Sanierungkosten

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Superfee, 11.07.2014.

  1. #1 Superfee, 11.07.2014
    Superfee

    Superfee Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    07.03.2014
    Beiträge:
    117
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Kreis Wesel
    Hallo

    Es sind 4 WE. Es ist ein 3-Familienhaus mit einem angebautem Bungalow (Baujahr 2011.) Den Bungalow haben wir am 12. Dezember 2013 durch ZV erworben.

    In 13 Tagen habe ich meine erste Eigentümerversammlung. Hierzu hab ich einige Fragen:

    Es wurden Angebote geschickt über:
    Tankraumauskleidung und Lüftungsrohrverlegung der Tanks.
    Sanierung des Balkons im 3-Fam.-Haus.
    Beseitigung eines Feuchteschadens in einer Wohnung.

    Das Dach des Bungalows ist beschädigt. Der HV ist hierüber informiert. (Am 31.07. zieht der Mieter aus.)

    ME sind sowohl unser Dach als auch alle anderen Sanierungsvorschläge durch den Ersteller zu machen, da dies unter die Gewährleistungsfrist fällt.

    Der Bungalow war bisher aufgrund Schlamperei durch den HV nicht versichert.

    Der HV will uns für die Schäden am Dach zur Verantwortung ziehen, weil unser Mieter bisher den Zutritt verweigert hatte. (siehe Dach undicht) Eine Inaugenscheinnahme der Schäden ist jetzt erfolgt. Der HV war nicht dabei, hatte keine Zeit.

    Gruß Superfee
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Martens, 12.07.2014
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    und wo ist jetzt die Frage?

    Man muß sich darüber im klaren sein, daß ein Einkauf in eine WEG einen plötzlich zu einem Teil dieser laufenden Geschichte macht. Man wird an Altlasten beteiligt, ist an die Beschlußhistorie der WEG gebunden, hat einen Verwalter obwohl man ihn nicht gewählt hat, hat Nachbarn / Miteigentümer die einem vielleicht nicht passen usw.

    Will man das alles nicht, sollte man kein Miteigentümer in einer WEG werden.

    Christian Martens
     
  4. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.373
    Zustimmungen:
    1.412
    Ort:
    Mark Brandenburg
    ja, liegt halt gerade an. Als gemeinschaftlicher Eigentümer, musst du dich auch mit dem Gemeinschaftseigentum auseinandersetzen, dass nicht nur deinen Bungalowanteil angeht. Der Feuchteschaden betrifft auch Gemeinschaftseigentum? Tragende Wände, Installationen?

    Ehm - die Dachschäden erscheinen mir so gravierend, es regnet wohl herein, dass man da erst mal tätig werden muss. Wer das dann bezahlt kann man dann klären. Im Zweifel der Auftraggeber/Eigentümer. Das Urteil auf Mängelbeseitigung durch den bis dahin insolventen Bauträger in 3einhalb Jahren abzuwarten wäre unklug.

    Der HV hat die Interessen der WEG zu wahren, die der einzelnen Eigentümer ggf. nur indirekt. Das dein Mieter die Reparatur behindert hat, ist gegenüber der WEG dir anzulasten. Auch wenn man als Vermieter da etwas hilflos ist, weil das einfache, klassische und wirksame Mittel der rohen Gewalt dir gegenüber dem Mieter verwehrt ist. :unsicher015:

    Bei der fehlenden Versicherung wäre zu prüfen, inwieweit ein Verstoß gegen die Verwalterpflichten nachweisbar ist und der Verwalter für daraus entstehenden Schaden haftbar zu machen ist. Da sind aber intime Kenntnisse des Versicherungsrechts und des WEG-Rechts erforderlich. Da wäre eine gezielte, fachlich fundierte Rechtsberatung nicht abwegig.


