Rohrverstopfung ohne eigenes Verschulden

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von desperate, 07.01.2014.

  1. #1 desperate, 07.01.2014
    desperate

    desperate Neuer Benutzer

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    Zusammen mit einer weiteren Person wohne ich in Form einer WG im Erdgeschoß eines Mehrfamilienhauses (EG+6 Stockwerke darüber, unter uns der Keller).

    Ca. 1 Jahr nach Einzug kam es bereits zu einer desaströsen Überschwemmung unserer Küche, weil Abwasser wie wild sich bei uns aus dem Ausguß der Spüle hochstaute.
    Konsequenz:-> Kurzschluß bei Geräten, kompletter Boden im Flur mußte saniert werden.

    Unsere eigenen Abflüsse (Küche; Badewanne, Toilette, Waschbecken) waren bislang allesamt gänzlich problemlos; es wurde von uns definitiv nichts "verkehrtes" darin entsorgt.

    Das Problem wurde also (wie auch der damalige Notdienst bestätigte) von anderen Mietern (irgendwo über uns) hervorgerufen! Leider blieb natürlich ungeklärt, von wem genau.

    Der Vermieter (große Wohnungsgesellschaft) ließ daraufhin Haus-Rohre austauschen, die ich vor dem Haus dann liegen sah und die total zuwaren. Auch sorgte er für das Sanierung des Flurbodens - wenn auch unter Angabe, er tue das, um uns entgegenzukommen, nicht aber, weil er dazu verpflichtet sei!

    Jahrelang war jetzt Ruhe.
    Unlängst ist es erneut zu einem schlimmen Vorfall gekommen:
    Diesmal lief unser Waschbecken im Bad urplötzlich schlagartig über. Wir kontaktierten unverzüglich unseren Hausmeister, der uns bemüht war zu helfen (mit einer Art von Abflußfrei), sich aber außerstande sah, den Haupthahn im Keller zu schließen, da (man glaubt es kaum) der Kopf des Hahns fehle!?

    Wir riefen bei einer ganzen Reihe von Sanitärfirmen und -diensten an; doch kein einziger Notdienst war zu dieser abendlichen Zeit zu erreichen!
    So mußten wir die ganze Nacht hindurch aufbleiben und permanent das Waschbecken kontrollieren. Dennoch kam es erneut zu einer Überschwemmung, da wir nicht schnell genug nachkamen, das Wasser mit Eimern und Lappen abzuschöpfen.

    Am nächsten Tag erst war die Hausverwaltung erreichbar, schickte ihren Haus-Installateurdienst, der aber nichts (mehr) festellen konnte (angeblich), denn inzwischen hatte sich die Verstopfung gelöst, unser Waschbecken lief auch wieder völlig problemlos ab.

    Auf die Frage nun, was der Vermieter nun gedenke für die Zukunft zu tun, damit so etwas möglichst nicht mehr vorkomme (oder erschwert werde), meinte dieser nur, er könne nichts tun - ungeachtet unserer nun permanenten Angst, auch nur bei kurzzeitiger Abwesenheit oder im Schlaf (geschweige denn nach einem Urlaub) von einer erneuten, urplötzlichen Überflutung heimgesucht zu werden, die ggf. dann noch größere Ausmäße annehmen könnte, wenn sie auch z.B. das Wohnzimmer und Elektrogeräte usw. beträfe. Wir sind auch beide von schwerwiegenden Krankheiten betroffen und können uns eigentlich gar nicht erlauben, in so einem Streß weiterzuleben (nach dem 1. Vorfall damals bekam ich nach nicht allzu großem Abstand einen Herzinfarkt, der bei mir unzweifelhaft sehr wesentlich streßbedingt ist).

    Die Frage ist also:
    Was können wir von rechtlicher Seite und von realistischer Praxis aus vom Vermieter erwarten/verlangen?

    Der letzte Vorfall wurde ja nicht *gelöst*, sondern hat sich nur vorübergehend in Wohlgefallen aufgelöst.


    Vielen Dank für möglichst aufschlußreiche Infos/Links usw.

    -desperate-
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Verlangen kann man naturgemäß so ziemlich alles, mit dem Erwarten sieht es leider etwas anders aus. Die Sache ist meiner Meinung nach für euch ziemlich schwierig, da kein klassischer Mangel vorliegt. Für den Moment ist ja alles "in Ordnung", das Wasser fließt wo und wie es soll. Die pure Erwartung, dass das Wasser in der Zukunft wieder überläuft, ist kein Mangel, und auf diesen Standpunkt dürfte sich auch der Vermieter stellen.

