Renovierungsarbeiten

Dieses Thema im Forum "Renovierung" wurde erstellt von Anarcas79, 24.04.2007.

  1. #1 Anarcas79, 24.04.2007
    Anarcas79

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    Nun schon meine zweite Frage:

    ich werde meine bisherige Wohnung nach 4,5 jähriger Bewohnung Mitte Mai verlassen.

    Jetzt meine Frage zu den Renovierungsarbeiten. Malen ist klar.

    Ich hab in meiner Wohnung auch hochwertigen Parkettboden, der leider äußerst empfindlich ist und deswegen einige Gebrauchsspuren aufweist.

    Was ist denn diesbezüglich im Rahmen der "Schönheitsreparaturen" vertretbar? Der Boden ist ca. 7 Jahre schon alt und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den komplett abschliefen muß. Schließlich hab ich mal was von regulärem "Verschleiß" gehört.
     
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  3. #2 lostcontrol, 24.04.2007
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    wenn du schreibst dass du 4,5 jahre in der wohnung gewohnt hast, und dass der boden schon 7 jahre alt sei, dann ist der boden ja mitvermietet worden, oder nicht?
    dann ist der verschleiss am boden vermietersache, solange nichts gegenteiliges vereinbart wurde.
    wenn du hingegen den boden vom vormieter gekauft hast, dann kann der vermieter von dir verlangen dass du den boden herausnimmst (wird er wohl eher nicht wollen) - abschleifen musst du ihn dann jedenfalls auch nicht.

    übrigens sollte man sich das mit dem abschleifen von parkett in jedem falle gut überlegen - da hängt sehr viel von der art des parketts ab, ob das gut und sinnvoll ist oder nicht...
     
  4. #3 onkelfossi, 24.04.2007
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    Hallo!

    Also bei normalen Gebrauchsspuren musst du da natürlich nichts machen. Solche Arbeiten fallen nicht unter typische Schönheitsreparaturen.

    Hinsichtlich Streichen musst du mal schauen, ob eventuelle starre Fristen mit einer Endrenovierungsklausel kollidieren. Da entfällt auch das.

    VG

    fossi :wink
     
  5. #4 Anarcas79, 24.04.2007
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    Vielen Dank für den Tip!

    Der Boden kommt vom Vermieter und wurde auch von ihm verlegt.

    Heißt das nun, dass ich für entstandene Gebrauchsspuren nicht belangt werde? Ab und an ist mir auch mal eine Kleinigkeit runter gefallen und hat dann einen Kratzer oder Delle hinterlassen.

    Könnten solche Sachen dann evtl. über eine Haftpflich abgerechnet werden?

    Die Wände muß ich ja schließlich auch malen und die sind eben auch Bestandteil der Wohnung.

    Kann man das irgendwo nachlesen? Ich denke mal, dass ich da auf alle Fälle noch ein Gespräch haben werde.

    Wie gesagt, der Boden wurde von mir pfleglich behandelt, es sind einfach Kratzer enstanden, die nach so langer Zeit unvermeidbar sind.
     
  6. #5 onkelfossi, 24.04.2007
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    Kratzer, die z.B. durch Rumlaufen entstanden sind, sind Gebrauchsspuren. Wenn dir z.B. eine Waschmaschine aus den Händen gefallen ist und du eine Delle verursacht hast, ist das eine Beschädigung. Beschädigungen musst du beseitigen. Deine Haftpflicht kannst du da natürlich in Anspruch nehmen.

    VG

    fossi :wink
     
  7. #6 lostcontrol, 25.04.2007
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    dann wurde er mitvermietet und abnutzungsspuren / verschleiss sind mit der miete abgegolten.

    na dann ist doch alles in butter.
    bei grösseren kratzern könntest du gegebenenfalls auch mit deiner haftpflicht reden - normalerweise meldet man sowas aber sofort.

    ich würde empfehlen den boden einfach noch mal schön sauber zu machen und ihn mit einer entsprechenden parkettpflege zu behandeln - eben so wie du das normalerweise auch machen würdest.

    was das streichen angeht: das hängt davon ab a) wie du die wohnung übernommen hast, b) was dazu im mietvertrag steht und c) davon ob's da die mittlerweile ungültigen "starren fristen" gibt oder nicht...
     
  8. Samoa

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    hab hier interessiert mitgelesen und hab noch eine Frage bzgl. Gebrauchsspuren...

