Rückbauverpfichtung

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von cybermanx, 24.01.2016.

  1. #1 cybermanx, 24.01.2016
    cybermanx

    cybermanx Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2016
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    1
    Hallo Zusammen,

    ich stehe im Moment vor einem Problem mit Mietern. Mieter haben < 10 Jahre ein Haus gemietet und mit unserer Zustimmung bauliche Veränderungen durchgeführt. Es wurde nichts schriftlich vereinbart und es gab auch keinerlei Kostenbeteiligung seitens Vermieter. Es wurden z.B. Decken tlw. abgehängt und ein heller einheitlicher Fliesenboden durch andere dunkle Fliesen und Holzbelag geändert, Fliesenspiegel wurde geändert usw.
    Im Mietvertrag ist nichts explizites bzgl. Rückbauverpflichtung beschrieben.

    Hab nun schon einiges heute recherchiert, finde aber keinen für mich klaren Paragraphen, aus dem eine eindeutige Rückbauverpflichtung hervor geht, ohne dass auf den Mietvertrag verwiesen wird.

    Weiterhin steht in 8 Tagen der Nachmieter vor der Tür. d.h. eine angemessene Fristsetzung ist durchaus schwierig. Wer kann schon in 8 Tagen einen Fliesenleger beauftragen, mal abgesehen von allen Lieferzeiten. Würden wir bei Ablauf der Frist Ersatzvornahme durchführen, müssten wir ja selbst erst mal Handwerker beauftragen.

    Möglicherweise könnten wir uns aber gegen einen Zahlbetrag mit den durchgeführten baulichen Veränderungen anfreuden, auch um den Einzug des Nachmieters nicht zu gefährden. Zuerst muss der Mieter denke ich offiziell auf die Rückbaupflicht mit Fristsetzung hingewiesen werden, damit auch ein gewisser Druck entsteht.

    Gibts es nun eine Rückbauverpflichtung ja oder nein?
    Wie ist mit dem relativ kurzen Zeitraum bis zum Einzug des Nachmieters umzugehen?
    Was schlagt Ihr bzgl. des weiteren Vorgehens vor? Ersatzvornahme ja oder nein?

    Vielen Dank und Grüße
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.728
    Zustimmungen:
    330
    Hallo Cybermax,
    um Deine Fragen beantworten zu können, müsste man den Mietvertrag und das Übergabeprotokoll von damals kennen.
    Grundsätzlich hat der Mieter die Mietsache so zurückzugeben, wie er sie seinerzeit übernommen hatte. Aber hier dürfte die Beweislage schwierig sein...
     
  4. #3 cybermanx, 24.01.2016
    cybermanx

    cybermanx Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2016
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    1
    Eine Zusatzinformation: Es liegt eine E-Mail des Mieters vor, in denen er die von ihm durchgeführten baulichen Veränderungen als Wertsteigerung verargumentiert und somit zugibt.
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.728
    Zustimmungen:
    330
    Wenn er auszieht, kann er gerne die Wertsteigerungen mitnehmen und den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.
     
  6. #5 Akkarin, 24.01.2016
    Akkarin

    Akkarin Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.11.2013
    Beiträge:
    1.325
    Zustimmungen:
    581
    Ort:
    Frankfurt
    Der Nachmieter hat das Haus doch bestimmt so besichtigt und gemietet , wie es jetzt ist.

    Warum soll dann überhaupt zurück gebaut werden? Oder habt ihr dem Nachmieter den Rueckbau zugesagt?
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.728
    Zustimmungen:
    330
    Lies' doch den ersten Absatz im Posting #1.....
     
  8. #7 Akkarin, 24.01.2016
    Akkarin

    Akkarin Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.11.2013
    Beiträge:
    1.325
    Zustimmungen:
    581
    Ort:
    Frankfurt
    Hab ich. Hilf mir bitte Berny. Ich steh schon wieder auf der Leitung.
     
