Schikane???

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Nilsen, 09.10.2009.

  1. Nilsen

    Nilsen Neuer Benutzer

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    Hallo Forengemeinde,
    meine Frau und ich sind seid September Besitzer einer Eigentumswohnung im Zweiparteinhaus ohne Verwaltung.
    Eigentlich haben wir uns den Traum vom Eigenheim anders vorgestellt...

    Es war wohl wie wir leider erfahren mussten, im nachhinein, eine zerstrittene WEG


    Zu den Fakten...

    Der Eigentümer der anderen Wohnung im Haus hat 60 % Anteil, seine Wohnung ist an die Schwägerin vermietet,
    Wir haben 40 % Anteil.

    Das Stimmrecht beider Partein ist gleich. :banana

    Nun zum Problem.

    Wir stecken mitten im Umbau, Von Böden bis Deckenisolierung alles neu.Trotzdem herscht Ordung, es liegt nichts von uns irgendwo auf dem Gemeinschaftseigtum rum.
    Trotzdem kümmern wir uns alleine um die Gartenpflege und Gehwegsäuberung, obwohl es Gemeinschaftseigentum ist, weil es sonst niemand machen würde, garten war bei Übernahme bereits sehr ungepflegt.
    unser Privateigentum, Regalsysteme im keller ( UNSER Platz ) wurden einfach demontiert und auf dem Boden abgestellt.

    Wir wollen mit der anderen Partei in einer guten gemeinschaft miteinander sein, aber wir bekommen nur Ar...tritte

    Der andere Eigentümer hat anstatt uns mal anszusprechen direkt nen Brief vom Anwalt verfassen lassen..

    Mehrere Punkte sind aufgeführt, hier nur ein Bruchteil davon der Rest ist belanglos für uns da wir selber Meinung sind, aber warum fragen wenn man Geld für einen Anwalt hat :stupid

    zum einen, will der andere Eigentümer bis zur 42. KW seinen Stellplatz errichten, dagegen haben wir auch nichts aber er kann doch nicht alleine die Gestaltung des Stellplatzes übernehmen, er sieht vor Fahrstreifen zu verwenden, wir hätten gerne eine andere Lösung für uns und in erster Linie für die WEG

    Nun zum Hauptproblem, was für mich und sogar für das Bauamt keines ist,
    Der Herr vom Bauamt hat zu mir gesagt " Da haben sie aber einen netten Miteigentümer, wie kann man nur so kleinkariert sein"
    aber es nützt alles nichts. :motzki
    1999 gab es eine Baugenehmigung für ein Fenster, was aufgrund eines Anbaus notwendig war, da sonst kein Licht in das Zimmer fällt.

    Nun zum Problem.
    Diese bauliche Veränderung bezüglich des Fensters wurde von dem Vorbesitzer nicht durchgeführt.
    Verjährung des Bauantrags war somit perfekt
    Wir wollten aber dieses Fenster haben, also haben wir Statiker bestellt, Statik erstellen lassen, Bauantrag gestellt, Baugenehmigung bekommen, Firma bestellt, Arbeit wurde durchgeführt.
    Bezüglich dieses Problems schrieb der Anwalt folgendes.

    Ferner mußten unsere Mandanten feststellen, dass Sie eine weitere zum Innenhof gelegene , Fensteröffnung geschaffen haben.
    Diese entspricht jedoch in ihrem Maßen nicht den Vorgaben der der Abgeschlossenheitsbescheinigungbeigefügten Plänen .
    Hier ist ein Rückbau auf das zulässige Maß erforderlich.

    Nur komisch das der Herr vom bauamt keine Bemaßungen der Abgeschlossenheitsbeseinigung hat???

    Wie kann das sein,
    In meiner Statik und Bauantrag und Baugenehmigung sind ebenfalls keine Bemaßungen eingetragen.
    Der herr vom bauamt sagte, dass er mich zivilrechtlich verklagen könne, ob er damit Erfolg habe sei ein anderes Kapitel.

    Was halten die Experten unter euch davon???

    Ein weiterer Punkt in diesem Schreiben ist unser Hund.

    Die Mieterin streichelt ihn und gibt ihm Leckerchen und freut sich wenn sie den Hund sieht, im Brief bekomme zu lesen, dass sie sich durch den Hund gestört fühlt und wir den Hund nur angeleint im Garten lassen können, es sei denn wir sind dabei.

    ich weiß das es rechtlich richtig ist, aber wenn das nicht pure Schikane ist dann weiß ich es auch nicht. :?

    Naja schlimmer gehts nimmer ist hier wohl der richtige Slogan.

    Wenn mir jemand einen Rat geben könnte wäre ich dankbar,

    ps unser Anwalt arbeitet auch schon dran.

    Grüße,
    die halbe Verzweiflung,
    aber so ist es wohl in einer Ich bezogenen Gesellschaft
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Willst Du einen gut gemeinten Rat?

