Schaden am Sondereigentum durch Gemeinschaftseigentum verursacht - greift evtl. eine Versicherung?

Diskutiere Schaden am Sondereigentum durch Gemeinschaftseigentum verursacht - greift evtl. eine Versicherung? im Wohngebäudeversicherung Forum im Bereich Versicherungsforum; Ein gar nicht so seltener Fall: Nehmen wir mal an, eine Dachgaube (Gemeinschaftseigentum) ist undicht und beschädigt dadurch das Sondereigentum...

Wetterfrosch

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Ein gar nicht so seltener Fall: Nehmen wir mal an, eine Dachgaube (Gemeinschaftseigentum) ist undicht und beschädigt dadurch das Sondereigentum (Parkett) eines der 10 Eigentümer der WEG.
Also muß die WEG dem Eigentümer den Schaden ersetzen. Die Wohngebäudeversicherung sagt Baumangel, kein Schaden durch Unwetter. Greift evtl. die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht der anderen Eigentümer und müßte den Schaden zu 9/10 ersetzen (1/10 Abzug, weil der 10. Eigentümer sich den Schaden ja dann praktisch selbst zugefügt hätte)? Ich hörte jetzt, dass diese Versicherung Sondereigentum ggf. nicht umfasst? Wenn das stimmt, greift wohl gar keine Versicherung, denn zum Hausrat gehört das Parkett ja auch nicht?
 
immobiliensammler

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a) Warum zwei Threads zum gleichen Thema?
b) Wodurch soll eine Eintrittspflicht der Haftplichtversicherung entstanden sein?
 

Heinrich1

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Nehmen wir mal an, eine Dachgaube (Gemeinschaftseigentum) ist undicht und beschädigt dadurch das Sondereigentum (Parkett) eines der 10 Eigentümer der WEG.
Also muß die WEG dem Eigentümer den Schaden ersetzen
Wieso muss die WEG den Schaden ersetzen?
Wusste sie von der Undichtigkeit und sich gegen eine Instandsetzung ausgesprochen?
 

Wetterfrosch

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Danke für die Antworten.
a) ich habe nur einen Beitrag erstellt und sehe auch nur einen Beitrag. Wo ist der zweite? Allerdings mußte ich mich nach dem Schreiben des 1. Beitrages neu anmelden. Warum auch immer. Vielleicht ist ja dabei etwas schief gegangen?
b) das Gemeinschaftseigentum hat doch einen Schaden am Sondereigentum verursacht oder sehe ich das falsch? Also müßten doch die Besitzer des Gemeinschaftseigentums gesamtschuldnerisch haften? Wenn das nicht der Fall ist, wäre es mir natürlich auch recht. Nur wie begründet man so etwas?
 

Heinrich1

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das Gemeinschaftseigentum hat doch einen Schaden am Sondereigentum verursacht oder sehe ich das falsch? Also müßten doch die Besitzer des Gemeinschaftseigentums gesamtschuldnerisch haften?
Nur wenn sie den Schaden verursacht hätten, wenn sie ihn also hätten verhindern können.

Wenn das nicht der Fall ist, wäre es mir natürlich auch recht. Nur wie begründet man so etwas?
Ganz einfach: Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.05.2010, Az.: VR 10/10
 
Duncan

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Ganz einfach: Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.05.2010, Az.: VR 10/10
Autsch, das hätte ich nicht erwartet. Also kein Anspruch des geschädigten gegen die WEG. Ich hätte erwartet, dass der Schaden auf alle verteilt werden müsste.
 

Wetterfrosch

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Autsch, das hätte ich nicht erwartet. Also kein Anspruch des geschädigten gegen die WEG. Ich hätte erwartet, dass der Schaden auf alle verteilt werden müsste.
Danke! Ich habe das Urteil gerade noch einmal überflogen. Das sieht mir so aus, als wenn es dort eher um Schadenersatz für Nutzungsausfall und nicht eine Reparatur ging, der dem Eigentümer/Mieter verwehrt wurde? So ganz ersehe ich daraus nicht, dass das auch für die Reparatur gilt oder habe ich das falsch gedeutet?
Nun hatte die WEG in Unkenntnis obigen Urteils zwischenzeitlich beschlossen, dass entweder nur die Hälfte des Schaden ersetzt werden soll, weil das Parkett schon viele Jahre alt war und bei Komplettüberholung dem Eigentümer des Sondereigentums ein Vorteil entstünde oder nur eine Teilreparatur erfolgen sollte, sofern möglich. Dazu sollten erst einmal Angebote eingeholt werden. Also durchgeführt wurde bislang noch nichts. Kann die Abstimmung nachträglich noch geändert werden und was ist dazu zu tun? Die einmonatige Einspruchsfrist sind noch nicht abgelaufen, das Versammlungsprotokoll noch nicht verschickt bzw. noch nicht da. Die WEG wurde über das Urteil informiert, hat aber bislang nicht reagiert.
 

Heinrich1

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Danke! Ich habe das Urteil gerade noch einmal überflogen. Das sieht mir so aus, als wenn es dort eher um Schadenersatz für Nutzungsausfall und nicht eine Reparatur ging, der dem Eigentümer/Mieter verwehrt wurde? So ganz ersehe ich daraus nicht, dass das auch für die Reparatur gilt oder habe ich das falsch gedeutet?
Einfach nochmals genau lesen und alternativ dazu Tante Google befragen.


Nun hatte die WEG in Unkenntnis obigen Urteils zwischenzeitlich beschlossen, dass entweder nur die Hälfte des Schaden ersetzt werden soll, weil das Parkett schon viele Jahre alt war und bei Komplettüberholung dem Eigentümer des Sondereigentums ein Vorteil entstünde oder nur eine Teilreparatur erfolgen sollte, sofern möglich.
Die WEG darf auch beschließen alle Kosten zu tragen - sie ist nurnicht dazu verpflichtet



Kann die Abstimmung nachträglich noch geändert werden und was ist dazu zu tun?
Nein, eine Abstimmung kann man nicht nachträglich ändern.
Man kann aber einen Beschluss fassen der den alten aufhebt oder ändert.



Die einmonatige Einspruchsfrist sind noch nicht abgelaufen, das Versammlungsprotokoll noch nicht verschickt bzw. noch nicht da.
Die Einspruchsfrist hat mit der Änderung eines Beschlusses nichts zu, ebensowenig wie der Versand oder der Eingang eines Protokolls.
Entweder den Beschluss fristgerecht (binnen 1 Monat ab Beschlussfassung) anfechten oder AO-Versammlung beantragen auf der ein neuer Beschluss hierzu gefasst werden soll.




Die WEG wurde über das Urteil informiert, hat aber bislang nicht reagiert.
Wer auch immer "die WEG" ist, HV oder alle Eigentümer?, ist nicht verpflichtet hierauf zu reagieren.
 
Thema:

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