    Je, nach baulicher Situation könnte man überlegen ob sich der Bungalow aus der WEG herauslösen lässt. Dafür müssten alle Eigentümer (ggf. gegen Entschädigung) zustimmen. Die Teilungserklärung geändert werden, neue Grundbuchblätter angelegt werden, Zeichnungen, Erklärungen und Genehmigungen eingeholt werden. Das wäre, wenn technisch überhaupt möglich, so ein richtig aufwändiger und teurer Spaß. Du wolltest nicht lieber ein Einfamilienhaus (gerne auch Bungalowstil) selber auf eigenem Grund bauen?
     
  5. #4 Superfee, 13.07.2014
    Superfee

    Superfee Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    07.03.2014
    Beiträge:
    117
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Kreis Wesel
    Welche Gebäudeteile bei dem Feuchteschaden des Balkons des Haupthauses (darauf beziehen sich die Angebote) betroffen sind, ist mir nicht bekannt. Ist aus den Angeboten nicht erkennbar.

    Der HV war am 07.06.2014 mit den Dachdecker (wurde uns in vorheriger Absprache mit dem HV hinzugezogen) auf dem Dach. Der Dachdecker machte den HV auf die Baumängel am Dach des Bungalows aufmerksam.
    Der HV hat bisher nichts zur Schadensbehebung / Notreparatur unternommen.

    Werde den Schaden an unserem Dach auf jeden Fall auf der Eigentümerversammlung ansprechen.

    Ein schuldhaftes Verhalten unsererseits ist nicht vorhanden. Wir haben mehrere Versuche unternommen den Zutritt zu ermöglichen.

    Man ist einfach nur ratlos!!! Der Mieter stellt sich quer und wir werden dafür noch zur Kasse gebeten.

    Bei Überprüfung des Versicherungsscheines hätte dem HV auffallen müssen, dass dort nur 3WE, 3 Garagen und die qm mit den tatsächlichen Gegebenheiten (4WE, 4 Garagen und höhere qm) nicht übereinstimmt. Weiterhin habe ich den HV bereits am Ende Februar darauf hingewiesen.

    Sind in Haus-und Grund. Habe dort auch schon Termin vereinbart

    Der Bungalow ist ein eigenständiges Gebäude. Lediglich die Versorgung der Heizung und des Wassers läuft über das Haupthaus. Das Dach des Bungalows wird von der angrenzenden Wohnung des Haupthauses als Sondernutzungsrecht genutzt.

    Der Ersteller des gesamten Objektes ist der ehemalige Besitzer des Bungalows. Seine Ehefrau war bisher die Besitzerin der angrenzenden Wohnung. Beide zusammen hatten > 50% des Miteigentumsanteile.

    Bei unserem Fall ist auffällig, dass die Sanierungs-arbeiten erst nach dem Verkauf des Bungalows und der angrenzenden Wohnung anstehen. Mein Verdacht hierzu ist, dass der HV (der mit den Ersteller befreundet ist) hier eine Vorteilsnahme gegenüber dem alten Eigentümer vorliegt.
     
  6. #5 Venceremos!, 20.07.2014
    Venceremos!

    Venceremos! Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.06.2013
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    8
    Hallo Superfee, Sie haben m.E. zunächst mal recht, dass die geschilderten Mängel alle unter die Gewährleistungsverpflichtung des Bauträgers fallen. Der Hausverwalter müsste die Mängel daher dem Bauträger zunächst anzeigen und eine (kurze, weil offenbar Gefahr in Verzug) Frist zur Beseitigung setzen. Erst wenn dieser daraufhin nicht tätig wird sollten die Arbeiten anderweitig vergeben werden, der Bauträger wäre dann schadensersatzpflichtig.

    Grundsätzlich macht der Verwalter der Schilderung zufolge einen dubiosen Eindruck. Erkundigen Sie sich daher bei Haus&Grund, ob Sie einen Antrag auf fristlose Kündigung des Verwaltervertrages stellen können.
     
Thema:

Sanierungkosten