Riesenärger mit Miteigentümer

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von happy2008, 01.12.2010.

  1. #1 happy2008, 01.12.2010
    happy2008

    happy2008 Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Forums-Mitglieder,

    ich brauche dringend eure Hilfe!
    Hier mein Versuch die Situation einigermaßen nachvollziehbar zu erläutern:

    Ich habe mir vor 8 Jahren eine Eigentumswohnung gekauft. Diese Wohnung liegt im Dachgeschoss eines 4-Familien-Hauses (Mansarden-Wohnung). Sie hatte mir damals sofort gefallen, da ihre 100m² Wohnfläche auf nur 3 Zimmer verteilt sind und die Raumhöhe 2,60m beträgt - also eine tolle Altbauwohnung.
    Nach meinem Einzug habe ich die Wohnung nach und nach komplett renoviert.
    Von Anfang an gab es Probleme mit dem Eigentümer in der 1. Etage. Dieser "Herr" hatte es, nach Aussagen der übrigen Bewohner des Hauses, schon seit Jahren zu seinem Hobby gemacht, die anderen Bewohner zu beschimpfen und zu schikanieren und sich gegen alle Regeln der Eigentümergemeinschaft zu verhalten.
    Die ersten Jahre kam ich ganz gut mit ihm klar, da ich ihn so gut es ging ignorierte und ich für ihn noch nicht direkt zum "Feind" erklärt wurde. Mein größtes Ärgernis zu der Zeit war, dass er alle größeren Renovierungsmaßnahmen durch seinen Widerspruch verhinderte.
    Eines Tages jedoch änderte sich dies. Und zwar nachdem ich nach Jahren endlich die Genehmigung für den Einbau einer Loggia erhalten hatte und diese dann auch machen ließ.
    Von da an bekam ich seine Missgunst und seinen Neid voll zu spüren. Dies äußerte sich in Beschimpfungen, in Beleidigungen (auch in schriftlicher Form, teilweise in x-facher Ausfertigung verteilt um das ganze Gebäude, an den Autos usw. - wirklich krank der Typ) und in Drohungen.
    Nachdem er es geschafft hatte, die Mieter im Erdgeschoß zu vergraulen, zogen dort neue Mieter ein.
    Leider waren diese genau das was dem Typen im ersten Stock noch gefehlt hatte. Sie waren "menschlich" genau wie er auch, nur dass sie das noch fehlende kriminelle Potential mitbrachten, was unserem ersten Psychopaten bis dahin noch gefehlt hatte.

    Als erstes wurden von den beiden Familien alle Büsche und Koniferen auf dem Grundstück an einem Nachmittag abgesägt. Ich teilte dies nachdem ich es entdeckt hatte sofort dem Hausverwalter mit. Außer einem Anschreiben folgten keine Konsequenzen. Es ging weiter mit Hundekot auf meinem Auto verteilt, extremsten Beschimpfungen, Schikanen wie z.B. Klingel abstellen usw. und endete mit dem Zerkratzen meines Autos und dem meines damaligen Lebenspartners. Beim erstatten der Anzeige fielen die Namen dieser Bewohner und einer der Beamten versehentlich erwähnte, dass diese Familie bereits für Ihr kriminelles Tun bekannt sei.
    Da es keine Zeugen gab, blieb natürlich auch dies ohne Folgen.
    Zu diesem Zeitpunkt hatten wir, die Eigentümer der 2. Etage, der Verwalter und ich geplant endlich Rechtbeistand einzuholen und evtl. auf Eigentumsentzug zu klagen.
    Doch die Besitzer der 2. Etage (Rentenalter erreicht!!!) wanderten nach Spanien aus und verkauften (verschenkten die 120m²-Wohnung für 60.000€ statt der gewünschten 90.000€) die Wohnung.

    Nachdem es dann immer schlimmer und unerträglicher wurde (war ja dann alleine mit denen im Haus), wollte ich mir bei der Polizei Rat holen. Der Rat den ich bekam war: ziehen sie aus, so schnell wie möglich.

    Dies tat ich dann auch (fiel mir extrem schwer), für meine und vor allem die Gesundheit meiner Tochter.

    Nach meinem Auszug versuchte ich die Wohnung zu verkaufen. Doch auch dies verhinderte er, indem er potentielle Käufer abfing und sie vergraulte.
    Nach einem halben Jahr war ich finanziell nicht mehr in der Lage weiter nach einem Käufer zu suchen und vermietete die Wohnung.