    ...wir hatten einen alten Holzdielenboden (ca. 40-50 Jahre alt), nicht gerade hochwertige Qualität.

    Wir haben 8 Jahre dort gewohnt.

    Nun haben wir Gebrauchsspuren von einem Bürodrehstuhl. Dellen und ein wenig Holz ist gesplittert. Der Vermieter will jetzt auf unsere Kosten den Boden abschleifen lassen. Ist das rechtens?
     
  9. #8 lostcontrol, 26.04.2007
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    habt ihr das eurer haftpflicht gemeldet? z.b. die absplitterung könnte von der haftpflicht übernommen werden...

    ansonsten ist der boden - sofern mitvermietet, und das war bei euch ja sicherlich der fall - vermietersache. es stellt sich aber natürlich die frage, was als "gebrauchsspuren" zu werten ist und was schon ein schaden ist - da müsste man sich das mal genau anschauen...
     
  10. Samoa

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    nein haben wir nicht, da er erst nach Schlüsselübergabe mit der Aussage kam, das er die Kaution nicht zurückzahlt.

    seine Argumentation:
    er hätte mit einem Schreiner gesprochen, das der Schaden 1000 Euro kosten wird ... seltsamerweise ist der Schreiner sein Neffe und 1000 Euro die Höhe der Kaution.

    1 Tag nach Schlüsselübergabe (ein Protokoll wurde nicht erstellt), waren die Nachmieter bereits in der Wohnung und sind kräftig am renovieren. Ich bezweifle also, das der Vermieter den Schaden beseitigt hat....
     
  11. #10 lostcontrol, 26.04.2007
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    es gibt also kein übergabeprotokoll? und es wird schon renoviert?
    nun, dann wird es für beide seiten schwierig, da irgendwas zu beweisen.

    vielleicht solltet ihr einmal die rückzahlung der kaution einfordern (aber vorsicht: der vermieter darf die kaution durchaus eine gewisse zeit einbehalten). wenn der vermieter dann argumentiert, dass es schäden gegeben hätte, und reparaturen in höhe der kaution angefallen seien, dann solltet ihr euch unbedingt die entsprechende rechnung in kopie zusenden lassen.
     
  12. #11 Sonja86, 26.04.2007
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    Das wird für den Vermieter wohl kaum ein Problem darstellen, wenn der Neffe Schreiner ist... :vertrag

    Das wird wohl nicht leicht mit der Kaution! :wand:

    Mit besten Grüßen
    Sonja
     
  13. #12 lostcontrol, 26.04.2007
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    sag das nicht sonja - das stinkt doch förmlich nach schwarzarbeit...
    so 'ne rechnung muss ja bestimmte kriterien erfüllen, und ob der neffe die erfüllen kann?

    ob das nun leicht wird mit der kaution oder nicht, das hängt wirklich davon ab, was denn da tatsächlich gemacht wurde und ob es sich da wirklich um eine beseitigung von schäden gehandelt hat oder nur um eine renovierung aufgrund von abnutzungsspuren.
    abnutzungsspuren gelten in so einem fall (wenn der boden mitvermietet wurde) ja nicht als schäden. das ist ganz normaler verschleiss, und der ist bei bewohnung normal und wird üblicherweise über die kaltmiete gedeckt.

    die mieter können auf herausgabe der kaution klagen.
    der vermieter muss erstmal BEWEISEN dass es schäden gab, für deren reparatur er die kaution aufgewendet hat.
    zudem hätte der vermieter den ex-mietern erstmal die möglichkeit geben müssen, selbst für die beseitigung der schäden zu sorgen.
    übergabeprotokoll gibt's nicht - also auch keine entsprechende notiz oder vereinbarung diesbezüglich.
    ich denke es wird eher schwer für den VERMIETER, die kaution beanspruchen zu wollen...
     
  14. Samoa

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    ich war gestern Abend dort, um noch meine Post bei meiner Ex-Nachbarin abzuholen und konnte einen Blick in die Wohnung werfen (Tür war offen)

    Sämtliche Böden wurden abgeschliffen... !


    Der Boden war mitvermietet und die Holzdielen (oder eher Holzbohlen) gut und gerne 40-50 Jahre alt. Noch nicht mal teures oder edles Holz (helles Holz, ich vermute Fichte oder anderes Nadelholz).

    Ein Übergabeprotokoll existiert auch nicht!
     
