Sanierung eines Holzbalkons

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Junior_Schlumpf, 04.05.2010.

  1. #1 Junior_Schlumpf, 04.05.2010
    Junior_Schlumpf

    Junior_Schlumpf Neuer Benutzer

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    Servus miteinander.

    Vielleicht kann mir jemand bei meinem kleinen Problem helfen.

    Es geht um die Sanierung einen Holzbalkons (Gerüst, Stützbalken und Bretter).

    Mittlerweile ist mir aufgefallen, das einer der Stützbalken vollständig morsch und kaputt ist, sodaß die darauf befindlichen, angeschraubten Bretter (auf denen ich stehe) sich gelöst haben und früher oder später durchbrechen können.
    Laut Teilungserklärung ist der Balkon Sondereigentum als Gesamtes.

    :help

    Meine Frage hierzu:

    Ist es rechtens das der Balkon, wenn dieser an der Außenfassade fest montiert ist, allein von mir kostentechnisch zu bezahlen und zu sanieren ist? :gehtnicht

    Für eine rasche Antwort wäre ich sehr dankbar. :wink

    Gruss Junior
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    normalerweise sind die statischen Bauteile (Stütze) Gemeinschaftseigentum. Wenn jedoch an dieser Stütze nur dein Balkon dran hängt, dann ist das durchaus als Sonderiegentum möglich. Wenn es sondereigntum ist, dann kannst du den Balkon auch abreissen...

    Ich wäre jedoch vorsichtig und würde mich vorher bei dem Verwalter versichern, da die Aussenansicht ja verändert wird.

    Alles in allem: Wenn die Stütze nur ersetzt wird und das aussehen nicht verändert wird, gibt es kein Problem. Deine Kosten! Vielleicht hilft die Gemeinschaft ja etwas mit, weil die neue Stütze im schönen Bauarbeiter-Stahl soviel billiger ist....
     
  4. #3 Junior_Schlumpf, 04.05.2010
    Junior_Schlumpf

    Junior_Schlumpf Neuer Benutzer

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    Servus Capo,

    abreisen möchte ich den Balkon nicht, wenn ich diesen selbst sanieren bzw. repariere, muss ich mich dann mit der Verwaltung in Verbindung setzen bzgl. der Holzbretter oder kann ich selbst zum Baumarkt und die passenden für mich besorgen?

    Gruss Junior :gehtnicht
     
  5. #4 Michael_62, 04.05.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Die Reparatur, Prüfung und Instandsetzung statisch relevanter Bauteile gehört nicht in Bastelhände oder Baumarktsphantasien.

    Balkone sind Gewerke mit Statikpflicht. Wenn diese nicht mehr tragfähig sind, dann müsse diese von jemand mit entsprechender Haftungsversicherung und Sachkenntnis instandgesetzt werden. Sonst können Menschen umkommen.

    Jegliche Tips zu dem Thema verbieten sich somit schon aus rechtlicher Sicht. :wink
     
  6. #5 Junior_Schlumpf, 04.05.2010
    Junior_Schlumpf

    Junior_Schlumpf Neuer Benutzer

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    Hallo,

    danke für die Info.

    Ist bekannt ob ich alleine die Kosten übernehmen muss oder die Gemeinschaft, da der Balkon ja an der Außenfassade angebracht ist? :gehtnicht

    Grüsse Junior
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ist denn bekannt, wie morgen das Wetter wird? Beim Wetter gibt es Prognosen, die oft zutreffen aber eben keineswegs immer. Das ist bei Rechtsfragen nicht anders...

    Der Balkon ist zwingend Gemeinschaftseigentum. Eine Instandsetzung ist damit auch zwingend durch die Gemeinschaft duchzuführen und zu bezahlen.

    Das dürfte jetzt Freude auslösen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit unbegründet ist...
    Es soll eine Vereinbarung geben, dass der Balkon Sondereigentum wäre. Die Vereinbarung wird regelmäßig so auszulegt, dass der Sondereigentümer die Kosten der Instandsetzung an "seinem" Balkon zu tragen hat. Im Einzelfall mag man allerdings darüber diskutieren, ob dies auch für die Stützen gilt, wenn diese duch mehrere Etagen verlaufen. Allgemein formuliert wird die Auslegung als Kostentragungsvereinbarung für alle Teile gelten, die einer einzigen Sondereigentumseinheit ausschließlich zugeordnet werden können.
     
  8. #7 Junior_Schlumpf, 05.05.2010
    Junior_Schlumpf

    Junior_Schlumpf Neuer Benutzer

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    Vorab vielen Dank für die Info.

    In der Teilungserklärung steht der gesamte Balkon als Sondereigentum drinnen.
    Der Balkon ist nicht mit den anderen Etagen verbunden, er steht alleine bzw. sind die Stützen an der Fassade angebracht und lt. unserer Verwaltung und den gesamten Beiräten müssen wir selbst dafür bluten.

    Des Weiteren hat sich die Verwaltung mit einer Email aus der Affaire gezogen und uns das gesamte Risiko übertragen. :motzki

    Was können wir tun? :gehtnicht

    Vielen Dank für eine Antwort. :help
     
  9. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Auch wenn ich mich wiederhole: der Balkon ist zwingend Gemeinschaftseigentum und die Vereinbarung ist regelmäßig als Kostenverteilungsvereinbarung auszulegen. Verwalter und Beiräte werden also zumindest hinsichtlich der Kosten durchaus richtig liegen.

    Wie soll das bitte gehen?
    Ich schreibe dir, dass du ab heute für den Winterdienst vor meinem Haus verantwortlich bist und du trägst ab sofort das entsprechende Risiko?

    Hirn einschalten und zum denken benutzen... :wink

    Unterstellt man, dass die Instandsetzung zwingend erforderlich ist, zeichen sich zwei Möglichkeiten ab:
    - Die Eigentümergemeinschaft (nicht der Verwalter) gibt die Instandsetzung in Auftrag, zahlt die Rechnung und legt die Kosten zu 100% auf den Wohnungseigentümer um. Notfalls könnte die Gemeinschaft durch eine Klage dazu gezwungen werden.
    - Der Wohnungseigentümer vergibt den Auftrag selbst und zahlt die Rechnung unmittelbar an den Auftragnehmer. Damit liegt zweifellos ein Gewährleistungsrisiko beim Wohnungseigentümer.

    Entscheiden muss jeder selbst.
     
Thema: Sanierung eines Holzbalkons
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