Risse in alten und neuen Häusern

Dieses Thema im Forum "Kantine" wurde erstellt von lostcontrol, 01.11.2012.

  1. #1 lostcontrol, 01.11.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.11.2012
    lostcontrol

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    Diese Unterhaltung ist ausgelagert und fand sich ursprünglich in diesem thread

    Christian Martens

    -------------------------


    ich bin eigentlich völlig d'accord mit dem was du schreibst, nur in einem nicht:

    dem kann ich - aus eigener erfahrung - leider nicht zustimmen.
    da sich durchaus auch der grund, auf dem ein haus steht, verändern kann, kann's auch nach hundert jahren noch zu setzungsrissen kommen. ich hab's leider am eigenen haus erleben müssen, und meine eltern haben da an ihrem haus auch übles erleben müssen.
    nicht nur wenn z.b. unterhalb eines geländes noch leitungen gebohrt werden (wird ja heute gerne so gemacht und häufig kriegt man's noch nicht mal mit weil ein- und ausgang der bohrung durchaus auch 'n block weiter sein können) - das ist bei meinen eltern passiert, da hat sich eine ecke des hauses dann um 10cm gesenkt, auch ansonsten kann's vorkommen dass sich irgendwo im untergrund was auf ganz natürliche weise verändert.
    von bergbau mag ich jetzt garnicht anfangen, die entsprechenden beispiele dürften bekannt sein, da reicht schon weit weniger.
    auch an stark befahrenen straßen kann die dauerhafte vibration unterirdische erdrutsche etc. auslösen, da gibt's zig möglichkeiten, völlig unabhängig vom alter des hauses.
     
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  3. #2 Martens, 01.11.2012
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    Natürlich kann auch ein altes Gebäude reißen, wenn sich der Grund verändert.

    Der Begriff "Setzungsriß" ist meiner bescheidenen Ansicht nach eine Verschleierung von Baupfusch. Wird nämlich anständig gearbeitet, setzt sich nichts und reißt auch nichts. Spätestens ein paar Jahre nach Errichtung des Bauwerkes kann sich auch niemand mehr mit Setzungsrissen rausreden - dann ist aber meist die Gewährleistung abgelaufen und der Begriff hat seinen Zweck erfüllt.

    Der Mieter darf die Miete in der Tat nur dann mindern, wenn auch ein Minderungsgrund im juristischen Sinne (und nicht nur ein gefühlter Grund!) vorliegt. Ich halte das für selbstverständlich, gut aber, daß nochmals darauf hingewiesen wurde.

    Christian Martens
     
  4. #3 Kitzblitz, 01.11.2012
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    Der Grund - du meinst sicher den Baugrund - ändert nicht materiell, sondern eher die Randbedingungen, wie z.B. Grundwasserstandsänderungen infolge von Grundwasserpumpen in benachbarten Baugruben, Bergbrüche in Bergbaugebieten, Geothermiebohrungen (ist gerade in Baden-Württemberg ein "heißes" Thema mit quellenden Gipskeuperschichten, in die Grundwasser eindringen konnte), Schwerlastverkehr in Straßennähe, ...., Ramm- oder Bodenverdichtungsmaßnahmen auf Nachbargrundstücken versetzen das Gebäude in "Schwingungen" mit Folge einer weiteren Verdichtung des Baugrundes durch dynamische Belastungen und weiteren Setzungen.

    Setzungen von Neubauten sind eine ganz normale Sache, wenn ein Gebäude neu errichtet wird (ausgenommen bei direkter Gründung auf Fels). Die Kunst besteht nun darin, die Fundation eines auf die im Tragverhalten vielleicht inhomogenen Bodenschichtungen oder die unterschiedlich starken Lasteintragungen in den Baugrund abzustimmen.

    Die Lasteintragung erfolgt i.d.R. über sogenannte Flachgründungen (Streifenfundamente, deren Breits so aussgelegt wird, dass in allen Bereichen ungefähr die gleiche Bodenpressung erreicht wird). In Bergbaugebieten nimmt man zur Gründung aber auch schon mal die komplette Bodenplatte als lasteinleitendes Element. Bei nicht tragfähigem Baugrund kommen Verfahren wie Bodenaustausch, Pfahlgründungen, Senkkastengründungen, etc. zur Anwendung. Mischformen von Spezialgründungen mit Flachgründungen kommen dabei durchaus auch zur Anwendung.

    Diese normalen Setzungen klingen jedoch relativ schnell ab.

    Mängel in den Gründungsmaßnahmen können dann natürlich unterschiedliches Setzungsverhalten von Gebäudeteilen zur Folge haben. Der Mangel kann bereits schon durch unzureichende Baugrunderkundung gelegt werden. Fehler in der Gründungsstatik oder der Bauausführung führen zu weiteren Gründungsmängeln.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  5. #4 lostcontrol, 01.11.2012
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    keines deiner beispiele passt zu dem was bei meinem haus (baujahr 1932) oder dem haus meiner eltern (baujahr 1974) passiert ist - aber egal.
    fazit bleibt: es kann auch später noch was passieren was zu rissen im gebäude führt.
    meine olds bekamen den schaden bezahlt (weil die bohrungsfirma entsprechend versichert war), ich nicht (mein schaden war aber weniger schlimm, kommt aber quasi immer wieder, weil ganz offensichtlich sich das gelände unter meinem haus verändert, was wohl als "höhere gewalt" angesehen wird).
    die einen müssen mit überschwemmungen leben, auf 'nem alten steinbruch muss man dann wohl auch mit unterirdischen einbrüchen leben - das zumindest nehmen wir als erklärung hier an.

    letztendlich bleibt die frage wie man damit umgeht.
    den mietern an die backe kleben darf man's jedenfalls meiner ansicht nach nicht.
    ich bin sehr froh dass wir solche schäden noch nicht an mietshäusern hatten.
     
