Rohrbruch im Badezimmer

Dieses Thema im Forum "Versicherungsschäden" wurde erstellt von Oktay21, 22.08.2012.

  1. #1 Oktay21, 22.08.2012
    Oktay21

    Oktay21 Neuer Benutzer

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    Hallo an Alle,

    Der Abflussrohr in der Badewanne war verstopft und das Badezimmer stand unter Wasser.
    Haben die Sachlage der Versicherung mitgeteilt, sie übernimmt.
    Schön und gut.

    Wir haben die zuständigen Firmen beauftragt, die kamen und haben die Fliesen, Badewanne, Röhre erneuert.

    Es gibt, aber ein Problem: Die Arbeit dauerte drei Wochen und die Mieter konnten in der zeit nicht Duschen und ab und zu nicht die Toilette sowohl tags nachts nutzen.

    Die Mieter wollen für den Ausfall ein Monatsmiete als Entschädigung.


    Was soll ich machen?


    Mit freundlichen Grüßen
     
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  3. #2 Papabär, 22.08.2012
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    Hallo Oktay21,
    wenn der Schaden bereits behoben war als die Mieter ihre Forderung gestellt haben, würde ich mich ganz entspannt zurücklehnen.


    Allerdings würde ich mir schon mal die Frage stellen, warum bei einem Wasserschaden gleich die Badewanne mit erneuert werden musste ... die sollte naturgemäß eigentlich wasserfest sein.
    Ich habe die vorsichtige Vermutung, als ob Du ´nen neuen Klempner bräuchtest ... da kannst Du schon glatt froh sein, dass der den Kühlschrank nicht auch noch erneuert hat.
     
  4. #3 Oktay21, 22.08.2012
    Oktay21

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    Hi,

    Die Woche am Freitag kommt der Handwerker und macht die letzten Installationen.

    Der Mieter will, aber von mir bis Samstag ein Antwort haben. Kann ich mich entspannt zurücklehnen?


    Warum die Badewanne erneuert wurde?

    die Wanne war an einigen stellen leicht vergilbt und alt. Haben eine günstige Wanne gefunden und dachten erneuern wir sie gleich mit.
     
  5. kathi

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    Wieso das denn? Deshalb haben die Mieter doch noch lange nicht ihr Recht auf Minderung verwirkt. Eine volle Monatsmiete find ich allerdings ein bisschen viel.
     
  6. #5 BarneyGumble2, 22.08.2012
    BarneyGumble2

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    Mal so ganz nebenbei: Weshalb war denn das Rohr verstopft?
     
  7. Jobo45

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    Also ich würde dem Mieter hier entgegenkommen und ihm ca. 30% der Kaltmiete entsprechend der Ausfallzeit, erstatten. Denn wenn du dich entspannt zurücklehnst wird Dein Mieter in Zunkunft gleich alle möglichen Register ziehen und auf sein "Recht" pochen.
    Nun ist das Badezimmer hochwertiger, denn durch die "Renovierung" es sind ja schließlich die Wanne und die Fließen neu, dadurch läßt sich auch eine Mieterhöhung rechtfertigen.
     
  8. #7 Martens, 23.08.2012
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    Eine rückwirkende Mietminderung ist grundsätzlich ausgeschlossen, Ausnahmen bedürften spezieller Umstände, die ich hier nicht unbedingt erkennen kann. Ich kann mir als Mieter das Elend nicht drei Wochen ansehen und dann sagen - jetzt will ich eine Kompensation für den Ärger.
    Anders ist es, wenn die Arbeiten für eine Woche angesetzt waren und dann dauern und dauern (bzw. auf der Baustelle nichts voran geht und der Mieter die ganze Zeit über nur ein eingeschränkt funktionsfähiges Bad hat) und nach drei Wochen noch immer nicht abgeschlossen sind. Dann darf der Mieter auch rückwirkend mindern.

    Die beschriebenen Arbeiten sollten mAn in einer Woche durchzuführen sein.

    Eine 100%ige Minderung halte ich nur dann für gerechtfertigt, wenn das Bad komplett gesperrt ist, also keine Toilettenbenutzung und kein Duschen/Baden möglich ist, denn damit ist die Unbenutzbarkeit der Wohnung gegeben.

    Wenn ein Bad neue Fliesen und eine neue Badewanne bekommt, ist es dadurch nicht zwangsläufig höherwertig, so daß eine Mieterhöhung gerechtfertigt wird. Da die alte Wanne Abnutzungserscheinungen aufwies ist der Vermieter hier nur seiner Instandhaltungspflicht nachgekommen, die Mietsache also wieder in den vertragsgemäßen Zustand versetzt.

    Christian Martens
     
  9. kathi

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    Das Thema hatten wir doch schon öfter. Die Miete mindert sich quasi automatisch, sobald ein Mangel auftritt. Und natürlich ist eine rückwirkende Mietminderung nicht nur möglich - sie ist, zumindest bei zeitlich befristeten Mängeln- eher die Regel. Oder wie sonst sollte man die Miete mindern, wenn Mitte des Monats ein Mangel auftritt, aber die Miete, wie üblich, bereits zu Monatsanfang komplett gezahlt wurde?
    Oder wie wäre es erklärbar, dass Mieter die nach x Jahren feststellen, dass ihre Wohnung kleiner ist, als im MV angegeben, nicht nur in der Zukunft die Miete mindern, sondern auch noch ein erkleckliches Sümmchen vom Vermieter für die zuviel gezahlte Miete zurückfordern dürfen?
     
