Schaden durch Mieter

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von gerd, 27.05.2010.

  1. gerd

    gerd Neuer Benutzer

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    Ich habe im Januar eine kleine Eigentumswohnung (Bj 1992) gekauft und den bisherigen Mieter übernommen. Er wohnt seit ca. 1 Jahr dort. Vor ein paar Tagen rief er mich per Telefon an und teilte mir mit, daß die Rücklaufsperre unten am Heizkörper tropft. Wir schauten uns das gleich an und es waren bis auf eines alle 5 Stück (3 Heizkörper) gleichzeitig betroffen. Im ganzen restlichen 8 Familienhaus wo alle die gleichen Heizkörper usw. haben, hat nichts getropft und hatten auch noch nie irgendwelche Probleme an der Heizung. Überdruck war auch keiner vorhanden. Alles laut Anzeige (Heizungskeller) im grünen Bereich.
    Der Mieter hat die Rücklaufsperren mit einem Sechskantschlüssel zugedreht damit es nicht mehr tropft. Er meinte er hätte erst als es tropfte zugedreht, vorher nicht. Und das die Heizkörper selbst wenn sie ganz zugedreht sind noch leichte Temperatur haben (hat er uns aber nicht vorher gesagt).

    Meine Meinung dazu: Da er sparen will und die Heizkörper nicht ganz kalt wurden (bei anderen Wohnungen im Haus auch der Fall), hat der Mieter einfach die Rücklaufsperren immer wieder auf und zu gedreht (er war ja vor 16 Jahren mal selber Heizungsbauer). Dafür sind Rücklaufsperren aber nicht gedacht. Die dreht man normalerweise nur alle 10 oder 20 Jahre mal zu um evtl. den Heizkörper zu demontieren.
    Laut verschiedenen Heizungsbauern hat da der Mieter nichts zu suchen und sind auch der Meinung das da öfters rumgedreht wurde. Der Vorbesitzer der Wohnung hatte auch schon eine Rücklaufsperre austauschen lassen und die restlichen Heizungen checken lassen. War alles in Ordnung. Dem Mieter sagten sie das er da nicht rumschrauben soll. Bei allen Vormietern war auch nie was an der Heizung.

    Jetzt habe ich über 300 Euro Schaden, wenn ich es reparieren lasse. Wird wohl schwierig zu beweisen sein, dass es der Mieter war. Die Miete ist sehr günstig. Grundsteuer haben die Vorbesitzer auch nicht berechnet. Weil der Mieter in Scheidung lebt und an seine Kinder Unterhalt zahlt hatten sie Mitleid. Jedoch geht das zu weit, weil ich jetzt wegen vielleicht 10 Euro Heizungswärmeersparnis nun über 300 Euro Schaden habe.

    Meine Frage: Was würdet Ihr in so einem Fall tun ?
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 27.05.2010
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    da hat der mieter doch zugegeben, dass er an was rumgefummelt hat, an dem er nichts verloren hat? das ist doch schuldeingeständnis genug, oder nicht?

    soll der mieter mal seine haftpflichtversicherung informieren.
     
  4. #3 Thomas76, 27.05.2010
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    Na ob das so einfach als Beweis gilt ? Er hat lediglich zugegeben, das er nach dem Tropfen zugedreht hat, daraus wird man ihm wohl kaum einen Strick drehen können.Rein rechtlich wird da meiner Meinung nach nicht viel zu machen sein.

    Man könnte nur versuchen, dem Mieter in lauterem Tonfall die Vermutung auf den Kopf zuzusagen und ihm die Berechnung des Schadens anzukündigen.Entweder gibt er dann nach, oder er hält weiter dagegen.Im letzteren Fall wird man dann wohl auf dem Schaden sitzen bleiben.
     
  5. #4 lostcontrol, 27.05.2010
    lostcontrol

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    ich denke schon, denn erstmal hätte er den mangel/schaden dem vermieter melden müssen. und an der rücklaufsperre hat er nun mal nix zu fummeln, das sollte er gerade als heizungsbauer auch wissen.
     
