Renovierungskostenrückerstattung?

Dieses Thema im Forum "Renovierung" wurde erstellt von Johnny_C, 19.07.2010.

  1. #1 Johnny_C, 19.07.2010
    Johnny_C

    Johnny_C Neuer Benutzer

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    Abend!

    Also der thread passt eigentlich in viele Unterforen aber da mein Hauptanliegen die Rückerstattung der Renovierungskosten sind post ich ihn hier:

    Ein Mieter ist interessiert an einem Mietobjekt und möchte es mieten. Es bestehen allerdings einige Mängel: Risse in den Wänden(innen), einige schwarze Ablagerungen(-> neuer Anstrich fällig), eine Toilettenspülung klemmte auch, so dass ständig Wasser durchlief wenn der Haupthahn aufgedreht war. Da das Haus bereits über 30 Jahre alt ist, ist das Dach auch nicht ausreichend isoliert, da es noch damaligen Standarts entspricht. Trotz dieser Mängel will der Mieter das Haus mieten und lehnt sogar eine angebotene Renovierung vom Vermieter ab. Selbst die Mängel machen ihm nichts aus und er unterschreibt den Mietvertrag. Mündlich wurde aber noch ausgemacht das die ersten 3 Monatsmieten (das wären dann 3 x 2.000 € = 6.000 €) erlassen werden um die bekannten Mängel abzustellen. Die sollte als Vorschuss zur Mängelbeseitigung verstanden werden.

    Nun passierte folgendes. Er bekam die Einwilligung das Haus auf eigene Kosten zu renovieren, eine Renovierung auf Kosten des Vermieters hatte er ja abgelehnt. Und um die Mängel zu beseitigen war der Vorschuss von 6000€ gedacht.

    Er beauftragte ohne Kenntnis des Vermieters eine Firma die die Risse ausbesserte und die Wände strich. Die Kosten belaufen sich auf angeblich 6500 € (bisher ohne Nachweis).

    Nach 2 Monaten Mietzeit beschloss der Mieter zu kündigen, besser noch: Er will vom Vertrag zurücktreten und aller Wahrscheinlichkeit nach stellt er die Bedingung für den Rücktritt die Bezahlung seiner Renovierungskosten von 6500€. Aller Wahrscheinlichkeit nach deshalb, weil es noch offen ist was in dem Vertrag stehen wird und die derzeitige Rechtslage interessant ist. Im Mietvetrag ist jedoch kein Rücktrittsrecht festgehalten worden und somit wäre nur eine Kündigung oder ein Mietaufhebungsvertrag rechtens oder ?

    Nach allgemeinem Rechtsverständnis sieht die Situation für den Mieter so aus: Er lehnt eine Renovierung ab, bekommt 6000 € Vorschuss zur Mängelbeseitigung, führt diese aber nicht aus sondern beauftragt eine Firma sich um Risse + Wandanstrich zu kümmern. Der Vermieter ist doch jetzt nicht verpflichtet diese Rechnung zu bezahlen oder ? Ist es nicht unrecht einen Betrieb zu engagieren, wenn man diese Arbeiten auch selbst und viel günstiger erledigen könnte? Im Gegenteil, kann der Vermieter die 6000€ zurückverlangen, da ja keine Mängel beseitigt wurden? Das Beseitigen der Risse wird nicht als Mängelbeseitigung betrachtet, da die Ursache der Risse nicht bekannt ist und die Maßnahme des Mieters somit unzulänglich ist. Oder zumindest könnte darauf plädiert werden. Gelten Risse überhaupt als Mängel oder eher als Renovierungsgrund?

    Desweiteren ist interessant, falls der Mieter einen Mietaufhebungsvetrag abschließen wollen würde, um die 3 Monate Kündigungsfrist (die bedeuten würden er müsste noch weitere 4000 € Miete bezahlen) umgehen zu können, wieviel Geld dürfte der Vermieter als Bedingung dieses Vertrages verlangen? Immerhin würde er ja noch 4000 € bekommen und für den Mängelbeseitigungsvorschuss eine Rückzahlungsforderung stellen.

    Was würdet ihr eurer Erfahrung nach dem Vermieter raten ?

    Ist der Mieter im Recht oder der Vermieter? Falls die Frage zu komplex ist tut es mir leid. :?
     
