renovierung

Dieses Thema im Forum "Renovierung" wurde erstellt von patrick, 30.05.2007.

  1. #1 patrick, 30.05.2007
    patrick

    patrick Neuer Benutzer

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    hallo gemeinde,
    ich bin sozusagen neueigentümer und habe leider nur sehr wenig erfahrung bzgl. vermietung und alles was dieses thema angeht.
    es wäre nett von euch wenn ihr mir vieleicht ein/zwei fragen beantwortet könntet oder mir eventuell mitteilt wo ich antworten auf meine fragen bekommen kann .

    zum sachverhalt:

    ich möchte meinen mieter, mit dem ich seit seinem einzug seit 10 jahren keine problem hatte, auf grund eigenbedarfs die wohnung kündigen u. habe diesbezüglich auch schon mit ihm persönlich gesprochen.
    da ich selbst in die wohnung einziehen möchte stellt sich die frage für mich wie es hinstichtlich der kaution gehandhabt wird bzw. der renovierung der wohnung.
    bei einzug des mieters war eine schon ca. 15 jahre alte einbauküche u. ein ebenfalls 15 jahre altes bad in der wohnung, welche jetzt natürlich raus müßen.
    ansonsten wurde damals die wohnung komplett renoviert übergeben (neuer teppich, tapeten, neu gestrichene heizkörper etc.). die wohnung sollte bei auszug wieder in den gleichen zustand zurück gegeben werden wie damals...nun würde ich gerne anstatt eines teppichs, parkett in der wohnung verlegen lassen und anstatt rauhfaser einen andere tapete die wohl nicht so einfach zu tapezieren ist wie eine rauhfaser.
    meine frage lautet nun wie man am besten u. auch am fairsten für beide seiten vorgehen sollte.....schlägt man dem mieter einen paschalbetrag für die renovierung die er machen sollte vor u. einigt sich diese von z.b. der kaution einzubehalten???
    sollte man hinsichtlich der alten ebk (geräte) ebenfalls einen betrag dem mieter in rechnung stellen?

    vielen dank im voraus.

    gruß
    patrick
     
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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    zur Renovierung:
    die wohnung wird nicht so aussehen, wie sie übergeben wurde. Davon kannst du dich verabschieden. Die lösung mit dem Pauschalbetrag ist fair, sofern du diesen Betrag von der letzten Renovierung abhängig machst. quotenklausel eben.
    3/5 und 7 Jahre, du weißt schon, oder?
    Teppich ist deine Sache. Malerarbeiten hoffentlich per Mietvertrag Mietersache, ansonsten kannst du das vergessen. Dann bekommst du einfach die Wohnung und sofern keine Schäden sind, darfst du auf eigene Kosten ran...
    Übrigens: Nette Maler verlangen durchschnittlich 5,80 € pro qm Wandfläche Rauhfaser...


    zur EBK: Die Lebensdauer der EBK ist abgelaufen. Außerdem hast du deswegen die Miete bekommen. Damit ist hier eine abstandszahlung nicht möglich.


    Hilft dir das erstmal weiter?
     
  4. #3 patrick, 31.05.2007
    patrick

    patrick Neuer Benutzer

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    super.... vielen dank für die schnelle antwort. :Blumen

    leider habe ich keine ahnung was du mit qoutenklausel 3/5 in 7 jahren meinst....werde mal googlen und schauen ob ich dazu was finde.

    gruß
    patrick
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Quotenklausel ist im Grundsatz relativ einfach, die Probleme liegen in den Details.
    Voraussetzung ist zunächst, dass der Mieter zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet ist.
    Sind bei Beendigung des Mietverhältnisses Schönheitsreparaturen noch nicht fällig, muss der Mieter auch keine Schönheitsreparaturen ausführen.
    Hier greift nun die Quotenklausel. Der Mieter wird verpflichtet, die Kosten der Schönheitsreparaturen anteilig zu zahlen. Der Anteil ergibt sich aus Verhältnis der seit der letzten Renovierung vergangenen Zeit zu den Regelfristen für die Durchführung von Schönheitsreparaturen von 3/5/7 Jahren.

    Da lt. Sachverhalt eine Endrenovierung vereinbart sein soll, wird mit größter Wahrscheinlichkeit bereits eine Verpflichtung des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen unwirksam sein. Damit wäre die Grundvoraussetzung für jeglichen Vermieteranspruch im Zusammenhang mit Schönheitsreparaturen nicht gegeben.

    Eine Einigung mit dem Mieter scheint mir unter Berücksichtigung der bekannten Aspekte und der sich daraus aufdrängenden Vermutungen durchaus sinnvoll. Es besteht allerdings auch bei einer Einigung die Gefahr einer Rückforderungen wegen ungerechtfertigter Bereicherung nach § 812 BGB.
     
  6. #5 patrick, 31.05.2007
    patrick

    patrick Neuer Benutzer

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    hallo u. vielen dank für die antwort.

    leider verstehe ich diese sachlage nicht:

    Da lt. Sachverhalt eine Endrenovierung vereinbart sein soll, wird mit größter Wahrscheinlichkeit bereits eine Verpflichtung des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen unwirksam sein. Damit wäre die Grundvoraussetzung für jeglichen Vermieteranspruch im Zusammenhang mit Schönheitsreparaturen nicht gegeben.

    soll das heißen das der mieter bei auszug nicht mehr streichen/tapezieren muß da in dem gesamten zeitraum des mietverhältnisses nicht vom vermieter renoviert wurde?
    ich dachte eigentlich das man je nach vertrag bei auszug verpflichtet sei die wohnung renoviert (maler/tapezieren, neuer fußboden..eben so wie man eingezogen ist) zu hinterlassen habe ???
     
  7. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Der häufig als gerecht empfundene Grundsatz, dass man etwas in gleichem
    Zustand zurück gibt, wie man es bekommen hat, ist vom BGH in Bezug
    auf Immobilienmietverhältnisse als unangemessene Benachteiligung des Mieters
    beurteilt worden.

    Das Ergebnis ist, dass Du keinerlei Ansprüche auf die Durchführung von Schönheitsreparaturen hast.

    RMHV schränkt sein Urteil auf "mit größter Wahrscheinlichkeit" ein, da die Urteile
    sich bislang nur auf Formularklauseln beziehen. Individualklauseln mit diesem
    Regelungsinhalt sind noch nicht ausgeurteilt.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine Individualklausel angenommen werden kann
    sollte jedoch gegen Null gehen.
     
Thema: renovierung
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