  9. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.728
    Zustimmungen:
    330
    Die Veränderungen wurden erst während der Mietzeit vom Mieter ausgeführt.
     
  10. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.329
    Zustimmungen:
    732
    Mit Gemehnigung durchgeführt und Rückbau wurde nicht verlangt/vereinbart, dann bleibt der Zustand nach Auszug so wie er ist.
     
  11. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.295
    Zustimmungen:
    90
    und was hat das nun damit zu tun, was der Nachmieter gesehen hat und deshalb den Mietvertrag unterschrieben hat?
     
  12. #11 BHShuber, 25.01.2016
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.362
    Zustimmungen:
    658
    Ort:
    München
    Hallo,

    kann es sein, dass der Exmieter hier Forderungen zwecks Wertsteigerung verlangen möchte.

    Warum der Rückbau, würde der Nachmieter die Wohnung auch in diesem Zustand nehmen.

    Ich gehe davon aus, dass du für die Forderung des Exmieters ein Argument suchst, welches du dagegen halten kannst, stimmts?

    Gruß
    BHShuber
     
  13. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.329
    Zustimmungen:
    732
    Nochmals. Wenn ein Mieter mit meiner Einwilligung einen Umbau/Veränderung in der Wohnung betreibt und es wurde der Rückbau nicht verlangt, kann/darf der Mieter die Sach rückbauen, muss aber nicht. Meine Meinung. Was wäre dagegen zu sagen?
     
  14. #13 BHShuber, 25.01.2016
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.362
    Zustimmungen:
    658
    Ort:
    München
    Hallo Nanne,

    ich glaube das werden wir niemals erfahren und meine These war schon richtig, er sucht nach Argumenten, die er auf die Forderungen des Exmieters erwidern kann.

    Gruß
    BHShuber
     
  15. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.373
    Zustimmungen:
    1.412
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Ehm - warum vermietet ihr eine Wohnung/ein EFH die/dass nach eurer eigenen Einschätzung gar nicht vermietungsfertig ist? Und dann auch noch so unklug kurzfristig?

    Durch den schweren Fehler keine eindeutigen Regeln für Veränderungsmaßnahmen und deren Zukunft im Mietvertrag oder entsprechenden Zusätzen festzuhalten sehe ich hier nur den Weg einer gütlichen Einigung im Rahmen eines Auflösungsvertrages oder ähnlichen. Ein Prozess verliert ihr auch bei einem für euch positiven Urteil allein schon durch Aufwand und Zeitablauf.
     
  16. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.447
    Zustimmungen:
    198
    Ort:
    NRW
    Das denke ich auch.

    Da wir aber nicht genau wissen ob dem Vermieter, bei den umfangreichen Fliesenarbeiten die der Mieter durchgeführt hat, nicht doch eine Bereicherung vorliegt...

    http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/e1/einbauten_m.htm
     
  17. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.329
    Zustimmungen:
    732
    Wenn die Fliesen vor dem Umbau intakt waren, also nur wegen der Farbe umgebaut werden, ist es fraglich, ob sich die neue Farbgestaltung besser bzw. für mehr Miete rechtfertigt. Ist halt immer von Fall zu Fall zu entscheiden.
     
  18. #17 cybermanx, 25.01.2016
    cybermanx

    cybermanx Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2016
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    1
    Der ExMieter verlangt keine Entschädigung für die Wertsteigerung. Es war zuvor ein völlig intakter Fliesenboden vorhanden, der zum einen aufgrund der Farbwahl vom Mieter geändert und zum anderen teilweise durch Holzbelag ersetzt wurde. Selbiges gilt für den Fliesenspiegel der Küche. Der vom Mieter eingebaute passt einfach besser zu seiner Küche.
    Weiterhin betrifft das aber auch Elektroinstallationen und eine abgehängte Decke. Das ist wahrlich keine Wertsteigerung, zumindest sieht das auch der Mieter so.