    Mittlerweile haben die Käufer der Whg. im 2.OG auch festgestellt wie dieser Typ drauf ist, nachdem sie sich erst hinter ihn gestellt hatten, da sie seiner Version der Wahrheit geglaubt hatten. Zurzeit laufen gegen sie Anzeigen wegen Sachbeschädigungen die der Anzeigenerstatter selbst ausgeführt hatte. Wie immer fehlen Zeugen.
    In der Zeit in der sie sich mit ihm verstanden, hatten sie zwecks Isolierung die Decken abgenommen. Daraufhin kam von dem aus dem 1. OG die Aussage: "lasst die Decke auf und besprüht die Holzbalken jeden Tag mit Wasser bis diese faulen und dann sagen wir dass der Wasserschaden durch die Loggia von der da oben kommt und dann lassen wir sie die ganzen Renovierungskosten bezahlen." Finde die Aussage macht klar was das für ein "Mensch" ist.
    Auch gegen meine Mieter laufen etliche Schikanen, Drohungen und Beschimpfungen. Außerdem waren eines Morgens an ihrem PKW die Radmuttern gelöst. Anzeige gegen Unbekannt. Resultat: eingestellt.
    Klar wollen meine Mieter mittlerweile ausziehen. Wer kann es ihnen verdenken?

    Ich hoffe ein paar von Euch haben sich die Zeit genommen diesen fürchterlich langen Text zu lesen, aber es fällt mir schwer mich kürzer zu fassen.
    Auch dies ist, wie ihr euch sicher denken könnt nur ein winziger Auszug aus den Geschehnissen.

    Wer kann mir Tipps geben, vielleicht aus eigener Erfahrung, wie man gegen so jemanden ankommt? Was können wir tun? Der Typ ruiniert mich finanziell und der ständige Druck macht mich kaputt. :help

    Noch ein paar wichtige Details, ohne die alle bisherigen Infos nichts bringen:

    - die Wohnung gehört nicht dem Unruhestifter, sondern er hat sie auf seine Frau überschrieben.
    - er ist schon seit Jahren Frührentner, hat vier Kinder (insgesamt 8, mit seiner ersten Frau hat er auch schon vier), alle gehen noch zur Schule.
    - seine Wohnung ist eine Ruine, Wertsachen gibt es keine, außer einem Neuwagen (Abwrackprämie lässt grüßen).
    - und einem riesigen Mehrfamilienhaus auf den Philippinen (von seinem Geld gebaut, läuft auf den Namen seiner Frau).

    Habt ihr mir einen Rat????
    Enteignungsklage, Privatrechtlich?
    Einzige mir bekannte Option: ein Verkauf, würde in der momentanen Situation mehr einem Verschenken gleichen.

    Ich hoffe auf euch und euer Wissen.

    Viele liebe Grüße
    happy2008 (übrigens das Jahr meines Auszuges aus der besagten Wohnung)
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Wenn besagter Bewohner kein eigentümer ist, bietet die Eigentümerin quasi Wohnraum. Er ist also Mieter. Die eigentümerin muss also dafür gerade stehen, was ihr "Mieter" so macht, oder bin ich nun völlig falsch.

    Mein vorschlag: eigentümerbeschluss zur Videoüberwachung anstrengen. Dann gibt es Beweise für Sachbeschädigungen...


    Egal wie man es dreht: eigentlich ist es kein WEG-Problem, sondern nur ein zwischenmenschliches und da würde ich eher ansetzen, als mir Rat bezüglich des WEG zu holen.
     
  4. #3 happy2008, 06.12.2010
    happy2008

    happy2008 Neuer Benutzer

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    Hallo Capo,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Du meinst also es gibt keinen Ansatzpunkt diesem Typen über das WEG in seine Schranken zu weisen?
    Es ist wirklich kein Spaß, der ruiniert mich und alle in diesem Haus. Ich bin wirklich verzweifelt. Diese Wohnung macht mich kaputt. Es gibt keinen Tag an dem ich nicht mit neuen Horrormeldungen rechne.
    Meine Mieter sind bereits auf der Suche nach einer anderen Wohnung. Neu vermieten in dieser Situation fast unmöglich, ebenso der Verkauf.
    Keine Ahnung wie ich das über längere Zeit finanziell überstehen soll.

    Gibt es denn Möglichkeiten seine Frau als Wohnungsbesitzerin in die Verantwortung zu nehmen? Wenn ihr Mann von dir als Mieter bezeichnet wird, gibt es Möglichkeiten ihn aus dem Haus zu bekommen? Gilt er rechtlich als Mieter?

    Bitte, vielleicht gibt es auch Mitglieder in diesem Forum, welche ähnliches erlebt haben. Vielleicht kann mir jemand mit seinen Tipps weiterhelfen. Bin dankbar für jeden Beitrag.

    Viele liebe Grüße
    happy2008
     
Thema: Riesenärger mit Miteigentümer
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