  2. AdMan

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  3. kathi

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    vs

    Die Frage ist nicht zu komplex, aber zu wirr s.o.
    Warum will denn der VM das Geld vom Mieter zurück. Der hat doch renoviert. Und wenn die "Abfindung" vom VM derartig grosszügig ist, dass der Mieter renovieren "lassen" kann, statt selber zu renovieren, dann ist das ein Problem des Vermieters. Hat er sich eben verkalkuliert.
    Die Ursachenforschung hinsichtlich der Risse in den Wänden ist eindeutig Vermietersache.
    Insgesamt versteh ich die Problemstellung sowieso nicht. Vermieter gibt Mieter einen Vorschuss (was soll DAS eigentlich bedeuten, wieviel Tausender wollte der VM dem Mieter denn noch schenken?)für die Renovierung. Mieter renoviert und will danach ausziehen, hat auch renoviert. Ja, soll er doch ausziehen. Da ist doch weder dem Mieter noch dem Vermieter ein Schaden entstanden. Die 500€, die der Mieter mit der Renovierung über den vereinbarten 3 Monatsmieten liegt darf er aus eigener Tasche zahlen. Gekündigt wird ganz normal.
     
  4. #3 Johnny_C, 19.07.2010
    Johnny_C

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    Der Mietvertrag wurde unterschrieben. Gerade ist der Mieter dabei einen Rücktritt aus dem Vertrag zu verfassen in dem er wahrscheinlich verlangen wird, dass der Vermieter ihm die 6500 Rückerstattet. Oder sonstiges um dem Vermieter noch eins draufzugeben. Wisst ihr evtl von Möglichkeiten was der Mieter noch tun könnte um dem VM das Leben so schwer wie möglich zu machen?
    Und das soll der Vermieter unterschreiben.

    Problem des Vermieters ? Das wäre blöd. Der Mieter hat vorher eine Renovierung abgelehnt! Weil der Mieter die Renovierung auf eigene Kosten tragen wollte, dafür aber nach seinen Vorstellungen. Deshalb bekam er 3 Monatsmieten erlassen.
    Wo ist das eine verkalkulation wenn der Vermieter seinen Pflichten nachkommt und die Mängel beseitigen lassen will, das vom Vermieter abgelehnt wird, er deshalb 3 Monatsmieten erlassen bekommt um die Mängel selbst abzustellen das Ergebnis aber nur ein neuer Anstrich für 6500 Euro ist. Von Wirtschaftlichem Handeln kann da keine Rede sein. Plus das der Vermieter die 6500 euro auch noch nachzahlen soll(wahrscheinliche Forderung).

    Ursachenforschung ist Vermietersache klingt logisch. Gilt das auch wenn der Mieter all die Aufgaben einer Renovierung von sich aus übernommen hat? Das Geld wurde doch sprichwörtlich zum Fenster rausgeworfen vom Mieter da seine Maßnahme weder auf Dauer Beständigkeit haben wird noch wirtschaftlich gehandelt wurde. Muss sich der Vermieter das gefallen lassen?

    Nochmal das Problem in Kürze: Vermieter findet die Verwendung von dem Geld was für mehrere Mängel locker gereicht hätte vom Mieter (mit Absicht?) verschwendet. Die Renovierungsmaßnahme konnte bisher nur grob untersucht werden und noch ist nicht klar ob überhaupt fachmännisch renoviert wurde (gewebe etc) oder die Risse einfach nur zugespachelt. Muss der Mieter dem Vermieter nicht die Chance geben die Renovierung günstiger machen zu lassen?
    Deswegen die Frage ob der Vermieter noch Anspruch auf den Vorschuss hat, zumindest abzüglich der Materialkosten.
    Oder glaubt ihr es is rechtlich ok wenn der Mieter des zur Verfügung gestellte Geld raushaut wie er möchte dann wärs natürlich die Schuld des VM.
     
  5. kathi

    kathi Gesperrt

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    Das Problem ist, dass der Vermieter alle Dinge, die seiner Meinung nach hätten getan werden sollen, vertraglich hätte festlegen können und sollen.

