus zu einigen, wenn die Mieterin mitspielt und auch zu Eigenleistungen gilt das oben geschriebene analog.
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Wenn seitens der Ex-Mieterin oder ihrer Familienangehörigen keine Einwände erhoben werden, könnteste sowas auch auf eigene Kosten übernehmen ... sie hat ja schliesslich womöglich jahrelang die Miete gezahlt...:046sonst:
     
  8. claro

    claro Neuer Benutzer

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    Hallo,

    vielen Dank für eure Meinungen.

    Wahrscheinlich läuft es auch darauf hinaus, dass wir die Möbel entsorgen müssen. Ich habe am Freitag mit der Mieterin telefoniert, Sie meinte, sie überlegt sich was. Ich bin aber der Meinung, dass da nichts dabei rauskommen wird.

    Das Problem ist nur, dass die Wohnung im 5. Stock ist und man mit dem Hänger nicht bis vor die Tür fahren kann. Es sind nicht nur ein paar Möbel, sondern ein komplettes Schlafzimmer mit 6-türigem hohen Kleiderschrank, Bett mit Lattenrost und Matratze, mehrere Kommoden, ein Dreisitzer-Sofa, 2 Sessel, ein großer Wohnzimmerschrank, ein Regal, noch ne Kommode, ein Tisch, ein großer Fernseher, Küchenschränke, Staubsauger, Wäscheständer, Balkonmöbel mit 2 Stühle und Tisch... außerdem steht der Balkon und das Dachbodenabteil voller Sperrmüll. Der Wertstoffhof hat am Samstag nur bis Mittag auf, und unter der Woche arbeiten wir.

    Das nächste ist, dass es etliche Schäden an der Wohnung gibt und alles total verdreckt ist, so dass ich sowieso noch genug Zeit investieren muss. Wir hatten regelmäßig telefonischen Kontakt. Ich wusste schon, dass sie nicht mehr so gut beieinander war, aber sie hat immer von einer Zugehfrau gesprochen..., die war ihr Geld jedenfalls nicht wert.

    Es ist richtig, dass die Mieterin über 6 Jahre pünktlich die Miete bezahlt hat, die ich aber in dieser Zeit nie erhöht habe. Die Vergleichsmiete in diesem Haus liegt mittlerweile aber mindestens 150€ höher pro Monat kalt, so dass sie sich ja auch ganz schön was gespart hat. Mir war eine "gute Mieterin" immer viel wert, mir so einem Zustand der Wohnung habe ich nicht gerechnet.

    Viele Grüße
    claro
     
  9. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Ich würde ihr Telefonnummern von "Entrümpler" raussuchen und diese ihr mitteilen. Die Mieterin kann sich dann Kostenvoranschläge machen lassen und dann einen für das Ausräumen beauftragen.
    Denn die Mieterin ist erstmal in der Pflicht die Wohnung nach Auszug zu räumen.
     
  10. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ich denke da bspw. auch an "Bürger für Obdachlose, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt" etc.
     
  11. claro

    claro Neuer Benutzer

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    Daran hab ich auch schon gedacht, aber die Möbel sind mehrere Jahrzehnte alt. Das meiste will eher keiner mehr,das einzige wäre das Bett, das ist von 2011...
     
  12. Duncan

    Duncan
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    wenn die Jahrzehnte mehr als 5 bis 6 betragen, wäre ich mit mit dem die will keiner mehr nicht so sicher. Viele wollen die schon wieder. Hier lohnt die Kontaktaufnahme mit einem Entrümpler ganz sicher, wenn man nicht via Kleinanzeigen (online) die Möbel losschlagen möchte oder kann(Eigentumsfrage vorher klären). Wenn offensichtlich nur noch der Brennwert das wertbestimmende Element an den Möbeln ist erleichtern der konsequente, punktgenaue und dosierte Einsatz von BiberBar, Zimmermannshammer und Handkreissäge den Möbeltransport drastisch. Mit Stufenkarre und Zurrgurten sind 130 kg pro Mann und Tour kein Problem. Und das war nur der kleine Tresor. Hier wird dann eher die Punkttraglast der Bodenbeläge kritisch.
     
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