Rücktritt von mündlicher Mietzusage

Dieses Thema im Forum "Rücktritt vom Mietvertrag" wurde erstellt von zitronella, 08.09.2015.

  1. #1 zitronella, 08.09.2015
    zitronella

    zitronella Neuer Benutzer

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    Hallo,

    was ist von folgender Situation zu halten:

    Vermieter zeigt dem Mieter die Wohnung, Mieter ist begeistert und sagt zu, die Wohnung mieten zu wollen.
    Vermieter sagt auch zu, es werden alle Details besprochen (Miethöhe, Mietbeginn, Kaution, etc).
    Schriftliche Mietvertragsunterzeichnung wird für 3 Tage drauf vereinbart, diesen Termin sagt der Vermieter ab, mit der Begründung, die Wohnung nun doch als Eigenbedarf zu nutzen..

    Was kann der Mieter vom Vermieter fordern? innerhalb dieser Zeit war jetzt kein Monatsende, sodass noch keine Kündigung aufgrunddessen erfolgte, aber eine Absgae an eine andere Wohnung..

    Danke für Antworten..
     
  2. AdMan

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  3. #2 advocatus diaboli, 08.09.2015
    advocatus diaboli

    advocatus diaboli Gast

    Welcher "Mieter", welcher "Vermieter"?

    *Fordern* kann man vermutlich erst einmal alles mögliche...
     
  4. #3 zitronella, 08.09.2015
    zitronella

    zitronella Neuer Benutzer

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    Ich meinte, was der potenzielle Mieter vom potenziellen Vermieter fordern kann, immerhin wurde ihm die Wohnung ja mündlich zugesagt und es gibt ja auch sowas wie einen mündlichen Mietvertrag..
     
  5. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Es wurde alles nur mündlich vereinbart. Hast Du einen Zeugen für dieses Gespräch?
     
  6. #5 sara, 08.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 08.09.2015
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Nichts!

    Solange kein Vertag unterschrieben ist, gibt es auch keinen Vertrag.
    Und eine Wohnung kündigen ohne dass man einen neuen Mietvertrag hat, würde ich niemals machen und auch nicht empfehlen....
     
  7. #6 zitronella, 08.09.2015
    zitronella

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    mieter und vermieter traten jeweils mit ihren partnern auf, mieter wollen als paerchen einziehen
     
  8. #7 zitronella, 08.09.2015
    zitronella

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    es wurde ja auch keine wohnung gekuendigt, aber der mieter hat sich auf dascwort des vermieters verlassen und eine andere whg abgesagt..
     
  9. #8 zitronella, 08.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 08.09.2015
    zitronella

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    hat der mieter wirklich keine handhabe? ich sehe das schon als muendlichen vertrag an..

    kann man als mieter darauf bestehen, die wohnung zu mieten?
     
  10. Duncan

    Duncan
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    Gucken wir uns mal den Verlauf an:

    Ihr habt also vereinbart den Vertrag nicht bei der Besichtigung zu schließen, sondern erst in 3 Tagen. Vor Ablauf dieser Frist wirst du tätig und sagst einen anderen Termin ab. Dafür kann der Vermieter nichts. Nun wiederum sagt der Vermieter den besagten Termin in dem die detailierten Vertragsverhandlungen und die Vertragsschließung stattfinden soll ab. Ein Vorgang der täglich tausende Male vorkommt. Meist übrigens ohne Absage sondern durch einfaches nicht erscheinen der Mieter/Kunden geplatzt.

    Wenn ich jedem Mietinteressenten der bei der Besichtigung die Wohnung sofort mieten wollte und das nie tat mit Schadensersatz bei kommen könnte ..
     
  11. Logos

    Logos Erfahrener Benutzer

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    Ganz ehrlich gesagt: Selber Schuld als zukünftiger Mieter. Ich hoffe hier ist absolut nichts zu holen für Ihn.
    Warum sagt man andere Wohnungen ab, wenn noch kein Vertrag vorliegt.
    Selbst wenn der Vertrag vorliegen würde und noch keine Unterschrift drauf ist, wäre das meiner Meinung nach dumm.
    Nächstes Mal soll der Mieter gleich vor Ort einen schriftlichen Vorvertrag unterschreiben aufsetzen.

    Gehen wir mal vom umgekehrten Fall aus, dass der Vermieter unbedingt den Traummieter gefunden hat und allen anderen abgesagt hat. Der Traummieter springt ab weil er gerade doch kein Bock mehr hat.

    Ich würde sagen, hacke den Fall (egal ob du nun Vermieter oder Mieter bist (ich tippe ja zweiteres) als Lebenserfahrung ab.
    Schluck den Ärger runter und such weiter.

    Ansonsten muss man halt als Mieter zum Anwalt rennen und mal versuchen Schadensersatz einklagen ?
    Welcher reeler Schaden ist hier wirklich denn entstanden ? Die alte Wohnung ist noch ungekündigt....das Leben geht weiter...
     