    Das klingt jetzt so als wärst du der Mieter. Woher sollte der VM das sonst wissen?
    Wieso sollte der Mieter 6500€ rückerstattet bekommen? Er hat doch schon 6000€ in Naturalien (Mietfreiheit) bekommen. Da wären wir dann bei 12000€, und DAS ist dann definitiv zu viel. Die 500€ sind sein Bier.

    Ich denke den Einsatz von Gewebe kann man von einem Fachbetrieb erwarten, aber nicht von einem Mieter. Wenn der Mieter einen Fachbetrieb beauftragt hat, dann kann der das von dem beauftragten Unternehmen erwarten.

    Der Vermieter hatte doch die Chance. Er hätte die Wohnung nicht unrenoviert übergeben müssen und er hätte festlegen können, was genau gemacht gehört.
    Es ist schon etwas blauäugig "mündlich" 6000€ Mietnachlass zu gewähren mit der Auflage zu "renovieren". Hat sich der Vermieter eigentlich bei Vertragsabschluss mal über "Hintergrund" des Mieters schlaugemacht? Schufa, Vorvermieterauskunft, Verdienstnachweis etc. etc.? Klingt alles irgendwie bisschen nomadig.
     
  6. #5 Thomas76, 20.07.2010
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    Also ich verstehe das so, das der Mieter die 6000 EUR in Form von erlassener Miete zum Renovieren gekriegt hat, nun eine Rechnung von 6500 EUR von einem Fachbetrieb bekommen hat und nun will, das der Vermieter diese Rechnung zusätzlich zu der erlassenen Miete bezahlt.

    Das würde ich als Vermieter natürlich keinesfalls machen.Wenn der Mieter irgendeinen Handwerker mit irgendwas beauftragt, muß er diesen auch bezahlen.

    Das kommt noch dazu.Merken für's nächste mal.

    Also erstens kann der Mieter nicht einfach nach belieben vom Vertrag zurücktreten.Er kann höchstens mit der üblichen Frist (3 Monate) Kündigen.Zweitens kann er erst recht keine Bedingungen stellen, warum auch ? Ich würde mich als Vermieter hüten, da irgendwas zu unterschreiben.
     
  7. kathi

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    Ja, so seh ich das ja auch, aber wenn der VM das alles nicht schriftlich fixiert, was zu tun ist, dann kann der Mieter leider auch hingehen und für dieses Geld nur einen Bruchteil der mündlich vereinbarten Arbeiten von einem Fachbetrieb vornehmen lassen. Das Problem mündlicher Absprachen ist immer deren Beweisbarkeit.
    Das meinte ich damit, dass es ein Problem des Vermieters ist.
     
  8. #7 Thomas76, 20.07.2010
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    Nee, da muß man differenzieren : die ersten 6000 EUR in Form von kostenlosem Wohnen kann der Mieter natürlich nach eigenem gutdünken verwenden.Aber er kann nicht darüber hinaus nochmals Geld vom Vermieter für irgendwas verlangen, wie jetzt z.b. diese Handwerkerrechnung.

    Der Typ hat ja nun kostenlos gewohnt und will nun nochmal Geld sehen, und das geht natürlich nicht.

    Naja, wenn wirklich gar nichts von diesen Sondervereinbarungen schriftlich fixiert ist, haben aber beide das Problem der Nachweisbarkeit bzw. der Mieter möglicherweise das größere Problem.

    Es existiert ja ein schriftlicher Mietvertrag, wenn in dem z.B. gar nichts davon steht, das der Mieter die Miete tlw. erlassen bekommt, könnte der Vermieter auch durchaus noch die Miete einfordern (ob bei dem Mieter etwas zu holen wäre, ist natürlich eine andere Frage).
    Ich würde sagen, das es hier der Vermieter deutlich einfacher hat, der braucht sich nämlich nur auf den schriftlichen Vertrag zu berufen.
     
  9. kathi

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    Lesen muss man aber auch:
    Ich hab geschrieben:
    Wo ist da jetzt ein Unterschied zu dem was du geschrieben hast? Natürlich kann er nicht noch weitere 6000 oder gar 6500 vom Vermieter verlangen.



    Dann sollte der Vermieter aber umgehend wegen nicht bezahlter Mieten fristlos kündigen.
     
  10. #9 Thomas76, 20.07.2010
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    Oh, das hatte ich tatsächlich überlesen, stand weiter unten.