  6. #5 Thomas76, 27.05.2010
    Thomas76

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    Ist ja richtig, nur wie willst du daraus den klaren Beweis ableiten, das der Mieter alle fünf Rücklaufventile kaputt gemacht hat ?
     
  7. gerd

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    So wie ich den Mieter einschätze, zahlt der nicht. Und auch wenn mir sämtliche Heizungsbauer sagen, daß sie noch nie so einen Fall hatten, wo gleich fast alle Rücklaufsperren gleichzeitig tropfen – Wie will ich das klar beweisen. Und Gerichte wegen 300 Euro beschäftigen ist wohl riskant und endet dann evtl. im Vergleich und jeder zahlt seine Gerichtskosten selber.
    Ich möchte das Verhalten des Mieters aber so nicht stehen lassen und suche schon nach Gegenstategien. Die Miete erhöhen auf das gesetzlich mögliche ist eine davon.
    Man muß sich doch wehren.
     
  8. #7 Thomas76, 28.05.2010
    Thomas76

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    Sag' ich ja.

    Das könnte gut passieren.

    Mieterhöhung, soweit möglich, wäre eine Variante, sich zumindest hinterher einen Teil des Geldes wiederzuholen.
     
  9. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Und was ist mit der Grundsteuer? Nur weil die Vorbesitzer keine berechnet haben, heisst das noch lange nicht, dass du sie auch weiterhin nicht berechnen darfst. Die Umlagefähigkeit dieses Postens ist im Mietvertrag geregelt.
    Wenn es denn diese Rücklaufsperren gibt, würde ich Siegellack oder Plomben anbringen, so dass man sofort sehen kann, ob jemand rumgefummelt hat. Es ist halt die Frage, ob man jetzt für 300 Euro den ganzen Aufstand veranstaltet, oder das als Lehrgeld verbucht.
     
  10. gerd

    gerd Neuer Benutzer

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    Na klar werde ich jetzt auch die Grundsteuer berechnen. Im Mietvertrag ist die gesetzliche Nebenkostenregelung vereinbart. Und der zählt ja. Normalerweise habe ich schon lieber ein gutes Verhältnis zum Mieter und gehe nicht auf maximale Erhöhungen. Aber in dem Fall wohl nur so möglich um nicht ganz draufzuzahlen.

    Das mit dem Siegellack ist eine gute Idee, weil der Mieter hat ja schon vom Vorbesitzer gesagt bekommen er solle nicht rumschrauben und trotzdem weitergemacht. Da bekommt er gleich einen Brief dazu mit der Aufforderung dies künftig zu unterlassen. Und wenn doch, bleibt nur noch Ihn per Gericht zu belangen.
    Ist ja schlimm, wenn man jetzt alles mit Siegellack und Plomben sichern muß. Als nächstes kommt wohl die Einbauküche dran.
     
  11. #10 nobrett, 28.05.2010
    nobrett

    nobrett Erfahrener Benutzer

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    Rede doch mal mit dem guten Mann, sag ihm, dass er sie kaputt gemacht hat durch seine Schrauberei, dass sie bereits einmal getauscht wurden, dass die - und das weiß er auch selber - sonst nie kaputtgehen und dass er sie deswegen zu bezahlen hat. Wenn er die Rechnung dann übernimmt ist es doch gut.

    Ansonsten sag ihm, dass Du, um die Wirtschaftlichkeit Deines Anwesens zu erhalten und solche Reparaturen auf denen Du als Vermieter sitzen bleibst zahlen zu können, die Miete, selbstverständlich streng im Rahmen der mieterfreundlichen gesetzlichen Vorschriften - erhöhen musst. Das wird ihm nicht gefallen und Du riskierst Stress, aber das muss man durch.

    Und wenn er die Rechnung bezahlt, erhöh ihm die Miete, evtl. nach einer Schamfrist trotzdem. Früher oder später kommst Du da eh nicht drum herum. Also lieber früher.

    Das mit dem Siegellack halte ich für eine sehr gute Idee!
     
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