    Verkaufen und Ausziehen.

    Das ist auf die Dauer billiger und Du wirst einige Jahre länger leben und mehr Freude am Leben haben.

    Wenn die eine Sache mit dem Fenster ausgestanden ist, kommt auf jeden Fall eine neue. Solche Leute ändern sich nicht!

    Und einen ausgewachsenen Nachbarschaftskrieg ist das letzte was ich Jemandem wünschen würde.
     
  4. #3 Michael_62, 09.10.2009
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Naja Heizer, dein Rat ist sicherlich der einzig Richtige, aber der Poster wollte eigentlich eher für seine Situation Hilfe.

    Die Abgeschlossenheitsbescheinigung enthält in meinen Unterlagen nur Grundrisspläne und Stellplatzpläne mit Zuordnungen.
    Ansichten oder Fensterzeichnungen sind da nicht drin.
    Insoweit würde ich erst mal diese prüfen.

    In einer zerstrittenen 2er WEG herscht kontinuierliches Patt. Genausowenig wie ein Beschluss herbeiführbar ist, ist eine Aktivlegitimation zur Klage erreichbar.
    Insoweit kann der zweite Anteilsinhaber zwar eine privatrechtliche Klage versuchen, aber gegen wen?
    Der Anspruch auf Erhalt des Gesamtobjektes hat die WEG, das ist eine BGB Gemeinschaft, nicht er selbst. Diese hätte auch das Recht den Rückbau zu fordern, müsste aber einen Beschluss zur Aktivlegitimation einer Klage auf Durchsetzung bekommen.
    Und dazu braucht sie die Mehrheit, welche hierzu wohl nicht zu erreichen ist.


    Also: Einen Versuch ist es wert, sich direkt zum Eigentümer zu begeben. Vielleicht mit einer Flasche Schnaps oder Sekt, je nachdem was in eurer Gegend angesagt ist. Und einfach mal nett und dumm spielen.

    Ansonsten Klage abwarten. Gegenkarten. Bis er es einsieht.

    Das ist der Grund warum Häuser auf grossen Grundstücken mit viel Platz zum Nachbarn stehen sollten........... (und keine WEG´s sein sollten)
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das Problem ist ausschließlich, dass wir es hier mit einer zerstrittenen Gemeinschaft von 2 Wohnungseigentümern zu tun haben und beide Wohnungseigentümer offensichtlich die elementarsten Grundsätze des Wohnungseigentumsrechts missachten.

    Der Minderheitseigentümer baut nachträglich Einbau ein Fensters ein. Das ist, egal ob mit oder ohne Baugenehmigung, eine bauliche Veränderung, für die die Zustimmung aller Miteigentümer erforderlich ist. Ob diese Zustimmung vorliegt, wird mit keiner Silbe erwähnt. Dafür gibt es viel sinnfreies Geschwafel über irgendwelche Meinungsäußerungen von irgendwelchen Beschäftigten eines Bauamts über Dinge, die diesen Beschäftigten nicht das geringste angehen und über irgendeine eine Baugenehmigung, die völlig unerheblich ist für das Verhältnis der Miteigentümer untereinander.

    Der Mehrheitseigentümer nimmt mit der Einrichtung eines Stellplatzes ebenfalls eine bauliche Veränderung vor und benötigt dazu ebenfalls die Zustimmung aller anderen Miteigentümer.

    Mir fällt dazu ein: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Das wird für beide Miteigentümer gelten.

    Wenn man zu der Erkenntnis kommt, dass die Miteigentümer nicht kompromissfähig sind, bleibt als einzig sinnvoller Rat wirklich nur die Empfehlung zum Verkauf.
     
  6. Nilsen

    Nilsen Neuer Benutzer

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    Danke für eure Antworten.
    Es ist ja nicht so, dass der andere Eigentümer und wir noch nie ein Wort gesprochen hätten, mal gehts ganz gut, mal weniger.
    Ich muß dazu sagen das meine Frau und ich auch gut 20 jahre jünger sind , als die anderen Eigentümer, vielleicht denkt er sich auch die halt ich mal schön klein...
    Ich weiß es nicht.

    Bezüglich des Rates Verkaufen...
    Wenn es sich in den nächsten Jahren nicht bessert ist das denke ich auch die gesündeste Lösung..
    Wir haben uns darüber auch schon Gedanken gemacht,
    auf der anderen Seite steckt da viel Geld für die Renovierung und Schweiß drin.
    Wo man auch jetzt schon irgendwie dran hängt, aber ich gebe euch auf jeden fall in dem Punkt recht, dass das auf Dauer nicht glücklich macht, wenn es so weitergeht.

    Eine andere Idee ist, dass wenn er gewillt wäre seine Wohnung zu verkaufen, dass wir seine Wohnung auch zu kaufen.

