Rücknahme Eigenbedarfskündigung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von guyana07, 17.06.2009.

  1. #1 guyana07, 17.06.2009
    guyana07

    guyana07 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Ich habe meiner Mieterin zum 31.07. wg Eigenbedarfs gekündigt.

    Gibt es eine Frist, bis wann man diese Kündigung spätestens zurücknehmen muss?

    Konkret: Was passiert, wenn die Mieterin zum 01.08. eine neue Wohnung anmietet und ich am 30.07. die Eigenbedarfskündigung zurücknehme? Bin ich dann Schadensersatzpflichtig (Umzugskosten, etc)?

    Besten Dank und Grüße.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Vermieterheini1, 17.06.2009
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    JA
    und nicht nur bei "Rücknahme" der Eigenbedarfskündigung am 30.07.2009, sondern immer.
    Unberechtigte Eigenbedarfskündigung muss strengstens bestraft werden!

    Übrigens - eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die man nicht "zurücknehmen" kann. Das geht nur mit Einverständnis der Gegenseite.
    Aber auch ein Einverständnis der Gegenseite beeinflusst nicht den Anspruch des Mieters auf vollen Schadenersatz.

    -------------------------------------------------

    Bei einer so "komischen" Frage, die die vermieterische Unwissenheit dokumentiert, ist es fraglich, ob eine rechtswirksame Eigenbedarfskündigung zustandegebracht wurde.
    Aber auch eine nicht rechtswirksame Eigenbedarfskündigung verhindert nicht den Anspruch des Mieters auf Schadenersatz.
    Als VERmieter MUSS man faktisch Allwissend und Unfehlbar sein - so verlangt es das Gesetz und die richterliche Rechtsprechung!
     
  4. #3 guyana07, 17.06.2009
    guyana07

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    Ist meine 1. Eigenbedarfskündigung (EBK), deswegen bitte ich um Verständnis ob der "komischen" Frage.

    Die Sachlage ist folgende: Ich besitze in dem Haus 2 nebeneinander liegende Wohnungen. Eine davon wurde zum 30.06. vom Mieter gekündigt.

    Meine Familie hat sich seit Mai auf 4 Personen vergrößert, so dass ein dringender Bedarf nach mehr Wohnraum besteht. Dieser soll durch das Zusammenlegen der beiden Wohnungen geschaffen werden.

    Am 03.05. habe ich nun in einwandfreier Form (Anwalt) der Mieterin der 2. Wohnung gekündigt. Diese hat fristgerecht Widerspruch eingelegt. Somit kann ich nicht damit rechnen, daß sie zum 31.07. die Wohnung verlassen wird.

    A.G. dieser Sachlage kann ich nun die andere (bereits freie) Wohnung nicht mehr bis zum 31.07. vermieten. Das bedeutet dann Mietausfall.

    Was tun? Kann jemand Rat geben? Danke!
     
  5. #4 lostcontrol, 17.06.2009
    lostcontrol

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    gehört euch das haus oder nur die zwei wohnungen bzw. gibt's noch mehr wohnungen in dem haus?

    dann erstmal herzlichen glückwunsch :-)

    wie gross ist denn die wohnung die zum 01.07. frei wird? gross genug dass ihr darin eine zeitlang wohnen könntet? es würde eure situation ja gewaltig verbessern, wenn ihr schon drin wärt...

    ich hoffe mal sehr, dass du auch einen anwalt hast, der sich darum kümmert. vielleicht klappts ja trotzdem, widersprechen ist eine sache, recht bekommen eine andere.

    p.s.: ich würde an deiner stelle die eigenbedarfskündigung auf keinen fall zurücknehmen - zum einen setzt du dich damit der gefahr aus, schadensersatz berappen zu müssen, zum anderen hast du dann natürlich das problem, dass du nie die chance hast die wohnungen zusammenzulegen und für dich selbst zu nutzen...
     
  6. #5 Michael_62, 17.06.2009
    Michael_62

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    Dein Mieter(in) hat doch wiedersprochen.

    Dann ist das ganz einfach:

    Beidseitiug zu unterschreibendes Schriftstück aufsetzen:

    In gegenseitigem Einvernehmen nehmen gehen wir von der Nichtigkeit der Eigenbedarfskündigung vom .... aus.

    Wir vereinbaen, dass hiermit alle gegenseitigen Ansprüche aus dieser gegeneinander aufgehoben sind.

    ......

    Achtung: Persönliche Meinung ohne Gewähr.......

    Schriftstück nicht aus der Hand geben, sondern persönlich besprechen, unterzeichnen. Wenn Bedenkzeit, dann ohne Unterschriften!!


    Mit dem Schriftstück bist du raus. Aber..... wenn du dann kurz darauf wegen Eigenbedarf kündigen willst musst du kreativ vorgehen..
     
  7. #6 lostcontrol, 17.06.2009
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    moment mal, guyana07 will doch gerne rein in die wohnung!
    das problem ist doch nur, dass wenn sich der auszug verzögert, die andere wohnung durch leerstand und fehlende einnahmen zu hohe kosten verursacht!
    würde die mieterin ausziehen, wäre es guyana07 deutlich lieber, so wie ich das verstanden habe - immerhin braucht guyana07 ja dringend eine grössere wohnung...
     
  8. #7 guyana07, 17.06.2009
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    So ist es. Ich will rein in die zusammengelegten Wohnungen. Nur das ist ja praktisch unmöglich:

    Option 1: Leerstand von Wohnung A, bis Mieter aus Wohnung B auszieht - das kann dauern, somit erheblicher Mietausfall

    Option 2: Vermietung von Wohnung A auf sagen wir mal 12 Monate - dann fällt ein Kündigungsgrund weg ("Die im Vorderhaus neben der von Ihnen in der .... 20, .... gelegene und im selben Haus befindliche 3-Zimmerwohnung (WE ...) steht im Eigentum meiner Mutter. Überraschenderweise haben die Mieter diese Wohnung zum 30.06.2009 gekündigt."), und die ganze EBK ist wohl hinfällig.

    Option 3: Ich ziehe selber in Wohnung A - leider hätte ich dann weniger Platz als im Moment und würde zudem noch Wand an Wand mit dem nichtausziehwilligen Mieterin wohnen - auch keine schöne Perspektive.

    Vielleicht ist ja ja möglich, die Frist für die EBKündigung zu verschieben. Dann würde ich Option 2 wählen, um dann in 12 Monaten eine "Punktlandung" zu machen. Falls die Mieterin dann vor den 12 Monaten auszieht, kann man ja für den verbeleibenden zeitraum kurzfristig und begrenzt vermieten.

    Wäre dankbar für weitere Anregungen und Ratschläge. der Vollständigkeit halber hänge ich das Kündigungsschreiben mal an. Besten Dank!
     
  9. #8 lostcontrol, 17.06.2009
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    nochmals meine frage:
    gehört euch das haus oder nur die zwei wohnungen bzw. gibt's noch mehr wohnungen in dem haus?
     
  10. #9 guyana07, 17.06.2009
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    Hallo lostcontrol,

    Wir haben nur die 2 Wohnungen in dem Haus. Insgesammt ca 30 Wohnungen, ca 30% eigengenutzt, rest über HV vermietet. Laut HV ist / wird aber nichts frei....
     
  11. #10 lostcontrol, 17.06.2009
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    schad, sonst wär mir vielleicht noch was eingefallen...

    aber grundsätzlich ein guter denkansatz, für die mieterin eine alternative zu suchen... evtl. geld anbieten... evtl. maklerkosten/umzugskosten übernehmen usw...
     
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