    Ich bin aus deiner Schilderung nicht ganz sicher, ob es sich bei dem überlaufenden Wasser um Frisch- oder Brauchwasser handelt. Jedenfalls würde eine (wenigstens ungefähre) Kenntnis, wodurch das Problem verursacht wird, vielleicht eine Möglichkeit eröffnen, den Vermieter doch zu vorsorgenden Maßnahmen zu bewegen.

    Wie man sich dann im Schadensfall am Vermieter schadlos hält, ist eine andere Frage.


    Da du gesundheitliche Probleme ansprichst, sollte man auch eine andere Marschrichtung in Erwägung ziehen: Umzug. Natürlich ist das ärgerlich, wenn ihr die aktuelle Situation nicht verschuldet habt, aber lieber habe ich einen begrenzten finanziellen und zeitlichen Aufwand und danach Ruhe, als dass ich in so einem Objekt nicht mehr ruhig schlafe.
     
  4. Berny

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    Dass er die Mietsache gem. § 535 BGB i.O. hält.
    Dass er alle möglichen Vorkehrungen trifft, dass sich sowas nicht wiederholen kann.
     
  5. #4 Pharao, 08.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2014
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    Hi Desperate,

    also von "alleine" löst sich eine Verstopfung i.d.R. eher selten !

    Evtl ist hier nicht das ganze Rohr komplett verstopft, sodass es zwar jetzt abfliest, aber wenn wieder zuviel Abwasser "von oben" auf einmal kommt, dann könnte das wieder bei dir Überlaufen.

    Wenn das hier der Fall ist, kann man das aber ziemlich leicht Testen, ob alles wieder geht. Die anderen Hausbewohner könntest du oder ggf. der Hausmeister bitten, das alle gleichzeitig mal das Waser laufen zu lassen. Denn das Abwasserrohr muss es locker verkraften, wenn mehrere Mieter auch mal gleichzeitig das Badewasser ablassen und/oder auf`s stille Örtchen gehen.

    Wenn das nicht möglich ist, könnte man nur auf Verdacht mal mit einer Kamera ins Rohr gucken, aber das kommt sicherlich nicht gut bei deinem Vermieter an, da dies doch recht teurer ist und erstmal nur auf Verdacht wäre.

    Klar, das die Gesundheit einem am wichtigsten seinen sollte, aber ob man deswegen gleich umziehen muss, wie es hier schon vorgeschlagen wurde :? Letztlich müsst ihr das Entscheiden. Wie auch schon erwähnt wurde, jetzt geht das Rohr ja wieder, also liegt z.Z. auch kein Mangel vor und m.E. muss der Vermieter dann nicht rein auf Verdacht was überprüfen lassen.
     
  6. #5 BHShuber, 08.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2014
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    Hallo Desperate,

    vielleicht hilft dir das hier ein wenig weiter?

    Der Vermieter hat die vertragliche Nebenpflicht, Störungen am Gebrauch der Mietsache und Beschädigungen an dem vom Mieter eingebrachten Gegenständen zu unterlassen und zu unterbinden, sogenannte "Fürsorgepflicht"!

    Wenn der Mieter aufgrund einer Verletzung der Fürsorgepflicht einen Schaden erleidet, haftet der Vermieter nach § 280 BGB.

    Für die Beweislast gilt, wenn feststeht, dass die Schadensursache aus der Obhuts- und Gefahrenbereich des Vermieters entsteht, muss sich der Vermieter nicht nur hinsichtlich des Verschuldens sondern auch hinsichtlich der Pflichtwidrigkeit entlasten.

    Die Beweisführung hierzu obliegt dem Mieter, in deinem Fall ja bereits festgestellt und durch den Hauswart und Fachfirma belegbar.

    Eine Möglichkeit für dich wäre, den Vermieter auf seine Fürsorgepflicht hinzuweisen er möge dieser nachkommen, es ist nicht Aufgabe des Mieters, permanent darüber zu wachen, dass keine größeren Schäden aufgrund der Verstopfung und austretenden Wassers in der Mietsache auftreten, der Vermieter hat hier zweifelsfrei für Abhilfe zu sorgen.

    Dies stellt auch eine Beeinträchtigung des Gebrauchs der Mietsache dar und führt zwangsläufig auch zu einer Mietkürzung!