    Das wäre eine Möglichkeit.
     
  11. #10 Johnny_C, 20.07.2010
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    Danke für die rege Diskussion! Also ich fass nochmal zusammen was ich aus euren posts herauslese:

    Der Mieter hat keinerlei Chancen die 6500 Euro zurückzuverlangen, da er ja 6000 euro Mietnachlass bekommen hat. Das er 500 € mehr bezahlt hat ist sein Problem.

    Der Vermieter ist selber Schuld an der Tatsache, dass die erforderlichen Arbeiten nur mündlich abgemacht wurden. Kann man dem Mieter also nicht unwirtschaftliches Handeln mit dem Renovierungsgeld vorwerfen ?
    Wie überprüft man was alles gearbeitet wurde? Am besten durch Rechnungsbelege und Zeugenaussagen der angeheuerten Handwerker oder ?
    Und fürs nächste mal alle arbeiten etc im Mietvertrag aufführen.

    Also der Mietnachlass wurde mündlich ausgemacht. Im schriftlichen Vertrag heißt es nur:

    Das Mietverhältnis beginnt am 01.06.2010
    und unter §4 Mietsicherheit steht:
    Der Mieter leistet zu Beginn des Mietverhältnisses dem Vermieter Mietvorauszahlung von 10.000.-
    Die Vorauszahlung wird am 01.09.2010 geleistet.

    Was würdet ihr an der Stelle vom Vermieter machen ?
    Noch eine Frage: Der Mieter ist doch verpflichtet sich um den Garten usw. zu kümmern. Leider tut er das nicht und das Gras ist bei der momentanen Wetterlage schon meterhoch gewachsen. Der Garten ist ca 1000m² groß und bei Auszug bleibt die Arbeit ja am Vermieter hängen, kann der VM dagegen was unternehmen ?

    Und eine andere Sache: Der Mietnachlass geht ja nur um die Kaltmiete, die Nebenkostenvorauszahlung ist 150€ pro Monat, die ist der Mieter dem Vermieter so und so schuldig oder nicht? Die tatsächlichen Nebenkosten werden dann abgerechnet wenn er draußen ist und kriegt dann entweder was zurück oder schuldet noch mehr ist des richtig ?
     
  12. kathi

    kathi Gesperrt

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    Nein, es wurde ja nichts festgelegt und vielleicht hat der Mieter zwei linke Hände.

    Ja

    Ja, allerdings würde ich bei so nem extremen Mietnachlass das Haus selber renovieren (lassen) und das keinen Mieter machen lassen. Warum auch?

    Wo kommt das denn jetzt her? Daraus könnte man die Mietfreiheit quasi ableiten.

    Einen Rechtsanwalt fragen, ob die Sache mit der Mietsicherheit erst am 01.09.2010 Rückschlüsse auf eine Mietfreiheit zulässt. Ansonsten Anfang August oder spätestens Anfang November fristlos kündigen, wenn die Zahlung ausbleibt, wovon ich einfach mal ausgehe.

    Kommt drauf an was in MV steht, aber idR bei EFHs schon.

    Während der Mietzeit nicht, danach könnte man dem Mieter wahrscheinlich gewisse Kosten in Rechnung stellen.

    Wenn das so vereinbart war und die 150€ zu den 2000€ noch dazukommen, ja.

    Das dürfte eher nächstes Jahr der Fall sein, sonst richtig.
     
  13. #12 Johnny_C, 20.07.2010
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    danke für die antworten kathi.

    der Mieter hat eine Renovierung vom Vermieter abgelehnt. Wollte es auf eigene Kosten selber machen. Der Mieter ist Architekt und wollte es nach seinen Wünschen renoviert haben. Ausgemacht war mündlich das er selbst für die Renovierung aufkommt, die 6000 € vom Vermieter waren gedacht die Mängel die der Vermieter auf jeden Fall beseitigen muss zu decken.

    Wenn der Mieter jetzt behaupten würde es gab diese mündlichen Abmachungen nicht, kann er dann die 6500€ Renovierungskosten zurückverlangen? Immerhin steht im Vertrag auch nicht das der Mieterlass zur Renovierung gedacht war.
    Auf der anderen Seite, wenn er eine Wohnung unrenoviert übernimmt und sie renoviert abgibt ist das nicht einfach sein Pech? Da er keine Renovierungspflicht hatte ?