  15. #14 lostcontrol, 27.04.2007
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    das heisst noch lange nicht, dass es dir in rechnung gestellt werden kann.
    eigentlich gehört sowas zu den immer mal wieder fälligen renovierungsarbeiten - und da der boden mitvermietet wurde fällt das in die zuständigkeit des vermieters.

    so ein dielenboden ist fast immer so alt wie das haus. dass dielenböden neu verlegt werden, ist eine relativ neue "mode".
    je nach "qualität" des hauses (einfach, bürgerlich, luxus) verhält es sich dann meist auch mit der qualität des holzes, das da verwendet wurde. das holz wurde damals als baumaterial betrachtet, nicht als bodenbelag. da kam ja noch was drüber. dementsprechend wurde je nach finanzieller möglichkeit gehandelt (wie ja heute auch noch - es gibt bei allem gutes und schlechtes material, und wenn man's nicht sieht, entscheidet letztendlich dann eben doch meist der preis, was verbaut wird).

    wie das in den 50ern war müsste ich jetzt nachschauen - aber zuvor waren solche dielenböden im seltensten fall der eigentliche bodenbelag - meist wurde dann darüber ein anderer boden verlegt (in alten häusern findest du manchmal sogar fliesen, die auf dielenböden gelegt wurden), in den 30ern und 40ern kam linoleum sehr in mode, später war es dann teppichboden...
    vielleicht erklärt dir das ja die wenig robuste qualität des holzes - das war ganz einfach nicht dafür gedacht, tatsächlich als bodenbelag zu dienen, sondern lediglich baumaterial.
    ich nehme mal an der dielenboden wurde irgendwann in den letzten 15 bis 20 jahren freigelegt (dass das mode wurde, fing so gegen ende der 80er an).

    das ist tatsächlich das hauptproblem bei der geschichte. allerdings für beide seiten.
    ich denke mal ihr werdet künftig daran denken, euren vermieter um ein solches zu bitten, wenn nicht ohnehin eines angefertigt wird.
    zusätzlich kann ich fotografische dokumentation nur empfehlen.
    und zwar bei EIN- und bei AUSzug.

    ich an eurer stelle würde versuchen die kaution einzuklagen - dann muss der vermieter erstmal beweisen können, dass ihr den boden über gebühr strapaziert und beschädigt habt.
     
  16. Samoa

    Samoa Neuer Benutzer

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    danke danke danke für die vielen Tipps und Hinweise!

    Es war in der Tat Teppichboden verlegt und erst vor meinem Einzug freigelegt worden. Ich habe halt keinen Teppichboden verlegen wollen....
     
  17. #16 lostcontrol, 27.04.2007
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    sowas dachte ich mir schon.
    und ich nehme an, dass euch der vermieter das schon auch als "schönen alten dielenholzboden" verkauft hat.
    das problem bei einem solchen dielenboden habt ihr jetzt live erlebt.
    ist aber nicht eure schuld - ihr konntet das ja nicht wissen, dass der boden so empfindlich sein könnte. und wenn der vermieter gewollt hätte, dass da was drauf kommt, dann hätte er das euch entweder zur bedingung machen müssen oder eben selbst einen teppichboden oder laminat oder parkett darauf verlegen müssen.

    ich tippe mal dass dem vermieter auch nicht klar war, dass so ein dielenboden eben kein echter bodenbelag ist, und dass man gerade bei kiefer- oder fichtendielen extrem darauf achten muss, dass der entsprechend behandelt wird, damit er robust genug wird. da gibt's spezielle mittelchen, mit denen man so einen boden dann einlassen kann - wirklich optimal wird das aber bei weichholz sicherlich nie werden.

    einen vorteil hat das aber für euch:
    der vermieter kann euch nicht vorwerfen, dass ihr mit dem boden falsch umgegangen wärt - er hat da ja mit grosser wahrscheinlichkeit selbst nicht damit gerechnet, dass sich der boden so empfindlich verhält...

    ich bin ja eine grosse freundin von holzböden, aber ich würde einen solchen dielenboden nur dann freilegen und tatsächlich als bodenbelag nutzen, wenn das holz entsprechend ist - also z.b. eiche oder robinie oder douglasie oder ähnliches...
    und zugegebenermassen empfinde ich die manchmal doch recht grossen ritzen zwischen den dielen auch eher als unangenehme, unhygienische dreckfallen...
     
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