    Gruß

    BHShuber
     
  7. #6 Pharao, 08.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2014
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    Hi BHShuber,

    also das sehe ich durchaus etwas anders. Es liegt meiner Meinung z.Z. kein Mangel vor der eine Mietkürzung rechtfertigen würde, denn das Wasser fliest ja jetzt wieder ab.

    M.E. hat der Vermieter hier auch nirgends gegen was verstoßen, denn das trifft ja nur zu, wenn er untätig geblieben wäre. Und untätig war er ja nicht, der sofort eingeschaltete "Haus-Installateurdienst" hat sich das ja vor Ort angeguckt und konnte keine Verstopfung feststellen. Und da vorab auch noch der Hausmeister "mit einer Art von Abflußfrei" rumgemacht hat ....

    Und da das bis Dato noch ein Einzelfall ist (der Fall vor einem Jahr kann m.E. nicht dazu gezählt werden) sehe ich keine Verpflichtung, das der Vermieter hier jetzt rein auf Verdacht irgendwelche Rohre reinigen lassen muss bzw. weiter forschen was da passiert seinen kann. Sollte es jetzt nochmals passieren, das es beim Mieter überläuft, dann sieht das ganze evtl. etwas anders aus.
     
  8. #7 sara, 08.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2014
    sara

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    der Fall war nicht vor einem Jahr...

    Die Aussage:
    spricht dagegen.

    Damit bin ich genau wie Pharao der Meinung, dass das ein Einzelfall ist und damit das auch so, wie es von ihm geschrieben wurde, zu bewerten ist.
     
  9. Pharao

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    Hi Sara,

    auf jeden Fall gab es einen ähnlichen Fall, der schon längere Zeit her war und wo ja u.a. auch was ausgetauscht wurde. ;)
     
  10. Pitty

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    Also, wer mit Ablussfrei in seine Rohre schüttet, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in kürzester Zeit wieder eine Verstopfung hat. Das ist der größte Plunder überall. Wenn das Zeug nicht richtig weggespült wird, verkrustet es sich und wird hart wie Stein. Aber macht ruhig weiter. Die Sanitärfirmen helfen dann sicher gerne.:wink004:

    Eine Verstopfung wird sich nicht einfach lösen. Vielleicht das Teil, was es gerade ausgelöst hat, das es kurzfristig wieder abfließt. Wir würden als Firma eine Kamerafahrt durchführen, wenn man alles andere ausschliessen kann. Dort sieht man , wo es eng wird.

    Da Ihr im EG seid, könnte es sein, dass es auch ein Rückstau von der Straße ist? Das hatten wir in den letzten 6 Wochen jetzt zwei mal. Da mussten wir die Wasserbetriebe rufen, das die dem Problem auf den Grund gingen. Dann müssen die Strassenrohre komplett gespült werden.
     
  11. #10 BHShuber, 08.01.2014
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    im Grunde richtig

    Hallo Pharao,

    ja, ich muss dir Recht geben, die Situation ist verzwickt, allerdings ist die Problematik nur aufgeschoben, die Ursache für die Vorkommnisse wurde nicht untersucht.

    Ich kann nur Mutmaßen aus eigener Erfahrung, ein ähnliches Vorkommnis, es lag an der mangelnden Entlüftung der Abflussrohre, zudem hatte jemand in den oberen Stockwerken sein Frittenfett im Abfluss entsorgt und mit viel Spülmittel und reichleich heissem Wasser nachgespült was dazu führte, dass das Abflussrohr verstopfte weil sich das Fett halbgelöst im Rohr abgelagert hatte.

    Das Problem hat jetzt aber der Vermieter der muss der Sache auf den Grund gehen, es kann nicht sein, dass der Mieter permanent zugegen sein muss oder nicht in den Urlaub fahren kann mit der Angst, das wiedermal Seegang in seiner Wohnung herrscht!

    Das Problem bestand ja nicht schon von vornherein und war immer vorhanden, fakto sollte es hierfür auch eine Ursache geben, die der Vermieter zu finden und abzustellen hat.

    Als Mieter schränkt mich das in meiner persönlichen Entfaltung und Lebensführung ein, ich kann mir nie sicher sein, wann das nächste Mal die Bude schwimmt aufgrund eines Rohrinfarktes!

    Ein mangel ist auch ein Mangel, wenn er nur sporadisch auftritt.

    Gruß

    BHShuber
     
  12. Pitty

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    Aus diesem Grunde würde ich eine Kameraführung vorschlagen.
     
  13. #12 BHShuber, 08.01.2014
    BHShuber

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    daran hab ich noch gar nicht gedacht

    Hallo Pitty,

    exzellente Idee, daran hab ich noch gar nicht gedacht.