  10. #9 Martens, 24.08.2012
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    Das ist richtig.

    Das ist nicht zutreffend, egal, wie oft es wiederholt wird.

    Rückwirkende Minderung, dabei bezieht sich rückwirkend nicht auf den Geldfluß sondern auf die Willensäußerung des Mieters.

    Wenn ich am 20. des Monats einen Mangel feststelle, der mich zur Minderung berechtigt, dann mindere ich ab dem 20. bis zur Abstellung des Mangels, indem ich den Vermieter schriftlich davon informiere. Aus der Minderung ergibt sich ein Anspruch, der sich dann mit den nächsten Gegenansprüchen (z.B. Mietzahlung für nächsten Monat) verrechnen läßt. Soweit alles in Ordnung.

    Wenn ich am 20. März einen Mangel feststelle und mir den ansehe, mich ärgere, sauer werde etc. aber nicht mindere und dann am 15. Juli explodiere und dem Vermieter schreibe "ich mindere jetzt ab dem 20. März" - dann ist das eine rückwirkende Minderung und die geht eben nicht.

    Christian Martens
     
  11. kathi

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    Das ist einfach falsch. Klar muss man den Vermieter über einen Mangel in Kenntnis setzen, aber zum einen nicht über einen Mangel, den der Vermieter bereits kennt (wie hier der Fall), man muss es auch nicht zwangsläufig schriftlich machen, sondern nur nachweislich und über eine Mietminderung muss man auch nicht informieren, obwohl das natürlich der empfehlenswertere Weg ist.

    Auch das stimmt nicht. Weiss nicht wo du das her hast. Ab Kenntnis des Mangels laufen die ganz normalen Verjährungsfristen und das sind nicht nur ein paar Monate.
     
  12. #11 Martens, 24.08.2012
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    Wenn ein Mieter sein Recht auf Mietminderung wahrnehmen möchte, muß er daß tun indem er schreibt, ich mindere die Miete wegen... ab... um... Euro.
    Tut er das nicht, mindert er nicht sondern ist einfach mit seinen Mietzahlungen im Verzug, die möglichen Konsequenzen sind bekannt.

    Es geht hier nicht um Verjährung...

    Christian Martens
     
  13. #12 BarneyGumble2, 24.08.2012
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    Wie kommst Du darauf?

    Fassen wir mal zusammen, was Deiner Meinung nach rechtlich in Ordnung sein soll:
    - Der Mieter ruft dem Vermieter im Hochsommer im vorbeifahren aus dem Auto zu, dass seine Heizung nicht geht. Der Mieter meldet sich aber nicht mehr, daher denkt der Vermieter, es sei wieder alles in Ordnung.
    - Nun wartet der Mieter 2 Jahre (Thema Verjährung) und mindert dann rückwirkend für 12 Monate die Miete, weil ja die Heizung die letzten 2 Winter nicht funktionierte.

    Na, merkste was?
     
  14. #13 Papabär, 25.08.2012
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    Auf den vorliegenden Fall bezogen hätte der Vermieter die Heizung ja sogar vor der Minderungsankündigung wieder repariert.
     
  15. #14 kathi, 25.08.2012
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2012
    kathi

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    Ach Leute
    In dem Moment, ab dem ein Mangel auftritt ist eine Wohnung nicht mehr zu 100% nutzbar und daher kann die Miete gemindert werden. Und natürlich muss ein Mangel angezeigt werden, solange der Vermieter diesen Mangel von sich aus nicht kennen kann. Und natürlich sollte die Anzeige des Mangels nachweislich passieren. Ich hab nie was anderes geschrieben.
    Nur muss eine Mietminderung wegen eines Mangels nicht angezeigt werden. Und wenn man nachweislich eine defekte Heizung beim Vermieter anzeigt (nachweislich muss nicht zwangsläufig schriftlich sein), dann kann man auch eine Mietminderung machen, die man dem Vermieter eben nicht melden MUSS.

    Im Hochsommer aus dem vorbeifahrenden Auto eine Mangelmeldung zu machen dürfte vor keinem Gericht als Meldung eines Mangels durchgehen. Bisschen arg konstruiert jetzt oder? Und meilenweit von dem entfernt was man unter einer ernsthaften Anzeige eines Mangels verstehen dürfte.
     
  16. Jobo45

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    Da dies der Vermieter schreibt, ist davon aus zu gehen, dass er auch in der richtigen Form in Kenntnis gesetzt war, denn er hat ja auch Maßnahmen ergriffen die der Störung Abhilfe geleistet haben.
    Ironie an "Der korrekte Mieter hätte wohl gleich einen Fachanwalt eingeschaltet und sich sofort in ein Hotel begeben." Ironie aus,
    was hätte das wohl gekostet ?
     
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