    Wäre es einen Versuch wert in auf dieses Thema anzusprechen?
     
  7. #6 Michael_62, 12.10.2009
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Das erklärt einiges.

    Du musst es mal aus seiner Sicht sehen.

    Da kommt jemand, 20 Jahre jünger und macht einfach ein Loch ins Gemeinschaftseigentum, ohne Beschluss, und hält sich noch nicht mal an die damals festgelegten Grössen.

    Vielleicht waren diese von einem Architekten so ausgedacht wegen der Gebäudeansichten, Fluchtungslinien o.ä.

    Da wäre mein Brief vom Anwalt deutlicher ausgefallen, insbesondere hinsichtlich der Folgenhaftung. Insbesondere hätte ich die Bauarbeiten sofort untersagen lassen, da diese ohne Beschluss stattfinden. Dann wäre es hier gar nicht erst soweit gekommen.
     
  8. #7 Christian, 12.10.2009
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Sehe ich genau so.

    Und, ohne jetzt irgendwem was unterstellen zu wollen:
    Wir haben hier nur eine Seite gehört, den Vorfall aus der Sicht von einer Seite.

    Wenn 2 sich streiten, liegt die Wahrheit meistens genau in der Mitte - beide haben auf ihre Art Recht, und keiner will nachgeben.

    Mir hilft es oft, sich einfach mal in die Lage des anderen zu versetzen.

    Einfach (noch mal) einen Versuch starten und den ersten Schritt machen, um aufeinander zuzugehen, ist bestimmt billiger und weniger aufwändig, als über einen Verkauf nachzudenken.
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Wir führen auch oft Arbeiten in WEGs durch. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass Wohnungseigentümer teilweise ein eigenartiges Völkchen sind.

    Einige denken weil sie Wohnungseigentümer sind mehr Rechte zu haben als andere die "nur" zur Miete wohnen. Und dann meist auch noch diejenigen deren Wohnung zu 90% der Bank gehört.

    Nicht selten versuchen "jene welche" mir zu erklären wie ich meine Arbeit zu machen habe. Oder denken bei einer Terminvereinbahrung eine Extrawurscht zu bekommen. Und wenn ich so einen am Telefon habe, der dann auch noch betont, dass er Eigentümer und nicht Mieter ist, geht erstmal generell der Rolladen bei mir runter und mein Entgegenkommen beschränkt sich auf das gesetzliche Minimum.

    Genauso vermute ich das bei den älteren Herrschaften, in dessen Gebäude jemand unqualifiziert ein Loch gemacht hat. Zumindest scheinen die das so zu sehen.
     
  10. #9 Selbstnutzer, 13.10.2009
    Selbstnutzer

    Selbstnutzer Neuer Benutzer

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    Stimmt teilweise...aber ganz bestimmt sind unter Wohnungseigentümern nicht mehr oder weniger eigenartige Gestalten zu finden als unter Hauseogentümern.
    Die haben auch deutlich mehr Rechte als Mieter!
    Und zwar natürlich wenn es um arbeiten innerhalb des Sondereigentums geht.
    Aber auch wenn es ums Gemeinschaftseigentum geht ist es gut und im Sinne der WEG wenn ein Eigentümer dort genauer einem Handwerker auf die Finger schaut.
    Viele Handwerker (ist jetzt nicht als persönlicher Vorwurf gedacht) legen nämlich eine außerst bemängelswerte Arbeitsqualität ab, sobald der Auftraggeber eine weit entfernte Hausverwaltung ist.
    Natürlich kann man das auch mal hervorheben, dass man Eigentümer und nicht Mieter ist, ich lasse mich auch ungern am Telefon für dumm verkaufen, weil die Gegenseite der Meinung ist, er spreche ja nur mit einem Mieter und das sei schon alles so richtig wie es sei!
    Und was die Terminvereinbarung angeht, so gibt es sehr wohl deutliche Unterschiede ob zb ein Ableser bei einem Mieter oder einem Eigentümer vor der Tür steht. Ein Mieter hat nämlich weitreichende Möglichkeiten gegen fehlerhafte Abrechnung vorzugehen, für den Eigentümer hat sich das vorgehen mit einem Monat nach Beschluss über die Abrechnung verwirkt.
    Das da ein Eigentümer wohl eher ein Interesse hat am Termin auch persönlich zugegen zu sein, dürfte klar sein.

    Insgesamt gibt es immer zwei Seiten...so wie manche Eigentümer die Handwerker falsch behandeln, gibt es genauso viele Handwerker die Eigentümer falsch behandeln.
    Es sollte dem einen oder anderen Handwerker vielleicht klar sein, dass ein unzufriedener Eigentümer dafür sorgt, dass dieser Handwerker nicht wieder einen Auftrag von der WEG bekommt.

    Gruß
     
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