    Gruß

    BHShuber
     
  14. #13 Papabär, 08.01.2014
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    Das würde so nur Sinn machen, wenn das Wasser regelmäßig nach oben fließen würde.

    Aufgrund der in hiesigen Breiten vorherschenden Gravitation, tippe ich aber auch eher auf die Grundleitung(en).
    Kamerafahrt, Spülwagen und/oder Leitungsfräse erscheinen mir hier angebracht ... über die Kosten würde es aber hinterher vermutlich zum Streit kommen - von daher wäre der Vorschlag, lieber gleich eine neue Wohnung zu suchen, der Gesundheit sicherlich am zuträglichsten.
     
  15. #14 desperate, 08.01.2014
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    Zunächst vielen Dank für die schon beachtliche Zahl an Antworten.

    Aber was willst Du, Papabär, mir mit obigem (lese ich da Spott?) zum Ausdruck bringen? Daß wir letzten Endes selbst schuld gewesen seien?

    Das war definitiv nicht der Fall.
    Ich weiß sehr wohl zu unterscheiden, ob ich hier meine eigene Verstopfung (wie schon mal in der alten Wohnung - leicht durch einfachen Sauger wieder zu beseitigen) habe, bei der alles hochkommt, wenn *ich* den Hahn aufdrehe, oder ob alles hochkommt, wenn *andere* den Hahn aufdrehen.

    Zu vorherigen Fragen:
    Es handelte sich um Abwasser, das da hochkam, inkl. dunklen, schlammigen oder vielleicht auch haarigen Massen.

    Was einen Umzug angeht:
    Der wäre nicht minder schädlich für die Gesundheit, vom Finanziellen ganz zu schweigen.

    Wer bezahlt denn eine solche Kameraführung?

    Ich gehe nach wie vor davon aus, daß es unzumutbar ist, unter solchen Umständen zu leben, bei denen jederzeit (und sei es auch erst wieder nach 5 Jahren oder so) mit einer Überflutung und Wohnungsschaden zu rechnen ist. Entspanntes Wohnen sieht wahrlich anders aus.

    Daher wäre mir wichtig, was der Vermieter tun (und bezahlen) muß, damit so etwas möglichst nicht mehr vorkommt, also was er tun muß, um seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen zu sein. - Einfach nur feststellen, daß sich jetzt nichts mehr feststellen läßt und man sonst nichts tun könne... - das kann es ja wohl auch nicht sein!
    Und was ist mit dem überhaupt nicht schließbaren Haupthahn im Keller? (laut Hausmeister)

    Wie auch immer:
    Termin beim Mieterbund mit Rechtsberatung steht schon.


    Weitere Ideen oder Ratschläge sind natürlich willkommen.


    danke nochmals
    -desperate-
     
  16. Pitty

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    Hey, wenn es von der Strasse drückt habt Ihr nur die Chance einer Rückschlagklappe. Dann drückt das Wasser nach oben in die Wohnung.:wink005:
     
  17. #16 desperate, 08.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2014
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    Vielleicht habe ich es dann anders aufgefaßt, als es tatsächlich gemeint war.

    Zwar weiß ich nicht, ob es etwas mit unserer Überschwemmung zu tun hatte, aber mir wird gerade bewußt, daß in der letzten Zeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite (weiter oben (höhenmäßig) in der Straße) Kanalarbeiten(?) stattfanden, an einem Abend kürzlich bis weit in die Nacht hinein! (große Lärm- und Abgasentwicklung)

    Zu dem Zeitpunkt hatten wir in der Wohnung sehr schwachen Wasserdruck bemerkt.

    Ob da ein Zusammenhang besteht, müßte ich ggf. mal bei der Stadt erfragen.


    edit:
    Mit Stoffen wie "Abflußfrei" hat übrigens der herbeigerufene Hausmeister hantiert, noch dazu ohne mein Beisein, da ich zwischen den ganzen Stockwerken unterwegs war, um die verschiedenen Mietparteien zu bitten, kein Wasser im Bad aufzudrehen.
    Von der Idee mit Abflußfrei o.ä. war ich keineswegs sonderlich begeistert.


    -desperate-
     
  18. #17 Papabär, 08.01.2014
    Papabär

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    So eine Rückstauklappe kann hier durchaus sinnvoll sein - allerdings schützt selbige nicht per ´se vor verstopften Rohren. Natürlich könnte man damit die Überschwemmung verhindern bzw. zumindest stark reduzieren.