    Steht so im Vertrag. Das bedeutet wohl Mietfreiheit ist schlecht für den Vermieter? Weil eben nicht aufgeführt ist warum es diese Mietfreiheit gibt sondern es nur mündlich ausgemacht wurde ?
    Gehen die Gerichte nicht davon aus, dass es einen Grund für die Mietfreiheit geben muss? Kein normaler Mensch würde doch etwas vermieten und dafür quasi 'einfach so' die ersten 3 Monate keine Miete verlangen. Falls dann Aussage gegen Aussage steht, wird für den Vermieter oder den Mieter entschieden?

    Während der Mietzeit muss man zusehen wie der Garten verwildert? Die Kosten dieser monatelangen Verwilderung nach Auszug wiederherzustellen wären sehr hoch. Wie genau kann man das dem Mieter dann in Rechnung stellen ?


    Wie das?
     
  14. #13 lostcontrol, 20.07.2010
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    du kannst dem mieter da garnichts in rechnung stellen.
    wenn er tatsächlich per vertrag die gartenpflege übernommen hat (ist das der fall?), dann darf er den garten auch nach seinen wünschen und vorstellungen gestalten und "pflegen". wenn der mieter nun mal gerne einen "naturnahen" oder "verwilderten" garten haben möchte, dann kannst du ihm da keine vorschriften machen - er bezahlt ja miete dafür, dass er den garten nutzen kann nach seinen vortellungen.

    eins aber interessiert mich:
    wie macht ihr das, dass bei diesen witterungsverhältnissen das gras meterhoch wächst?
    also bei mir wächst das bei dieser glühenden hitze keinen millimeter, im gegenteil, es verdorrt (weil ich nicht sprenge). das einzige was bei mir derzeit ohne betüdelung freiwillig wächst sind disteln und wegerich. mähen lohnt eigentlich nicht, hab ich dieser tage auch nur gemacht weil mir die wegerich-blüten auf den keks gingen.
    aber wenn ihr da irgendwelche tricks habt wie gras bei diesen witterungsverhältnissen so enorm wächst dann immer her damit! ich find die "verbrannte erde" da draussen grad nicht ganz so schön, sattes grün wär mir deutlich lieber...
     
  15. kathi

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    Zuerst mal die Frage: Wenn man dem Mieter gegenüber so misstrauisch ist, dass man irgendwann nach 3 Monaten für die nächsten 5 Monate einen Mietvorschuss verlangt, warum vermietet man dann überhaupt an so jemand? Und warum gestaltet man den restlichen Vertrag so wischiwaschi?

    Der Mieter hat selber die Handwerker angeheuert und bezahlt. Dies ist seine Sache. Er hat entweder dafür Mietfreiheit bekommen, dann hat sich das sowieso erledigt, denn dann sind die Parteien quitt. Oder er hat keine Mietfreiheit bekommen, dann schuldet er die Miete, was dann auch wieder auf Null rauskommt.
    Selbst ein sehr weltfremder Richter wird sich fragen, warum man jemand für nichts mit 3 Monatsmieten entgegenkommen sollte.

    Wie oben schon geschrieben, sollte das in dem Fall egal sein:
    Bei Mietfreiheit sind die beiden quitt, ohne Mietfreiheit kann man sich drüber streiten, ob der VM dem M die Renovierungskosten schuldig ist. Unstrittig sollten in dem Fall die Mietschulden sein, da das Mietverhältnis ja bereits Anfang Juni begonnen hat.

    Ja, es sei denn es wurde explizit vereinbart, was genau zu tun ist. Selbst dann wäre das strittig, wenn der Mieter spätestens am Ende der Mietzeit den Garten wie vertraglich vereinbart übergibt.
    kommt drauf an was im Vertrag steht,wenn das auch wieder so wischiwaschi ist oder gar nichts drin steht, siehts schlecht aus

    Je nachdem was in den Nebenkosten enthalten ist, kommen die Rechnungen für Versicherung, Grundsteuer, Wasser etc. meist erst im Folgejahr. Diese Abrechnungen muss/kann/darf man abwarten
     
  16. #15 Johnny_C, 20.07.2010
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    Da stehen eine Menge Bäume die sehr viel Schatten spenden außerdem ist das kein Gras wie mans vom Fußballplatz her kennt sondern mehr Unkraut als menschenfreundliche Wiese. Sieht aus wie im Urwald, nur ohne die riesigen Blätter!