  6. #5 Kitzblitz, 02.11.2012
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    Gut, dann bleiben wir mal noch kurz o.T..

    Ob ich deshalb vielleicht "z.B" geschrieben habe ? - Du kannst doch wohl nicht im Ernst erwarten, dass du hier eine vollständige Abhandlung aller möglichen Ursachen, die sogar deine Sonderfälle berücksichtigen, bekommst. Grundbau- und Bodenmechanik, sowie Geologie werden in 4 bzw. 2 Semestern im Bauingenieurstudium (zumindest an der Ruhr-Universität Bochum war das in den 70er/80ern so) abgehandelt.

    Was ist denn die Ursache bei euren Häusern ?

    Steinbrüche werden übrigens i.d.R. (so auch in Baden-Württemberg) oberirdisch abgebaut - sonst hätten wir es ja auch mit Bergbau zu tun ! - Deine Theorie mit den "Einbrüchen" passt also nicht so ganz zum Thema Steinbruch.

    Werden Steinbrüche aufgegeben, werden diese u.U. teilweise wieder aufgeschüttet. Auch darin kann natürlich eine Ursache liegen, denn Aufschüttungen werden lagenweise eingebracht und verdichtet. Auch dieser aufgefüllte Baugrund wird sich natürlich setzen - je nach Füllmaterial und Intensität der Verdichtungen sogar auf der Grundfläche eines später darauf gesetzten Gebäude in unterschiedlicher Weise.

    Hangrutschungen sind eine weitere Quelle von Rissen im Gebäude, die bis hin zur Einsturzgefährdung oder gar Einsturz eines Gebäudes gehen. Im letzten Jahr wurde aus dieser Ursache in unserem Ort ein Wohnhaus in städtischem Besitz (war zuvor das Bademeisterhaus in Nähe unseres Freibades) abgerissen.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  7. #6 Martens, 02.11.2012
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    sacht ma, Kinners,

    könnt Ihr nicht einmal beim Thema bleiben?
    Es geht hier um Schimmel in einer Mietwohung, dessen Ursachen und ggfs. Mietminderungsrechte des Mieters.

    Nicht jedoch um Risse in irgendwelchen Häusern, egal ob alt oder neu.
    Wenn Ihr sowas diskutieren wollt, macht einen eigenen thread auf.

    vielen Dank.
    Christian Martens
     
  8. #7 Papabär, 02.11.2012
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    Tschuldi´ung, mein Fehler ...

    Ich wollte nur auf den Riss als angebliche Ursache des Schimmels eingehen - bzw. genau dies eben in Frage stellen.
     
  9. #8 Martens, 02.11.2012
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    Ja, genau, DU hast Schuld.
    Bestimmt.
    Ganz sicher.

    Christian Martens
     
  10. #9 lostcontrol, 02.11.2012
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    hatte ich doch schon geschrieben?

    mein bergbauingenieurs-kumpel nennt das trotzdem bergbau, auch wenn's oberirdisch vonstatten geht - aber macht ja nix.

    nö, der steinbruch auf dem mein haus steht nicht. würd auch nicht gehen, da müsste man das ganze flußtal auffüllen, und das wär dann doch ein bisserl blöd für die binnenschiffahrt.

    und genau das passiert wohl bei mir - allerdings ziemlich langsam.
     
  11. #10 lostcontrol, 02.11.2012
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    ähm Martens - hier wurden aber risse im gebäude als mögliche ursache für den schimmel aufgeführt.
    hast ja recht, wie solche risse entstehen können ist nicht thema, die risse aber sehr wohl.
     
  12. #11 Papabär, 02.11.2012
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    Äääh, wie jetzt ... Levitation für Häuser?
     
  13. #12 lostcontrol, 02.11.2012
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    das haus steht OBEN, quasi auf der steinbruchkante (zum glück nicht ganz so nah wie sich's jetzt vielleicht anhört).
    wieso levitation?
     
  14. #13 Papabär, 02.11.2012
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    Also steht´s nicht AUF sondern eher neben dem Steinbruch ... :50:

    Aber zurück zur Eingangsfrage: Ist B jetzt eigentlich Mieter oder Vermieter?
     
  15. #14 Kitzblitz, 04.11.2012
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    ... neben, auf ... im ?

    [​IMG]

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    ... okok - ist kein Steinbruch !
     
  16. #15 lostcontrol, 05.11.2012
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    @kitzblitz: google mal schiller-nationalmuseum. auf vielen bildern ist mein häüsle mit drauf.
     
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