    Dass ich die Aussage des Notdienstfuzzies für blödsinnig halte - aber natürlich ist es erst einmal dass, was man eben hören will.

    Man kann die Schuldfrage nicht klären, wenn nicht gerade eine lesbare Visitenkarte im Rohr steckt. Durch das Abflussrohr fließen die Abwässer von 7 Mietparteien - also AUCH Eure. Theoretisch KÖNNTET Ihr also auch Schuld (an der Verstopfung) haben ... WENN, dann wäre aber wohl eher eine Teilschuld von 1/7tel anzunehmen.

    Letzten Endes spielt das aber auch überhaupt keine Rolle, denn die Kernfrage ist ja



    Grundsätzlich ist der Vermieter erst einmal zur Beseitigung des Schadens in Eurem Bad verpflichtet. Ich würde das auch nicht so auf die leichte Schulter nehmen - denn selbst wenn man den groben Schmutz selber beseitigen kann ... in den Ecken und auch in den Poren von Estrich bzw. in den Fliesenfugen können sich Kolibakterien eingenistet haben, die man selber meist nicht beseitigen kann.

    Da sollte eine Fachfirma ran.

    Da es sich hierbei um sog. "bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser" handelt, greift in der Regel die Wohngebäudeversicherung (naja, zumindest hier bei uns).


    Eine Verpflichtung des Vermieters zu vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen sehe ich hier nicht - insbesondere, da es sich ja wohl um einen seltenen Ausnahmefall handelt.

    Die Sorge, dass es morgen möglicherweise wieder auftreten könnte, kann Euch wohl niemand nehmen.


    Ich habe keine Ahnung, was der Einbau einer solchen Rückstauklappe kostet - aber wenn Ihr dort länger wohnen bleiben wollt, wäre es evtl. eine Lösung, wenn ihr eine solche Klappe auf eigene Kosten (nach Genehmigung durch den Vermieter) einbauen lasst.

    Günstiger als die Kosten eines Gerichtsverfahrens wäre es allemal ... und die Erfolgsaussicht schätze ich auch höher ein.



    Übrigens: Mit eine der Ursachen für verstopfte Abflussrohre sind die Wasserspartasten der Toilettenspülungen.
     
  19. #18 desperate, 08.01.2014
    desperate

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    Danke, es ist natürlich für uns grundsätzlich auch wichtig, überhaupt mal die wichtigen Begrifflichkeiten und Abhilfsmöglichkeiten zu erfahren:

    Mit "Rückstauklappe" liegt mir da schon einmal ein hilfreiches Stichwort vor.

    Ich kenne mich ja nicht aus, aber hält eine Rückstauklappe dem Druck aus 6 Etagen stand?

    Ja, mir ist klar, daß rein theoretisch *alle* Mietparteien (inkl. EG) die Verstopfung bewirken können; allerdings ging von aus de facto keine solche aus (auch nicht in der Zeit davor) - ich gehe von einem akuten Vorfall aus (jemand hat etwas hineingeschüttet oder -gestopft, was nicht rein darf), oder es hat in der Tat mit der Straße zu tun...


    -desperate-
     
  20. Berny

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    Ich meine eher, dass die Rückstauklappe evtl. Druck von der Strasse rückwärts in das Haus standhalten soll.
     
  21. #20 Papabär, 08.01.2014
    Papabär

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    Auch - bzw. gerade durch die bestimmungsgemäße Benutzung der Toilette bilden sich Fettablagerungen an der Innenseite von Abwasserrohren, die so einen Kanalinfarkt hervorrufen können. Einem der anderen Mieter deswegen die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen, ist - mit Verlaub - schwachsinnig.

    Wie Pitty schon angedeutet hat, dürfte eine "Reparatur" mittels Pümpel und Haushalts-Chemiebombe kaum langfristigen Erfolg haben.

    Als Vermieter würde ich vorbeugend die tapferen Handwerker mit der Rohrinnenfräse anrücken lassen - aber einen Anspruch darauf kannst Du m. E. kaum geltend machen.


    Rückstauklappen gibt es in verschiedenen Ausführungen (hier müsste der Fachmann auch erst einmal vor Ort prüfen, ob ein Einbau überhaupt möglich ist) - darunter sicherlich auch solche, die einem enormen Wasserdruck standhalten.

    Solange der nächste in der Reihe (d.h. der Nutzer über Dir) aber keine solche Klappe hat, brauchst Du Dir über den Druck keine allzu großen Gedanken machen ... höchstens über einen verärgerten Nachbarn.
     
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