    Mietvorschuss in der Höhe war die Idee vom Mieter. Das Angebot würde doch jeder Vermieter annehmen. Der Vertrag ist ein ganz normaler Standartvertrag für ein EFH. Was genau meinst du mit Wischiwaschi? Nur die Renovierungsarbeiten wurden nicht genau aufgeführt. War nach damaligen Kenntnisstand auch nicht notwendig(hinterher ist man leider immer schlauer), der Mieter wollte >10 Jahre mieten und die Renovierungskosten auch selbst tragen.
    Er hat Mietfreiheit bekommen, die ersten 3 Monate, kann man aus dem Vertrag rauslesen und durch Aussagen bestätigt werden. Also sind Vermieter und Mieter quitt? Auf den 500 € Mehrkosten bleibt der Mieter aber sitzen ?

    Ohne Mietfreiheit sind die Mieten von den ersten 3 Monaten fällig und die Renovierungskostenrückerstattung müsste so abgeklärt werden? Also wahrscheinlich vor einem Gericht?

    Hab im Vertrag gerade diesen Satz gefunden:
    " Andere als die in diesem Vertrag getroffenen Vereinbarungen bestehen nicht. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. "
    Heißt das jetzt, dass egal was Vermieter oder Mieter vereinbart haben gar keine Bedeutung hat ?


    Im Vertrag steht leider nichts zur Gartenpflege ihr habt Recht. Nur in den Nebenkosten sind die Kosten für die Gartenpflege aufgelistet.

    Die bisher fällig gewordenen Nebenkostenvorauszahlungen darf der Vermieter einfordern und auch solange behalten bis die Nebenkostenabrechnung erfolgt? Bis wann muss die Nbkstabrechnung erfolgen ?
     
  17. #16 lostcontrol, 20.07.2010
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    also wenn die kosten der gartenpflege über die betriebskosten umgelegt werden, dann wirst du wohl nicht erwarten können, dass der mieter auch nur einen finger rührt im garten, ist doch logisch...

    ich glaub du sitzt da einem fehldenken auf.
    die betriebskostenvorauszahlungen darf der vermieter bzw. eigentümer selbstvertändlich "behalten", immerhin hat er ja die entsprechenden kosten vorgestreckt.
    bis wann die betriebskostenabrechnung zu erfolgen hat, hängt von deinem wirtschaftsjahr ab.
    wenn das wirtschaftsjahr (wie meist) vom 01.01. bis 31.12. eines jahres geht, dann muss die betriebskostenabrechnung spätestens am 31.12. des folgejahres beim mieter ankommen, also 12 monate nach ende des wirtschaftsjahrs.
     
  18. #17 Thomas76, 20.07.2010
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    Aber nur, wenn der Mieter die Vorauszahlung bei vertragsabschluß bar auf den Tisch legt.Sonst würde ich eher an Betrugsabsichten denken, denn selbst ein Mieter, der so viel Geld rumliegen hat, würde es normalerweise niemals einem Vermieter auf einmal geben.

    Du siehst doch selber, was dabei rausgekommen ist.Solche Schlaraffenangebote seitens eines Mieters würde ich immer äußerst misstrauisch beäugen.

    Der ganze Block mit Mietvertragsbeginn, Zahlungbeginn, Vorauszahlung, etc. klingt schon sehr komisch.Möglicherweise ist einiges davon sogar ungültig, Wohnungsmietrecht ist das sehr streng und Mieterfreundlich, da kann man leider nicht formulieren, wie man möchte.Auch das die ganzen Vereinbarungen zu den Renovierungen nicht detailiert aufgeführt wurden, ist "wischi-waschi".

    Ja, steht doch da sogar schwarz auf weiß, das keine mündlichen Nebenabsprachen getroffen wurden.Da könnte einerseits der Mieter auf 3 monatiges mietfreies Wohnen pochen, andererseits wird er auf seinen Renovierungsrechnungen so noch wahrscheinlicher sitzen bleiben.