  12. Andres

    Andres
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    Theoretischer Höchstgewinn für den Mieter: Schadenersatz für die Anfahrt zur nutzlosen Besichtigung.

    Erfolgsprognose: Lieber Lotto spielen.

    Schlussfolgerung: Bei Absagen niemals Gründe angeben. Bei der Nummer mit dem Eigenbedarf braucht man sich auch nicht wundern, dass der Mieter etwas pissig wird.
     
  13. Pitty

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    Beim nächsten Mal bist Du sicherlich schlauer.
     
  14. #13 Pharao, 11.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2015
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    Hi,

    Vorsicht! Vorhaben einen Mietverhätnis zu begründen ist kein mündlicher Mietvertag! Hier müsste man erstmal abklären, ob hier tatsächlich ein mündlicher Mietvertrag bestand oder nicht. I.d.R. scheitert das aber fast immer an der Beweisbarkeit, deswegen ist ja mündlich auch immer sehr ungünstig.

    Das ist m.E. ein eindeutiges Zeichen, das hier KEIN mündlicher Mietvertrag bestand, sondern nur die Absicht einen Mietvertrag abschließen zu wollen. Und das ist eben nicht das gleiche :(
     
    ImmerPositiv, Seefelder Immobilien und Syker gefällt das.
  15. #14 Seefelder Immobilien, 19.11.2015
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    Der Abschluss eines Mietvertrages bedarf keiner Schriftform.
    Eine klare Willensbekundung der Vertragsparteien (Vermieter und Mieter) genügen theoretisch um einen Mietvertrag zu schließen.
    Ein mündlicher Mietvertrag ist zwar unüblich aber möglich und genauso rechtlich gültig wie ein schriftlicher Mietvertrag.

    Im vorliegendem Fall bin ich der gleichen Meinung wie Pharao.
    Die Vereinbarung zur schriftlichen Mietvertragsunterzeichnung zeigt die Willensäußerung der Vertragsparteien, einen Mietvertrag zu schließen.
    Das wäre aber für jeden Richter ein Indiz, dass noch kein Mietvertrag geschlossen wurde (auch kein mündlicher Mietvertrag)
     
  16. #15 BHShuber, 20.11.2015
    BHShuber

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    Hallo,

    da bei mündlichen Mietverträgen und Unstimmigkeiten zwischen Vermieter und Mieter auf Schriftstücke zu Beweiszwecken nicht zurückgegriffen werden kann, greifen die gesetzlichen Regelungen des BGB ein.

    Unter welchen Voraussetzungen ein Mietvertrag mündlich rechtswirksam geschlossen werden kann, richtet sich nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 145 ff BGB.

    Darin ist bestimmt, dass es zwischen den künftigen Vertragsparteien zu einer Willenseinigung bezüglich Objekt, Mietpreis usw.kommen muss und zwar mit dem Ziel ein rechtsgeschäftliches Verhältnis in diesem Fall ein Mietvertag, miteinander eingehen zu wollen.

    Der Vertrag gilt als zustande gekommen, wenn das Angebot der einen Partei von der anderen Partei angenommen "Annahme" worden ist. Wirksam wird der mündliche Vertrag im Zeitpunkt der Abgabe der Annahmeerklärung.

    Danach hat derjenige, der etwas behauptet, die Tatsachen vorzubringen, die die Behauptung beweisen können, was naturgemäß, sofern es keine glaubhaften Zeugen hierfür gibt allerdings sehr schwer fallen wird.

    Gruß

    BHShuber
     
  17. #16 Pharao, 22.11.2015
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2015
    Pharao

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    Hi BHSuber,

    m.E. stimmt das so nicht!

    Das Vorhaben ein Mietverhältnis begründen zu wollen, ist m.E. einfach kein mündlicher Mietvertrag, sondern lediglich nur die Absicht einen Vertrag abschließen zu wollen. Oder anders Ausgedrückt, "wir haben das Ziel" und/oder "wir wollen was machen" ist eben einfach keine (direkte) "Annahme".

    Und so wie du das hier ein Satz oben drüber ausdrückst, ist das m.E. erst der Fall, wenn der schriftliche Mietvertrag unterzeichnet wird (also mal ganz unabhängig, das man mündliche "Dinge" i.d.R. eh schwer Belegen kann und es i.d.R. da schon als erstes dran scheitert).
     
  18. Berny

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    Auch ich bin der Meinung, dass eine mdl. Absichtserklärung noch keinen Vertrag begründet.
     
  19. #18 BHShuber, 23.11.2015
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    nichts anderes habe ich geschrieben, den §§ 145 ff BGB habe ich nicht gemacht, nur daraus zitiert.

    Gruß

    BHShuber
     
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