    Was bewegt also den Mieter? Er möchte am Besten alles so belassen. Es hat im gefallen und somit muss es auch dem Vermieter und den Nachmietern gefallen. Und in der Hauptsache ist das natürlich für ihn die günstigste Variante beim Auszug.

    Was bewegt den Vermieter? Dem Mieter wurden zwar Veränderungen mündlich genehmigt, aber es fand keine Kostenbeteiligung durch den Vermieter statt. Auch wurde nicht vereinbart, dass die Änderungen nach Auszug verbleiben sollen/dürfen. Und aus Diskussionen über andere Streitigkeiten mit dem Mieter wäre das eine nicht zu vernachlässigende Kostenposition für den Mieter, sofern er zurückbauen muss. Der Vermieter wäre durchaus für einen Vergleich in Kombination mit den anderen Streitpunkten offen. Dazu muss aber die Rückbauung erst einmal felsenfest klar sein und nicht mit naja, vielleicht, aber evtl. muss er auch nicht zurückbauen.
     
    ImmerPositiv gefällt das.
  19. #18 ImmerPositiv, 25.01.2016
    ImmerPositiv

    ImmerPositiv Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    14.10.2015
    Beiträge:
    1.062
    Zustimmungen:
    320
    Hallo,

    So ganz komme ich da jetzt nicht mit (oder bin heute etwas schwer von Begriff ;-))

    Du hast dem damals zugestimmt was er da fröhlich umgebaut hat (mündlich) oder modernisiert hat (ich weiß ja nicht wie die Whg/Haus vor Einzug War ...welcher Zustand der Fliesen usw.)

    Der Mieter hat das alles auf seine Kosten gemacht und ohne *Auflagen* oder im MV festgehalten dass er bei Auszug die Whg/Haus so übergeben muss Wie gemietet?

    Der Nachmieter steht als Anfang Februar dann auf der Matte und will einziehen ... der hat vermutlich die Whg.gemietet wie er sie jetzt gesehen hat , oder ?

    Du weißt das doch nicht erst seit gestern dass er auszieht oder ?

    Nimmst Du jetzt mehr Miete (ich meine du schreibst ja auch dass du dich damit anfreunden könntest was der Mieter da umgebaut hat ...)

    Ich würde da versuchen dich gütlich zu einigen .... zusammen setzen und vernünftig miteinander reden.

    Mich irritiert der kurze Zeitraum wenn ich ehrlich bin

    LG
     
  20. #19 Akkarin, 25.01.2016
    Akkarin

    Akkarin Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.11.2013
    Beiträge:
    1.325
    Zustimmungen:
    581
    Ort:
    Frankfurt
    Und der Nachmieter?
     
  21. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    1.250
    Zustimmungen:
    305
    Ort:
    Berlin
    Ich denke, wenn der neue Mieter in 8 Tagen einzieht, ist der Drops bezgl. Rückbau doch eh schon gelutscht, oder sehe ich da was falsch? Es kann dann faktisch ja nur noch um Summe XY gehen, die du haben willst, bzw. von der Kaution abziehen, weil was umgebaut wurde, was dir so nicht passt, oder?
    Wackelige Angelegenheit, wenn du mich fragst.
    Zumindest sollte es dann schon ein Abnahmeprotokoll geben, das diesen Rückbau fordert, damit würde wenigstens schriftlich angezeigt, das du damit nicht einverstanden warst. Gibt es so etwas?
    Prinzipell kannst du aber eigentlich den Rückbau nur fordern, wenn das vereinbart wurde, oder du dem Umbau nicht zugestimmt hast. Wie du so schon sinngemäß vormulierst, "Es wurde nicht vereinbart, das nicht zurückgebaut werden müssen".
    Das ist auch eigentlich nicht nötig. Vielmehr hättest du vereinbaren müssen das zurück gebaut wird, soweit mir bekannt.
     
    ImmerPositiv gefällt das.
Thema: Rückbauverpfichtung
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. mietvertrag rückbauverpflichtung