    Also wenn der Mieter sogar für Gartenflege zahlt (bzw. zahlen müßte), dann ist es deine Aufgaben, den Garten zu pflegen bzw. pflegen zu lassen.Wofür zahlt der Meiter denn da sonst ?
     
  19. kathi

    kathi Gesperrt

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    Jetzt würde mich aber doch noch was interessieren:
    Wenn der Mieter nur 150€ Nebenkosten bezahlt, was ist denn da enthalten? Selbst wenn der Mieter alles, was machbar ist, selber über den Versorger abrechnet, dann bleiben zumindest mal die Versicherungen, die Grundsteuer und die Gartenpflege als Nebenkosten. Bei einem 1000m² Garten ist da schon ein grosser Batzen für die Gartenpflege weg. Das haut nie im Leben hin.


    Meiner Meinung nach bleibt der Mieter auf jeden Fall auf den 500€ sitzen.
    Hat der Mieter Mietfreiheit bekommen, dann wohl nur fürs Renovieren und dann kann er nicht nochmal 6000 vom VM fordern. Kein Richter wird glauben, dass ein VM einem Mieter aus reiner Freundlichkeit ein Haus mit 2000€ Miete für nichts und wieder nichts für drei Monate umsonst überlässt. Der Vermieter wird das wohl auch nicht bestätigen.


    Plädiert Mieter darauf, dass er keine Mietfreiheit bekommen hat, dann muss er die Miete nachzahlen, daher wäre das mieterseits ziemlich dumm. Wenn nichts über Renovierung im Vertrag steht und er Handwerker beauftragt hat, dann muss der Mieter irgendwie beweisen, dass der Vermieter ihn soz. genötigt hat für 6500€ Handwerker zu beauftragen. Sonst zahlt er die Handwerker UND die Miete.
     
  20. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    Nochmal in kurz:

    1) "Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch". Der Mieter wollte also eine 6500,- Renovierung von einer Firma, hat diese dort selber in Auftrag gegeben (zudem ohne Rücksprache/Genehmigung mit dem Vermieter, somit sogar unerlaubt falls mit Substanzarbeiten) und hat das dann sogar noch selber bezahlt. Somit war das komplett sein Spaß an der Freud, der Vermieter hat damit rein gar nichts zu tun. der Mieter kann nicht im Namen des Vermieters handeln, erst Recht nicht ohne Vollmacht.

    2) Da laut dem Vertrag erklärt wurde, dass es auch keine weiteren Nebenabreden gab, ist der Mieter somit auch noch die 3 fehlenden Monatsmieten schuldig, wenn man das mal nüchtern betrachtet. Aufzurechnen ist da nichts, weil: siehe 1)

    3) Wann die Mietsicherheit/Mietkaution zu leisten ist, ist ja erstmal zweitrangig und hat nichts mit der Mietzinsfälligkeit zu tun. Obwohl es so oder so keinen Sinn macht, diese erst 3 Monate nach Einzug einzufordern, das ist ja nahezu lebensmüde... Die wird zu Mietbeginn bzw. Schlüsselübergabe fällig. Punkt.
     
  21. kathi

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    Offensichtlich geht es aber nicht um eine Mietsicherheit/Kaution, sondern um eine Mietvorauszahlung:
    Warum man das, aus welchen Gründen auch immer unter den Punkt Mietsicherheit verfrachtet hat, weiss ich auch nicht.
    Bei diesem Kuddelmuddel würde es mich grade noch nichtmal wundern wenn der Strich bei: die monatliche Miete beträgt_________ nicht ausgefüllt wäre.
     
Thema: Renovierungskostenrückerstattung?
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  17. selber renoviert wer kriegt die rechnung,
  18. Wieviel Prozent kann noch von einer Renovierung zurückverlangen wenn diese 5 Jahre alt ist,
  19. unrenovierte wohnung übernommen und drei monate mietfrei jetzt bei auszug verlangt der vermieter eine komplette renovierung ,
  20. wieviel rückerstattung bei renovierung als vermieter,
  21. renovierungsrechnung an mieter beispiele,
  22. Rückerstattung renovierungsarbeiten,
  23. renovierung eigene vorstellung mieter,
  24. umsatzsteuer bei mietverzicht weil mieter die renovierung bezahlt,
  25. rückerstattung renovierungskosten bei kündigung durch mieter